25Januar
2026

Letzte Woche in Yukon (6.) Schlittenhunde ziehen, Polarlichter

Letzten Sonntag (18. Januar) war ich zum ersten Mal in unserem beheizten Whirlpool, da keine Gäste am frühen Abend da waren. Nachts habe ich auf Nell (neue Mitarbeiterin aus Frankreich) gewartet, um sie zu begrüßen und ihr das Zimmer und Bad zu zeigen. Gegen 1:30 Uhr war sie mit einem Taxi aus Whitehorse angekommen. 170$ (100€) kam das Taxi, Sylvain der Besitzer hat es bezahlt. Ganz schön viel Geld!

Montag (19. Januar) hatte ich bis jetzt meine schönste Aktivität in Kanada: Hundeschlitten fahren. Sylvain fragte mich vormittags, ob ich Lust hätte, das zu machen, ich sagte natürlich ja. Er meinte es ist ein "Dankeschön" für meine Arbeit. Nachmittags wurde ich abgeholt, Silvain hat mir warme Kleidung ausgeliehen. 

Auf der Hunderanch leben zirka 40 große Hunde und 10 Welpen. Es gibt viele Alaska Huskys. Am Anfang hatten wir an einem Schlitten eine Einweisung. Ich bin immer davon ausgegangen, dass man nur mitfährt, aber ich stand 1,5 Stunden alleine auf dem Gefährt. Man steht hinten auf den Kufen und hat den Schlitten vor sich. Vor mir fuhr ein Pärchen aus Toronto und davor 2 Guides auf einem Schneemobil, dem die Hunde gefolgt sind.

Mit einer Fußbremse kontrolliert man die Geschwindigkeit. Ich hatte 4 Hunde vor mir, die mich gezogen haben. Das Wetter war bei -7° und Sonnenschein perfekt! Einmal bin ich in einer Kurve umgekippt, halb so schlimm. Es war ein super Erlebnis! Eine schöne Wertschätzung für meine Arbeit im Hotel. 

Dienstag (20. Januar) war es endlich soweit: in meiner 6. Woche habe ich Polarlichter gesehen. Sie tanzten regelrecht am Himmel. Es hat gegen 20:00 Uhr begonnen und war bis 22:00 Uhr zu beobachten. Meistens sieht man am Himmel nur ein grauen bzw hellen Schleier, nur selten kann man die Farben mit dem bloßen Auge sehen! Mit einer Kamera oder dem Handy werden die Farben sichtbar. Mein erstes Mal, dass ich es sehen konnte, tolles Naturschauspiel!

Donnerstag habe ich von Nell (23, aus Frankreich) eine neue Frisur bekommen, ich bin froh meine Haarschneidemaschine mit zu haben, sie hilft mir sowohl meinen Bart zu stutzen, als auch das Haupthaar. Nell hat zum ersten Mal jemanden die Haare geschnitten und hat es super gemacht. 

Hier in Yukon konnte ich wieder Dinge machen, die ich mir in Kanada vorher vorgenommen hatte: Polarlichter sehen, in den Norden reisen, in einem Hostel arbeiten war ein Wunsch, nun war es ein Hotel, auch gut und bisschen Erfahrungen in der Küche sammeln. Hundeschlitten Fahrt war nicht mein großer Wunsch, aber es war genial!

Fazit in Yukon: ich hatte eine unvergessliche Zeit hier! Weihnachten hatte ich bisschen ein Dämpfer, fühlte mich nicht so wohl in Konstellation mit Marsha und ihren Freunden, aber danach,  als viel Arbeit anstand, habe ich mich mit viel Engagement und Fleiß auszeichnen können.

Vorallem die Arbeit mit Manon (32) hat mir viel Spaß gemacht und ich konnte viel von ihr lernen. Ebenfalls ist die neue Mitarbeiterin Nell sehr nett. Was auch eine interessante Erfahrung war, war das Wetter. Wir hatten von über - 40° bis 3° plus alles dabei. Vorallem lag permanent Schnee in den 6 Wochen und es fühlte sich wie Winter an!

Ciao "Boreale Lodge"! Am Dienstag geht der Flieger nach Vancouver, wo ich 4 Tage bleibe, eh es nach Nanaimo in die WG geht. 

 

 

 

Bild HotelEinweisung am Schlittenmeine SchlittenhundeWinterlandschaft

18Januar
2026

Vorletzte Woche (5.) in Yukon, Dresden, Schlittenhunde

Sonntag (11. Januar) war abends ein Radlader und der passende Fahrer bei uns und hat die Schneemassen umgeschaufelt. Die sind mittlerweile sehr hoch, soviel Schnee in Whitehorse ist ungewöhnlich! Ich war abends komplett alleine im Hotel, da Marsha in Mexiko ist, keine Gäste da waren und Sylvain in einem anderen Gebäude wohnt.

Anfang der Woche war es sehr mild, sogar +1°. Nun ist die Befürchtung, alles könnte sich zu Glatteis entwickeln, wenn es taut. Definitiv ist der Schnee sehr schwer. Ich habe Manon (32) oft in der Küche die Woche ausgeholfen und sie unterstützt. Außerdem waren wir zusammen Müll auf eine Deponie bringen. Ich werde sie vermissen, wenn ich am 27. Januar abreise!

Mein Englisch ist glaube auf einem neuen Level, ich bin recht zufrieden, aber möchte auch sein nach 11 Monaten. Nach Australien (2018 bis 2020) hab ich wenig Englisch gesprochen, sodass es bisschen eingeschlafen ist. Ich schaue auch die meisten Filme mittlerweile auf Englisch. Vielleicht kann ich das irgendwann auch beruflich mal brauchen.

Was fest steht: ich will wenn die Zeit gekommen ist, wieder zurück nach Dresden! Viele sehr gute Freunde leben dort und auch meine Familie. Dresden ist und bleibt Heimat! Bisher hat es mich immer zurück gezogen. Außerdem wäre mir Kanada zu kalt und zu teuer. In Deutschland scheint zwar auch einiges schlecht zu laufen, was man aus Nachrichten entnehmen kann, aber das schöne Elbflorenz sei mir gegönnt. Das erste was ich mache, wenn ich wieder in Dresden bin: einen Döner essen und zu Dynamo ins Stadion gehen! Aber bisschen Zeit vergeht noch bis dahin und ich hoffe Dynamo steigt nicht in die 3. Bundesliga ab!

Freitag um 17:00 Uhr habe ich mit Manon die Pause an der frischen Luft verbracht, sie ist gejoggt, ich bin mit dem Fahrrad gefahren, es war nicht kalt, super! Wir sind bis zum See und wieder zurück (zirka 7 Kilometer).

Am Wochenende haben wir 19 Studenten in der Lodge, maximale Kapazität! Gut ist, da gibt es viel zutun und es ist nicht langweilig. Sonntag kommt eine neue freiwillige Mitarbeiterin (aus Frankreich), welche anfangs wie ich 4 Stunden am Tag arbeitet, später wird sie bezahlt und hat 40 Stunden. Eigentlich wollte ich die Stelle, hatte sie aber nicht bekommen, naja. 

Samstag (17. Januar) haben Manon und ich ein Teil der Studenten mit dem Bus zum Schlittenhunde ziehen nach Carcross gebracht. Ich hatte die Gelegenheit ein paar Hunde zu sehen. In einem Gehege waren auch sehr junge Hunde.

Hans von Chilliwack hat mir Bilder von der fertigen Wohnung gesendet, sieht klasse aus, das Projekt ist beendet! Zirka 4 Monate hat es gedauert, aber am Ende ist es richtig gut geworden!

 

 

 

NachtischBild im HotelWinterlandschaftWinterBrunoReijaIn der Küche helfeneiniges an Schnee ist getautBild HotelIch mit dem Fahrrad / Manon joggtSchlittenhundejunge Schlittenhunde

11Januar
2026

Yukon (Hotel), Zimmer und Baufirma in Nanaimo (Vancouver Island)

Die Stelle hier ist wieder hervorragend, wie in Chilliwack, bin ich auch hier von der Arbeit angetan, aber auch das ganze drumherum. Das Essen ist Restaurant Niveau, sehr lecker! Irgendwie gefällt mir auch die Gastronomie und Hotellerie! Service, Küche, draußen aktiv sein - Holz hacken, sich um das Lagerfeuer kümmern und alles sauber halten, mir macht es Spaß. Work and Travel kann ich jedem jungen Menschen sehr empfehlen, da man sich sehr unterschiedlich ausprobieren kann.

Vor Corona waren hier im Hotel 5 Festangestellte, jetzt ist es nur noch Manon aus Frankreich (Toulouse). Sie sind zu dritt: Sylvain, Marsha (Besitzer) und Manon. Ab und zu ein freiwilliger wie ich und mehr nicht. Ziemlich erstaunlich, aber es klappt, eventuell müssen die Besitzer jetzt bisschen mehr machen, aber schon allein wieviel Personalkosten man spart. Mir wurde auch gesagt, dass vor Corona das Hotel permanent ausgebucht war, jetzt ist es bisschen gelassener.

Ich war dann hier "Pi Mal Daumen" 6 Wochen...6 Wochen ist optimal. Ich musste mich dennoch die Woche um meine Zukunft kümmern. Ich werde ab 02. Februar auf dem Bau in Parksville / Vancouver Island arbeiten. Ich muss mir noch Ausrüstung kaufen und mich um ein Zimmer kümmern.

Das Zimmer konnte ich am Dienstag Abend fest machen. Das freut mich! Ich wohne ab Ende Januar im Norden von Nanaimo (Vancouver Island). In dem Haus sind wir zu viert mit mir. Ich bezahle im Monat 950$, was 590€ sind. Ich hab mal in Dresden geschaut wie die Preise für ein WG Zimmer sind: zwischen 400€ und 600€, also geht das hier eigentlich. Es wird für mich eine Umstellung, da ich mich um Verpflegung selber kümmern muss. Wenn der Job gut ist und am Ende Geld übrig bleibt, kann ich mir gut vorstellen, bis Herbst dort zu arbeiten (8 Monate). Mal schauen.

Die Firma,  für welche ich arbeiten werde, heißt "Stint Construction" und hat ihren Sitz in Nanaimo, gegenüber von Vancouver,  auf Vancouver Island. Wir werden Rahmenbau und Zimmermannsarbeit auf einem größeren Bauprojekt tätigen. Ich freu mich schon und hoffe ich arbeite mich schnell in die Abläufe ein. Ich bekomme 25$ - 17€ die Stunde bei 40h / Woche, im Sommer 50h / Woche. Ich bin froh das es Holz ist, damit arbeite ich gerne. 

Marsha ist am Donnerstag (8.1.) in den Urlaub für 10 Tage nach Mexiko geflogen. Von Donnerstag bis Montag ist die Lodge ausgebucht, aber wir müssen uns um die Gäste nicht kümmern, sie betreiben alles in Selbstverwaltung (Kochen, Heizen, Waschen usw.). Es ist eine Gruppe aus Whitehorse, die hier Vorträge hält. Mal schauen, das bedeutet für mich, keine Arbeit!

Samstag (10. Januar) war ich mit Sylvain vormittags in Whitehorse, mal wieder bisschen Zivilisation schnuppern. Ich habe mir ein Handwerkergürtel gekauft, wo man das Maßband, den Hammer, Stift und Messer am Mann hat. Außerdem das restliche Equipment, was ich für den Bau brauche, kam mich 120€. Mir fehlt noch ein Sicherheitshelm. Nachmittags hab ich Schnee geschoben, der Schnee war sehr schwer, da wir Samstag erstmals 0° hatten.

Wusstet ihr, dass die Grenze zwischen den USA und Kanada, die längste internationale unbewachte Grenze der Welt ist. Und ein weiterer Fakt: 9% des weltweiten Waldbestandes kommt in Kanada vor, somit ist das Land eines der waldreichsten Länder der Erde. Außerdem hat das Land eines der niedrigsten Bevölkerungsdichten weltweit, auf einen Quadratkilometer kommen gerade mal 3,7 Menschen! Es kann also sehr einsam werden, wenn man die Großstädte in der Nähe der USA Grenze verlässt. Das lockt viele Abenteurer und Aussteiger ins Land. 

 

 

Am Morgen

SonnenuntergangEquipment für den Bau (Vancouver Island)

04Januar
2026

Jahreswechsel in Yukon, Indigene Völker und kleinste Wüste der Welt

Für das neue Jahr habe ich keine Vorsätze! Ich habe zwar paar Ziele im Fokus: das ich gesund bleibe und meine Reise weiterhin so reibungslos verläuft, wie bisher! Aber sonst nichts konkretes, man kann sich immer ändern, dazu braucht es keinen Jahreswechsel und große Vorsätze!

Das letzte Jahr lief gut! Ich bin sehr zufrieden. Wenn ich Kanada und Australien (beides "Work & Travel") vergleiche, hatte ich in Australien definitiv mehr Freundschaften! Dort war ich ständig mit anderen Backpackern in Verbindung. Ich fande das ganz toll! Hier in Kanada habe ich aber glaube mehr Stabilität, lebe 80% bei Familien, habe Kinder und Tiere um mich und lebe in einem geschützten Umfeld. Australien war mehr Abenteuer, mehr Party, mehr Spontanität, aber am Ende auch mehr Absturz! 

Am Sonntag (28. Dezember) war dann wirklich Weihnachten vorbei, alles war im Fokus der neuen Gäste. Das Hotel ist voll ausgebucht. Die meisten nehmen im Winter "Vollpension" Frühstück, Mittag - Abendessen. Mittags gibt es oft eine leichte Suppe, zum Abendessen eine richtige Mahlzeit.

Gekocht wird das ganze meistens von der französischen Mitarbeiterin "Manon". Ich habe manchmal die Möglichkeit ihr in der Küche zu helfen. Mit ihr komme ich sehr gut aus, sie ist Anfang 30. und aus Toulouse. Sie lebt schon 4 Jahre in Kanada. 

Auch mit dem Besitzer "Sylvain" komm ich super klar, mit wem ich mich teilweise schwer tue, ist die Besitzerin "Marsha". Naja man muss nicht mit jedem klar kommen! Sie hat mich aber nach Weihnachten gelobt, für meine Arbeit, dass ich sehr fleißig bin. Das Feedback nimmt man gerne entgegen. Ich habe einen Rückflug nach Vancouver am 27.01. gebucht.

Ich habe mich mittlerweile gut eingearbeitet. Es gibt Dinge die man täglich machen muss: Geschirr abwaschen, Holz ins Haus holen und Schnee schieben, dazu kommen oft Zimmer reinigen und zu neuem Leben erwecken, Staubsaugen, Wischen und allgemein Ordnung herstellen. Mir gefällt es, ich höre oft über Kopfhörer einen Podcast und arbeite dabei, das ist cool.

Der Jahreswechsel war so entspannt wie noch nie denk ich. Ab 19:00 Uhr haben wir ein Lagerfeuer gemacht, es gab kein Feuerwerk, keine Böller oder Raketen, nur eine Winterlandschaft und Feuer. Manchmal war ich mich drinnen aufwärmen. Wir hatten nette Gäste da, mal ausnahmsweise nicht nur Asiaten. Sehr viele Reisende aus Asien verirren sich hier her. Höchst wahrscheinlich wegen den Nordlichtern...ich habe leider noch keine gesehen. Die Temperaturen sind mittlerweile bei -25°, schon deutlich angenehmer!

Bisschen was zur Geschichte von Kanada: vor über 12.000 Jahren begannen Indigene Völker Kanada zu besiedeln. Dabei kann man festhalten, dass die Inuit und First Nations die ursprünglichen Bewohner des zweit größten Landes der Erde sind. Im 16. und 17, Jahrhundert wurde Kanada aber von europäischen Mächten, vorallem Großbritanien und Frankreich, kolonisiert. Die Indigenen Völker wurden ähnlich wie die Aborigines in Australien und die Maori in Neuseeland von den neuen Bewohnern verdrängt. Auf der Karte / dem Bild kann man erkennen das die meisten Indigenen Völker im Norden von Kanada leben, als auch im Norden von Alaska (grüne Bereiche).

In Carcross, wo ich aktuell wohne, befindet sich die "kleinste Wüste der Welt". Aktuell ist sie natürlich mit Meter hohem Schnee bedeckt, aber im Sommer kann man die Wüste, welche nur eine Fläche von 2,6 km² hat, besuchen. Sie ist umgeben von Bergen und hat einzigartige Sanddünen, welche durch die Ablagerungen eines Eiszeitsees entstanden sind. Viele Touristen reisen in das kanadische Yukon, um die kleinste Wüste live zu sehen!

Mein Lieblingsbild im Hotelcoole BierdoseViel Schnee (30.12.)SilvesterIndigene Völker von Nordamerika (grüner Bereich)Inuit Kanada (Bild aus dem Web)First Nations (Bild vom Web)First Nations (Bild vom Web)kleinste Wüste der Welt (Bild vom Web)

28Dezember
2025

Weihnachten 2025 in Yukon / Jahresrückblick

Sonntag (21. Dezember) habe ich zum ersten Mal Hotelzimmer gereinigt. Staubsaugen, alte Handtücher einsammeln, Betten abbeziehen und Müll entsorgen. Die Lodge hat 6 schöne Zimmer. Manon aus Frankreich hat die Zimmer wieder neu hergerichtet. Das Arbeiten in einem Hotel gefällt mir gut, man muss ziemlich vielseitig sein, zumindest in so einem kleinen Hotel, da muss man alles können.

Montag (22. Dezember) ist eine befreundete Familie aus Vancouver (2 Erwachsene und 2 kleine Mädchen) und ein Mann aus Chile (50) angereist. Alle sind zirka 10 / 15 Jahre älter als ich. Es gab kleine Häppchen und abends ein gemeinsames Abendessen.

Am 23. Dezember habe ich kleine Tätigkeiten erledigt, nachmittags habe ich ein "1000 Teile Puzzle" angefangen, es war ein sehr schweres Motiv! Ich habe den Rand geschafft und bisschen was vom inneren. Spät Abends haben wir noch ein Feuer gemacht, aber so richtig wärmen tut das nicht bei -40°!

Weihnachten verläuft hier anders als in Deutschland! In der Nacht vom 24. Dezember zum 25. kommt Santa...so wie man das aus Hollywood Filmen kennt. Man stellt ein Glas Milch, Kekse und ein Whisky bereit und hängt extrem große Socken über den Kamin. Wenn die Kinder früh aufwachen, liegen die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, die Socken sind gefüllt und der Whisky, die Milch und Kekse wurden von Santa verzerrt. Ich finde die Variante auch ganz cool, so kann man eventuell den Mythos "Weihnachtsmann" eventuell länger vor den Kindern bewahren. Wieder rum habe ich auch paar Jahre in Dresden den Santa verkörpert und die Kinder hatten direkten Kontakt und haben sich rießig gefreut. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Am 25. Dezember habe ich mit dem Chilenen Felipe eine 2 Stündige Wanderung zu einem zugefrorenen See absolviert. Die Temperaturen waren bisschen angenehmer (-30°). Abends gab es einen festlichen Braten, das Weihnachtsessen. Es war ein Truthahn, sehr lecker!

Der 26. Dezember stand im Zeichen des Resteessen, man macht sich nicht die Mühe und kocht zwei Mal. Man kocht soviel, dass es für 2 Tage reicht. Außerdem ist an dem Tag der "Boxing Day", welcher von den Commonwealth Ländern gefeiert wird. An dem Tag haben früher Angestellte ein Paket von ihrem Arbeitgeber geschenkt bekommen, daher kommt der Name.

"Commonwealth of Nations" umfasst 56 Mitgliedstaaten, welche größtenteils ehemalige Kolonien des Britischen Empire umfassen! Dazu gehören auch Australien, Neuseeland und Kanada.

Kleiner Jahresrückblick: Anfang März, vor 10 Monaten bin ich in Berlin los gereist und war eine Woche in "New York City", definitiv ein Reisehighlight! Dann war ich am Anfang in Calgary (2 Wochen), dort hat es mir nicht so gefallen, bis ich aufgebrochen bin in die kanadischen "Rocky Mountains" - April. Wow, das war geil! Im Winter spektakulär! Gerne würde ich die Gegend irgendwann mal im Sommer besuchen! Es folgte ein kurzer Stop in Edmonton.

Nach den Rockys bin ich auf meine erste Farm nach "Grande Prairie" (4 Wochen). Von allen Farmen - fünf - war das "die Farm". 100 Kühe, 300 Schweine, 300 Hühner, das war ein richtiger Bauernhof! Ich musste viel arbeiten, aber ich habe auch viel dazu gelernt. Weiter ging es 1 Woche nach "Vancouver". Tolle Stadt!

Es folgten 3 Farmen auf Vancouver Island, bzw in der Region (4,5 Monate - immer 6 Wochen jeweils). "Powell River" bei einer Chinesin war nicht so gut. Es war nicht alles schlecht, es hatte aber auch einiges nicht gepasst. Es folgte "Lund" 6 Wochen, tolle Farm am Meer gelegen und "Thasis" 6 Wochen, wo ich eine meiner schönsten Zeiten hatte! Viele Backpacker an einem Ort. Dann war auch schon der Sommer zuende!

Es ging eine Woche in die herbstlichen Berge nach "Whistler". Eindrucksvolle Gegend! Danach folgten im Oktober 8 Wochen "Chilliwack" bei Hans und Adie mit Unterbrechung. Ganz tolle Zeit hatte ich dort! Zwischendurch war mein absolutes Highlight - 3 Wochen "Hawaii".

Und nun war Weihnachten 2025. Ich bin wieder an einem schönen Ort, meine erste "Workaway" Erfahrung in Carcross / Yukon, es funktioniert ähnlich wie "Woofing",  es muss aber keine Farm sein! Man kann bei "Workaway" auch Familien finden, die Hilfe im Haushalt brauchen, oder jemanden suchen der mit dem Hund gassi geht. Was ich gut finde, einige Stellen sind bezahlt!

Yukon hatte 1896 einen Goldrausch, was sich schnell in der Welt rumgesprochen hat und weshalb damals viele Menschen nach Yukon gesiedelt sind. In Yukon leben nur 47.000 Menschen. Im Vergleich dazu: in Pirna bei Dresden leben zirka 41.000 Einwohner und außerdem im Vergleich ist Yukon größer als Deutschland (etwa 1,35 x). Im Südwesten des Territoriums liegt der höchste Berg Kanadas, mit 5959 Meter - der "Mount Logan". 

Ganz so nahe, wie bei Hans und Adie zuvor ist das Verhältnis hier nicht, aber ich glaube die beiden sind auch sehr schwer zu toppen! Das war schon einzigartig! Ich bin dennoch sehr froh Weihnachten nicht alleine verbracht zu haben. Marsha (45) die Besitzerin meint: so kalte Weihnachten hat sie noch nie erlebt, mehrere Tage -40°.

Hans und Adie haben mir zu Weihnachten 100$ und ein teures Parfüm "Valentino" geschenkt. Da habe ich mich sehr gefreut. So großzügige und herzliche Menschen trifft man nur selten!

Ich war aber auch froh, als am Samstag 27. Dezember Weihnachten vorbei war. Neue Gäste sind angereist, wir mussten aber erstmal wieder alles in den "Normalzustand" bringen, die Zimmer neu herrichten und viel aufräumen usw. 

15 Essen für unsere GästeSo sieht die Lodge im Sommer ausKekse verzierenLecker Muffins zu WeihnachtenPuzzleKein einfaches MotivMein Weihnachtsgeschenk von Hans und Adiegute Kleidung ist entscheidendWinter WonderlandWinter WonderlandLennyheilig Abendheilig Abendheilig AbendWanderung am 25. DezemberWanderung 25. DezemberWeihnachtsbuffet am 25. DezemberHundeschuheLernen wie man richtig den Tisch eindeckt

21Dezember
2025

Carcross & Whitehorse / Yukon (Lodge)

Montag (15. Dezember) hat mich Hans früh nach Vancouver zum Flughafen gefahren, er musste eh nach Vancouver, um eine Lieferung zu holen. Wir starteten 6:30 Uhr, ich habe mich noch von Adie verabschiedet. Sie hat mir ein Weihnachtsgeschenk in die Hand gedrückt, dass soll ich erst Weihnachten öffnen! 9:00 Uhr waren wir am Flughafen, mein Flug ging 13:00 Uhr, also noch genügend Zeit!

Mit bisschen Verspätung ging es rauf in den Norden. 2,5 Stunden dauerte der Flug nach Whitehorse, es gab einige Turbulenzen, was gut war: es gab kostenlos Kaffee und ne Cola für mich und außerdem ein Sandwich, sonst muss man das ja immer kaufen. Als ich angekommen bin, waren - 23°. Ich fande es aber garnicht so kalt, muss ich sagen, ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Marsha, die Besitzerin der "Boréale Ranch / Lodge" hat mich am Flughafen abgeholt. Durch traumhafte Winterlandschaft ging die Fahrt zur Lodge (40 Minuten). Die Sitzheizung hat schön den Hintern gewärmt!

Angekommen hat sie mir gleich alles gezeigt und Sylvian, ihren Ex - Mann und ebenfalls Besitzer, vorgestellt. Beide sind super freundlich. Sie haben eine 13-jährige Tochter, die auch hier lebt und außerdem 2 Hunde. Eine "Lodge" ist ein kleines Hotel und ich habe ein eigenes Zimmer. Es gibt noch eine französische Mitarbeiterin, sie sind also zu dritt, sie ist aber gerade verreist. 

Dienstag (16. Dezember) war ich mit Marsha in der Stadt (Whitehorse) da sie Termine hatte. Ich habe den Weihnachtsmarkt besucht. Es war eine Halle mit vielen handwerklichen Dingen, sehr nett. Außerdem habe ich mir die Stadt angeschaut, war ein Kaffee trinken und habe kleine Läden erkundet, es waren -28°. Whitehorse ist eine Kleinstadt mit 35.000 Einwohner. Sie ist ebenfalls die Hauptstadt von Yukon und 60% der Bevölkerung von Yukon leben in Whitehorse. 

Nachmittags habe ich auf dem Grundstück Schnee mit Sylvain beräumt (2 Stunden). Ich mit einem Schneeschieber, er mit dem Quad. Er meinte zu mir, dass ich auch noch die Gelegenheit bekomme mit dem Quad Schnee zu beräumen. Schon nach 2 Tagen weiß ich: es war eine super Entscheidung hier her zu kommen! Abgelegenheit, Schnee, Ruhe und ein richtiger Winter! Klar ist es kalt (teilweise bis zu -35°), aber dennoch finde ich es genial! Es war auch eine gute Entscheidung, mir in Chilliwack neue Arbeitsschuhe für 80€ gekauft zu haben, die sind knöchelhoch und super warm.

Mittwoch (17. Dezember) habe ich vormittags eine Stunde den Aufwasch erledigt. Nachmittags habe ich Schnee geschoben. Unter der Woche ist es aktuell ruhig, es sind kaum Gäste da, am Wochenende ist es ausgebucht, da kommen 16 Studenten aus Vancouver zu uns. Eine Nacht / ein Zimmer kostet übrigens um die 300 kanadische Dollar (185€).

Donnerstag (18. Dezember) habe ich vormittags wieder den Aufwasch erledigt. Mittags habe ich Holz gespalten und nachmittags waren wir im Wald einen Nadelbaum fällen und haben ihn im Wohnzimmer aufgestellt. Der Baum ist zirka 3,5 Meter hoch. Keine Schönheit, aber immerhin etwas weihnachtlich. Abends haben wir ihn noch geschmückt. Nächste Woche hat die Lodge von Montag 22. Dezember bis Samstag 27. Dezember geschlossen, Freunde und Familie reisen an, so heilig Abend sind wir zirka 12 Leute. 

Freitag (19. Dezember) habe ich erst den Abwasch gemacht, das scheint meine tägliche Aufgabe zu sein, gewischt, Staub gesaugt,  Holz von draußen rein geholt und am Nachmittag Essen für unsere Gäste (Studenten) zubereite bzw. Manon (aus Frankreich) unterstützt - als Küchenhelfer. Als die Gäste angereist sind, mussten wir bei eisigen Temperaturen die Koffer ausladen, die Lodge hat ein Bus, mit dem Gäste transportiert werden können. Das Ausladen gehört zum guten Service. Die Lodge hat sehr gute Bewertungen im Internet!

Samstag (20. Dezember) erreichte das Thermometer über -40° / die gefühlte Temperatur meint Sylvain ist noch höher! Die Studenten die hier in der Lodge sind, sind international, sie besuchen eine Sprachschule in Vancouver, leben bei Gastfamilien. Für den Trip hier her in die Kälte, haben sie sich Winterkleidung ausgeliehen, sie sind sehr gut ausgerüstet! Nachmittags waren wir mit den Studenten in Carcross (300 Einwohner). Im Winter Ist es eine Geisterstadt, fast alle Geschäfte haben geschlossen. Menschen sieht man bei -40° auch nicht. Wir hatten einige Stops, einer war an einem zugefrorenen See!

Yukon / Carcross ist der kälteste und vielleicht der extremste Ort wo ich war. In Marokko in der Wüste war es auch extrem, +45°, das Gegenteil. 

Ich wünsche all meinen Lesern, Freunden und Familie ein besinnliches Weihnachtsfest, einen fleißigen Weihnachtsmann und paar schöne Weihnachtsfeiertage. Lasst euch das Essen schmecken und versucht bisschen zu entspannen! 

VancouverAnflug (Whitehorse)Lodge - EssbereichLodge - WohnzimmerWhitehorseWeihnachtsmarktWeihnachtsmarktWeihnachtsmarktWhitehorseWhitehorseSchlittschuheWhitehorseWeihnachtsmarktdampfender Fluss WhitehorseWaffenladen WhitehorseLodgeziemlich kaltGrundstückWohnzimmerLodge - KücheWhitehorseStraßenSylvainGrundstückLodgeWeihnachtsbaumWinterlandschaftbeide Hunde sind aus MexikoBlick im Wohnzimmer zum Esstischgeschmückter Weihnachtsbaum-36° (Freitag)kleine Wärmequelle für die StudentenÜber-40° / Carcross / zugefrorener SeeCarcrossCarcrossunser Ausflugsbus und Berge

 

 

14Dezember
2025

Letzte Woche in Chilliwack (8.)

Montag (08.12.) war ich vormittags alleine, die beiden waren einkaufen. Ich habe derweile Fenster geputzt, Holz rein geholt, Staub gesaugt und einen Weihnachtskranz aufgehangen, geschmückt. Ab Mittag waren wir in der Tischlerei und haben die Treppe aus Holz gebaut. Bei Hans seiner Rechnung habe ich nicht ganz durch gesehen (Stufenbreite, Höhe und Länge), aber am Ende hat es gestimmt. Er hat das auch mit Hilfe von "Chat GPT" ermittelt. Die beiden nutzen oft "Chat GPT"!

Ich komme bisher ohne "Chat GPT" aus, aber habe die Anwendung bei den beiden beobachtet, ist schon krass wie man mit der KI in einen Dialog treten kann. Als würde man mit einem "Experten" diskutieren.

Dienstag (09.12.) haben wir die Treppe fertig gestellt und dann war die große Herausforderung die schwere Treppe, welche zu zweit viel zu schwer war, an die richtige Position zu bringen. Mit dem Traktor, vielen verschiedenen Versuchen und 2 Stunden später, saß die Treppe am richtigen Platz. Das war ziemlich mühsam, aber am Ende waren wir froh und erleichtert! Abends waren wir noch bei einem Baumarkt und ich habe mir eine Arbeitsjacke gekauft (von 70$ auf 55$ reduziert), bzw wollte ich sie mir kaufen, als dann Hans sagte, es ist mein Weihnachtsgeschenk und bezahlt hat. Super nett, da habe ich mich sehr gefreut!

Mittwoch haben wir in der Tischlerei Regale gebaut und haben uns mal die Gegend angeschaut, da die Flüsse stark angestiegen sind, es hat tagelang geregnet und es gab eine Hochwasser Warnung. Donnerstag haben wir die Regale geschliffen / gestrichen und ich habe die Werkstatt aufgeräumt. 

Freitag wollten wir eigentlich 6:00 Uhr morgens nach Vancouver fahren, um die Frontstücken der Schubladen abzuholen, aber es ging nicht, da der Highway überflutet war und man so nicht nach Vancouver kam. Wir haben es mittags nochmal versucht, ging nicht. So haben wir nicht viel geschafft, nur ein zweites Mal die Regale weiß gestrichen. 

Samstag (13. Dezember) haben wir die fertigen Regale in der Wohnung angebracht und den Fluss, welcher im Grundstück verläuft, ausgebaggert. Abends hat mich Hans und Adie zum Essen in der Stadt eingeladen, als Abschluss quasi. Die zwei sind sehr nett und spendabel.

Montag 15. Dezember muss ich früh zum Flughafen (Vancouver), nur ist die Frage, ob das überhaupt möglich ist, da der Highway überflutet ist, wenn ich Pech habe, komme ich nicht nach Vancouver...

Fazit Chilliwack: Hans und Adie waren für mich wie Eltern und sie haben manchmal zu mir aus Spaß gesagt: ich bin wie ein Sohn für sie. Ihre Kinder sind im gleichen Alter wie ich. Es waren 8 tolle Wochen. Vorallem die Arbeitstage und Arbeit waren interessant und abwechslungsreich. Ich werde die Farm vermissen. Papsie (ihr Hund) ist wirklich ein Sonnenschein und es war eine schöne Zeit mit ihr.

Jetzt heißt es am Montag: neues Kapitel (Hotel Whitehorse), ich freu mich und bin gespannt was mich erwartet. Ich fliege mittags von Vancouver hoch,  weit in den Norden. Gegen 16 Uhr komm ich an und werde abgeholt. Es erwartet mich definitiv Winter! Yukon grenzt an Alaska und es kommt nicht selten vor, dass man minus 30° hat.

WeihnachtskranzTreppe aus HolzFlügel für die Treppe aus HolzEs wird langsamfast fertigHilfe mit dem TraktorSitzt!Regal bauengut verleimtRegale schleifenRegale streichenneue Wohnung mal von der Seite fotografiertRegale angebrachtRegale angebrachtAussichtHans beim baggernverletzte Gans versorgenPizzeria

07Dezember
2025

Projekt Wohnungsausbau geht weiter (7.Woche)

Das 1. Advent Wochenende in Kanada / Chilliwack bei Adie und Hans war ruhig. Adie hat wieder super frisch und lecker gekocht und ich hab mit ihr bisschen gebastelt. Sonntag (30.11.) war ich ab Mittag alleine mit den Hunden, Katzen und Hühnern, die beiden waren in Vancouver. Die Temperaturen erreichen Nachts frostige Temperaturen, aber Schnee liegt nicht!

Toll finde ich an dem Projekt hier, das fast alles selber gebaut wird (Schränke, Tür-, Fensterrahmen, Küche, Decke, Bad und Schlafzimmer). Derjenige der hier später einzieht, bekommt eine fertige Wohnung übergeben. Ich schätze mal die Wohnung geht mit 1.800$ im Monat über den Tisch (1.100€). Viel Geld, aber der Markt in Kanada gibt das her. Nicht nur in Deutschland steigen die Mieten ins exorbitante, in Ländern wie Kanada und Australien ist es echt extrem. 

Hans meint der Wohnungsbau hat zirka 50.000$ gekostet, hätte das eine Firma gebaut, wäre man bei zirka 120.000$ oder 150.000$. Da wir viel Eigeninitiative reingesteckt haben, konnten wir am Ende gut sparen!

Viele Häuser auf dem Immobilienmarkt hier gehen oft bei einer Million $ los (615.000€)...deswegen würde ich es nicht mehr als Tipp zum Auswandern geben (Kanada), da echt alles super teuer ist bzw. teuer geworden ist. Hans meint vor 20 Jahren war der Arbeits- und Immobilienmarkt noch viel besser. Oder man fokussiert sich auf abgelegte Gegenden von Kanada, weg von "Britisch Kolumbia" (Gebiet im Westen / Vancouver). Ich guck ja auch nach einem Zimmer ab Februar (Vancouver Island) und bin bei 600€ bis 800€ im Monat. Ziemlich heftig.

Die Woche haben wir viel Arbeitszeit in der Tischlerei verbracht. Wir mussten viel Material aufsägen, damit wir Schubladen bauen konnten (für die Küche und Schlafzimmer). Manche Vormittage waren wir auf Baumärkten und haben Materialien besorgt. Ich habe auch einiges gestrichen und lackiert. Außerdem haben wir eine Wand gedämmt und im Appartement weiter gearbeitet.

Die neue Wohnung, welche entsteht, ist quasi in die Werkstatt eingebaut, bei meinen Bildern erkennt man das. Es ist ein oberer Teil von Hans seiner Werkstatt!

Der "Tischlerberuf" ist ein sehr interessanter Beruf, ich hatte die letzten Wochen ja bisschen reingeschnuppert (Sägen, Schleifen, Hobeln, Streichen, Lackieren, Kleben, Schrauben, Tackern). Außerdem habe ich mit verschiedenen Werkzeug arbeiten können, macht schon Spaß.

Das Bad hat zwei Tage ein Fliesenleger gefliest. Das habe ich noch nie gemacht...vielleicht klappt es irgendwann mal.

Donnerstag Abend waren wir mit einem Freund von Hans in einem Pub Bier trinken. War ein netter Abend. Adie hat uns Zuhause leckeres Abendessen zubereitet, ich glaube bei den beiden gab es deutlich das beste Essen, was ich bei meinen 5 Farmen hatte!

Samstag (06.12.) war ja Nikolaus und einige Familienmitglieder von Adie waren hier. Es wirkte sehr weihnachtlich mit guter Stimmung. Abends sind wir zu einer Weihnachtsfarm gefahren, es gab Livemusik und einen Weihnachtsmarkt. Es wurde viel für Kinder geboten. Später gab es Zuhause noch eine Bescherung für Penny und Benjamin (Adies Enkel). Ich hab einen Adventskalender von Santa bekommen.

FrostWeihnachtskarte gebasteltFensterrahmen eingebautAnheizenHolz besorgtBerge hinter der FarmNut sägenNutfertigSchublade zusammen tackern16 Schubladen gebautHans beim schleifenPapsie ist müdeWeihnachtsbaum im Pub16 fertige SchubladenAlle Vierbeiner auf einen BildWand mit Dämmung verkleidenDämmung und Holzplattenfast geschafftkleine Snacks zum Nikolausgebacken wurde auchPlätzchen backenKumpel vom Hans im PubPapsie und ichWeihnachtsfarmFamilienfotoHans mit Bayern München SchalAdie macht schöne LeckereienHans als Santa

 

30November
2025

Maui / Hawaii und Rückkehr nach Chilliwack / Kanada

Der letzte Sonntag (23.11.) auf Maui begann ruhig und entspannt. Die Tagestour vom Hostel aus startete erst 13 Uhr! Wir sind zu verschiedenen Stränden gefahren. Maui hat wirklich einzigartige Strände, traumhaft, vielleicht die schönsten Strände die ich in meinem Reiseleben sehen konnte! Abends waren wir an einem Strand, wo wieder Trommler waren und es gab eine Feuershow.

Am Montag (24.11.) ging es in den Westen von Maui! Die Strecke führte immer am Meer entlang. Der erste große Stop war an einem Strand. Wir waren baden und haben 2 Stunden relaxt. Dann ging es weiter zu einer natürlichen Wasserfontäne, zu Klippen, in ein kleines,  angelegtes Labyrinth und zu weiteren Stränden, abends haben wir uns was zu Essen besorgt und haben von Klippen den Sonnenuntergang angeschaut. Als wir im Hostel angekommen sind gab es "Mai Tai Cocktails" kostenlos und wir sind in den Whirlpool gegangen und haben den Tag ausklingen lassen. Es war ein sehr schöner Tag.

Schade finde ich immer am Ende der Hostelzeit, man freundet sich mit Backpackern an, reist weiter und beginnt von vorne. In Maui hatte ich durch die Touren viele Bekanntschaften geschlossen. 

Dienstag (25.11.) hatte ich noch den kompletten Tag, mein Flug ging erst 23.30 Uhr (nach Vancouver) - Ankunft 7.30 Uhr. Ich war mit dem Hostel auf einer Tour. Wir waren Schnorcheln und am Strand. Da war ein sehr tolles Korallenriff und ich war ziemlich lange im Wasser (1,5 Stunden), da man soviel entdecken konnte, hervorragend. Gegen Abend sind wir in ein Lokal eingerückt, haben was gegessen, "Mai Tai" getrunken und am Strand den Sonnenuntergang angeschaut. Super Abschluss, bevor es zum Airport ging. Die Rückreise hat ohne Komplikationen funktioniert, ich bin gut wieder in Chilliwack bei Hans und Adie angekommen. Er hat mich gleich auf eine Baustelle mitgenommen und ich habe Türgriffe in einer Küche angeschraubt. Abends war ich dann ziemlich müde von der Hawaii - Rückkehr - Reise.

Fazit Hawaii: ich hatte eine unglaubliche, erlebnisreiche und aufregende Zeit. Hawaii ist definitiv eine Reise wert und zählt zu meinem Highlights in meinem "Work & Travel - Kanada" Abenteuer. Ich habe zwar noch nie so einen teuren "3 - Wochen Urlaub" gehabt, aber wahrscheinlich komme ich nur einmal hier her und es hat sich gelohnt! 3 Inseln habe ich besucht (Oahu, Big Island und Maui) am meisten habe ich in Maui und Oahu (Honolulu) erlebt. Jede Insel war einzigartig und schön! Hawaii hat definitiv mein Herz erobert.

Donnerstag (27.11.) war ich mit Hans wieder auf einer Baustelle in Chilliwack. Er hatte jetzt 1 Woche einen Kundenauftrag gehabt. Eine Küche und Badschränke mussten eingebaut werden. Wir haben noch einige Restarbeiten erledigt (Türgriffe anschrauben, Silikonfugen ziehen, aufräumen, sauber machen und kleinere Handgriffe).

Freitag (28.11.) waren wir auch nochmal vor Ort und später haben wir in der Tischlerei Fensterrahmen lackiert. Abends haben wir einen Spieleabend veranstaltet, ich habe ein neues , sehr cooles Spiel kennengelernt! Es ist bisschen wie "Siedler von Catan", aber mit Zügen und Zugverbindungen...es hat viel Spaß gemacht. Es heißt "Ticket to Ride", die deutsche Version habe ich noch nicht gefunden.

Samstag habe ich ausgeschlafen und ab Mittag noch bisschen mit Hans Zuhause im neuen Appartement gearbeitet bzw. hatten wir das vor, aber Hans fühlte sich unwohl, sodass wir nichts gemacht haben. Vielleicht wird die neue Wohnung dennoch fertig, bevor ich in zwei Wochen weiter ziehe.

Mein Weg führt mich nach Yukon (Whitehorse) in die Nähe von Alaska. Dort werde ich einen Monat in einem Hotel arbeiten und auch Weihnachten verbringen. Ich freue mich schon, ich habe noch nie in einem Hotel gearbeitet, ich bekomme aber nur freie Unterkunft und Essen. Ab 1. Februar habe ich eine bezahlte Stelle auf dem Bau gefunden. Das wird dann mein erster Job nach 11 Monaten auf Reisen, bis hierher habe ich es mit Ersparnissen geschafft. Das ging aber nur durch "Wwoofing"! 30 Wochen (7,5 Monate) 5 verschiedene Farmen!

abends am StrandKrebsWowTrommlerPalmenSonnenuntergangganz klein erkennt man Personencooler BaumHahndurch Lava entstandenLabyrinthSonnenuntergang mit Westcoast Gruppeschöner Strand zum AbschlussLetzter "Mai Tai" in HawaiiNachosWasserfontäneBaustelle / Küche ChilliwackOscarFensterrahmen lackierenNeues Spiel kennengelerntgemütliche SchlafpositionBrettspiel

23November
2025

Big Island / nächste Insel Maui / Hawaii

Sonntag (16.11.) war ich mittags sehr gut traditionelles hawaiianisches Essen essen: "Poke" rohen Fisch mit Reis, Tomatensalat und süßen Kartoffeln. Es kam mich 18$ / 16€ war aber super lecker. Manchmal bin ich dann schon glücklich über so einen kulinarisches Highlight am Tag.

Abends hatte ich eigentlich eine Tour mit dem Hostel gebucht, aber dann hab ich einen Amerikaner in meinem Zimmer kennengelernt, der einen "4 Wheel Drive Jeep" gemietet hat und uns eine spezielle Tour bieten konnte, auch in die Gegend wo es mit dem Hostel hingeht. Das war ziemlich cool! Wir sind auf 4.205 Meter Höhe gefahren und hatten dort einen spektakulären Sonnenuntergang. Dort befinden sich auch viele Teleskope auf dem Gipfel. 

Montag war es tagsüber ruhig bei mir, mein letzter Tag in "Hilo", Dienstag morgen geht es nach "Maui" für 7 Nächte, meine letzte Insel in Hawaii! Ich war mittags nochmal das traditionelle "Poke" essen, so frisch und lecker! Abends war ich mit dem Hostel noch zur "Jazz Night", ein Lokal mit einer Liveband. Ich hab aber nicht lange gemacht, da ich ja zeitig zum Flughafen musste. Die Spelunke war ganz nett, man konnte von oben auf die Musiker schauen, es gab sogar einige Kinosessel! 

Dienstag bin ich 5:30 Uhr aufgestanden und zum Flughafen aufgebrochen, 8:20 Uhr ging der Flieger nach "Maui". Es hat alles ohne Probleme geklappt! In "Maui" wohne ich in einem kleinen Ort, mit vielen Cafés und Restaurants. Nachmittags war ich am Strand. Im Hostel wird jeden Tag eine Tour angeboten, es müssen sich mindestens 4 Leute einschreiben. Ärgerlich, die Tour die ich Mittwoch mache (180€) gibt's vom Hostel aus kostenlos. Naja wer kann das vorher wissen, stornieren ging nicht mehr...

Mittwoch (19.11.) ging es ab 7:00 Uhr morgens zur "Road to Hana" Tour. Bisschen verspätet wurde ich mit einem Minibus abgeholt. Im Auto saßen viele Rentner, was ich nicht so toll fande, naja die wollen auch was erleben...die "Road to Hana" ist eine schmale Straße in Küstennähe mit hunderten von Kurven und spektakulären Aussichten. Sie schlängelt sich eindrucksvoll an vielen Klippen vorbei. Der einen Frau wurde während der Fahrt schlecht von den unzähligen Kurven.

Bis Mittag hatten wir Dauerregen, das Wetter war sehr schlecht. Bisschen besser war es nachmittags. Das Highlight war am Ende, ein Strand voller Schildkröten. Der Ausflug war nett, aber eher was für Rentner, bisschen wie eine Kaffee - Fahrt! Für 180€ fande ich sie definitiv zu teuer. Nichts desto trotz, habe ich die Tour Donnerstag nochmal mit Leuten vom Hostel gemacht, kostenlos, weil ich nichts anderes zu tun hatte. Man muss dem Fahrer nur bisschen Trinkgeld geben. 

Donnerstag (20.11.) ging es 9.00 Uhr vom Hostel los. Wir waren 13 Mädels / Jungs und hatten einen Minibus mit Fahrer. Die Tour hat mir viel besser gefallen (Road to Hana). Die Stops waren interessanter, wir haben an Wasserfällen und einem Strand angehalten, wer wollte konnte baden. Außerdem haben wir an einer Kokosnuss Farm gestoppt und mittags gab es leckeres vom Grill zu essen. Ein sehr schöner Ausflug, 19.30 Uhr waren wir zurück im Hostel. 

Freitag (21.11.) habe ich die "Beach Tour" (Strandtour) vom Hostel gemacht, mit Schnorcheln, Baden und viel Zeit am Strand (3,5 Stunden). Lustig, in der Gruppe ist ein Backpacker aus Moritzburg (Sachsen), er lebt aber aktuell in den USA. Schnorcheln hat mir diesmal Spaß gemacht, wir haben in einem professionellen und speziellen Ausleihshop unsere Ausrüstung ausgeliehen. Um mich wohl zu fühlen brauche ich neben Schnorchel und Maske, Schwimmflossen und eine Art Schwimmgürtel der mir Auftrieb gibt, so kann ich Schnorcheln optimal genießen und fühle mich nicht unwohl. Ich habe Schildkröten, Korallen und exotische Fische gesehen!

Abends waren wir noch beim "Trommel Kreis" am Strand, wo Leute gemeinsam trommeln und auch Tanzen, ziemlich "Hippie" das ganze, aber solche Leute tuen einem nichts, sind nicht aggressiv und das Trommeln ist schön anzuhören! Sowas war auch in Vancouver. 

Wenn man im Supermarkt 9$ (8€) für ein Toastbrot bezahlen muss, weiß man, dass man in Hawaii ist! Eine Tüte Chips kostet teilweise 7€. Wahnsinn. Eine Tüte Gummibärchen kann gut 5€ kosten.

Samstag (22.11.) stand mit dem Hostel eine Wanderung an. Wir waren eine Gruppe von 12 jungen Backpackern und einem Guide. 3 Stunden sind wir auf einen Berg gewandert. Spektakuläre Aussichten wurden geboten, mir hat es super gefallen! Oben auf dem Gipfel war Nebel beziehungsweise waren wir in den Wolken. Maui könnte von allen 3 Inseln (Oahu, Big Island und Maui) meine Lieblingsinsel werden, 3 Ausflüge habe ich noch bis Dienstag! Um 23.30 Uhr geht mein Flug am Dienstag zurück nach Vancouver. 

Sonnenuntergang "Big Island"4.205 Meter Höhemeine Zimmerkollegen4.205 MeterSonnenuntergangHier geht es nur mit 4 Wheel Drive hochtraditionelles PokeJazzband / Lokal in HiloHostelzaun in MauiPick Up in MauiGang zum MeerSchildkröten "Road to Hana"Schildkröte "Road to Hana"Strand "Road to Hana"AussichtspunktWasserfall "Road to Hana"Busch "Road to Hana""Road to Hana"dichter Busch "Road to Hana""Road to Hana"Wasserfall "Road to Hana"KokosnussStrand "Road to Hana"Wasserfall "Road to Hana"Pflanze "Road to Hana"Gruppe vom Donnerstag "Road to Hana"Strand am FreitagTrommler am StrandFlagge HawaiiStrandschöne Wanderungtolle GegendEidechse beim Wandernschöne Aussichten

16November
2025

Honolulu bis Dienstag 11.11. / nächste Insel: Big Island / Hilo

Letztes Wochenende (Samstag 08.11.) kippte nachmittags leider das Wetter und es regnete stark. Auch der Sonntag war wechselhaft. Auf der Hauptstraße in Honolulu war ein Straßenfest, es gab viel zu Essen und Trinken und ein paar künstlerische / handwerkliche Beiträge. Da es regnete, bin ich nur vorbei gehuscht!

Sonntag habe ich mal bisschen länger geschlafen. Die Tage davor musste ich immer zeitig aufstehen! In Hawaii sind die Lebensmittel sehr teuer! Im Supermarkt kostet ein abgepacktes / belegtes Brötchen 10€, ein Bier 4€. Wenn man in ein Restaurant geht, kann man mit 30+ € rechnen (Essen, 1 Getränk).

Sonntag Abend stand in Honolulu bisschen hawaiianische Kultur auf meinem Programm, ich habe eine Veranstaltung gebucht, wo Tänze aufgeführt werden, gesungen wird und es Feuershows gibt + Abendbrot / Buffet. Ziemliche Touristen Aktion mit hunderten von Personen. Man hatte nur 1 alkoholisches Freigetränk - für mich gab es einen "Mai Tai" Cocktail. Ich fande den Abend sehr schön, es hat mir das hawaiianische Leben viel näher gebracht und gezeigt, wie entspannt das Leben sein kann. Die Veranstaltung ging 3,5 Stunden und kam 150€. Vorallem die Feuershow war sehr sehenswert!

Ziemlich witzig, in meinem Hostelzimmer ist ein Amerikaner der hier 3 Wochen ist und anstatt sich für 200$ am Tag einen Roller zu mieten, hat er sich einfach einen Roller über Facebook gekauft (200$). Gewusst wie! Mit diesem lustigen Typen und einem Südkoreaner aus meinem Hostel war ich am Wochenende ein Bier trinken und asiatisch essen. 

Montag (10. November) habe ich den ganzen Tag eine Tour gehabt, Insel (Oahu) Umrundung. Von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr war ich mit 25 anderen Touristen in einem Minibus unterwegs. Wir haben viele Stops gehabt, war ganz gut, vielleicht nicht die beste Tour. Ich war irgendwie total müde und hatte teilweise zutun nicht einzuschlafen. Im Norden hat es mir sehr gut gefallen, tolle Strände. Wir haben auch eine große Ananasfarm besucht.

Dienstag (11.11.) habe ich früh Oahu und Honolulu verlassen und bin 9:00 Uhr morgens 1 Stunde nach "Big Island" - "Hilo" geflogen. Nachmittags hatte ich ein Bewerbungsgespräch per Telefon. Das Hostel in "Hilo" ist super, man hat meistens nach 5 Minuten das Gefühl "gutes" oder "schlechtes" Hostel. Die Rahmenbedingungen sind gut! Das Hostel in Honolulu fande ich nicht so stark!

Leider musste ich eine gebuchte Tour auf "Big Island" stornieren und das war mein Favorit: nächtliches Schnorcheln mit Mantarochen. Es gibt keine Möglichkeit abends auf die andere Seite der Insel zu kommen, geschweige denn zurück. Naja ich hab meine 100€ zurück, trotzdem schade.

Mittwoch (12.11.) hatte ich einen Ausflug gebucht. Ich hatte die "Vulkan- und Erlebnisstour von Big Island" und es war spitze! Lustig war, ich war der einzige, der an diesem Tag gebucht hat. Ich hatte 2 Guides (1 Fahrer und ein Tourguide) für mich alleine, in einem Minibus wo sonst 12 Leute Platz haben! Erster Stop war an einem Wasserfall und einem rießigen Baum.

Dann sind wir zu dem Gebiet gefahren, wo der Vulkan aktiv ist, es hat aus dem Schlund gelodert, vorher hatten wir noch einen Vulkantunnel besucht, sehr beeindruckend! Anschließend ging es weiter, ein Stück wandern im Vulkangebiet und mittags in ein Restaurant mit Blick auf den Vulkan.

Das Vulkangebiet erinnerte mich an Neuseeland! Weiter ging es zum "Black Sand Beach" - schwarzer Sandstrand, ich glaube ich war noch nie an so einem Strand. Man konnte Schildkröten beobachten und ein Seehund, der am Strand relaxt hat. Die beiden Guides haben sich toll um mich gekümmert, das Mittagessen war umsonst, aber kann sein das das zur Aktivität gehört, ich hab frisches Obst, Wasser und jede Menge Wissen übermittelt bekommen. Zum Schluss haben wir uns noch den Japanischen Garten in Hilo angeschaut. Die Tour ging 6 Stunden (9 bis 15 Uhr), sehr abwechslungsreich und informativ. Abends waren wir vom Hostel aus in einer anliegenden Kneipe was trinken. Schöner Tagesabschluss.

Donnerstag (13.11.) habe ich eine Aktivität vom Hostel aus gemacht. Ich bin sehr froh, dass die was anbieten! 20$ (17€) für 5 Stunden, super. Als erstes haben wir am "Rainbow Wasserfall" angehalten, da war ich zwar Mittwoch schon, aber diesmal war er stärker, da es geregnet hat. Das Wetter ist nicht mehr so toll, auch Donnerstag nicht.

Dann war das Highlight des Tages: eine rießige Höhle. Wir waren bestimmt 20 oder 30 Minuten mit Stirnenlampen drin, sie ging sehr tief rein, das Ende haben wir nicht erreicht. Sie ist durch ein Vulkan entstanden. Abenteuerlich! Die restliche Zeit waren wir auf dem Wochenmarkt in Hilo, Baden, Schnorcheln und Mittagessen. Mir hat es gefallen, wir waren zu viert.

Nachmittags habe ich noch einen Roadtrip mit einem älteren Mann und 6 anderen Rucksacktouristen aus meinem Hostel gemacht, er hatte ein Auto gemietet und wollte was unternehmen. Wir sind zu einem Aussichtspunkt gefahren und haben den Sonnenuntergang auf einem Gipfel angeschaut. Es war sehr kalt und verregnet. Ich habe gedacht in Hawaii ist immer schönes Wetter und Sonnenschein...Abends waren wir noch in einem japanischen Restaurant essen und später war Filmeabend im Hostel, es lief "Apollo 13" von 1995, ein Klassiker. Hier sind fast alle aus den USA im Hostel, naja Hawaii gehört ja dazu. Ich finde es erstaunlich, dass man in den USA oft nur 10 bezahlte Urlaubstage im Jahr hat!

Freitag (14.11.) war keine Aktivität vom Hostel und ich habe nicht allzu viel gemacht, bisschen gechillt und ausgeschlafen, es hat eh geregnet. Abends war ich nur mal auf dem Freitagsmarkt, der gegenüber vom Hostel in Hilo ist und habe brasilianisch gegessen, sehr lecker!

Leider habe ich einen Job in Yukon / Norden Kanada nicht bekommen (in einem Hostel), mir fehlt die Erfahrung (Reinigen, Kochen, Management) sehr schade! Aber das Hostel bietet mir die Möglichkeit ab Mitte Dezember für 20std / Woche dort zu arbeiten für freie Unterkunft, ich habe zugesagt, da ich so für die Zukunft nachweisen kann, das ich Erfahrung habe!

Samstag (15.11.) habe ich wieder eine Aktivität vom Hostel aus gemacht, wir waren in einer Kaffeerösterei, in einer Macadamie Farm, im Zoo und am Strand Schnorcheln. Wasser ist nicht mehr ganz so mein Element, ich fühle mich manchmal unwohl und unsicher beim Schwimmen / Schnorcheln, früher hatte ich da keine Probleme oder Ängste, bisschen komisch.

HonoluluHonoluluHonoluluSonnenaufgang HonoluluStraßenfestMusiker beim StraßenfestStrand + moderne StadtKulturprogramm (nicht mein Bild)schönKulturprogramm (nicht mein Bild)asiatisch essenHonoluluMai Taicoole TattoosKulturprogrammInselumrundungstarke WelleFrüchte MarktStrand im Norden von OahuSurferStrand im Norden von OahuSonnenuntergang Honolulurießiger Baum in HiloHiloHiloGraffiti HiloRegenbogen HiloWasserfall "Big Island"kann man mich entdecken?VulkantunnelDer Vulkan lodertVulkangebietSchildkrötenSeehundjapanischer Gartenjapanischer Gartenschwarzer SandstrandRainbow FallsHöhlerießige SchildkröteInteressanter Baum auf dem GipfelGruppe aus dem Hostel auf dem GipfelYearZoo "Big Island"Zoo "Big Island"

 

09November
2025

Aloha Hawaii: Honolulu, Oahu Island

Am Sonntag (02.11.) habe ich mit Hans nachmittags 2h gearbeitet. Wir haben in der Tischlerei die Schränke gebaut. Abends waren wir noch in einer Brauerei Bier trinken. Montag haben wir auch noch einiges geschafft! Hans hat mir noch 40$ für die Reise zugesteckt.

Dienstag (04.11.) ging es 10 Uhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Chilliwack 3 Stunden zum Flughafen von Vancouver. 18:30 Uhr hob der Flieger nach Honolulu ab (6,5 Stunden Flugzeit). Am Flughafen in Vancouver musste ich noch 40€ für meinen "eigentlichen" Handgepäckrucksack bezahlen und aufgeben lassen. 0.30 Uhr bin ich in Honolulu im Hostel angekommen, langer Tag!

Mittwoch (05.11.) habe ich zu Fuß Honolulu erkundet. Interessante und schöne moderne Stadt! Vormittags bin ich zu einigen Stränden gelaufen, habe auch viele einsame Ecken entdeckt, wo man fast alleine ist. Außerdem habe ich den Vulkankrater umrundet, nachmittags / abends war ich in der Stadt unterwegs.

Donnerstag habe ich das "Pearl Harbour Museum" mit einer gebuchten Tour besucht. Sehr gut! Schon tragisch was am 07. Dezember 1941 im Hafen von Hawaii passiert ist! 2.400 Menschen starben in den Morgenstunden bei dem Überraschungsangriff der Japaner. Das Museum bzw. die Gedenkstätte liegt auf einem gesunkenen Wrack, sehr beeindruckend. Das Wrack ist nicht irgendeins, es ist die bekannte "Arizona" - über 1.000 Matrosen sind mit ihr verstorben. Abends war noch eine kleine Party auf der Dachterrasse im Hostel. 

Freitag (07.11.) habe ich eine Jungle Tour gemacht. Die Tour ging von der "Kualoa Ranch" mit Pick - Ups los. Sehr schöne Landschaften gab es zu sehen. In der Gegend wurden viele Filme gedreht, so auch die Jurassic Park Reihe, Jumanji und viele mehr. Wir haben auch ein paar Filmsets gesehen. Das Wetter auf "Oahu" ist sehr warm 28° bis 30°, sonnig,  mit vereinzelten Wolken. Freitag Abend hat es relativ stark geregnet, ich war in der Stadt unterwegs und habe mir später das öffentliche Feuerwerk um 20:00 Uhr angeschaut. Jeden Freitag Abend ist Feuerwerk. 

Gestern (Samstag 08.11.) musste ich quer durch die Insel "Oahu" reisen, um bei einer Aktivität teilzunehmen, Haikäfig Schnorcheln. 2 Stunden musste ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, um auf die andere Seite der Insel zu kommen. Um 7 Uhr habe ich den Bus genommen.

Die Schnorchel Tour mit Galapagoshaien, welche bis zu 2 Meter lang waren, war beeindruckend. Die Haie können sogar 3,70 Meter lang werden. Ich fande echt gut, wie lange man im Käfig war (30 Minuten). Die Haie konnte man super beobachten. Sehr zu empfehlen, wer mal in Hawaii ist. Die beiden Fotos sind von der Companywebsite, ich hatte keine Unterwasserkamera dabei. Nach der Tour war ich noch vor Ort in einem Restaurant.

Schrank bauenStrand in der Nähe vom HostelHonoluluinteressanter BaumSurferskulpturschönes Wohnhaus in HonoluluStrandHaus am MeerHonoluluSonnenuntergangIn der StadtPearl HarbourAnker Pearl HarbourU-Boot in Pearl HarbourMuseum / Gedenkstätte der "Arizona"Aloha Biertolle LandschaftSafariKunstwerkPferdeGötterfigurschöne Landschaft bei der SafariFilmsetJurassic WorldHaikäfig SchnorchelnGalapagoshaieKäfigGalapagoshaieSkulptur: Aloha HawaiiHonolulu FeuerwerkHonoluluHonolulu

 

02November
2025

vorerst letzte Woche in Chilliwack, Reiseroute Hawaii

Letztes Wochenende hatte man dann wirklich den Eindruck, der Herbst ist voll da! Es regnete Sonntag (26.10.), es war kalt gewesen und überall liegen Blätter auf dem Grundstück. Ich habe vormittags mit Hans Hausarbeit erledigt und nachmittags endlich den Fußboden im neuen Appartement mit ihm fertig bekommen. Abends habe ich mir die Haare gestutzt, auf extrem kurz, naja beim Reisen spart man sich dann doch die 50$ (32€).

Warum "vorerst" letzte Woche bei Hans und Adie...? Am Dienstag (04.11.) fliege ich nach Hawaii und mach dort 3 Wochen Urlaub. Am 26.11. komme ich zurück und bin dann nochmal 3 Wochen bei Hans und Adie. So ist der Plan. Dann war ich 8 Wochen in Chilliwack. Da es mir hier so gut gefällt, habe ich schon zeitig bei Hans angefragt. In der Zwischenzeit hat Hans zwei junge Woofer, ein Pärchen aus Deutschland, hier.

Montag mussten wir Besorgungen erledigen, sind viel rumgefahren. Mittags haben wir die Halterung für die Wärmepumpe in Beton angebracht und abends noch eine Tür montiert. Nächsten Tag haben wir die andere Tür eingebaut, die Küche angefangen und eine Firma war da, hat die Heizung bzw. Klimaanlage angebracht, sie hat 2 Funktionen.

Mittwoch wurde weiter gebaut (Türrahmen, Türschlösser, gestrichen usw.). Zum Ende der Woche hin haben wir in der Tischlerei angefangen die Bettkonstruktion zu bauen. Donnerstag war noch eine Baufirma da und hat den Untergrund der Terrasse bearbeitet, es ist jetzt ein wasserabweisender Plastik Belag drauf.

Freitag haben wir Materialien am Computer bestellt und waren in einer anderen Stadt Holz besorgen. Außerdem waren wir in einem Großhandel, dort habe ich einen kleinen Rucksack entdeckt, bei meinem ist der Reißverschluss kaputt, netterweise hat mir Hans den Rucksack bezahlt (20$). Super!

Gestern (Samstag 01.11.) haben wir vormittags Hausarbeit gemacht, ab Mittag in der Tischlerei hantiert und abends hat mich Hans zum Sushi essen eingeladen, richtig cool. Hans ist sehr großzügig, da arbeitet man gerne viel.

Mittlerweile haben wir sehr viele Regentage in Chilliwack! Im Winter liegt hier nur selten Schnee, es regnet mehr.

Zwischenbilanz: ich war jetzt 5 Wochen bei Hans und Adie und es ist richtig gut! Ich kann das garnicht mehr sagen "das ist die Beste Farm", weil fast alle super waren! Jede Farm hatte Vor- und Nachteile. Hier ist die Arbeit auf jeden Fall überragend, der Bau des Appartement. Alles wird selber in der Tischlerei aus Holz gebaut (Schränke, Bett / Schlafzimmer, Küche) das finde ich klasse. Das Essen ist spitze, super frisch und lecker und Hans hat mich jetzt schon 3x ins Restaurant eingeladen, richtig stark. Ich freu mich schon auf 3 weitere Wochen nach Hawaii! Dann seh ich auch Adie wieder, die aktuell 3 Wochen in Griechenland ist.

Meine Reiseroute für Hawaii seht ihr unten in der Galerie. Ich habe auf drei Inseln drei Hostels gebucht. 7 Tage bin ich in Honolulu, dann 7 Nächte auf "Big Island" und zum Schluss 7 Nächte auf Maui. Von Maui fliege ich am 25.11. wieder nach Vancouver. 8 Touren / Aktivitäten habe ich in Hawaii gebucht, das könnte einer meiner besten Reisen werden!

neue FrisurHans baut die Tür einTür sitztBaustelleHeizung/ KlimaanlageTürenKücheBettkästenTerrasse mit neuen UntergrundTerrasseBettHerbst auf dem GrundstückCyber Truck mit AufsatzReiseroute Hawaii

26Oktober
2025

4. Woche: Fußboden, Beerdigung, Geburtstag

Montag (20.10.) war ich mit Hans den ganzen Vormittag unterwegs den Fußboden abholen, in verschieden Baumärkten einkaufen und Dinge erledigen. Nachmittags haben wir die zweite Farbschicht auf die Wände aufgetragen, die Wände erstrahlen in einem Elfenbeinfarbenen Ton, ich finde es gut, Hans hätte es sich eventuell bisschen weißer gewünscht. 

Dienstag haben wir den Fußboden verlegt und "Babsie"(großer Hund) zum Friseur und Pflege gebraucht. Wir haben den Boden (Laminat) nicht ganz fertig bekommen. Abends hat Hans mit mir noch eine Runde mit dem Auto bei schönem Herbstwetter gedreht, die Gegend gezeigt. Adie ist ab Freitag 3 Wochen im Urlaub (Griechenland).

Mittwoch Abend ist Hans und Adie bis Donnerstag Abend unterwegs gewesen - Beerdigung von Seiya, bzw haben sie die Eltern und die beiden Brüder von Seiya auf "Vancouver Island" getroffen. Die Urne werden sie mit zurück nach Japan nehmen und dort beerdigen. Hans hat mir dann erzählt, das sie die Leiche nochmal sehen konnten und Seiya dann eingeäschert wurde. Seiyas Auto hat jetzt Hans und will es eventuell für zukünftige Woofer zur Verfügung stellen.

Mittwoch habe ich vormittags die Werkstatt aufgeräumt, gekehrt und die Werkbänke frei geräumt und bisschen organisiert. Mittags sind wir wieder an den Fußboden gegangen. Da Hans um 14 Uhr nach Vancouver musste, Adie abholen und dann nach Vancouver Island / Protection Island zur Beerdigung von Seiya, haben wir nicht viel geschafft. 

Donnerstag war ich allein und hab nur Kleinigkeiten im Garten erledigt, Staub gesaugt und Kaminholz ins Haus gebracht, nachts kamen Hans und Adie wieder. Freitag hatte ich frei, es hat in Strömen geregnet und Hans musste Adie zum Flughafen fahren.

Gestern (25.Oktober) hatte ich meinen 36. Geburtstag. Wenn ich so zurückblicke, hatte ich bis jetzt ein sehr schönes und abwechslungsreiches Leben! Es gehörten auch einige Tiefen dazu, aber im großen und ganzen kann ich zufrieden sein. 2 abgeschlossene und anerkannte Berufsabschlüsse (Steinmetz / Erzieher), 3 x Work & Travel (Neuseeland, Australien, Kanada), 5 bereiste Kontinente, eine tolle Familie, die mich immer unterstützt, mir hilft und zusammen hält...und sehr gute Freunde. Die meisten wohnen in der Dresdner Ecke, aber es gibt auch gute Freunde verstreut auf dem Globus! Für das neue Lebensjahr wünsche ich mir selber, das ich gesund bleibe und noch schöne Momente in Kanada verbringen kann.

Samstag haben wir Nachmittags einen Ausflug zu einem See mit den Hunden gemacht, später haben wir ein Heimatkundemuseum besucht und abends hat mich Hans zum Essen eingeladen (Pizza), das war super.

EinsZweiDreiVierFünfBoden verlegenBerge im HintergrundHerbstunterwegs aufgenommenFußboden und ichSee und HundHerbstschneebedeckte GipfelChilliwack am Abend

19Oktober
2025

Protection Island, Tischlerwerkstatt, Malern

Letztes Wochenende waren wir ja in Adie's Ferienhaus auf Protection Island, es war "Thanksgiving" in Kanada - Erntedankfest. Samstag (11.10.) musste ich schon um 5.00 Uhr morgens aufstehen, 5.30 starteten wir Richtung Vancouver zur Fähre. Wir sind mit dem Camper (Pick Up) gefahren, der auf der Ladefläche einen Camperaufsatz hat,  zusätzlich hatten wir das Boot angehangen. Die Fähre ging von Vancouver nach Nainamo (Vancouver Island). Auf der Fähre haben wir erstmal gefrühstückt, sie fuhr 2 Stunden. 

Dann sind wir zur Stelle gefahren, wo man das Boot ins Wasser lassen kann und haben das gemacht. Vorher haben wir das Boot mit allen möglichen Dingen beladen, auch sehr viel Holz und Werkzeug, was wir fürs Bauen brauchen. Dann sind wir nach "Protection Island" übergesetzt. 

Adie's Wochenendhaus ist sehr schön und ziemlich groß. Später waren wir "Fish & Chips" essen und abends war ich noch in der Kneipe auf der Insel, sehr gemütlich dort. Auf der Insel fahren nur ganz wenig Autos, mehr Golfautos. Später haben Adie, Hans und ich noch bisschen mit Farbe gemalt.

Sonntag (12.10.) haben wir verschiedene Dinge im Wochenendhaus eingebaut, Arbeitsplatten und Türen. Abends gab es einen Truthahn (Thanksgiving Braten). Von Adie waren noch Familienmitglieder da. Es war sehr lecker das Essen und der Abend gesellig.

Montag (Thanksgiving - Feiertag) haben wir bis 15 Uhr gearbeitet. Holz gesägt, eine Holztür eingebaut usw. Dann war Abreise, zurück nach Chilliwack (mit Boot, Auto und Fähre). Um 23 Uhr waren wir wieder Zuhause. 

Hans hat mir erzählt, dass manche Menschen sich ein Segelboot mit Kajüte für zirka 10.000$ (6.500€) kaufen und darin leben, im Hafen oder auch auf dem Wasser. So lebt man ohne Mietausgaben, Kanada ist ein sehr teures Land mittlerweile, so wie Australien oder die Schweiz!

Wir haben durch die sozialen Medien Kontakt zu Seiyas Familie bekommen, das ist super, wie das heutzutage klappt. Sie werden nach Kanada reisen und den Ort besuchen, wo er gestorben ist.

Dienstag 14.10. hatte ich frei, da wir auf "Protection Island" soviel gearbeitet haben. Ich war auf Empfehlung von Hans am Fluss wandern, ganz schön verwirrend die Pfade, ich hatte mich zwischenzeitlich kurz verlaufen. Anschließend war ich noch ein kühles Pils im Pub trinken.

Mittwoch haben wir bis Mittag Baumaterialien besorgt, später haben wir in der Tischlerei gearbeitet: gehobelt, lackiert und gestrichen. Abends hat Hans mit mir noch eine Runde mit dem Auto gedreht, er hat mir einen See gezeigt und wir sind zur Grenze der USA gefahren (30 Minuten). Das Wetter war herrlich, Goldener Herbst!

Donnerstag haben wir die Wasserleitungen mit Pressluft frei geblasen, bevor der erste Frost kommt, dann bisschen in der Tischlerei gearbeitet und vor dem Mittag sind wir auf die "Baustelle", die Wohnung welche entstehen soll, haben alles abgeklebt und angefangen die Wände weiß zu grundieren. 

Freitag haben wir die Hauptfarbe auf die Wände gebracht, von Hans hat uns noch ein Freund geholfen, später waren wir noch in Chilliwack einkaufen. Ich arbeite sehr gerne hier, Hans und Adie sorgen sich gut um mich, die Arbeit ist sehr vielseitig und abwechslungsreich und Hans hat ein gutes Wissen was bauliche Dinge angeht. Nur ein Punkt ist schade, man ist allein als Woofer, aber es ist ok, da mir Hans soviel zeigen kann, wenn wir immer zusammen arbeiten!

 

Camper und Bootvolles BootFerienhausHundeFerienhausGolfauto auf Protection IslandPub in Protection IslandPub Protection IslandHund vorm Ofenkünstlerischer AbendTürgriff aus BaliThanksgivingim Schlafzimmer Tür eingebautSchrank gebautProtection IslandWandern am FlussherbstlichPilzeIm WaldHerbstKundenauftragTür lackierenGrundierenMalernmüde Tiere

12Oktober
2025

Oktoberfest, Tischlerwerkstatt, Protection Island, tödlicher Unfall

Letzten Samstag waren wir in einer Brauerei zum Oktoberfest. Hans und Adie haben noch Freunde eingeladen, auch Hans sein Sohn war da, der bisschen jünger ist als ich (zirka 30). Wir haben einen besonderen Deal bekommen, da Hans die Tischgarnitur gestellt hat. Es gab Faßbier, Brezeln, Haxe, Bratwurst, Sauerkraut und deutsche Volksmusik. 90% der anwesenden hatten Lederhosen oder Dirndl an. Es war ein schöner Abend, ich war noch nie bei einem Oktoberfest. Zirka 100 Leute waren vor Ort und es gab verschiedene Spiele (Bierkrug halten, Brezel werfen).

Sonntag sind Hans und Adie nach Vancouver gefahren, ich war allein. Viel hab ich nicht gemacht, ein Film geschaut. Ansonsten ausgeruht, die Sonne und das schöne Wetter genossen und relaxt. Hier sind ja die Arbeitstage auch relativ lang (8 Stunden), aber groß stören tut es mich nicht, da ich dazu lerne und eventuell kann man das Wissen irgendwann brauchen.

Ich hab immer gedacht im Oktober ist schon voll der Winter in Kanada da, aber wenn man in der Vancouver Gegend (sehr südlich) ist, hat man im Oktober noch super Wetter! Die Woche waren teilweise 18° und Sonne.

Montag haben wir in der Werkstatt bisschen hantiert, runde Bretter verklebt und mit Schraubzwingen befestigt, Holz gestapelt und mittags haben wir angefangen einen rießigen Holzstumpf mit der Kettensäge zu sägen, der soll weg.

Dienstag haben wir viel in der Tischlerei gearbeitet, sehr viel Holz verarbeitet, teilweise Kundenaufträge, aber auch sehr viel für "Protection Island". Wir haben Küchenarbeitsplatten verleimt, getackert und verschliffen. Ich komm mir vor wie in einer Tischler Ausbildung, sehr interessantes Baumaterial!

Auf "Protection Island", eine kleine Insel südlich von "Vancouver Island", hat Adie ein Haus von ihrer Mutti gekauft, quasi das Ferienhaus der beiden. Da fahren wir Samstag morgen bis Montag hin und bauen Küchenarbeitsplatten ein.

Montag (13.10.) ist wieder Feiertag in Kanada (Erntedankfest). Da gibt's einen Braten, da freu ich mich schon.

Mittwoch und Donnerstag haben wir wieder in der Tischlerei gearbeitet, waren bei einer Kundin und haben weiter Holz verarbeitet (geschliffen, geölt, gestrichen, gesägt usw.). Donnerstag vormittag haben wir auch den Stall der Hühner gereinigt. Abends ist Hans mit mir eine Runde E-Bike gefahren und wir sind in eine Kneipe eingekehrt. Ich bin zuvor noch nie E-Bike gefahren, ziemlich entspannt und angenehm!

Freitag haben wir die Ferienwohnung geputzt (3 h). 2 Bäder, 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer und Flur. Die Ferienwohnung ist sehr schön. 

Um 14 Uhr (Freitag) war leider die Polizei bei uns, der Japaner Seiya (26) ist leider in Torfino (Vancouver Island) tödlich verunglückt, seine Leiche trieb im Meer!

Hans und Adie hat es sehr betroffen, Seiya war 2 Monate ihr Woofer! Ich habe ihn auch paar Tage kennengelernt, er war ein großartiger Mensch, er war noch so jung... Es war seine erste große Reise und er hatte soviele Pläne, wollte mit dem Auto durch die USA und nach Mexiko fahren. Ich glaube in Kanada war er sehr glücklich und vorallem stolz, als er letzte Woche sein Auto gekauft hat und wir ihm ein Bett eingebaut haben, sehr traurig.

Da sieht man wieder, das Leben ist kurz, genieße jeden Tag, es könnte dein letzter sein!

GänseniedlichrelaxenBirnen ErnteHans und ichAdie und ichOktoberfestHans und AdieHolzstumpf klein sägenTraktorTischlerwerkstattBretter streichenTerrasseTerrasse an der WohnungKundenauftragCamper von Hans + BootRuhe in Frieden Seiya

 

05Oktober
2025

neue Farm (5.) in Chilliwack bei Hans und Adie

Letzten Sonntag (28.09.) war Abreise in Whistler, 12.40 Uhr ging der Bus nach Vancouver. Ich hatte in Vancouver einen Anschlussbus nach Chilliwack gebucht, den ich leider nicht bekommen habe, da der Bus in Whistler 20 Minuten Verspätung hatte...so waren 33€ weg (für den verpassten Bus). Nun war ich in Vancouver und musste improvisieren, entweder 1 Nacht im Hostel schlafen, oder ne Alternative (Bus) finden. Ich entschied mich für die öffentliche Buslinie, musste aber erstmal mit der U-Bahn zu einem bestimmten Stadtteil fahren. Von da ging 17:00 Uhr der Bus, 5$ bis Chilliwack (3€), das ist ja fast nix für 1,5 h Fahrt...

In Chilliwack wurde ich von Seiya, einem Japaner (26), abgeholt. Er ist aktuell der Woofer auf der Farm, Hans und seine Frau waren bei einer Beerdigung und sind unterwegs gewesen. Sie sind Montag Abend zurück gekommen. Montag hatten wir noch frei und das Wetter war eh schrecklich: regen und kühl - richtiges Herbstwetter!

Hans sein Haus ist beeindruckend und sehr schön. Ich habe hier eine eigene kleine Wohnung, wirklich ein kleiner Raum, aber mit Toilette und Dusche + kleinem Küchenbereich. Bisschen wie ein Hotelzimmer kann man es beschreiben. 

Montag Abend um 21:00 Uhr kamen Hans und Adie, seine Frau, von der Beerdigung nach Hause. Sie hatten ihre 2 Hunde dabei, welche sich sehr gefreut haben! 2 Katzen und 2 Hunde leben hier und ein paar Hühner. Etwas tragisch, die Beerdigung war für ein 20- jähriges Mädchen, welches 5 Jahre schwer krank war (Krebs).

Hans und Adie sind super freundlich. Hans ist 61 Jahre alt und Adie 55 Jahre. Hans ist mit 25 und seiner damaligen deutschen Frau nach Kanada ausgewandert. Er kommt ürsprünglich aus Freiburg / aus dem Breisgau. Er hat mit seiner Ex Frau 3 Kinder.

Er hat mir gesagt, dass er eigentlich keine älteren Woofer nimmt, da die immer sehr eingefahren sind und er eher jüngere Woofer aufnimmt. Mit einem Woofer hatte er schlechte Erfahrungen gemacht und das war ein älterer.

Dienstag war ich mit Hans nach dem Frühstück in der Stadt, eine Nagelmaschine besorgen. Wir hatten leider vergessen, dass Feiertag ist, zum Glück hatte ein Baumarkt geöffnet, die anderen waren zu. Hans ist gelernter Tischler und hat eine kleine Werkstatt auf dem Grundstück. Er war früher selbstständig (Fußböden) und hatte Angestellte (bis zu 27). Ich glaub ich kann von ihm viel lernen! Wenn ich es richtig verstanden habe, ist er Frührentner, er hat seine Firma verkauft. Er hat mich am Anfang gefragt: Englisch oder Deutsch sprechen, ich hab mich für Englisch entschieden.

Dienstag Mittag haben wir auf der "Baustelle" bei ihm Zuhause weiter gearbeitet. Die "Baustelle" ist eine kleine Wohnung, welche entstehen soll. Eventuell soll dort später seine Schwiegermutter (80) einziehen. Wir haben Paneelen an die schräge Decke mit der Nagelmaschine angebracht. Schöne Arbeit! Das könnte das beste Projekt in Kanada für mich werden!

Eine Hälfte des Wohnhauses hat Hans übrigens vermietet. Im Keller wohnt ein Mann und in einem Bereich ist eine Airbnb Wohnung (Ferienwohnung).

Mittwoch waren wir erstmal nach dem Frühstück wieder Baumaterialien besorgen (Holz). Mittags hab ich abgeladen und Materialien verräumt, nachmittags Holzplatten gestrichen und bis in den frühen Abend mit Hans gebaut.

Seiya (Japaner) hat sich ein Auto gekauft (3.000$) und will damit die nächsten Monate die Westküste der USA und sogar bis Mexiko fahren. Er hat mit Hans seiner Hilfe ein Bettgestell aus Holz gebaut. Donnerstag morgen hat uns Seiya verlassen, jetzt bin ich der einzigste Woofer. 

Donnerstag und Freitag haben wir weiter auf der Baustelle gearbeitet, Deckenpaneelen angebracht. Das Wochenziel, die Decke im Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad anbringen haben wir erreicht.

Samstag habe ich vormittags Birnen und Äpfel gepflückt und nachmittags haben wir von dem Mieter (Jamee, zirka 55) die Wohnung geputzt. Schon witzig, der Vermieter putzt die Wohnung vom Mieter...unentgeltlich, aber sie wollen, dass die Wohnung im Schuss bleibt, kann man auch verstehen. Jamee bekommt das nicht so hin und hat ein paar Probleme, deswegen braucht er dabei Hilfe. 

Abends sind wir zum Oktoberfest gefahren, davon berichte ich das nächste mal. Immer Sonntag morgen ist der aktuelle Bericht Online.

Wohnzimmer mit offener KücheTerrasseselten: runde TürAußenbereichKücheHühnerLampeSesselSesselKatzen FightWohnhausKumpelsWohnhausGarageTischler WerkstattWohnhausHans bei der Arbeitgutes WerkzeugBaustelleWohnhausDienstag Nachmittag erster Abschnitt fertigBaustoffhandelStreichenHans hilft SeiyaSeiya ist glücklichBaden im Fass

28Sept
2025

Whistler

Letzten Sonntag (21.09.) hat mich Darren früh nach "Campbell River" gefahren. Wir starteten sehr zeitig (7 Uhr), da der Bus in "Campbell River" 10 Uhr abfuhr (nach Nanaimo / Süden Vancouver Island). Von da ging mittags die Fähre nach "Vancouver". Ich habe 1 Nacht in "Gastown" - (Stadtteil) in einem Hostel geschlafen. Ich war abends nur in der anliegenden Kneipe Pommes essen und paar Bier trinken. Ein Bier kam 2,20€, äußerst billig (3,50$).

Montag ging es nach Whistler in die Berge! Nach 4,5 Monaten Farmarbeit mal wieder eine Pause und ein Reiseziel...Woofing ist schön, aber reisen ist doch etwas anders. Man muss alles selber takten, organisieren, planen, recherchieren usw. aber ich mag es. Ich muss bisschen genauer auf meine Finanzen schauen, ich schreibe mir alles auf, was ich ausgegeben habe, damit ich bisschen den Überblick behalte.

Das Hostel in Whistler ist sehr schön, mit viel verbauten Holz, sehr gemütlich. Montag hab ich nicht viel gemacht, 15 Uhr kam ich aus Vancouver an, hab mich bisschen ausgeruht, bin einkaufen gewesen und abends habe ich Pasta gekocht.

In Hostels allgemein tue ich mich anfangs immer etwas schwer unter Leute zu kommen, gerade wenn es wie hier eine Gruppe von Personen gibt, die sehr gut befreundet sind...Ich finde da immer kaum Anschluss, aber ich brauch da eh immer eine ganze Weile, um richtig aufzutauen.  

Viele Touren / Wanderungen sind nur mit Auto zu erreichen, bisschen schade. Ich hab das Gefühl, die ganz großen Abenteuer bleiben manchmal ohne Auto aus...irgendwann komme ich mal wieder nach Kanada und erkunde das Land mit Auto!

Ich bin trotzdem sehr dankbar, dass ich jetzt in Kanada sein kann und hier mein drittes "Work & Travel" Abenteuer erlebe. Hätte ich mir ein Auto in Kanada gekauft, hätte ich wahrscheinlich schon kein Geld mehr und im November bin ich 3 Wochen in Hawaii...vielleicht hätte ich das nicht machen können. Die Medaille hat immer zwei Seiten!

Whistler hat zwei Orte / Teile, ich wohne in dem kleineren "Whistler Creek", "Whistler Village" ist der Hauptort und größer. Die Orte trennen 1h Fußweg. Im Hauptort gibt es sehr viele Restaurants, Kneipen, Cafés und Shops. Im Sommer und auch jetzt noch dreht sich alles um das "Mountainbiken". Überall gibt es unzählige Fahrradläden und man kann sich die Bikes auch ausleihen, das soll aber sehr preisintensiv sein.

Im Winter verwandelt sich der Ort in das größte Skigebiet von Kanada! Hier gibt es die meisten Pistenkilometer. Dienstag bin ich um 3 anliegende Seen gelaufen und hab die Gegend erkundet! Es gibt hier sehr schöne Parks.

Mittwoch war ich zu Fuß 16 km unterwegs. Der Pfad führte mich zu 2 tollen Seen, vielleicht war das der letzte "ansatzweise" Sommertag, mit Sonne und 20°. 

Donnerstag war es fast den ganzen Tag bewölkt. Ich habe eine Wanderung zu einem Zug absolviert. Der Zug ist mitten im Wald und ist ein Wrack. 1956 ist der Zug entgleist und wurde in den Wald transportiert, gelagert, das Gleis ist weit entfernt. Der Ort ist ziemlich bekannt geworden, einige Filme wurden dort gedreht und Graffiti Künstler haben sich am Wrack verewigt. Ziemlich beeindruckend! Ich war zirka 18 Kilometer unterwegs. 

Freitag habe ich nur einige Busverbindung heraus gesucht, die nächsten Etappen geplant und mit meinem Vater telefoniert. Das Wetter ist auch kühler geworden / bewölkt bei 12°. Die Ausflugsziele in Whistler, die ich sehen wollte, hab ich in den ersten 3 Tagen geschafft. Abends habe ich meinen Lieblingsfilm von 1995 geschaut (Heat), der ist kostenlos auf YouTube.

Samstag war es kühl und verregnet, ich war nur nochmal fix einkaufen und hab 2 Filme geschaut. Resümee: ich hatte wirklich Anfang der Woche Glück mit dem Wetter, das hat genial gepasst! Whistler ist eine Reise Wert, sehr touristisch, aber schön. Ich glaube die Bilder vermitteln einen guten Eindruck. 

Kunst in VancouverHostelHostel / GemeinschaftsraumHäuser in WhistlerLiftbetriebschöne NaturSee mit Berge im Hintergrundexklusive WohnlagePark in WhistlerGolfanlageWhistler MountainbiksFun ParkWhistler Zentrumlangsam wird Herbstaltes Auto im BuschSee mit Bergen im HintergrundSeeGreen LakeSchulbusLadestationHostelbettIch auf der HängebrückeHängebrückegeballte FlutenZugwrackZugwrackZugwrackGolfplatzWasserfall

21Sept
2025

Letzte Woche in Tahsis, Fazit 4. Farm

Ich hab beim Woofing und meiner Reisezeit (von 7 Monaten) gemerkt, dass es wichtig ist wie man wohnt, wo man wohnt und man sich dort wohl fühlt. Um so mehr man sich wohl fühlt in seiner Wohnung / Haus, um so glücklicher ist man, egal ob Baumhaus, Tiny House, oder ein schönes Zimmer. Das habe ich festgestellt. So war es auch in Dresden! Mir hat meine Wohnung gefallen und ich habe mich dort wohl gefühlt. 

Ich bin die komplette Woche bis einschließlich gestern in der Hütte am Wasser geblieben, mir gefiel es so sehr.

Letztes Wochenende hat Tia (Hund) leider 27 Hühner gerissen und getötet! Sie hat ein Loch im Zaun ausgenutzt, um in das Gehege zu kommen. Sehr ärgerlich! Darren hat daraufhin die Empfänger für die Halsbänder geändert, die Hunde bekommen ab sofort ein Signal und merken, hier und nicht weiter.

Am Sonntag (14.09.) war ich mit den Franzosen auf dem Wasser (am Strand). Maxime und ich sind mit den Kajaks gefahren, die Mädels mit den Stand Up Puddelboards. Wir waren 2 h unterwegs, das Wetter hat mitgespielt.

Die Woche war nochmal schönes Wetter, Sonnenschein und relativ warm für Mitte September. Ich habe mit Maxime am Straßenrand Bäume verschnitten. Er hatte die Elektro - Kettensäge, ich die Elektro - Heckenschere benutzt. Mit Maxime (31, Frankreich) hab ich mich super verstanden und er war ein sehr guter Freund für mich die letzten 2 Wochen. 

Dienstag habe ich Burger, Kartoffelecken und Salat angeboten und danach haben wir einen Filmeabend in der Küche veranstaltet, Maxime hat einen Mini - Beamer dabei und wir haben ein Film an die Wand projiziert.

Das Fazit zum Abschluss: mir hat es hier richtig gut gefallen, die 6 Wochen waren definitiv super. Die Arbeit war nicht sehr abwechslungsreich, da ich hauptsächlich am Straßenrand Bäume verschnitten habe, aber mir hat die Arbeit nichts ausgemacht. Die Zeit, mit sehr vielen verschiedenen Menschen, war interessant und schön. Ich habe mich mit allen gut verstanden und hatte hier viel Freude. Hier hatte man nicht das Gefühl bei einer Familie zu leben, daher ist es schwer mit den anderen Farmen zu vergleichen, hier war es eher die Gemeinschaft die einen aufgenommen hat und von der man ein Teil sein durfte.

auf geht's zum WasserKayakingHeckenschereMarianne aus FrankreichBäume fällenMaxime mit der großen KettensägeJistinas bei HolzarbeitenAbschluss Feuer

 

 

14Sept
2025

Hunde füttern, tragische Vergangenheit, 5. Woche Farmarbeit

Ich habe eine neue tägliche Aufgabe dazu bekommen: Hunde früh und abends füttern. Ich finde es lustig, was sie zu essen bekommen. Man nimmt viele gekochte Kartoffeln (zirka 8 bis 10), bisschen Fleisch und 4 Eier und schmeißt alles in den Mixer. "Mya" und "Tia" bekommen eine Art Kartoffelbrei zu fressen. Mir macht es Spaß das Futter zu zubereiten. Was ich auch hier gerne mache, abends den Kamin anfeuern und mich um Holz und Ofen kümmern.

Im Aufenthaltsraum / Küche hängt ein großes Bild von einem jungen Backpacker / Rucksacktourist und Darren hat uns die tragische Geschichte dazu erzählt. Letztes Jahr am 05. April 2024 ist der junge Franzose "Allan" (21 Jahre) allein mit dem Kajak auf's Wasser/ Meer gefahren und kam leider nie zurück. Er muss gekentert sein, niemand weiß es genau. Es erfolgte eine sehr kostspielige Suchaktion mit Hubschraubern und Tauchern, aber er wurde nie gefunden. Er gilt immernoch als vermisst, wurde aber als tot erklärt. Schon tragische Story! Das Wasser ist an manchen Stellen über 200 Meter tief und er hat mit großer Wahrscheinlichkeit keine Schwimmweste gehabt.

Warum uns Darren das erzählt hat, war folgender Hintergrund: von dem vermissten Franzosen reist gerade ein Freund durch Kanada und er will den Ort besuchen, wo sein Kumpel ums Leben gekommen ist. Am Dienstag 09.09.25 war er bei uns.

Die neuen Woofer / Rucksacktouristen von unserer Farm kommen alle aus Frankreich. 2 Mädels (23 und 25) und Maxim (31). Sie sind am Montag 08.09. angekommen und sehr nett. Ich glaube meine letzten beiden Wochen werden noch einmal gut, wir haben gleich am ersten Abend gekickert und Karten gespielt.

Wir haben die Woche wieder am Straßenrand Bäume verschnitten und gefällt. Am Wochenende wohne ich bisschen abgelegen in einer Holzhütte in der Nähe vom Wasser. Hab Darren gefragt, ob ich da am Wochenende wohnen kann...Ich würde da ja gerne permanent wohnen, da die Hütte sehr gemütlich ist, nur ist sie 10 Minuten von der Farm entfernt und es gibt kein Internet, aber um mal am Wochenende zu entspannen, super.

unten am WasserRaupeSchneckeMaxim aus FrankreichMaxim in AktionMit den neuen Mädels am WasserfallKaminWaldhütte von außenmeine Waldhütte am Wasser

 

07Sept
2025

4. Woche / Farmarbeit / Abschied nehmen

Letzten Sonntag (31.08.) war tagsüber noch einmal schönes Sommerwetter, eventuell das letzte Wochenende der Saison. Abends hat es sich zu gezogen und gewittert. Ich war mit Enora (22, Frankreich) und Marietta (18, Deutschland) mit den Stand Up Paddleboards am Strand. Wir waren 1 Stunde auf dem Wasser. 

Die Woche habe ich, wie zuletzt auch, Bäume am Straßenrand verschnitten / gefällt. Man kann sagen, dass ich seit fast 4 Wochen mit der Kettensäge im Busch unterwegs bin. 

Am Wochenende verlassen uns 3 Mädels (Ocean / 36 / Neuseeland, Enora / 22 / Frankreich und Marietta / 18 / Deutschland). Es erfolgt ein Umbruch, da 3 neue Woofer Anfang nächster Woche eintreffen...etwas schade ist es, dass die 3 uns verlassen, aber so ist es beim Reisen. Man hatte sich gerade angefreundet. 

Schade das ich kein französisch spreche, ich wurde schon 2x bei einer Bewerbung für den Winter abgelehnt. Naja ich werde schon was finden, aber zur Beruhigung wäre es schön, wenn ich etwas demnächst fest machen könnte.

2 Wochen bin ich noch hier, dann war ich 4,5 Monate (18 Wochen) am Stück auf Farmen woofen. Ende September gönne ich mir eine Woche Urlaub in den Bergen von Whistler. Ich freue mich sehr darauf.

Lachs vom GrillKickertischTahsis Farm von obenSiedler von CatanAbschied von Enora und Marietta

31August
2025

3. Woche in Tahsis / Dienstreise: "Campbell River"

Letzten Sonntag war super Wetter, Sonnenschein und warm. Ich war nachmittags mit Marietta (18) und Enora (22) unten am Grundstück baden. Es war sehr erfrischend.

Montag haben wir weiter am Straßenrand Bäume verschnitten. Abends sind Justinas (31, Litauen), Darren (49, Farmboss) und ich nach "Campbell River" zu Darrens Mutti (82) gefahren - 150 Kilometer. Wir sind 2 Tage dort geblieben. Sozusagen eine Dienstreise...der Auftrag lautete wie folgt: Garage ausräumen, Dinge von einer Garage in die andere transportieren / lagern und klar Schiff machen. Die Herausforderung war, dass Flugzeug von Darren + Flügel in der anderen Garage zu lagern. Wir haben die Flügel an die Wand gehangen. 

Dienstag Nachmittag sind wir drei bei schönen und warmen Wetter zum Fluss gefahren, Darren hat paar Bier spendiert und wir waren baden. Mittwoch klingelte der Wecker schon 6:00 Uhr...Wir mussten die Garage, welche frei geworden ist, abbauen, da sie nach Tahsis auf die Farm soll. Außerdem waren wir einkaufen für Tahsis und abends sind wir wieder 150 Kilometer zur Farm gefahren. Die Mädels sind in Tahsis geblieben und haben uns ein witziges Bild gesendet, wie sie frustriert die Stellung halten. 

Darren hat uns mal paar Summen verraten, was er für sein Objekt bezahlt hat, wieviel das Haus der Mutter ungefähr Wert ist und was Urlauber für eine Nacht auf der Farm bezahlen (wohnen im Wohnwagen - Airbnb). 200,-$ pro Nacht / 125€. 

1,5 Millionen kanadische Dollar kam das ganze Objekt der Farm (vor 3 Jahren), das sind 950.000€.

Das Objekt der Mutti ist eventuell 3 Millionen kanadische Dollar wert, 1,9 Millionen Euro. Das sind schon krasse Zahlen und unglaubliche Summen. 

Donnerstag und Freitag habe ich allein mit der elektronischen Kettensäge Bäume am Straßenrand verschnitten. Freitag Abend waren wir in der Stadt (Tahsis) in einem Lokal, haben was getrunken und es gab live Musik. Das ist der einzigste Ort, wo alle aus dem Dorf am Wochenende zusammen kommen. Später gab es noch eine Schlägerei.  

Samstag waren wir am Fluss baden, Brombeeren pflücken und sind Fahrrad gefahren.

Badestelledie zwei BegleiterJustinas bekommt eine neue Frisurvorhernachherfast geschafftFlügel an die Wand bringenDarren, Justinas und ichfrustrierte Mädelsbaden am FlussFarmaussichtGästeunterkunftmein ArbeitsgerätKochen für AlleKneipe in TahsisLive Musikim Pub

24August
2025

Tahsis - tolle Landschaft, Wasserfälle

Das letzte Wochenende war sehr verregnet, man konnte nicht viel machen, sodass ich mit Enora aus Frankreich entschieden habe, Sonntag zu arbeiten. Wir haben 5 Stunden Holz gespalten und gestapelt. Dafür haben wir unter der Woche frei, wenn schönes Wetter ist. Auch nicht schlecht!

Montag (18.08.) war es auch verregnet. Justinaz, Enora und ich haben Büsche und kleine Bäume am Straßenrand verschnitten. Dienstag nochmal das gleiche, aber nur mit Enora, sie hat mit der Akku - Kettensäge Bäume geschnitten, ich hab sie zur Seite geräumt. Das Wetter geht wieder bergauf, kein Regen, Sonnenschein und es wird wärmer. 

Mittwoch hatte ich frei und hab bisschen länger geschlafen. Mittags bin ich 3 Kilometer zum Wasserfall gelaufen. Im Moment ist er durch den vielen Regen sehr stark, mit viel Wasser. Nachmittags bin ich mit anderen Leuten (mit Fahrrädern) zum Steinstrand gefahren.

Donnerstag haben uns leider Marvin (36) und Lisa (31), aus Hamburg verlassen, sie waren erst letzten Sonntag angereist. Sie waren mein Alter und ich habe mich super mit denen verstanden. Sie hatten das Gefühl in der Gruppe keinen Anschluss zu finden und rein zu wachsen, sehr schade. Sie haben das mit Darren abgesprochen. Anders hat das Joel (50) aus Kanada letzten Sonntag gemacht, er ist ohne Absprache abgereist und hat den Fisch gemacht, er hat dann später eine Nachricht gesendet, dass er die Farm verlassen hat.

Donnerstag und Freitag haben wir wieder Bäume am Straßenrand verschnitten, dass werden wir wahrscheinlich noch öfters tun. 

Gestern (23.08.) haben Marietta, Enora, Darren und ich einen Ausflug zu einem weiteren Wasserfall unternommen. Wir sind mit einem kleinen Motorboot in den Fjorden eine halbe Stunde zum Wasserfall gefahren. Ein kurzer Buschweg führte uns zum rauchenden Wasser. Man konnte auch dort schwimmen, mir war es aber zu kalt. Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs, es war ein super Ausflug!

Baden am Flussschöne Landschaft hinter der FarmMini MotorradGartenSaunaschön gelegen die Farmschöne NaturWasserfallSteinstranddie zwei FellnasenBäume fällenHundDarren, Marietta, Enora und ichstarkWasserfall

17August
2025

Tahsis - neue Farm auf Vancouver Island

Trampen hat super geklappt letzten Sonntag! Erst haben mich zwei Senioren ein Stück mitgenommen, dann ein Mann mittleren Alters. Ich musste beide Male keine 5 Minuten warten. In "Campbell River" habe ich dann 1 Stunde gewartet, bis ich eingesammelt wurde. Darren (zwischen 40 und 50) ist mein neuer "Farm - Chef", er ist freundlich, man kann sich gut mit ihm unterhalten, aber er erwartet auch eine Portion Selbstständigkeit bei der Arbeit von einem. 

Wir sind zu seiner Mutter gefahren, die ein schönes Anwesen in "Campbell River" hat. Nach dem Mittag, sollte ich Rasen mähen. Zirka 1 Stunde habe ich gebraucht. Abends habe ich andere Woofer getroffen und es gab Burger. Wir haben dort geschlafen. 

Montag habe ich im Grundstück der Mutti weiter gearbeitet / Gartenarbeiten: Brombeeren und Büsche verschnitten und Unkraut entfernt. Darrens Mutti ist sehr freundlich. Ihr Mann / Darrens Vater ist leider vor 7 Jahren verstorben. Nun wohnt sie allein mit ihrem Hund. Sie hat ein großes Grundstück mit Blick auf das Meer. Das Haus ist sehr schön, es wirkt ziemlich modern, aber die Eltern von Darren haben es schon vor 35 Jahren erworben. 

Die Mutti hat mir bisschen von Darren erzählt. Er ist studierter Ingenieur und später hat er nochmal in Australien (Brisbane) Medizin studiert und abgeschlossen, er war kurz Arzt dort (Allgemeinmediziner). Er ist aber zurück nach Kanada gekommen und hat vor 3 Jahren die Farm in Tahsis gekauft. Das Medizin Studium wird in Kanada nicht anerkannt. Sein Bruder lebt mit seiner Familie in Calgary und ist Pilot. 

Montag Abend sind wir 150 Kilometer zu seiner Farm gefahren, zwischendurch waren wir in einem kristallklaren See baden, es war sehr warm am Montag, gute Erfrischung! Tahsis ist ein kleines Dorf (350 Einwohner). Die Straße endet bei Darrens Farm, das ist das Ende - weiter geht es an dem Punkt nicht...

Darrens Farm ist nach meinem ersten Eindruck, wie ein Hostel - eine Ansammlung von Backpackern aus vielen Ecken der Welt, die hier zusammen leben und 5 Stunden am Tag arbeiten (für Essen und Unterkunft). Wir sind mit Darren 10 Leute. Ich habe mein eigenes kleines Holzhaus, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Wir spielen abends zusammen nach dem gemeinsamen Abendessen Karten oder "Siedler von Catan", quatschen und lachen viel. Es herrscht eine gute Stimmung. 

Bei der Autofahrt habe ich mich gut mit Darren unterhalten. Ich fragte nach, ob er glücklich über seine (vor 3 Jahren) erworbene Farm ist und nicht lieber in Australien als Arzt arbeiten würde. Er sagt, er wacht hier mit einem Lächeln auf, es war seine beste Entscheidung gewesen! Er hat zwar finanziell hier weniger Spielraum, aber es wird von Jahr zu Jahr besser. Er vermietet hier Wohnwagen, als Unterkunft für Urlauber. So kommt Geld rein. Als Arzt hatte er keine Freude auf der Arbeit. 

Ich war Dienstag und Mittwoch mit der Kettensäge und Feuerholz beschäftigt. Auf der Farm liegen lange Stämme und ich soll sie aufsägen, damit wir sie später spalten können. Leider hatte ich einige Probleme mit der Kettensäge, bei der ersten ging der Strick zum anziehen kaputt, die andere war ständig überhitzt bzw lief nicht richtig...sodass ich schleppend voran gekommen bin.

Darren hat bisschen Druck gemacht, ich sollte den Hänger voll bekommen, da es Donnerstag regnen soll. Am Ende habe ich es fast geschafft. 

Donnerstag hatte es tatsächlich geregnet und es war viel kühler. Wir waren trotzdem draußen aktiv. Mit einer Französin und Justinaz aus Litauen haben wir eine Straße im Busch von Grünzeug (kleinen Bäumen und Sträuchern) befreit - die Ränder beschnitten. Wir waren 5 Stunden unterwegs und sehr durchnässt.

Freitag habe ich mit Enora aus Frankreich mit dem Holzspalter Holzklötze gespalten (5 Stunden). Es war ein gutes Arbeiten mit ihr, einer hat gespalten, der andere gestapelt.

Was mich bisschen gestresst hat die Woche, dass ich für alle kochen muss...Jeder ist mal dran. Ich koche wirklich ungern, wenig und vorallem nicht für 10 Leute. Ich glaub ich spreche jemanden an, der mir hilft.

Gestern (Samstag) musste ich dann kochen. Joel (ein Kanadier) hat mir geholfen einen Mix aus "Bauerntopf" und "Gulasch" zu kochen. Es hat gut geklappt.

 

Wohnhaus der MutterStube vom Wohnhaus der MutterEssbereichrießige Sonnenblume bei der MuttiFlugzeug auf dem Grundstück (Mutti)Hausseite zum Meer (von der Mutti)Badesee auf dem Weg nach TahsisAufenthaltsraum mit Blick auf das WasserKettensäge schärfenGemeinschaftsraummein HäuselMeine Hütte von InnenFeuerholzFeuerholzzwei Hunde auf der Tahsis Farmfast voll der AnhängerFarmhundEnora aus Frankreich spaltet mit mirHolzspaltergutes TeamRegenwolken / bisschen wie NeuseelandBauerntopf

10August
2025

letzte Woche Woofing (6.) zwischen Powell River und Lund

Die letzte Woche auf der schönsten Farm bisher in Kanada ist vorbei. 6 Wochen war ich ein Teil hier und die Farm hat alles geboten: nette und tolle Familie, großartige andere Woofer, entspannte Arbeit, ein tolles Projekt (Teichbau) und eine Lage die überragend ist. Ich war sehr gerne hier! Chelsea und Chris sind so klasse Persönlichkeiten, einfach super. Ein Punkt war nicht optimal: ohne Fahrzeug kommt man hier einfach nicht weg, man ist sehr isoliert. Dadurch war ich hauptsächlich 6 Wochen hier auf der Farm, bis auf ein paar Ausnahmen. 

Letzten Sonntag (03.08.) hab ich mit Chris ein wenig Zimmermannsarbeit getätigt und im "Tiny House" Holzleisten angebracht. Außerdem habe ich Holz gespalten (nordamerikanisches Cedarholz), dass soll irgendwann außen als Schindeln angebracht werden. Dieses Holz soll die besten Eigenschaften in Nordamerika haben und für die Fassade optimal sein!

Montag / Dienstag / Mittwoch habe ich mit Chris Feuerholz geschnitten und gestapelt, Beeren gesammelt und bisschen Gartenarbeit erledigt (Unkraut und Wässern). Dienstag Nachmittag waren wir mit den Kindern Eis essen in Lund.

Mittwoch war das Wetter mal ausnahmsweise regnerisch und abends hat es gewittert. Seit dem ich hier bin, war immer Sonnenschein und sommerliches Wetter (6 Wochen). Donnerstag habe ich Weinreben verschnitten. Freitag war Ernte (Brombeeren, Kartoffeln, Zucchini, Gurken, Tomaten und Bohnen). Samstag Abend waren wir noch bei Nachbarn eingeladen, es war ein schöner Abschluss. Jeder hat bisschen Essen mitgebracht, das ergab ein Buffet, viele sind schwimmen gegangen (Haus am Meer) und alle waren gut gelaunt. 

Sonntag (10. August) fährt mich Chelsea früh (7 Uhr) zur Fähre und ich wechsel von Powell River die Seite nach Comox (Vancouver Island). Von da aus versuche ich zu Trampen (nach "Campbell River"), weil ich keine Busverbindung gefunden habe...die Stecke ist eine dreiviertel Stunde Autofahrt. Denk das ist machbar.

Insgesamt bin ich jetzt schon 16 Wochen woofen (4 Monate / 3 Farmen), 10 Wochen kommen vor November noch dazu, dass ist schon länger geklärt und vereinbart. Auf der Karte oben, seht ihr wo es hingeht, Tahsis / Vancouver Island (nordwestlich der Insel).

Cedar spaltenHolzleisten anbringenHolzleisten im Tiny HouseFeuerholz mit einer "Spielzeug " Säge schneidenleckeres EisBohnenZucchiniPaprikaBrombeerenTrampenschönes Haus von den NachbarnSonnenuntergang

03August
2025

vorletzte Woche auf der "Barndance Farm" (5.) / "Workaway"

Viel gibt es nicht zu berichten aus Kanada. Ich war ja allein auf der Farm... gut Paul (Chelseas Bruder) und die Mutter waren nebenan, aber viel habe ich nicht von denen mitbekommen. Beide leben etwas abgeschottet und suchen wenig sozialen Kontakt. Manchmal hat mir Paul netterweise abends was mitgekocht.

Ich wohne die restliche Zeit im Keller des Hauses, ich möchte nicht noch einmal umziehen (ins Tiny Haus), im Keller ist es auch schön kühl, da wir auch mittlerweile mitten im Sommer sind (bis 25°).

Montag habe ich im Gewächshaus 2,5 Stunden alles gegossen. Abends hab ich mir Hühnchen mit Reis und Pfirsich gekocht. Pfirsiche wachsen ja im Gewächshaus.

Dienstag und Donnerstag hat mir Paul Aufgaben im Garten gegeben, unter anderem im Hühnerstall Erde abtragen, beim Feuerholz helfen aufzuladen und mit anpacken. Außerdem haben wir Feuerholz gestapelt.

Mittwoch und Freitag habe ich wieder alles im Gewächshaus gegossen. Es ist nichts spektakuläres passiert...manchmal kämpfe ich mit der Langeweile.

Was ich mal abends gemacht habe, mit dem "Stand Up Paddle Board" ne Runde auf dem Wasser gedreht. Ich stand aber nicht, ich hockte.

Ich hab mich (für 50€ Jahresbeitrag) noch auf einer Internetplattform angemeldet und einen Account eingerichtet. Die Seite heißt "Workaway" und funktioniert ähnlich wie "Woofing". Man richtet sich ein Profil ein (mit Profilbild) und beschreibt sich ein wenig. Mein Ziel ist es, einen Job zufinden.

"Woofing" ist hauptsächlich für organic Farmen und man bekommt kein Geld. Bei "Workaway" kann man Reisepartner finden, freiwillige Arbeit, bezahlte Arbeit und manchmal suchen Personen einfach jemanden, der mit dem Hund gassi geht. "Workaway" ist fast weltweit. 

Ich habe 5 Hostels in Kanada angeschrieben. Ich würde gerne über dem Winter in einem Hostel arbeiten (bezahlt). Eine Absage habe ich bisher erhalten, die suchen über den Winter niemanden.

Hühnerstall / Erde abtragenErde transportierenBaumstämme am StrandFeuerholzFeuerholzim Gewächshaus gießenStand Up Paddle Board

27Juli
2025

4. Woche: Teichbau, Ernte, Abreise deutsche Familie

Die Woche war schönes Wetter, nicht zu heiß, meistens zwischen 20° und 25°, mit vereinzelten Wolken. Mir gefällt der Sommer in Kanada bisher sehr gut. Er ist relativ trocken (man darf auch kein Feuer machen) und die Temperaturen überschreiten nur selten 25°. Ich finde es angenehm, man muss aber auch dazu sagen, dass ich mich in der Region "Vancouver" befinde, relativ südlich, Nähe USA. Ich denk mal nördlicher ist der Sommer viel kühler...

Am Sonntag hat Marcel und Nils (12) angefangen ihr Floß aus Stämmen zu bauen, dass war ihr kleines Projekt hier. Nachmittags sind alle 4 (deutsche Familie) mit den 2er Kajaks auf das Meer raus gefahren. Chris fragte mich, ob ich am Teich weiter mit ihm bauen möchte, ich sagte natürlich ja. Und so haben wir 2h weiter gemacht. Unter die Teichfolie haben wir Stoffe und alte Bettlaken gelegt, dass soll die schwarze Folie schützen. Dann haben wir die Teichfolie großzügig zurecht geschnitten. 

Montag haben wir am Teich ein großen Schritt weiter gemacht. Wir haben außen Steine gelegt, mit kleineren Steinen und Sand verfüllt und die Folie zugeschnitten.

Am Dienstag (22.07.) habe ich im Gewächshaus 2 Stunden Pflanzen gegossen. Dann habe ich mit der deutschen Familie Holz transportiert und gestapelt. Im Gewächshaus werden langsam die Pfirsiche und Nektarinen reif und bald beginnt die Ernte. Man kann auch täglich Gurken ernten. Tomaten sind noch nicht ganz so weit, dafür Zucchini, Karotten und Kartoffeln. Und man kann immer wieder mit Unkraut nach 1 bis 2 Wochen von vorne  beginnen, dass wächst schnell.

Marcel und Katja kochen Dienstag und Freitag für alle. Es gibt gefüllte Zucchini und am Ende der Woche ein Wildgericht mit Rotkraut und Klößen. Nächste Woche bin ich von Montag bis Sonntag alleine, die deutsche Familie reist weiter und meine Gastfamilie fährt in den Urlaub. Auf der einen Seite finde ich es gut, auf der anderen Seite ist es auch gut, wenn jemand da ist.

Mittwoch habe ich anfangs mit Marcel und Katja Unkraut gezupft, später mit Chris den Wildfangzaun erweitert, höher gebaut, da das Wild sehr hoch springen kann und sonst alles im Gemüsegarten frisst... Nachmittags haben wir begonnen den Wasserfall vom Teich zu bauen und nach 2,5 Stunden haben wir schlussendlich das Projekt abgeschlossen, Wasserpumpe platziert und Wasser eingefüllt. Die Pumpe reinigt den Teich und pumpt außerdem das Wasser durch einen Schlauch in eine hochgelegene Keramikschale, von dort fließt das Wasser über Steine zurück in den Teich, ein Wasserfall. Es hat viel Spaß gemacht!

Donnerstag und Freitag waren verschiedene Gartenarbeiten im und um das Gewächshaus zu erledigen (Wässern, Unkraut, Zaunbau, Ernten usw.). 

Chris hat am Teich noch eine Art Schutzkasten aus Holz gebaut, sieht aus wie ein Vogelhaus. Es dient für die Stecker / Stromzufuhr der Pumpe. Ich hab noch ein Rohr in den Boden gelegt, darin verläuft das Kabel. 

Samstag war ich vormittags mit Katja in der Stadt (Powell River) einkaufen und nachmittags mit der deutschen Familie in "Lund". Der Ort ist ein kleines Dorf und an diesem Samstag ist dort ein Fest, welches wir uns angeschaut haben. Es gab live Musik und verschiedene Stände, wie ein Dorffest. Sonntag reisen die 4 ab und gehen mit ihrem Mietwagen nach Torfino (Vancouver Island). Es waren schöne 2 Wochen mit Katja, Marcel, Finn (16) und Nils (12).

 

FloßbauStoffe als UnterlageTeichfolieChris in AktionMontags AbschlussPfirsichNektarinenWasserpumpeWasserfallWasserfallfertiger TeichStromversorgung / RohrStromkastenNils, Finn, Katja und Marceles gibt nur selten AlkoholBesuch von der Familie, zwei alte Damenalle beisammen

20Juli
2025

3. Woche / Farmleben / Barndance Farm

Hier auf der Farm sind immer viele Personen unterwegs: Freunde der Familie, Verwandtschaft und manchmal campen hier auch fremde Leute, legen ihr Boot mit Anker in die Bucht und Zelten per Absprache auf dem Grundstück. Viel Gewusel!

Am Mittwoch reist eine deutsche Familie zum woofen an (4 Personen), leider muss ich den Platz im Tiny House hergeben und zu Paul (Chelseas Bruder) ziehen. Nach den 2 Wochen kann ich wieder ins Tiny House. 

Pauls Wohnung finde ich ziemlich cool eingerichtet und gemütlich, also halb so wild. Er hat im Wohnzimmer ein Schrankbett was man öffnen kann. Dort schlafe ich jetzt 2 Wochen.

Am Montag war es ziemlich warm, bis zu 26°... es war mir mittags zu heiß, sodass ich mit der Gartenarbeit aufgehört und abends 18 Uhr weiter Unkraut gezupft habe . 

Dienstag Abend haben wir Delfine in der Bucht gesehen, das war cool. Sie sind regelrecht aus dem Wasser geschossen. Mittwoch Vormittag habe ich meinen ersten Bären in freier Wildbahn in Kanada gesichtet, er war nicht allzu groß, eher mittel, schwarz und 200 Meter entfernt. 

Mittwoch habe ich Kartoffeln geerntet. Ist gar nicht ohne, wirklich alle aus dem Beet zu bekommen, man muss teilweise mehrmals die Erde gründlich umgraben.

Die vierköpfige deutsche Familie (2 Jungs / 12 und 16) aus Bonn (Nähe Köln) ist sehr nett. Sie nutzen die 6 Wochen Sommerferien, um bisschen Kanada näher kennenzulernen...sie beziehen sich auf ihrer Reise auf die Vancouver Ecke (inklusive Vancouver Island). Sie sind jetzt 14 Tage bei uns.

Was ich gar nicht wusste, laut den Regeln von "woofing" dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren keine Farmarbeit tätigen. Ihr großer Sohn ist 16 Jahre und ich finde schon, dass er bisschen eingebunden werden kann, mal schauen. Außerdem kann ich nicht in den USA woofen, was ich erst in Hawaii gedacht hatte, es zählt unter "Arbeit" und man braucht eine Arbeitsgenehmigung.

Freitag haben Finn (16) und Nils (12) dann doch bisschen im Gewächshaus mit bei der Gartenarbeit geholfen, sonst wäre es bestimmt zu langweilig für die Stöpsel...

Gestern (19.07.) habe ich mit Katja, Marcel, Nils und Finn (deutsche Familie) einen Ausflug gemacht. Sie haben für 6 Wochen einen Mietwagen und können mich mitnehmen. Wir waren vormittags auf einem Wochenmarkt (Farmers Market) und haben die Gegend bisschen genauer erkundet. Nachmittags waren wir an einem See baden. Der Farmers Market war sehr klein, aber wir haben gesehen, wo unsere Produkte verkauft werden.

Gurken ErnteHimbeer ErnteKartoffel ErnteBohnen ErnteSalat ErntePaprikaGurken mit StrickenPfirsichBlumenGrundstück mit MeerWeintraubenTigerKüche bei PaulWohnzimmer- hier schlaf ichSonnenuntergangAbendstimmung am FreitagChevrolethier werden unsere Produkte/ Ernte verkauftBadeseeSamstag Abend

13Juli
2025

Barndance Farm / offizieller Name

Chris (der Familienvater) hat mal 8 Jahre in Japan gelebt und spricht japanisch. Ziemlich beeindruckend. Er und Chelsea sind sehr groß gewachsen, ihre 10 jährige Tochter ist schon so groß wie ich. Chelsea und Chris haben sich erst später in Kanada kennengelernt. Die halbe Nachbarschaft sind Familienmitglieder. Chris und Chelsea sind erst vor 3 Jahren hier hergekommen, Chelsea ist hier aufgewachsen, beide sagen die Wohnlage ist sehr exklusiv, nur wenige Personen haben so ein Glück, so schön zu wohnen. 

Ich bin sehr gerne hier, es ist ein magischer Ort, obwohl ich gemerkt habe, dass ich schwerer zu beeindrucken bin wie früher. Als ich das erste Mal mit 23 alleine verreist bin, fande ich alles cool... Das liegt wahrscheinlich an meinen vielen Reisen und ich habe schon einige "magische Orte" gesehen. Das ist meine 3. Farm in Kanada, 2 kommen vor dem Winter noch hinzu.

Hier auf der Farm gibt es keine festen Arbeitszeiten...man arbeitet meistens zwischen 4 und 5 Stunden am Tag. Man kann sich auch aussuchen, wann man anfängt, ich versuche um 9 Uhr anzufangen, manchmal wird es 9:30 Uhr. Das man zusätzlich im Haushalt hilft (Geschirr abwaschen, Kehren, Tisch abräumen / decken usw.) gehört automatisch mit zum woofing. 

Chelsea und Chris vertrauen einem, das Gefühl hatte ich seit dem ersten Tag. Ich kann jederzeit mir Essen nehmen, bin manchmal für paar Stunden alleine im Haus, sie zeigen mir die Arbeitsaufgaben und vertrauen mir das ich sie richtig und gewissenhaft erledige ...dieses Vertrauen fehlte mir leider bei Diana. Sie hat mich meistens mit ihrer Art verunsichert und ständig kontrolliert. 

Mit den Kindern spiele ich öfters mit Lego, schon witzig vor 25 Jahren habe ich das fast täglich gemacht, ein zeitloses Spielzeug. 

Von Donnerstag bis Sonntag bin ich allein, die Familie fährt paar Tage weg. Paul (Bruder von Chelsea) und ihre Mutter sind aber nebenan da.

Die Arbeit die Woche: Ich habe am Anfang der Woche Pflanzen ins Beet gepflanzt, gewässert, eine Art Zaun über das Beet gebaut, damit das Rotwild nicht wütet und alles frisst (bestimmte Pflanzen) und außerdem verschiedene Gartenarbeiten erledigt.

Außerdem habe ich mit Chris ein Projekt angefangen und zwar den Teich erneuern...dafür mussten wir den alten Teich erstmal abbauen und alle Steine entfernen. Dann konnten wir an die alte Folie kommen und sie heraus nehmen. Danach haben wir mit einer Schnurr ein Level gesetzt und angefangen die ersten große Steine zu setzen. Außerdem haben wir angefangen den Teich tiefer zu graben. Es macht sehr viel Spaß, ich mag solche groben Arbeiten, wo nicht alles auf das kleinste Millimeter ankommt.

Chris ist nächste Woche auf Reisen und wir müssen die Folie und die Pumpe erstmal für den Teich bestellen / warten, sodass die "Teich- Baustelle" nächste Woche ruht.

Donnerstag und Freitag habe ich diverse Gartenaufgaben bekommen, ich bin ja allein, es ist bisschen Unkraut dabei, wässern, Gurkenpflanzen an einem Strick anbinden, Salat für den Markt ernten, waschen und verpacken usw.

Nachmittags habe ich weiter meine Reise geplant und bin bis Ende November verplant, ab Dezember würde ich gerne 4 Monate einen bezahlten Job annehmen und am liebsten wäre mir ein Skigebiet (Gastronomie) mal schauen ob ich was finde.

 

FamilienkatzeBlick aus dem Wohnzimmer und Küche auf das MeerBlick runter ans WasserCannabis im GartenKnoblauch zum trocknen in den Keller hängenSegelboot in der Buchtcoole Autosim Wald unterwegsChris und sein Sohn Lou (7)Pick UpStrand am Wohnhausabends mit Bierchen am Wasserdie HühnerMini KrebseAlgenSonnenuntergangSonnenuntergangpflanzenGestell, damit das Rotwild nicht alles frisstda ist ein ungebetener GastHimbeeren ErnteTheorie von der BibliothekTeichbauTeichbauSteine legenSteine legenDraufsichtHimbeer ErnteBaustelle ruht, wir müssen Folie und Pumpe bestellen

06Juli
2025

neue Farm nördlich von Powell River bei Chelsea und Chris

Ich habe glaube bei meiner Auswahl der neuen Farm und Familie ein sehr gutes Händchen bewiesen. Vom ersten Moment an fühlte ich mich hier zu Hause, alle sind sehr herzlich und nett zu mir und es fühlt sich an, als wäre man ein Familienmitglied. Ich wurde Montag Nachmittag von Chelsea und ihren beiden Kindern bei Diana abgeholt, als erstes haben wir den Wocheneinkauf erledigt.

Dann mussten wir zirka 40 Minuten mit dem Auto in den Norden fahren. Ich hatte während der Autofahrt gute Gespräche mit Chelsea. Ihre Tochter Isabell ist 10 und ihr kleiner Bruder Lou / 7. Es war witzig, als wir am Grundstück angekommen sind, fragte Lou, ob er fahren darf. Chelsea nahm ihn auf den Schoss und er durfte den einen Kilometer auf der Schotterpiste lenken. 

Chelsea ist vom Beruf Masseurin und ihr Mann Chris ist Logopäde. Er wird jetzt öfter Zuhause sein, da Sommerferien sind und er da nicht arbeitet. Lou geht in die 2. Klasse und Isabell (10) wird aktuell Zuhause unterrichtet, aber sie war vorher in der Schule, Chelsea meint das kann sich auch wieder ändern...

Mit mir wooft eine französische Familie mit 3 Teenager Jungs (13/16/18). Die Jungs schlafen im Zelt, die Eltern in einem Tiny House, wo ich ab nächster Woche wahrscheinlich wohne. Sie sind sehr nett, sie machen eine Weltreise zu fünft (10 Monate) und das ist ihre letzte Woche...Am Wochenende fliegen sie nach Hause (Frankreich).

Franzosen sind mir die liebsten Reisegenossen, meistens gut gelaunt und lustig. Ich hatte fast immer gute Erfahrungen mit Franzosen. Das sie 10 Monate in der Welt reisen können, liegt bestimmt auch daran, dass sie ihr Haus im Norden von Frankreich vermietet haben. Sie haben während ihrer Weltreise sehr viel gewooft, aber das ist ihre beste und schönste Stelle. 

Wir leben hier etwas abgeschottet, da wird sich aber auch mein Portemonnaie freuen. Ich habe hier nur sehr wenig Ausgaben bzw. keine. Bei Diana wohnte man mitten in der Stadt, rum herum waren Läden und Einkaufsmöglichkeiten.

In dem Wohnhaus, was an einem Steinstrand liegt, wohnen Chelsea + Chris und ihre 2 Kinder, nebenan Chelsea ihr Bruder Paul und unter ihm die Mutter. Also hat man quasi 3 Wohnungen. Sehr schön, man könnte annehmen die Familie wohnt im Paradies. 

Dienstag war mein erster Arbeitseinsatz. Ich habe langsam das Gefühl, durch das viele woofing bestreite ich eine Art "Gärtnerausbildung"...man lernt viel dazu und manche Dinge machen mir Spaß, manche weniger. Ich hab mit der französischen Familie Unkraut entfernt (4 Std). Charlotte, die Mutter, hat mir alle Pflanzen gezeigt und gesagt was es ist. Sie haben schon einige Vorerfahrungen was die Gärtnerei betrifft. Sie sind super und machen das Zusammenleben einfach und angenehm. 

Die Französische Familie hat für 10 Monate zu fünft (Weltreise) 55.000€ gebraucht. Norwegen, Vietnam, Indonesien, Australien, Neuseeland, Chile, Peru, Argentinien, USA und Kanada. Ich finde die Auswahl schon richtig cool. Sie waren sehr sparsam und haben oft gewooft.

Vor 8 Jahren haben sie zusammen in einem Jahr den Atlantik übersegelt, sehr mutige und inspirierende Familie. Faszinierend! Sie investieren weniger in ihr Zuhause und schaffen so mehr gemeinsame Erlebnisse!

Die Woche waren verschiedene Gartenarbeiten angesagt: Knoblauch ernten, binden und zum trocknen aufhängen, Möhren im Gewächshaus ernten, im Gewächshaus die Pflanzen wässern, Himbeeren ernten, Unkraut zupfen, Steine von den Beeten einsammeln usw. Donnerstag hatte ich frei, weil die französische Familie Freitag abreist und frei haben, meinte Chelsea zu mir, dass ich auch frei habe. Wir sind mittags in die Stadt gefahren, waren erst bei einer Chorprobe, dann bisschen in der Stadt unterwegs, gegen frühen Abend haben wir im Park von Powell River ein Picknick gemacht und abends waren wir bei einem Konzert. 

Das Konzert fand in einer Eishockey Arena statt, wo gerade kein Eis da war ;) Die 35$ für das Ticket musste ich nicht bezahlen, auch die französische Familie nicht, sehr nett und großzügig. Es sind verschiedene Teenager- Chöre von nah und fern aufgetreten, sehr schön wie sich manche Jugendliche (überwiegend Mädchen) in die Musik rein hängen! Nach der Pause war ein Männerchor aus Philippinen da, die waren super und lustig. Außerdem hatte Chelsea und ihre Tochter mit ihrem Chor einen Auftritt.

Freitag Abend bin ich dann doch schon vom Keller in meine eigene Hütte (Tiny House) umgezogen, sodass Isabell (10) wieder ihr Kinderzimmer benutzen kann. Samstag habe ich überwiegend gechillt, ausgeschlafen, bisschen mit den Kindern Lego gespielt und das Grundstück weiter erkundet. Am späten Nachmittag waren Freunde und einige Kinder zu Besuch, die Kinder haben kleine Krebse gesucht und gefunden. 

Blick auf das Meer vom Balkon ausMuscheln am Strandschwimmende Inseldas Wohnhausfür das Bootfahren/ RettungswestenBoarddas WohnhausSchuben mit Kross-MotorradGewächshausMeermein Zimmer im KellerSteinstrand vor dem Wohnhausauch schön gelegen dieses HäuselAbendstimmungFamilienkatzerießiges GewächshausHanfBrokkoliGurkeUnkraut entfernenTomatenPaprikaDie französische Familie macht leckeres EssenKarotten ErnteSalat waschen und schleudernChor beim Konzertalle aufstellen zum Gruppenbildmeine Hütte von außenund von Innen

29Juni
2025

letzte Woche bei Diana (6.)

Jetzt sind auch schon wieder 6 Wochen "woofen" vorbei, krass wie schnell die Zeit vergeht. Ich beginne mal mit dem Fazit dieser Woofing Zeit: Diana muss man eine Weile lang kennen, dann weiß man wie sie in etwa tickt. Sie ist nicht die typische Kanadierin, da sie ja auch in China geboren ist, aber schon 30 Jahre in Kanada lebt...

Manchmal hatten wir (Diana und ich) vielleicht unterschiedliche Meinungen, auch was die Inhalte der Arbeit betrifft, gerade die ersten Wochen waren schwierig, das lag aber im Nachhinein auch an dem Gartenfestival/ dem Event in ihrem Garten, sie wollte das ganze Unkraut weg haben und ich habe es größtenteils entfernt. Die letzten Wochen waren definitiv besser und abwechslungsreicher! Und was mir persönlich mit am meisten gefallen hat, das ich im Baumhaus 3 Wochen wohnen durfte.

Ich habe Diana ein gutes Feedback auf ihrer Webseite hinterlassen und sie hat mir ein gutes Feedback zurück gegeben. Meine Farm davor hat mir definitiv besser gefallen, aber an sich mag ich die Kleinstadt "Powell River". Direkt am Meer, nicht zu groß, super Umgebung mit vielen Seen und auch guten Einkaufsmöglichkeiten.

Montag werde ich bei Diana von Chelsea nachmittags abgeholt und es geht auf eine neue Farm nördlich von Powell River. 

Die letzte Arbeitswoche habe ich mit einer Heckenschere die Hecken gestutzt, das war cool. Diana hat mich mehrfach gelobt und aus Spaß gemeint: "Ich bin ein Profi in Hecke schneiden". Am Ende konnte ich mich dann doch nochmal auszeichnen.

Mit dem Mädchen (24) aus Holland habe ich mich super verstanden, sie war sehr umgänglich und nett.

Freitag (mein letztes gemeinsames Abendessen) hat mir Diana nochmal einen Wunsch erfüllt, es gab Lachs mit Nudeln, sehr lecker.

Samstag Abend waren wir bei einer Musikveranstaltung am Strand in Powell River. War eher eine Veranstaltung für die ältere Generation...aber nett.

Hecke schneidenSonnenuntergangHühnerbrustAbendessen bei DianaHecken schneidenHecke schneidenbei der ArbeitBaumhaus von Innendie Grundform ist gegebengestutztbeim Schneidenfertigletztes Abendbrot bei Diana am FreitagFreitag Abend nochmal Feuer gemachtVW BulliMusikveranstaltungwas da wohl der ADAC sagt...Motorrad an der Front

22Juni
2025

5. Woche bei Dianas Boxwood Cottage

Allzu viel gibt es nicht zu berichten. Ich habe die Woche verschiedene Gartenarbeiten erledigt: gepflanzt, gemulcht, gejätet und gewässert...

Mittwoch Abend war ich mit Dennis, der uns zum Paddelausflug mitgenommen hat, in einer Brauerei Bier trinken. Er ist 67 Jahre jung, aber man hat das Gefühl, dass er 50 ist, sehr jung und aktiv geblieben. Wir halten den Kontakt, da ich ja hier in der Region bleibe. Spät abends hat er mir noch einen Aussichtspunkt gezeigt. 

Donnerstag war der letzte Tag von Carina (27 / aus Deutschland). Sie war fast so lange da, wie ich (6 Wochen). Gleichzeitig ist ein neues Mädchen (24, aus den Niederlanden, studierte Biologin) eingetroffen. 

Nächsten Sommer (2026) ist die Fußballweltmeisterschaft unter anderem in Kanada. Neben den USA und Mexiko, hat auch Kanada 2 Spielorte (Toronto und Vancouver). Ich werde versuchen da noch in Kanada zu sein, um ein bisschen das Feeling der WM mit zu bekommen. Mein Visum geht ja bis März 2027.

OldtimerBlick aus dem Fenster vom Baumhaus / Eichhörnchen4 verschiedene BierDennis und IchAussichtspunkt

15Juni
2025

Gartenfestival, Umzug ins Baumhaus, Gartenarbeit, Kayak Ausflug

Das Gartenfestival letzten Sonntag (8.6.25) war gut. Es war zwar eher eine Veranstaltung für Rentner, mit Kaffee und Kuchen, belegten Brötchen und kleinen Snacks, aber an sich schon gut organisiert, das Wetter war sommerlich bei 25°, Sonnenschein und die Stimmung unter den zirka 250 Gästen war ausgelassen. Viele kamen um die Mittagsstunde, ab 14:30 Uhr wurde es deutlich weniger, 3 verschiedene Musiker sind mit sanften Tönen aufgetreten.

Viele bewundern Dianas Garten sehr und sind äußerst begeistert über so einen schönen Garten. Neben Diana haben 6 weitere Gärten an der Tour teilgenommen, viele sind von einem Garten zum nächsten. Ziemlich cooles Konzept!

Abends wurde noch in kleiner Runde Pizza bei Dominos bestellt und es gab einen Aperitif.

Montag war es sehr entspannt, wir haben 2 Stunden abgebaut und aufgeräumt, danach haben wir relaxt, die Pizzareste gegessen und die Bilder von Sonntag untereinander ausgetauscht. Ich glaube es wird die nächsten Wochen ruhiger, da das Gartenfestival jetzt vorbei ist.

Abends haben wir gegrillt, es war auch ein Bewohner von nebenan da, Ramona (30) aus Irland verlässt uns und zieht weiter...jetzt sind wir nur noch 2 Helfer. Später saßen wir noch zusammen am Feuer, die anderen sind dann ins Bett, ich saß bis 0:30 Uhr am Feuer.

Seit Dienstag Nachmittag wohne ich im Baumhaus, wo Ramona zuvor war, ich bin umgezogen. Es ist viel kleiner, aber gemütlicher und man wohnt nicht in der hintersten Ecke vom Grundstück, mir gefällt es sehr, auch wenn es manchmal einen "Kampf" zwischen Eichhörnchen draußen gibt.

Die Arbeit diese Woche war wieder ziemlich pflegehaltig: Unkraut, Gießen und Pflanzen beschneiden.  

Samstag wurde Carina und ich 11 Uhr von Dennis (67), einem Freund von Diana, abgeholt und es ging zu einem See (Inland Lake) Kayaking. Zuvor haben wir noch Dennis Frau eingesammelt und sie haben uns ihren schönen Garten gezeigt. Der "Inland Lake" hat einen Wanderweg drumherum, welcher 13 Kilometer lang ist. Wir sind bei schönen Wetter (18°) zirka 10 Kilometer mit den Kayaks gefahren, unterwegs haben wir 3x angehalten. Es war ein sehr schöner Ausflug! Als wir zurück gefahren sind, haben wir ein Kayak verloren, es war nicht fest genug fixiert, aber es nichts weiter passiert.

Gartenfestival MusikerGartenfestivalGartenfestivalMusiker GartenfestivalMontag / AbbauBaumhausBaumhaus von InnenHummelHummelGrillabend4 Kayaks auf dem PickupInland LakeKayakingKayakingKumpel am Baumhaus

08Juni
2025

3. Woche bei Diana

Die Woche hat mir von der Arbeit her besser gefallen, es war bisschen abwechslungsreicher. Das kann aber auch daran liegen, dass ich mich ein wenig beschwert habe letzten Freitag. Ich hatte 2 Wochen lang Unkraut gezupft und das war schon etwas deprimierend für mich. Als ich meinen Unmut Diana schilderte, fühlte sie sich gleich etwas angegriffen und war erzürnt. Am Ende habe ich Freitag mit ihr zusammen eine Zucchinipflanze gepflanzt.

Die jetzige Woche habe ich Montag mit Ramona (Irland) eine Rose gepflanzt und dann angefangen in der hintersten Ecke des Grundstücks eine Nische voller Holz, Metall, Laub und Müll zu beräumen. Das ganze entwickelte sich zu einer größeren Aktion, welche fast die ganze Woche in Anspruch nahm. Der Müllberg, wovon 90% Holz ist, ist sehr verkeilt und es ist schwierig dort die Dinge heraus zu ziehen. Das ganze habe ich in einen Container geschmissen, welcher in der Einfahrt stand.

Diana will alles schön haben und man merkt jeden Tag mehr, das Sonntag ihr wichtigster Tag in der Gartensaison ist, das "Gartenfestival". Seit 1997 wird es ausgetragen, Diana ist die Organisatorin. Es werden am Sonntag Musiker vor Ort sein, es gibt ein Buffet im Garten und das Wetter verspricht Sonnenschein und sommerliche Temperaturen (24°). Ich werde mich mit den Mädels am Einlass abwechseln.

Mittwoch Abend hat uns Diana zum Essen eingeladen, super Aktion von ihr! Wir waren zu viert beim Mexikaner Abendbrot essen.

Donnerstag Nachmittag war ich mal ein Eis essen: 6,50$ eine Kugel, über 4€...ganz schön teuer!

Samstag haben wir alle Tische, Stühle und Schirme im Garten aufgebaut, für das anstehende Gartenfestival heute. Mit dabei waren ältere Damen, welche das Buffet aufgebaut haben, alle haben mit angepackt und alles war in 2 Stunden vorbereitet. 

Am Stadtstrand kann man baden und im Hintergrund sind die Berge von Vancouver Island mit Schnee bedeckt...

FahrradtourBlumenGraffiti in Powell RiverGraffitiGraffitiaufräumenaufräumenContainerDianaEssen beim MexikanerContainerbei der Gartenarbeitviele Rosen in Dianas GartenGartenfestival vorbereitenMotorrad mit AnhängerRosen in Dianas GartenBaden und im Hintergrund ist Schnee auf dem Gipfel

 

01Juni
2025

Powell River und Umgebung

Letztes Wochenende habe ich mit den Mädels einen Ausflug gemacht, bzw wurde ich mitgenommen. Wir sind mit Carinas Auto, was sie gebraucht gekauft hat, nördlich von "Powell River" gefahren. Das Wetter hat mitgespielt, es waren 16° und leicht bewölkt. Wir waren in "Lund", einem winzigen Fischerort. Dort waren kleine Läden und Kunstausstellungen, außerdem haben wir bei der Bäckerei Kaffee getrunken und den Ort erkundet. 

Dann sind wir zu einem Aussichtspunkt gefahren, haben ein Picknick gemacht und die Aussicht über das Wasser genossen. Später waren wir 1,5 Stunden wandern, zu Felsformationen an einer Bucht. Gegen frühen Abend sind wir in "Lund" in ein Restaurant eingekehrt und haben Abendbrot gegessen. Die Mädels hatten Fish & Chips, ich einen Burger. Es war ein sehr erlebnisreicher Ausflug und wir waren alle sehr zufrieden. 

Nach der Arbeit gehe ich oft nachmittags in die Stadt, Park oder ans Wasser. Bald steht ein großes Event in Dianas Garten an. Das "Gartenfestival"! Verschiedene Gärten in "Powell River" stellen sich vor und am 08.06. / Sonntag werden von 9-16 Uhr 200 Gäste in Dianas Garten erwartet! Wir arbeiten schon in Richtung "Gartenfestival" hin. Ich denk mal deswegen auch soviel Unkraut zupfen...

Am Samstag 31.05. habe ich mir nachmittags ein Fahrrad geschnappt und habe eine Tour gemacht. Diana hat 4 Fahrräder rumstehen. Carina (deutsche) und Ramona (aus Irland) machen mittlerweile immer ihr eigenes Ding, naja Mädels unter sich haben manchmal eine ganz eigene Dynamik. Ramona ist noch 10 Tage da, Carina 3 Wochen, ich 4 Wochen. Ich werde dann sicherlich ins Baumhaus ziehen, wenn Ramona geht.

Das Wetter: Wir haben an manchen Tagen bis zu 23° und Sonne. Nachts liegen die Temperaturen meist bei 12°. Es ist nicht mehr kalt nachts in meinem Gartenhaus.

Lund FischerdorfLundSeesterneunterwegs mit den MädelsBurgerwer guckt da hervor beim arbeitenin Dianas Garten ist ein GastAm Steinstrand spazierenim WaldPizza selbst gemachtSteine legen und Zucchini pflanzenMountainbike Tourschon schön hier

25Mai
2025

Boxwood Cottage

"Boxwood Cottage" - so heißt Dianas Garten in "Powell River". Ich bin seit Donnerstag dem 15. Mai hier. Diana ist wie im Vorbericht geschrieben geschätzte 80+ Jahre alt. Sie ist sehr genau, gründlich und eine Perfektionistin. Sie meckert auch gerne mal rum, wenn ihr was nicht passt, aber an sich ist sie nett und freundlich. Ich bleibe bis Ende Juni bei ihr. Die Arbeitszeiten sind hier sehr entspannt...auf der Farm davor hatte ich 44 Stunden die Woche, hier 20. Von Montag bis Freitag arbeite ich von 9 - 13 Uhr, 4 Stunden am Tag. Man weiß garnicht genau, was man mit der ganzen Freizeit machen soll.

Hier ist noch ein Mädchen aus Deutschland und eins aus Irland. Beide sind sehr nett. Das Mädchen aus Irland schläft im Baumhaus, Karina (die Deutsche) hat ein kleinen Raum mit anschließender Außenküche, wo wir uns selbstständig Essen machen, außer zum Abendessen, da kocht Diana. Das Abendbrot ist sehr lecker, es gibt auch Fleisch, was mich wundert, da in Dianas Profil beschrieben war, dass es vegetarisch ist. Mich freut es natürlich. 

Am Wochenende haben wir frei, es gibt kein Essen bei Diana, wir versorgen uns selbst. Wenn man mal außerhalb Essen möchte, bietet Powell River schon relativ viel...es gibt einige Lokale, unter anderem sogar McDonalds, Starbucks und Subway, was für so eine kleine Stadt schon krass ist. Es gibt dann noch einige Shopping Möglichkeiten, auch ein großen Walmart und ein Baumarkt. Und die Stadt hat einen eigenen Flughafen! 13.000 Einwohner hat Powell River. 

Letztes Wochenende war ich Sonntag wandern und bin zu zwei Seen gelaufen. Ich denk mal ich war 5 bis 6 Sunden unterwegs. Teilweise ging der Weg an der Straße entlang, was nicht so super war. 

Die Arbeit ist bei weitem nicht so abwechslungsreich, wie in "Grande Prairie", meiner Farm zuvor. Es ist dann halt doch nur ein großer Garten, der gepflegt werden muss. Ich habe die Woche Löcher gebuddelt, um darin zu pflanzen, Bambus verschnitten, den Schnitt entsorgt und Unkraut gezupft, das mehrere Tage. Die Arbeit macht mir medium Spaß. 

Habt eine schönen Sonntag und eine gute Woche.

unsere Außenküche / AufenthaltsbereichBeeteGewächshausSkulpturDianas HausDianas GartenBaumhausBonsai BäumchenDianas GartenBeeteHafenHafenWandernWandernWasserflugzeugWurzelnWurzelinteressanter BaumTürgriffMöveSonnenuntergangUnkraut zupfen

 

18Mai
2025

Vancouver und neue Woofing Stelle in Powell River

Sonntag 11.05. bin ich etwas müde von der Kneipentour gewesen, welche Samstagnacht war, ich habe dennoch um 10.00 Uhr die geführte Stadtführung vom Hostel aus mitgemacht. Wir haben uns in einer Gruppengröße von zirka 15 Leuten die Neustadt (New Town) 2 Stunden angeschaut. In New Town gibt es sehr viele Hochhäuser / verglaste Gebäude. 

Mittags hab ich den beiden Franzosen und einem Kanadier gesagt, dass ich mich nochmal 1,5 Std hinlege und nochmal ruhe. Später haben wir uns zu viert in einem Sushi - Restaurant wieder getroffen. Für 15$ hat man ein rießigen Teller bekommen, was sehr lecker war. Dann sind wir mit dem Bus Richtung "Stanley Park" gefahren. Der "Stanley Park" ist der bekannteste Park in Vancouver. Man findet dort neben vielen Grünflächen, ein Freibad, einen kleinen Strand, ein Aquarium und eine Promenade direkt am Wasser, wo man sowohl spazieren, als auch super Fahrrad fahren kann.

Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen und haben die Halbinsel so erkundet. Es hat viel Spaß gemacht, insgesamt waren es glaube 8 Kilometer, nur geradeaus, keine Steigungen. Für 1 Stunde hat man 9$ gezahlt, wir waren 2 Stunden unterwegs. Danach sind wir wieder in die Stadt gefahren, es war mittlerweile abends. Wir waren nochmal im Hafen, wo gerade ein rießiges Kreuzfahrtschiff im Pier war. Sehr beeindruckend, wie groß so ein Schiff ist.

Montag war ein super Tag, von früh bis abends! Ich habe früh im Hostel mit meinem Kumpel aus Frankreich gefrühstückt. Larson ist schon 57 Jahre alt, sieht aber aus wie 40, ist vom Charakter auch jung geblieben und ist aus Paris. Wir haben uns in eine Wanderung eingetragen, welche vom Hostel aus 11:30 Uhr gestartetet ist. Die Fahrt mit Bus und Fähre war recht lange (2 Stunden bis zum Ausgangspunkt). Die Wanderung war nur 2,9 Kilometer bis zum Gipfel, aber es ging permanent bergauf und war ziemlich anstrengend. Unzählige Treppenstufen, ich glaube 2 Stunden haben wir gebraucht.

Wir waren ungefähr 10 Personen. Oben lag sogar noch Schnee und in der Wintersaison ist es auch ein Skigebiet. Man hatte einen tollen Blick ins Tal nach Vancouver. Runter mussten wir nicht wandern, sondern sind mit einer Seilbahn gefahren. Auf dem Gipfel war noch ein Bärengehege, wo zwei Bären drinen waren. Unten angekommen, sind wir wieder Richtung Hostel gefahren und sind in ein Restaurant eingekehrt. Es gab Burger und ein kühles Bier. Abends war noch ein Teil von der Gruppe am Stadtstrand, wir haben ein paar Bier getrunken und den Sonnenuntergang angeschaut. 

Dienstag habe ich ab 9.30 Uhr wieder eine Tour vom Hostel aus gemacht. Wir waren 18 Leute und haben den "Lynn Canyon" besucht. Es war eine 2 Stündige Wanderung durch den "Regenwald". In Vancouver regnet es wirklich oft, dadurch ist alles grün hier. Es war keine anstrengende Wanderung, sehr angenehm. Es ging über eine Hängebrücke über den Canyon entlang. Viele Menschen  sind hier durch Unfälle gestorben (über 40), da sie von Klippen gesprungen sind, Badeunfälle.

Abends haben wir vom Hostel aus eine Fahrradtour gemacht. Wir waren 17 Leute und haben den "Stanly Park" umrundet. In der Mitte war an einem Strand eine große Gruppe an Trommler, die gute Stimmung gemacht haben. Wir sind dort eine Stunde geblieben, dann zurück geradelt. 

Mittwoch ware ich mit Larson (Franzose), einem Mädchen aus Nepal und einem Holländer wieder Sushi essen. Ansonsten hab ich mich mal bisschen ausgeruht, soviele Touren und Aktivitäten jeden Tag. Abends habe ich mich noch bisschen sportlich betätigt und war mit einer Gruppe Beachvolleyball spielen. Danach war noch Strandkaraoke.

Donnerstag war Abreise aus Vancouver, ich bleibe aber in der Region Rund um der Stadt, reise nach "Powell River" in den Norden. Powell River ist eine Kleinstadt am Wasser. Um da nachmittags anzukommen, musste ich zeitig aufstehen (7.00 Uhr) und 1h mit dem Bus zur Fähre fahren, dort übersetzen nach Vancouver Island, dann wieder mit dem Bus fahren und wieder die Fähre nehmen, bisschen umständlich, aber naja.

Ich bin jetzt 6 Wochen bei Diana. Sie ist zirka 80 Jahre alt, aber super fit und ist ursprünglich aus China, lebt aber schon 30 Jahre in Kanada. Sie hat einen wunderschönen, verwinkelten Garten mit sehr vielen Details und Liebe kreiert. Auf dem Grundstück gibt es verschiedene kleine Häuser, ich wohne im "Meditationshaus". Was ich hier erlebe und zutun habe, schreibe ich in den nächsten Eintrag, da dieser schon sehr lang ist...

Hochhaus in Downtowndampfende UhrHochhausWohnhäuser VancouverCybertruck von TeslaSushi RestaurantLarson und Quintin aus FrankreichHafengemietetes FahrradBrücke in VancouverFahrradfahrenStrand im Stanley ParkStadtzentrum VancouverKreuzfahrtschiff im HafenOberleitungsbusseVW BulliFahrradtour im Stanley Parkwandern am Grouse Mountainwandern am Grouse Mountainimmer bergaufschöne Natur Rund um VancouverBlick vom GipfelGrouse MountainSchnee auf dem Gipfelsiehst du den Bären?die WandergruppeBergseilbahnSonnenuntergang am StrandBrücke in Vancouver bei Nachtwandern im RegenwaldFlusstolle Natur am Lynn CanyonFluss am Lynn CanyonLynn CanyonVancouverTrommler am StrandFahrradtour Gruppe vom Hostelrießiger Stadtstrand mit VolleyballfeldernFähreMeditationshaus / mein Gartenhaus

11Mai
2025

letzte Woche auf der Farm in "Grande Prairie" und Anreise nach "Vancouver"

Vorab: Ich hatte 4 tolle Wochen auf der "Homestead" Farm in "Grande Prairie". Das Essen war immer sehr lecker und frisch, die Familie war nett, die Arbeit war abwechslungsreich und ich war zum erstenmal auf einer Farm, wo vorallem Tiere im Mittelpunkt sind. Das hat schon größtenteils gepasst, nur mit der einen Mitarbeiterin habe ich mich schwer getan, aber man kann nicht immer mit jedem klar kommen, so ist es ja im normalen Leben auch.

Die Farm war nicht die letzte, ich werde noch auf weitere gehen. Zur Begründung: Wenn ich einen Job annehme, muss ich die Unterkunft und Verpflegung selber bezahlen, wir sprechen von einem monatlichen Betrag von 1.600€ bis 2.000€ Fixkosten...soviel verdient man teilweise gar nicht. Außerdem lebe ich auf den Farmen gut, bekomme gutes Essen und wie zuletzt auf der Farm in "Grande Prairie" nach einem anstrengenden Arbeitstag auch mal ein kühles Bier vom Fass.

Meine letzte Woche stand im Zeichen des Holz. Ich habe umgefallene Bäume gesägt (mit der Kettensäge), Holz gespalten und gestapelt. Vormittags habe ich Eier gewaschen, geprüft, gestempelt und verpackt. Ebenfalls habe ich Pflanzbehälter gewaschen und Erdwürfel gepresst. An meinem letzten Arbeitstag (Donnerstag 08.05.) ging es lange, da Donovan und Lisa die Hühnerhäuser versetzen wollten, dass hat über 2 Stunden gedauert und so hatte ich erst kurz vor 20 Uhr Feierabend. Abends haben alle Woofer bei den beiden gegessen, es gab leckere Steaks vom Rind.

Freitag war für mich der Aufbruch angesagt. Ich bin Mittags nach Vancouver geflogen (über Edmonton). Donovan hat mich zum Flughafen gefahren. Im ersten Flug war die Maschine nur halb voll oder noch weniger, der zweite Flug (Edmonton - Vancouver) war voll. Gegen 16 Uhr war ich im Hostel angekommen.

Samstag habe ich ab 12 Uhr mittags eine geführte Tour vom Hostel aus gemacht. Es ging in ein bestimmtes Viertel von Vancouver. Wir waren zu viert, der Tourguide war aus Hongkong und zwei Franzosen mit den ich mich super verstanden habe. Franzosen sind so lustig und immer gut gelaunt, so habe ich sie auch in Australien kennengelernt. Wir waren auf Märkten, haben den Hafen gesehen, die Altstadt und Neustadt. Vancouver ist zwar eines der teuersten Städte der Welt, dass merkt man auch am Hostelpreis (45€ pro Nacht), aber echt schön, überall ist Wasser, es ist grün und die Leute sind freundlich. Abends sind wir zur "Kneipennacht" gegangen, es geht in verschiedene Bars, organisiert vom Hostel. 

540 gewaschene EierHolzspaltergestapeltes Holzder Hahn ist der BossHühnerhaus versetzenleckere SteaksMuscheln am PierVancouver/BrückeMarktMarktMarktMarktschwimmende HäuserHafennew Town / NeustadtHafenBullenreiten in der ersten Bar

04Mai
2025

das Landleben

Letzten Sonntag war nur relaxen angesagt, der einzige Tag, wo ich frei habe. Ich komme so auf 44 bis 48 Stunden die Woche (Montag - Samstag). Aber es macht Spaß und ich lerne viel dazu. Sonntag war ich abends nur mal ne Runde spazieren, ansonsten habe ich Dokumentationen und Filme geschaut. 

Montag war mein Arbeitstag sehr überschaubar, 3 Stunden Eier waschen, prüfen, verpacken, stempeln und eingelagern. Es dauerte so lange, da es die Eier von 2,5 Tagen waren (vom Wochenende), insgesamt 600 Eier. Dann 1 h um die Hühner gekümmert (morgens, mittags, abends) und 4 Stunden in der Garage Pappe zerschnitten und geschreddert. Die geschredderte Pappe bekommen die Hühner.

Der Dienstag war ähnlich wie der Vortag, Eier und Schreddern. Nachmittags habe ich die Felder von Müll beräumt, einen Pflug von Stricken befreit und das war es auch. Mittwoch habe ich bisschen auf dem Feld gearbeitet, Erde mit dem Rechen breit getragen. Außerdem habe ich am Hühnerhaus einiges gemacht, da die 3 Häuser die nächsten Tage versetzt werden. Unter anderem habe ich Ösen befestigt, die Stromkabel eingerollt und Holzklötze gestapelt.

Donnerstag 01.05. habe ich Pflanzbehälter gewaschen und nachmittags mit der Kettensäge angefangen umgestürzte Bäume zu bearbeiten. Der Biber ist hier sehr aktiv und hat viele Bäume zum umfallen gebracht. Donovan wollte, dass ich bevor ich mit der Kettensäge arbeite, ein Video (Sicherheitsvideo) von einer halben Stunde anschaue. Er hat mich auch gut eingewiesen und Sicherheitskleidung gegeben. Abends hat mir ein französisches Mädchen die Haare geschnitten, sie sind wieder kurz. Ebenfalls abends gucken wir gelegentlich Eishockey über dem Beamer. Freitag und Samstag habe ich wieder im Waldstück mit der Kettensäge gearbeitet. Es waren Freitag Nachmittag 26 Grad plus, sofort habe ich mir auf den Unterarmen einen Sonnenbrand geholt. 

Donovan und Lisa sind echt gute Gastgeber. Nur Dinge pflegen, darauf legt man auf der Farm wenig Wert. Oft werden Müllecken von einer Ecke in die andere geräumt. Ich denke mal hier stehen 10 kaputte Autos rum, 3 Schulbusse, gefühlt 10 Traktoren und ein Mähdrescher, wovon sicher nur die wenigsten fahren. Die Arbeit mit Tieren fordert viel Zeit und oft werden andere Dinge nur flüchtig bearbeitet. Außerdem haben sie 3 kleine Kinder, aber Donovans Mutter kümmert sich oft um sie.

Ich bin jetzt schon 3 Wochen hier und es hat nicht einmal geregnet, Mitte April hat es zwar geschneit, aber Regen fiel nicht. Lisa meint, dass ist seit 5 Jahren so und es ist sehr schlecht.

Legehennegeschredderte Pappe für die Hühnereines von vielen stillgelegten Autos auf der FarmPflug mit verhedderten StrickenFeldarbeitÖsen mit dem Akkuschrauber befestigenKückenda war der Biber am Werkviele umgefallene Bäumekleiner Haufeneinige Traktorenneue FrisurSchweine von Donovans Vater

27April
2025

"Homestead Farm"

"Homestead Farm", so heißt offiziell die Farm der Familie. Am Ostersonntag gab es ein Festessen Abends. Die Familienmitglieder, Freunde der Familie und alle Mitarbeiter (Woofer) waren zum Truthahn essen eingeladen. Es gab neben Truthahn, Salat, Kartoffeln, verschiedenes Gemüse und Dessert. Das Essen war klasse! Alle saßen an einer großen Tafel. Am Nachmittag hatten wir meinen Container aufgeräumt, gesaugt, gewischt und geputzt, da Tili, ein 24-jähriges Mädchen ein halbes Jahr auf der Farm wohnt und eine Art Ausbildung macht. Sie wohnt in dem anderen Teil des Containers. Sie hat es gut, sie bekommt 20$ die Stunde, auch Thomas aus Belgien und Katja aus Kanada werden bezahlt. Perfekter Job würde ich sagen, da man hier kein Geld braucht und alles sparen kann...

Montag 21.04. haben wir angefangen aus einer Garage ein Kücken Gehege zu bauen, da Donnerstag eine Lieferung von 1.000 Kücken kommt. Wir haben eine Holzwand eingezogen, ein wenig gedämmt, Heizer aufgehängt, mit Pappe die Ritzen zu getackert, Wasserbehälter aufgestellt usw.

Nachmittags habe ich mit Tili angefangen den Knoblauch vom Winterschlaf zu erlösen. Dafür muss man vorsichtig mit einer Heugabel das Heu vom Erdhügel enfernen, da darunter sich der Knoblauch befindet. Nicht meine Lieblingsaufgabe, aber naja. Außerdem habe ich an dem Tag Pallets Säcke in ein Schuben gestapelt.

Dienstag 22.04. war Mittags der Metzger da. Zwei Büffel wurden erschossen und vor Ort grob zerlegt. Wir konnten dem Fachmann über die Schulter schauen. Später haben wir zu viert den Knoblauch weiter gemacht.

Mittwoch haben Katja, Tili und ich Gewichte befüllt. Und zwar sind das Plastikbeutel, in die Steine gefüllt werden. Diese Gewichte brauchen wir, um die Plastikplanen auf den Feldern zu verstärken. Wir legen die Beutel auf die Plane, als Gewicht, damit sie nicht vom Wind weggeweht wird. Abends waren alle Woofer und ich mit Donovan und den Kids beim Eishockey. Die "Grand Prairie Storms" haben gegen Calgary gespielt, es war ein Finale, leider haben die Storms verloren. Donovan hat uns eingeladen, wir mussten nichts für das Ticket bezahlen. 

Donnertag 24.04. habe ich Nachmittags Pflanzbehälter gesäubert und Gewichte vom Feld verlagert. Und die Kücken sind früh angekommen (1.000), wir haben sie aus den Behältern genommen und sie in ein Trinkgefäss getunkt, damit sie lernen, wie man davon trinkt. Freitag habe ich geholfen den Transporter zu beladen, mit Kartoffeln, Salat, Fleisch, Möhren und noch mehr, da ja Freitag und Samstag immer Markt in "Grande Prairie" ist und Donovan und Lisa dort ihre Waren verkaufen. Alles muss verpackt, in Kisten geladen und verladen werden. Dann habe ich mit Tili die dicken Planen von den Hühnerställen genommen, da es langsam Frühling wird. Außerdem habe ich mit einem kleinen Transporter Gewichte verladen und wo anders hingebracht und ich habe Pflanzwürfel wieder produziert. Samstag musste ich nur bis Mittag arbeiten, ich habe in der Garage Pappe geschreddert und eine Plane am Hühnerhaus befestigt. Abends gab es Schnitzel mit selbstgemachten Pommes. 

TeichTruthahnalle beisammenleckerWassertruckFeld mit Heu bedecktaufgedecktKnoblauchBüffelsoweit fertigab in die MetzgereiGewicht für die PlanenEishockeyKückenTransportfahrzeugalter SchulbusCoco

20April
2025

Farmalltag

Letzten Sonntag 13.04.2025 haben wir (alle Woofer / Backpacker) gegrillt. Es gab vom Hof Schweinewürstchen, Salat und Burger Patties. 

Montag begann die neue Arbeitswoche um 8.30 Uhr. Der Morgen und Vormittag ist eigentlich immer gleich auf dem Hof. Als erstes werden die Hühner gemacht. Eier einsammeln, Legeplätze gesäubert und mit neuen Holzspänen füllen, eventuell das Wasserfass auffüllen und Futter verteilen. 

Danach gehen wir zu "Ambres", die Milchkuh und melken. Den restlichen Vormittag bin ich mit Eier säubern, prüfen, stempeln und verpacken beschäftigt. Zum Schluss kommen sie ins Kühlhaus. Das ist jeden Tag.

Montag haben wir nachmittags provisorisch Zäune gespannt, da wir Kühe in ein anderes Feld getrieben haben. Kühe weichen einem generell, sobald man auf sie zuläuft. Es ist gar nicht so einfach eine Herde zu treiben. Abends gab es Steak, Kartoffelecken und Salat.

Dienstag habe ich ab Mittag Pflanzwürfel gestempelt, (aus Erde und Wasser), es muss eine schöne Pampe sein, dazu hat man ein bestimmtes Gerät mit dem man Stempeln kann. Die Pflanzwürfel dienen der Bepflanzung. Außerdem habe ich Heuballen vom Netz getrennt, damit die Kühe ungestört fressen können.

Wer übrigens Follower braucht, muss früh nur in das Gehege von Hühnern gehen, die folgen einem sofort...

Mittwoch habe ich nach dem Mittag weiter Pflanzwürfel produziert und später Salat verpackt, vier verschiedene Salatsorten kommen in einen Plastikbehälter. Es hat Spaß gemacht, es muss genau 120g rauskommen. Abends haben wir selber Pommes gemacht und dazu gab es Burger. Fast alles was wir hier essen, ist von der Farm, frisch und lecker. 

Donnerstag habe ich nach dem Mittag Müll gesammelt, Pflanzschalen gesäubert und den Kühen mit einem Truck, der ein Wasserbehälter hinten drauf hat, Wasser gebracht. Gegen 17 Uhr mach ich immer die letzte Hühnerrunde und da habe ich 3 tote gefunden. Diese habe ich nächsten Tag auf dem Kompost vergraben. Nachts konnte man die Nordlichter sehen über der Farm, ich habe leider schon geschlafen, aber Katja hat ein Bild geschossen, also was ihr in der Galerie seht, ist nicht von mir.

Karfreitag war ich den ganzen Tag mit Donovan beschäftigt junge Kühe von einem Gehege in ein anderes Feld zu schaffen. Dafür haben wir einen Truck mit Anhänger benutzt. In den Anhänger passen zirka 10 Kühe. Es war schwer die Kühe in den Anhänger zutreiben. Kühe sind sehr spur. Wir mussten 5x fahren, bei der zweiten Fahrt ist uns ein Fehler unterlaufen, wir haben die Tür vom Anhänger nicht richtig verriegelt und die Kühe sind aus dem Anhänger gesprungen (während der Fahrt). Wir konnten die Kühe zusammen treiben und ins Gehege bringen. Eine Kuh hat sich leider verletzt, eventuell wird sie eingeschläfert. Donovan hat sich sehr geärgert, da eine Kuh 3.000$ wert ist. Abends hab ich noch den Wassertruck genommen und den Kühen Wasser gebracht. Der Tag war sehr lang (8.30 -19.00 Uhr), aber es hat Spaß gemacht.

Ostersamstag habe ich mittags bisschen die Garage aufgeräumt und den Hänger sauber gemacht. Die Kuh, die sich verletzt hat, wurde erschossen und vom Metzger abgeholt. Donovan und Lisa haben Samstag Abend ein großes Event geplant, sie laden 70 Leute (Nachbarn und Leute aus der Stadt) zum Essen ein. Für ein Essen muss man 100$ einplanen. Sie machen das in einem Lokal. Ein Koch ist angestellt, der alle Essen zubereitet und alle Zutaten kommen von der Farm. 3 Woofer helfen beim Kellnern, ich bin auf der Farm geblieben. 

 

Kalbglückliche KühePflanzwürfelPflanzwürfel herstellenSalatFamilienhausSchneemobilSalat abpackenSalatstationgeiler OfenNordlichter über der FarmGang zum Hängerwieder freiBulleSonnenuntergangder kleinste der Familie / 4 Monate

13April
2025

Edmonton / Grande Prairie - Woofing

Am Sonntag war mein erster voller Tag in Edmonton und ich war im "World Waterpark" einem Erlebnisbad. Es war eher ein Vergnügungspark, da es zirka 20 Rutschen gab, mit Reifen und ohne. Eintritt war 67$ (43€), dann kamen nochmal 10€ für ein Schließfach dazu. Schade fande ich das man für die Reifen nochmal extra zahlen musste, ich bin ohne gerutscht. Da waren echt krasse Rutschen dabei... Das große Wasserbecken war auch besonders, da dort künstlich Wellen erzeugt wurden. Nach 4 Stunden hatte ich aber dann genug, ich war sehr viel rutschen und hatte wirklich Spaß. Abends war ich mit einem Deutschen und einem Kanadier in einer Karaoke Bar. Ich hab nicht gesungen, besser für die anderen. 

Nächsten Tag war das Highlight das Essen. Ich habe ein cooles Lokal in der Nähe vom Hostel gefunden, welches echt gutes Essen zubereitet. Ich hatte Reis mit Bohnen, Hühnchen und Salat. Ansonsten ist nichts weiter passiert.

Ich finde es immer seltsam und erstaunlich, dass in Ländern wie Kanada es augenscheinlich mehr Holzhäuser gibt, als Steinhäuser. Gerade weil die Winter ja so lang und kalt sind...

Nächsten Tag, Mittwoch, habe ich mir im Walmarkt Arbeitsschuhe gekauft. Da bekommst du echt alles, rießen große und üppige Auswahl! Das Gute im Hostel die letzten Tage war, ich war allein im Zimmer. Man muss aber dazu sagen, dass ich ein 2 Personen Zimmer genommen habe, was bisschen teurer ist. 

Donnerstag Nacht um 23.30 Uhr habe ich Edmonton verlassen und bin nach "Grande Prairie" mit dem Nachtbus gefahren. Um 4.50 Uhr kam ich an. Irgendwie habe ich bei der Bestellung des Bustickets einen Fehler gemacht, deswegen die komischen Zeiten, es war nicht meine Absicht nachts zu fahren. Es ist immer noch der Bezirk "Alberta", nahe der Grenze "Britsch-Kolumbien". Mit zwei Mädels aus Frankreich wartete ich morgens um 5 auf Jeffry, der uns abgeholt hat.

Und was ich dort eigentlich mache, verrate ich euch jetzt: Ich werde die nächsten 4 Wochen bei einer kanadischen Familie wohnen und zwar über das Portal "Woofing". Ich habe eine sehr sympatische Familie mit 3 kleinen Kindern gefunden, die mir eine kostenlose Unterkunft geben und darüber hinaus noch tägliche Mahlzeiten zukommen lassen. Was ich machen muss: 5 Stunden täglich auf ihrer Farm arbeiten. So sparre ich Geld, kann in Ruhe nach einem richtigen Job suchen und lerne noch viel dazu, nämlich auf der Farm.

Wir mussten von "Grande Prairie" noch 1 Stunde mit dem Auto zur Farm fahren. Erschöpft lag ich gegen halb 7 morgens im Bett. Donavan, der ungefähr mein Alter hat, hat mich mittags zum Essen geweckt. Donavan und Lisa sind mit Donavans Vater Jeffry die Besitzer der Farm. Donavan und Lisa sind meine Ansprechpartner und sie haben 3 kleine Jungs (1 / 4 / 6). Die Farm ist rießig, obwohl Lisa zu mir sagte, für Kanada ist sie klein.

Ich wohne in einem Container, hier stehen einige rum. Wenn man in das Haus von Lisa und Donavan kommt, wird man erstmal von der Unordnung halb erschlagen...ich kenn das ja teilweise von anderen Farmen in Neuseeland und Australien, aber schon krass. Glaub das findet man in Deutschland nur bei wenigen Familien, so ein Chaos. Auch auf dem Grundstück oder besser "rießigen Land" sieht es teilweise müllig aus. Es stehen viele alte Autos rum, gefühlt 10 Traktoren, drei alte Schulbusse, viele Container und einiges mehr. Naja nach einem Tag hat man sich daran gewöhnt.

Nach dem Mittagessen (Chilli con Carne) war super lecker, gab es auch abends nochmal, zeigte mir Donavan die Kühe auf der Farm. Die Familie hat zirka 100 Kühe. Die werden über das Jahr verteilt nach und nach geschlachtet. 5.000$ bringt das Fleisch für eine Kuh ein und wenn ich es richtig verstanden habe, werden 30 im Jahr geschlachtet. Nur von einer Kuh nehmen sie Milch, daraus wird Käse produziert, Joghurt und die reine Milch. Dann hat Donavans Vater 300 Schweine und zusammen haben sie 300 Hühner. Die Produkte werden auf Wochenmärkte verkauft (Eier, Kräuter, Karoffeln, Möhren ect.) oder an Supermärkte.

Bei Donavans Vater sind auch andere Wwoofer (Rucksacktouristen), insgesamt sind wir glaube 7 junge Menschen, die auf der Farm helfen. Arbeitszeit sind nicht 5 Stunden, sondern 8. Sonntag ist Ruhetag. Abends habe ich noch Eier gewaschen, kontrolliert, verpackt und ins Kühlhaus gebracht. Der erste Tag hat mir super gefallen und abends haben wir noch ein Feuer zum Ausklang gemacht.

Am Freitag 11.04.2025 bin ich 8:00 Uhr aufgestanden und 8:30 Uhr rüber ins Haus der Familie gegangen. Als erstes werden früh die Hühner versorgt, Eier eingesammelt, Wasser aufgefüllt und wir haben Schweine Herzen und Schweine Leber verteilt, dass lieben die Hühner. Dann haben wir ein totes Huhn auf dem Kompost begraben und sind anschließend zu der Milchkuh (es gibt nur eine) gefahren. Dort habe ich zum ersten mal eine Kuh gemolken. Nicht so schnell wie Donavan, aber ich hab mein bestes gegeben. Anschließend haben wir die anderen Kühe begutachtet und haben geprüft, ob alles ok ist. Gegen Mittag ist Donavan und Lisa auf den Wochenmarkt gefahren, vorher haben wir alle Produkte, die Verkauft werden, in den Minibus geladen. Nachmittags habe ich Pflanzkübel gereinigt und habe eine Hühnerrunde gemacht (Eier einsammeln).

Abends waren wir in der Stadt beim Rodeo. Man muss sich eine Halle bzw Arena vorstellen, alle haben Cowboy Hüte auf und die Reiter sitzen auf wilden Pferden, Bullen oder Kühen und versuchen zirka 15 Sekunden auf den Tieren zu sitzen. Es ist ziemlich wild und macht Spaß zu zugucken. Das ganze ging 4 Stunden, 24 Uhr waren wir zurück auf der Farm. Man muss schon sagen, die Kanadier sind sehr stolz auf Ihr Land, es kommt fast überall die Nationalhymne und Traditionen werden auch gepflegt.

Gestern am Samstag musste ich nur einen halben Tag arbeiten, bis 13 Uhr. Heute hab ich frei und kann ausschlafen. Die Arbeit am Samstag war ähnlich wie am Vortag. Früh die Hühner machen (Eier einsammeln, Füttern, Wasser nachfüllen, die Kuh melken, Pflanzkübel reinigen und Eier reinigen, kontrollieren, verpacken und stempeln). Es macht viel Spaß. Früh hat es geschneit, nachmittags war super sonniges Wetter.

Lisa und Donavan ziehen ihre drei Kinder auf der Farm groß. Sie besuchen weder einen Kindergarten, noch später eine Schule. Sie hat mir das am Samstag erklärt. In Kanada ist sowas möglich.

 

World WaterparkRutschenWoofing FamilieEier reinigenEier verpackendas Haus der Familiemein ContainerHühner und Ichdie KüheSchildkrötePflanzkübel reinigenKuh melkendie Familie

 

06April
2025

Lake Louis / Jasper / Edmonton

Am Sonntag morgen (30.03.) habe ich "Banff" nach 5 Tagen verlassen und bin mit dem Bus eine Stunde nördlicher die Rocky Mountains hoch gefahren, nach "Lake Louis". Das Hostel in "Lake Louis" ist sehr sauber, es hat eine Sauna, schöne Gemeinschaftsräume und was ich noch nie in einem Hostel hatte, ein Restaurant. Ich habe an dem Tag nicht viel gemacht, hab gechillt. 

Soviel kann man hier anscheinend auch nicht machen, wenn man kein Ski oder Snowboard fährt. Dennoch bin ich 7,8 Kilometer wandern gewesen am Montag. Durch schön verschneites Gelände ging es nochmal zum "Lake Louis". Ich war zwar letzte Woche dort schon, aber ich wollte bei sonnigen Wetter mich aktiv betätigen. Ich bin ungefähr bis zur Mitte des vereisten und schneebedeckten See gelaufen, viele Menschen waren dort. Abends war ich noch einkaufen. Ich habe das Gefühl Kanada ist nochmal teurer als Australien, was Lebensmittel angeht. Gut die Inflation macht auch um Kanada keinen Bogen, aber ne einfache Packung Schinken oder Käse 10$...über 6€. Das Geld gleitet nur so durch deine Finger. Was neu ist und Ihr vielleicht durch die Medien mitbekommen habt, kanadische Produkte werden ab sofort in Einkaufsläden mit speziellen kanadischen Flaggen markiert, damit mehr kanadische Produkte gekauft werden, dass liegt an den Zöllen von Donald Trump.

Dienstag war nur Wäsche waschen im Hostel angesagt, musste auch mal sein nach 1 Monat auf Reisen. Abends habe ich eine Bewerbung an ein Marmorwerk geschickt, welche in Vancouver sind. Mal schauen.

Am nächsten Tag war Abreise aus "Lake Louis". Ich bin nachmittags los, stand an der falschen Bushaltestelle, da ich zwei Standorte zugesendet bekommen habe, aber zum Glück hat der Busfahrer eines Kleinbusses mich angerufen und ich konnte den Trip von "Lake Louis" nach "Jasper" angehen. 3 Stunden fuhr der Bus und es war eine sehr schöne Fahrt in den Rocky Mountains. Überall waren Berge und Gipfel zu sehen, super. Angekommen in Jasper, bin ich nach dem Einchecken, in die Kneipe neben dem Hostel gegangen, da fing gerade ein Quizabend an. Ich hab nur zugehört, da mein Englisch nicht tauglich für ein Quiz ist. 

Nächsten Tag Donnerstag 03.04.25 war ich irgendwie etwas antriebslos und faul und habe nicht viel gemacht, kommt auch mal vor. Abends war ich wenigstens noch 1 Stunde in "Jasper" spazieren. Man bekommt in Jasper fast das Gefühl Weichnachten steht vor der Tür, überall sind Lichterketten, keine Ahnung warum... Leider sind in der Gegend die besten Touren bis Mitte Mai ausgebucht. Mich hätte die Wildtierbeobachtung interessiert und die Gletschertour, leider wird das nichts, da es keine freien Plätze gibt. 

Freitag war ich wieder ausgeschlafen am Start und bin 8.30 Uhr aufgestanden. Nach einem kurzen Frühstück (Kelloggs) ging eine mehrstündige Wanderung los. Insgesamt bin ich 14 Kilometer gelaufen  an diesem Tag. Ziel war die Bergseilbahn von Jasper. Diesmal habe ich die 75$ gezahlt (50€) und bin bis zur Bergstation hochgefahren. Das Wetter war traumhaft, klarer Himmel, Sonnenschein bei 10 Grad. Oben von der Bergstation ging noch ein Weg zum Gipfel (Mount Whistler), ich habe es paar Meter versucht, aber mir war das zuviel Schnee. Und so habe ich das Panoramarestaurant für ein Kaffee besucht. Klasse Aussichten. Nach einer Stunde ging es wieder ins Tal. Der Wanderweg lief eigentlich nur an der Straße lang, was nicht optimal war, aber es kann ja nicht immer alles super sein. 14 Uhr war ich wieder am Hostel und freute mich über eine Dusche und einem Bier. Den Rest des Tages habe ich relaxt, es gibt zwar in der Nähe ein Planetarium was mich interessieren würde, aber 82$  (60€) sind mir zuviel um mit einem Teleskop in die Sterne zu gucken. Ich habe abends zum 1. Mal einen Podcast angehört,  fand es gut, gab es bei Youtube: Markus Lanz und Precht: aktuelle Themen rund um die Zölle und der Welt. 

Samstag musste ich schon 6.00 Uhr aufstehen, da mein Bus nach Edmonton um 7.00 Uhr fuhr. Fast 5 Stunden dauerte die Fahrt. Und in Edmonton angekommen musste man nochmals 45 Minuten mit dem Bus fahren. Glücklich war ich dann, als ich im Hostel war. Es ist gut, ruhig gelegen, sauber und hat verschiedene Aufenthaltsräume. Hier bin ich jetzt 4 Tage. Nachmittags war wieder schönstes Wetter, klarer Himmel und Sonnenschein, ich bin zum botanischen Garten gelaufen. 15$ Eintritt (10€) ich fande es sehr schön.

Auf einigen Bildern könnt Ihr erkennen, das letztes Jahr im Juni ein schwerer Waldbrand im Jasper Nationalpark war, die Wälder wirken sehr tot. 

Hostel Lake LouisLake LouisLake LouisLake LouisViehscher am Straßenrandzugefrorener Wasserfallunterwegs nach JasperJasperJasperJasperJasperWanderung JasperJasperJasperBergseilbahnBerg JasperBlick ins TalBlockhütteEdmontonEdmontonIch

 

30März
2025

Canmore und Banff

Am Sonntag 23.03.2025 bin ich wandern gewesen in der Umgebung von "Canmore". Insgesamt war ich 13,5 Kilometer im verschneiten Gelände der Rocky Mountains unterwegs. Teilweise waren die Wege ziemlich glatt und verschneit. Es ist ein überragendes Gefühl, wenn du um dich schaust und nur Berge siehst! Dieses Gefühl hatte ich bisher nur 3x, in den Berchtesgardner Alpen bei Hüttentouren, in Montenegro und Tasmanien.

Am Montag 24.03.2025 war ich am Fluss in Canmore nachmittags 2 Stunden spazieren. Abends habe ich meine weitere Reise geplant, Hostels gebucht + Busverbindungen heraus gesucht und an meiner Zukunft in Kanada getüftelt.

Am Dienstag 25.03.2025 bin ich mit der öffentlichen Buslinie 3 von Canmore nach Banff gefahren. Insgesamt 25 Kilometer nördlich. Ich bin Mittags angekommen und habe mich erstmal in einen Cafe gesetzt, da man erst um 15 Uhr ins Hostel einchecken kann. Das Hostel ist das beste, wo ich bisher war in Kanada. Leider ist das "Leben" in Hostels in Kanada auf Dauer unbezahlbar...36€ bezahle ich hier, auf 31 Tage hochgerechnet sind das 1.116€ im Monat! Davon konnte ich in Pillnitz (Dresden) 2x Miete bezahlen und hatte 50qm / 2 Raum für mich alleine. Hier wohnt man mit 8 anderen Mädchen und Jungs in einem Zimmer! Ich bin übrigens fast immer der älteste, manche  sind 18 / 19, viele Mitte 20. Naja lässt sich nicht ändern.

Am Mittwoch 26.03.2025 bin ich mittags spazieren gegangen, was am Ende eine kleine Wanderung wurde. Es ging ein Weg am teilweise vereisten Fluss entlang, Richtung der Bergseilbahn von Banff. Ich hatte mir im vornherein gesagt, wenn es 20€ kostet fahr ich hoch, obwohl der Berg auch von Nebel und Wolken umschlungen war. Als ich dann den Preis sah: 75$ / 50€ war mir klar, da fahr ich jetzt nicht hoch. Bin ja auch schon oft mit Bergbahnen / Seilbahnen gefahren.

Am Donnerstag habe ich mich entschieden eine geführte Tour in einem Minibus zu machen. Der Fahrer, ein Inder, hat mich kurz vor 10 Uhr in Banff eingesammelt. Die Gruppe war sehr gemischt, zirka 12 Leute, viele Asiaten dabei. Allgemein denkt man an einigen Spots, man ist in Asien...sehr viele von denen unterwegs. Die Tour ging 7,5 Stunden und kostete 70€. Als erstes haben wir den "Johnston Canyon" gemacht, eine 2 Stündige Wanderung. Als Highlights kam man an gefrorene Wasserfälle. Sehr geil. Dann ging es zum "Emerald Lake", "Lake Louis" und an den Banff Schriftzug. Zwischendurch waren wir Mittagessen. Im Sommer sollen die Seen "Lakes" schöner sein, aktuell sind sie nur eine gefrorene und schneebedeckte Schicht. Ich fand den Tag trotzdem super, das Wetter war aber sehr wechselhaft mit Schnee und Regen. 

Am Freitag bin ich nachmittags mit dem Bus zu den "Hot Springs Banff" gefahren. Die "Hot Springs" sind heiße, dampfende Wasserbecken, die im freien sind. Sehr warm und länger als eine Stunde habe ich es nicht ausgehalten (17$ Eintritt / 10€).

Am Samstag 29.03. bin ich zu einer Höhle gewandert, der Eintritt kam 9$ (5,80€). War nett, nicht überragend, aber ok. Die letzten zwei Tage hat es ziemlich doll geschneit in Banff und die Umgebung hat sich in ein "Winter Wonderland" verwandelt. Abends hat im Hostel eine Band gespielt. Ich war jetzt insgesamt 5 Nächte in Banff, ich würde gerne noch einmal im Sommer wiederkommen.

*das Bild von den "Hot Springs" ist vom Netz, nicht mein eigenes!

 

23März
2025

Calgary / Canmore - Rocky Mountains

Am Sonntag 16.03.2025 bin ich nachmittags spazieren gegangen (bei winterlichen Wetter / -2 Grad) und bin an einigen großen Gebäuden vorbei gelaufen. In der Eishockey Arena lief gerade ein Spiel, da war ich leider bisschen zu spät. In einem anderen großen Gebäude liefen viele Menschen, ich war neugierig und am Ende bin ich auf einer Messe für Autos gelandet! 20$ Eintritt / 13€, aber ich fande es super. Sehr viele tolle Autos, man konnte sich fast in jedes reinsetzen, es war wirklich gut. Die Kanadier stehen offensichtlich auf große Motoren, Geländewagen, SUVs und Pickups.

Am Montag 17.03.2025 hatte ich vormittags 11 Uhr mein erstes Vorstellungsgespräch in Kanada, bei "Tanners Stonemason" - Steinmetzfirma. Leider wurde ich vorest nicht genommen, da ich ein Auto benötige, um auf die Baustellen zu kommen. Ich sollte mich in Calgary noch einmal bei einer anderen Steinmetzfirma melden, ich wurde quasi vermittelt, in eine Schleiferei, aber da ist aktuell nichts frei. Schade, ich hätte liebend gerne bei "Tanners Stonemason" begonnen, allein wegen der Erfahrung und auch wegen dem guten Gehalt, welches sie gezahlt hätten.

Nachmittags war ich in einem Zulassungsbüro für KFZ / Führerscheine und habe die Theorie Prüfung für den Führerschein abgelegt. 30 Fragen muss man beantworten, dabei darf man 5 Fehler haben. Ich hab mein Glück versucht...leider hatte ich zu viele Fehler. Zum Hintergrund, warum ich den Führerschein in Kanada neu machen möchte: mir wurde der deutsche Führerschein in Deutschland entzogen, da ich betrunken Fahrrad gefahren bin... Nun möchte ich in Kanada den Führerschein neu machen. Der Theorie Test hat mich 10€ gekostet, ich habe aber deutlich gemerkt, dass ich mich intensiver vorbereiten muss. In Kanada ist schon manches anders.

Am Dienstag 18.03. hab ich mittags angefangen für die Theorie Führerscheinprüfung zu lernen, bis ich merkte ich muss mal raus, die Sonne schien und es drängte mich an die frische Luft. Ganz unabsichtlich lief ich am Calgary Tower (Aussichtsturm) vorbei und wollte mal schauen, was es kostet rauf zu gehen. 24$ mit dem Fahrstuhl, 10$ zu Fuß die Treppen, ich entschied mich für die Treppen. 802 Treppenstufen auf eine Höhe von 191 Meter. Das war anstrengend, sag ich euch, aber ich war trotzdem froh es so gemacht zu haben. Oben bot sich ein toller Rundumblick. Abends habe ich wieder gelernt.

Mittwoch war ich abends bei einem Eishockey Spiel in Calgary. Die "Hitmens" haben gegen die "Red Deer Rebels" gespielt. Es war ein Spiel von Jugendlichen, war aber sehr ansehlich. Die Calgary Hitmens haben 5:1 gewonnen. Die Arena war eventuell 1/4 voll, das Ticket kam 35$ (22€). 

Donnerstag habe ich mich nochmal an den Theorietest für den Führerschein gewagt. Leider wieder zu viele Fehler. Das ist aber auch komplex und schwierig. Naja ich nehm in 2 Wochen nochmal Anlauf, alle guten Dinge sind 3. Nachmittags bin ich mit der Straßenbahn in den Süden von Calgary gefahren und habe ein schönes Museum für Oldtimer besucht, haupsächlich waren es alte Trucks. Für 15$ (10€) war es super. 

Freitag 21.03. bin ich früh um 7:00 Uhr in Calgary aufgestanden und habe die Stadt verlassen, Richtung Rocky Mountains. Ich musste nach 12 Tagen einfach woanders hin. Hätte sich ein Job ergeben, wäre ich geblieben, aber das hat es nicht. Mein Ziel mit dem Flixbus war Canmore, eine schöne kleine Stadt, umgeben von schneebedeckten Bergen. Das sind die Rocky Mountains, die sich weit bis in die USA ziehen. Ich hab ein Hostel (was ziemlich schlecht ist) für 4 Nächte gebucht. Die Hinfahrt dauerte nur 1,5 Stunden, sodass ich schon halb 10 in Canmore war. Ich ging bisschen spazieren, besuchte kleine Läden und ging zum ersten Mal in Kanada ins Restaurant essen. Ich wählte den Tagestipp "Fish & Chips" und 2 Bier, 25€. Das darf ich wirklich nur selten machen! Abends war ich nochmal kurz in der Kneipe, welche im selben Gebäude, wie das Hostel ist, naja schöne Absteige, mehr auch nicht.

Samstag habe ich eine kleine Wanderung gemacht, zum "Cougar Creek", dass ist ein Flusslauf, welcher zu 50% gefroren war. Es ging immer Flussaufwärts. Ich war nur 3 Stunden unterwegs, da ich auch lange nicht mehr wandern war und es sich nachmittags zugezogen hat.

16März
2025

Im Westen nichts Neues

oder so ähnlich... Nein ganz so schlimm ist es nicht. Es gibt schon paar Neuigkeiten. Ich bin jetzt seit einer Woche in Kanada! Mein Visum gilt ganz unerwartet 2 Jahre, ich war von einem Jahr ausgegangen. Das eröffnet natürlich wieder neue Türen und man kann ganz anders planen, hat weniger Zeitdruck. Ob es am Ende 1 Jahr wird, 1,5 oder 2 Jahre werden, wird man sehen. Aufjedenfall ist Nordamerika mein 5. Kontinent wo ich war (Europa, Asien, Australien, Afrika und Nordamerika) - mir fehlt nur noch Südamerika und die Antarktis...ob ich es zur Antarktis schaffe, sei mal in den Raum geworfen, aber definitiv sehe ich mich irgendwann noch in Südamerika. 

Zuletzt war es frostig draußen, am Mittwoch 12.03. hatte es geschneit. Meine letzten Tage waren weniger spektakulär in Calgary... Ich war täglich eine kleine Runde spazieren, kurz einkaufen und habe versucht im Hostel Kontakte zu knüpfen, was mir teilweise gelungen ist. Ansonsten habe ich mir paar Filme angeschaut und entspannt.

Am Montag 17.03.2025 habe ich mein erstes Vorstellungsgespräch um 11 Uhr, eine große Steinmetzfirma. Drückt mir fest die Daumen, vielleicht klappt es auf Anhieb. Es wird zwar schwer für mich, da ich wenig Erfahrungen auf Baustellen habe, aber ich bin mal optimistisch. Außerdem habe ich 2012 zuletzt aktiv als Steinmetz gearbeitet...ich war die letzten 13 Jahre Erzieher.

Manchmal wünsche ich mir, ich würde in den 80ern reisen...alle haben elektronische Geräte heutzutage und es ist mir extrem in diesem Hostel aufgefallen, Kommunikation findet kaum statt. Ich bin da auch kein Vorbild, oder ein Scheißdreck besser, aber irgendwo ist es traurig und schade.

Ich versuche ab sofort Samstag Nacht meinen aktuellen "wöchentlichen Bericht" hoch zu laden, dann ist er Sonntag früh in Deutschland hier zu sehen.

Foto: Calgary Biblothek, architektonisch ein Meisterwerk! Die Biblothek ist ein sehr schöner und entspannter Ort, nur 3 Minuten zu Fuß vom Hostel entfernt. Dort trifft sich jung und alt, auf über 4 Etagen. Man kann Spiele spielen, relaxen, es gibt ein Kiosk, Seminarräume und jede Menge Bücher. Man hat das Gefühl, es ist ein Familienzentrum und eine Begegnungsstätte der besonderen Art.

12März
2025

Anreise nach Calgary und die ersten Tage in Kanada

Am Sonntag 09.03.2025 reiste ich von New York City - "John F. Kennedy Airport" nach Calgary, meinem ersten Ziel in Kanada. Der Flieger ging um 17 Uhr und flog über 5 Stunden nach Kanada. Man denkt eigentlich, man ist schon in der Nähe, aber ganz so ist es nicht. Im Flieger gab es keinen Bildschirm und die Fluggesellschaft hieß diesmal "West Jet". Ich habe mir einen Film auf meinem Laptop angeschaut und geschlafen. 

In Kanada angekommen musste ich durch die Kontrolle und wurde seperat in einem Raum gebracht, wo ich meinen "Work Permit Canada" erhalten habe. Das ist das Visum und die Arbeitserlaubnis. Alles ging relativ zügig und ich war glücklich, dass es doch so unproblematisch war. Ich war glaube gegen 24 Uhr im Hostel, da der Bus am Flughafen ewig nicht kam und dann noch über 1 Stunde in die Stadt fuhr. Das Hostel ist ok, die erste Nacht war ein dicker Asiate neben mir, der diesmal geschnarcht hat...und nicht ich, hoffe ich zumindest.

Calgary ist mit 1,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Provinz Alberta. Außerdem ist Calgary die 4. größte Stadt in Kanada. Bekannt wurde die Stadt 1988, als Calgary die ersten Olympischen Winterspiele im Land austrug. Sehr interssant habe ich die Stadt bisher nicht kennen gelernt in den ersten Tagen. Sie wirkt leblos und langweilig. Oft sind die Shops zu und es ist wenig los, zumindest ist das mein Eindruck. Am 10.03. bin ich abends noch mit meinen Zimmerkollegen in der Stadt spazieren gegangen. Das war ein Koreaner, Italiener und ein Ire. In Calgary gibt es im Zentrum sehr viele Hochhäuser und es fahren Straßenbahnen durch die Stadt.

Am 11.03.25 Dienstag bin ich schon 7.00 Uhr mit dem Koreaner aufgestanden, um behördliche Dinge zu erledigen. Wer in Kanada "Work & Travel" macht, braucht eine SIN Nummer "Social Incurance Number", dass ist eine persönliche Identifikationsnummer in allen Steuer- und Sozialversicherungsangelegenheiten. Diese hab ich beantragt und direkt bekommen. Danach hab ich mich in die Spur gemacht und habe mir eine SIM Karte fürs Handy besorgt.

Ich bin erstmal 9 Tage in Calgary im Hostel und muss noch einiges organisieren. Ich brauche zum Beispiel ein kanadisches Bankkonto. Wie es ganau weiter geht, weiß ich noch nicht, ob ich hier fündig werde und einen Job finde, oder ich woanders hin gehe...der Anfang ist immer schwer! Noch zum Wetter: es liegen in der Stadt noch ein paar Krümel Schnee. Heute war super Sonnenschein und man hatte ein wenig den Frühling im Hinterkopf. 6 Grad waren heute, morgen (Mittwoch 13.03.25) nochmal schön bei 4 Grad, dann wird es wieder kühler und Minusgrade kommen.

09März
2025

New York City

Am Mittwoch 05.03.2025 bin ich in New York mit einem seltsamen Gefühl im Hostel erwacht, da ich wie im  Vorbericht beschrieben, schnarche und das anscheinend so laut, dass alle nicht schlafen können... Aber gut ist, die anderen Nächte liefen besser, komisch, aber gut für mich und gut für die anderen Zimmerkollegen.

Mit reichlich Vorfreude ging es in die Metropole "New York City". New York liegt an der Ostküste von den USA. Mit 8,8 Millionen Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt in den USA. Außerdem liegt die Stadt im gleichnamigen Bundesstaat New York. Gegründet wurde New York City 1624 und die Stadt hat einen Spitzenamen: Big Apple. Dieser Spitzename geht in das Jahr 1920 zurück und hat den Ursprung von Pferderennen.

Den ersten Tag lief ich einfach los und erkundete die Stadt zu Fuß. Da ich erst einmal kein richtiges Ziel hatte, ließ ich mich treiben. New York ist sehr lebendig und wuselig, man sieht teilweise sehr seltsame Menschen rum laufen, was abends den anscheinen nach mehr wird. Man begegnet Rabbinern, Latinos, Afroamerikaner, Asiaten und eigentlich allen ethnischen Gruppen, die man sich vorstellen kann. Big City Life!

Manhatten ist der wohl bekannteste Stadtteil von New York und auch der Stadtteil, wo ich am meisten unterwegs war. Das Wetter am Mittwoch war recht gut, abends zog es sich aber zu und es regnete. Ich hatte eine Eintrittskarte für den "Summit One Vanderbilt". Das ist ein Hochhaus, wo im 92 Stockwerk viel mit Spiegeln gearbeitet wird. Eigentlich hätte man eine super Sicht über New York gehabt, aber leider spielte das Wetter nicht mit und die Glasscheiben waren angelaufen.

Ich wohne übrigens 45 Minuten entfernt von Manhatten. Am Donnerstag ging ich über die bekannteste und schönste Brücke von New York City, der Brooklyn Bridge. Sehr tolles Erlebnis mit super Perspektiven auf die Stadt. Weiter ging es zum World Trade Center und in das Museum 9/11. Mir hat es super gefallen. Man erfährt von der Geschichte des Gebäudes einiges kennen, über die Opfer, Al-Qaida, wie es danach weiter ging und wie das neue World Trade Center seinen Platz gefunden hat. Abends machte ich eine Bootsstadtrundfahrt auf dem Hudson River und das Highlight war der Blick auf die Freiheitsstatue.

Am Freitag 08.03. startete ich den Tag um die Mittagsstunde. Mein erstes Ziel war das bekannte "Empire State Building". Ich nahm die U-Bahn bis dahin. Mit der U-Bahn kommt man in New York super voran und anfangs hatte ich sie eher gemieden und bin gelaufen, nutze ich sie jetzt mehr. Durch ein City Pass, den ich mir schon in Deutschland gekauft habe, kann ich 5 Attraktionen in New York besuchen. Im "Empire State Building" angekommen, erwartete mich erst einmal ein Museum über das weltbekannte Gebäude. Was die Amerikaner gut können ist neben "Fast Food" - Museumsausstellungen! Die sind echt klasse, mit viel Entertainment. Das ESB wurde 1931 eröffnet und war schon oft in Hollywood Filmen zusehen. Ich bin bis ganz hoch gefahren und hatte eine super klare Sicht über New York City. Das Wetter war den ganzen Tag sonnig bei 12 Grad Celsius.

Weiter ging es nach einer kurzen Kaffeepause bei Starbucks in den "Central Park". Der riesige Stadtpark ist toll um sich sportlich zu betätigen, oder einfach wie ich, um zu spazieren. Klasse Park, der auch ein Zoo hat. Mein anschließendes Ziel war das "Guggenheim Museum", was auch in meinem City Pass ist. Das Museum ist eine Kunstausstellung in einem interessanten Gebäude. Kunst kann ich mir anschauen, aber auch nicht stundenlang... Als Abschluss des Tages, besuchte ich in der Dämmerung den berühmten "Times Square". Naja so toll fande ich ihn nicht. Überall Reklametafeln und bunte Lichter und extrem viele Menschen. Anschließend bin ich mit der U-Bahn ins Hostel gefahren.

Mein letzten Tag in New York City habe ich zirka 3 Stunden im "American Museum of Natural History" verbracht. Dort sieht man allerhand: ausgestopfte Tiere, man erfährt viel über indigene Völker, man sieht Steine und Kristalle, man erfährt was über das Weltall und vieles mehr...das Gebäude ist sehr komplex und rießig, ich habe mich ein paar mal verlaufen. Später schlenderte ich noch ein wenig durch die Stadt und wartete bis es dunkel wurde, da ich New York City bei Nacht von einem Wolkenkratzer sehen wollte. Ich löste wieder meinen City Pass ein und kam kostenlos ins "Rockefeller Center". Jeder kennt das Bild, wo Bauarbeiter auf einem schwebenen Balken sitzen und das alles in luftiger Höhe. Das Bild entstand vor zirka 100 Jahren am "Rockefeller Center". Wow, New York City in der Nacht. 1.000 Lichter und viel mehr...es funkelt nur so, Wahnsinn. 

Und dann sage ich morgen am Sonntag, Tschüss "New York City". Heute möchte ich nur noch chillen am 09.03.2025, ehe mein Flug von New York nach ´Calgary (Kanada) um 17:00 Uhr Ortszeit geht. Als Resümee muss ich sagen, New York war geil! Tolle Metropole und die Amerikaner sind gar nicht so übel. Ich habe mir vorgenommen im Laufe meines Lebens mehr von Amerika zu sehen!

US Dollar9/11 MuseumMuseum VanderbiltStadtbild von der BrooklynbridgeTimes Sqare

06März
2025

Anreise: New York City

Dann geht es auch schon los in das große Abenteuer. Ich starte in New York City. Und zwar bin ich am 04.03. um 7.30 Uhr mit dem Flixbus nach Berlin gefahren und hob dort mit der Fluggesellschaft "Icelandair" mittags ab. Bisher bin ich noch nicht mit der Fluggesellschaft geflogen. Leider musste man alles dazu kaufen (Kopfhörer um Filme zu gucken, Essen und Trinken), aber davon abgesehen, nettes Personal und gute Mediathek.

Von Berlin ging es 3 Stunden nach Reykjavik, der Hauptstadt von Island. Die Gegend rund um den Flughafen sah etwas mystisch aus, es war kalt, es wehte ein raues Lüftchen und es lag etwas Schnee. Island ist in ferner Zukunft auch auf meiner Liste, welche Länder ich besuchen möchte! Ich hatte eine Stunde Aufenthalt in Island, ehe es mit "Icelandair" weiter Richtung New York City ging. Zirka 6 Stunden dauerte der Flug bis zum "John F. Kennedy Airport". Ich döste vor mich hin, schlief ein wenig und schaute "Blood Diamond" ohne Ton...

Bei der Einreise in die USA war ich kurz geschockt, da ich in ein Hinterzimmer von den Flugsicherheitsbegleitern geführt wurde, aber dort wurden nur noch einmal Details meines Aufenthaltes in den USA abgefragt. Alles war OK! Es war Mittlerweile 18.00 Uhr Ortszeit und ich musste noch zu meinem Hostel. Dank gekaufter Mobiler Daten (SIM Karte) habe ich es mit den Öffis ins Hostel geschafft. Ich war noch fix bei "Burger King" essen. Das Hostel ist solide, nichts besonderes. Ich schlafe in einem 6 Personen Zimmer. Großes Problem: Ich habe so laut die erste Nacht geschnarcht, sodass keiner schlafen konnte...irgendwann um 4 Uhr Nachts stand jemand mit der Taschenlampe vor meinem Bett und drohte mir, ich sollte gefälligst aufhören zu schnarchen... Heute steht die zweite Nacht bevor, ich habe mich entschuldigt und angeboten im Gemeinschaftsraum auf die Couch zu gehen, mal sehen...

Was ich in New York erlebt habe, lest ihr die kommenden Tage, dann folgen auch Bilder!

01Februar
2025

Motivation

Viele Leute fragten mich kürzlich, warum ich mit 35 Jahren noch einmal "Work and Travel" mache, meine Wohnung, mein Auto, einen guten - unbefristeten Vollzeitjob beim Land Sachsen (öffentlicher Dienst) einfach aufgebe und nach Kanada gehe? Außerdem verlasse ich vorerst Dresden, wo Familie und Freunde wohnen.

Die Antwort: Ich möchte gerne noch etwas erleben und reise halt sehr gerne. Mit 35 Jahren ist das die letzte Chance "Work & Travel" in Kanada zu machen! Danach kann man nur noch mit einem Touristenvisum einreisen...mich reizt nochmal das Unbekannte, neue Orte sehen, verschiedenen Jobs nachgehen, nette Leute kennen lernen und raus aus der Alltagsblase zukommen. Soviel was ich in Kanada in einem Jahr erlebe, passiert vielleicht in Dresden, wenn man es vergleichen kann, in 5 Jahren.

Und man muss schon zugeben, dass der Alltag in Deutschland oft langweilig ist...es ist eigentlich immer nur das Gleiche. Außerdem habe ich keine Freundin in Dresden, wo man sagen könnte, mit 35 Jahren könnte man doch mal überlegen eine Familie zu gründen.

Ich wurde auch gefragt, was mir am schwersten fiel aufzugeben: definitiv der Job als Erzieher im tschechischen Internat Pirna, war meine Antwort. Auto und Wohnung war easy, obwohl man schon viel planen und bewätigen musste. Mein Motorrad ist das einzige was ich behalten habe. 

Oberste Prämisse ist gesund zu starten und gesund zu bleiben in Kanada...das steht voll im Fokus. 

21Januar
2025

Bezirke von Kanada

Ich starte am 09.03.2025 in Calgary (Alberta) zuvor bin ich 5 Tage in New York City.

 

10Januar
2025

private Kranken- versicherung, Finanzen, Jobsuche

Wer 1 Jahr "Work & Travel" in Kanada machen möchte, braucht eine private Auslandskrankenversicherung und muss diese vor dem Antritt seiner Reise abschließen. Da Kanada und USA die teuersten Länder sind (durch ihr Gesundheitssystem), muss man mit einer etwas höheren Summe rechnen, als bei Neuseeland und Australien. Es gibt einige Anbieter unter den Krankenversicherungen.

Wenn man einreist muss man auch finanzielle Mittel vorweisen. Empfohlen werden 2.500 kanadische Dollar, was umgerechnet 1.685€ sind. Ich starte mit einem Budget von 13.000€, welches ich mir angespart habe.

Da ich in Calgary (Alberta) starte und ab März, wenn es möglich ist, gleich arbeiten gehen möchte, habe ich schon einige Mails verschickt. Ich hab mich in 5 Kneipen beworben und 2 Steinmetzbetriebe angeschrieben. Leider kam von den Kneipen noch keine Rückmeldung. Mit dem einen Steinmetzbetrieb bin ich im Kontakt, er könnte mich eventuell ab März als Bauhelfer brauchen.

12November
2024

Voraussetzungen für "Work & Travel" Kanada

Was bedeutet "Work & Travel"? Durch dieses Visum kannst du arbeiten und reisen, deine Reisekasse auffüllen, verschiedene Jobs annehmen und Land und Leute super kennenlernen. Das Visum erlaubt dir 12 Monate in Kanada zu bleiben und dort zu arbeiten.

Um das "Work & Travel" - Visum für Kanada zu erhalten, muss man einiges beachten. Das Visum wird nicht, wie für Neuseeland und Australien, an jeden vergeben, sondern man muss Glück haben, das man gelost wird. Man muss sich am Anfang des Verfahrens einen Account anlegen und dann warten und hoffen das man ausgewählt wird, wenn man die Voraussetzungen erfüllt.

Wichtig: Du musst zwischen 18 - 35 Jahre alt sein, einen gültigen Reisepass haben, 230€ für das Visum einplanen und biometrische Daten (Fingerabdrücke) abgeben. Die Fingerabdrücke habe ich in Berlin abgegeben. Außerdem brauchte ich von Neuseeland und Australien ein polizeiliches Führungszeugnis, da ich in beiden Ländern länger als ein halbes Jahr gelebt habe. Desweiteren muss man einen englischen Lebenslauf hochladen. Möchte man im medezinischen oder erzieherischen Bereich arbeiten, muss man das im Verfahren des Visums angeben und zusätzliche Voraussetzungen erfüllen.

Sollte man alles zusammen haben, reicht man alle Unterlagen ein und wartet auf die Visabestätigung. Hat man das Visum in der Tasche, hat man ein großen Schritt Richtung "Work & Travel" Kanada gemacht. Im Visum steht dann noch, das man sich bei einem ausgewählten Arzt untersuchen lassen muss. Das werde ich Anfang Februar in Berlin machen. Man kann wählen zwischen Frankfurt, Berlin und München. 

 

 

06Sept
2024

5 Tage New York City, weiter nach Calgary (Alberta)

Hallo. 

Am 04.03.2025 geht´s dann auch schon los. Ich fliege von Berlin aus über Reykjavik (Island) nach New York City (USA). Dort bleibe ich 5 Tage und fliege weiter nach Calgary (Kanada / Alberta). Ich war gestern im Reisebüro (STA Travel) in Dresden und wurde gut beraten und habe für 880€ die Flüge gebucht.

In Calgary (Kanada) versuche ich Mitte März einen Job zu finden. Mir schwebt vor in der Gastronomie, auf dem Bau (eventuell als Steinmetz) oder auf einer Farm fündig zu werden. Durch das "Work and Travel" Visum kann ich bis zu einem halben Jahr für einen Arbeitgeber arbeiten. Sollte ich nicht gleich einen Job finden, habe ich mir überlegt "woofen" zu gehen. "Woofing" ist, bei Familien auf dem Hof (5 Std. täglich) zu arbeiten, für Essen und Unterkunft. 

Man muss sich beim "Woofing" ein Profil im Internet anlegen und kann dann die Familien und Höfe anschreiben. Da ich schon Erfahrung damit habe (Neuseeland und Australien), stellt das Finden einer passenden Familie kein Problem dar.

Meine Anstellung in Pirna (Sachsen / Deutschland) im tschechischen Internat (Erzieher) läuft noch bis 31.01.2025. Somit habe ich noch den ganzen Februar Zeit mich auf die Reise vorzubereiten. Ich freu mich und kann es kaum erwarten in mein Auslandsjahr zu gehen.

13Juni
2024

Vorbereitungen laufen

Liebe Leser,

ihr müsst euch noch etwas gedulden, ehe ich wöchentlich von meinem Auslandsaufenthalt in Kanada berichte. Ich bin aktuell Erzieher an einem tschechischen Internat in Pirna, in der Nähe von Dresden. Ich plane Anfang 2025 los zu ziehen,

Die Vorfreude ist sehr groß. 2,5 Monate musste ich auf die Visumsbestätigung warten...aber ich habe am Ende das Visum bekommen.

Ich habe schon 2x Work & Travel gemacht (Australien und Neuseeland).