Hongkong, Philippinen, Australien

Abenteuer Down Under

05August
2019

2. Work & Travel Jahr Australien – Singapur, Sydney und Woofing in den Bergen bei einer Künstlerin

Hallo Familie, Freunde und Online Leser.

Hier bin ich wieder. Ich melde mich zurück nach meiner Deutschland Pause. Ich hatte 7 hervorragende Wochen in meiner Heimat Dresden. Das Bier lief in Strömen und ich hab mich extrem gefreut mal wieder Zuhause zu sein. Ich wusste aber  von vornherein, dass es nur ein kurzes Intermezzo werden würde und ich nach 7 Wochen wieder die Koffer packen werde und in die weite Welt ziehe.

Ich habe in den 7 Wochen in Dresden vor allem Freunde besucht, natürlich meine Familie und auch alte Arbeitskollegen von früheren Zeiten. Ich habe mich bei den Sandsteinwerken blicken lassen, bei denen ich mit Ausbildung 6 Jahre Mitarbeiter / Steinmetz war. Außerdem hab ich meine alte Arbeitsstelle in Ullersdorf besucht, bei meinen tollen Kollegen der Kita / Hort, war in der Schieferburg Gruna, wo ich Erzieher Praktikant war und in Gorbitz im Kinder und Jugendhaus wo ich als Erzieher angestellt war. Es war toll alle wieder zusehen und mit ihnen zu reden. Ansonsten habe ich 5 Wochen meinem Vater in seiner Steinmetz Firma in Pirna ausgeholfen.

Jetzt wieder zurück zum 2. Work & Travel Jahr in Australien. Meine Mutter und mein Vater haben mich lieberweise am 12.07. nach Berlin Tegel gebracht, wohlgemerkt war um 4.30 Uhr Start in Rockau / Dresden. Gegen 9.30 Uhr hob der Flieger in Berlin ab Richtung Asien, genauer gesagt nach Singapur, wo ich 22 Stunden Aufenthalt haben sollte. Der Hinflug nach Singapur war keinem zu empfehlen, wenn man eine billig Airline bucht, so wie ich. Insgesamt bei 12 Stunden Flug gab es nur 2 mal eine Getränke Runde, kein Essen und keine Unterhaltung / Fernseher…wenn man was wollte musste man bezahlen und das nicht zu wenig! Der Flug wird bei der Buchung billig angepriesen, aber das man am Ende null Service hat und für alles drauf bezahlen mu                                                                                                                                                                                                                                                                                      ss, hätte ich nicht erwartet. Wie auch immer, ich habe die 12 Stunden nach Singapur überlebt, auch dank eines Baguette Einkaufes welches ich im Flieger erworben habe.

Ich kam um 4 Uhr Ortszeit in Singapur an und hatte wie gesagt 22 Stunden Aufenthalt, ehe es nach Australien gehen sollte. Ich war mir vorher etwas unsicher, ob ich den Flughafen verlassen kann, aber easy going / null Problemo! Mit einem fetten Stempel im Reisepass ging es in die mega Metropole Singapur. Zum zweiten mal sollte ich die Stadt betreten, da ich 2012 hier schon einmal 5 Tage war. Ich erinnere mich immer wieder gerne zurück an das Jahr 2012, wo alles begann… Zum ersten mal allein den Rucksack für eine große Reise gepackt und ALLEIN ohne jemanden in die weite Welt verreist! Man war das aufregend! Und jetzt, jetzt bin ich mittlerweile fast 30 und ein alter Hase, was das Reisen betrifft.

Irgendwann gegen 5.30 Uhr befand ich mich im Zentrum dieser hoch modernen Stadt und ich war wie 2012 begeistert von dieser Asiatischen Metropole. Wow, diese Skyline, modernen Bauten und extreme Sauberkeit. Ich war hin und weg und konnte meine Kamera nicht still halten… Überall gibt es soviel zu entdecken und ich bin am Endeffekt 17 Stunden quer durch die Stadt gelaufen. Ich habe viele bekannte Sachen wieder entdeckt, aber auch ganz viel Neues erkundet. Ich möchte jetzt keine Werbung machen, aber solltet ihr mal ein Stopp Over in Asien haben, schaut euch Singapur an, es lohnt sich! Diese Stadt fasziniert mich einfach in Asien und ich habe mittlerweile eine Menge Metropolen / Hauptstädte in Asien gesehen. Für die es interessiert: Bangkok, Kula Lumpur, Ho Chi – Minh City, Hanoi, Vientiane, Colombo und Manila. Von allen Städten hat mir Singapur am meisten gefallen. Aber wiederum ist es auch schwer zu unterscheiden, da Singapur hoch modern und sauber erscheint, wogegen Bangkok das dreckige Loch ist und das extreme Asien zeigt, genau wie Vietnam mit Ho Chi – Minh und Hanoi…Wer ein totalen „Kulturschock“ erleben will, sollte in die letzten benannten Ziele, da Singapur sehr westlich ist, gegenüber den anderen Städten.

Ich verbrachte also 17 Stunden in Singapur. Neben den Stadtteilen, die ich damals schon entdeckt habe, entdeckte ich noch unverborgene Schönheiten der Stadt. Das Highlight, von dem ich vorher nichts wusste, sollte abends stattfinden. Es fand an diesem Samstagabend eine nationale Feier statt. Überall verteilten sich Menschen 18 Uhr im Singapur Hafen / Zentrum und stationierten ihre hoch modernen Kameras in den nächtlichen Himmel Singapurs. Ich war ein bisschen verwirrt und fragte mich was dies zu bedeuten hätte, aber bald wurde mir alles bewusst…die Leute wollen einen perfekten Schuss vom Höhenfeuerwerk machen, was gegen 20 Uhr stattfinden sollte. Die Asiaten sind echt verrückt was das perfekte Foto betrifft. Man kann es auch übertreiben! Aber was am Endeffekt am Singapur Himmel passieren sollte, hatte ich auch nicht erahnen können. Kampfjets donnerten über den untergehenden Sonnenuntergang hinweg, Militär Hubschrauber flogen vom aller feinsten über die Stadt und es wurde echt was geboten. Am Ende (gegen 20 Uhr) fand ein 5 – minütiges Höhenfeuerwerk statt, welches echt gut war. Diese nationale Sache hat mein Tag in Singapur rundum abgerundet, obwohl ich mega müde, aber sehr zufrieden war.

Weiter ging der Trip Richtung Australien. Nach 22 Stunden gesamt Aufenthalt war Schluss mit Singapur und ich reiste weiter. Diesmal mit besseren Service und weniger Stunden. Die Gesamtflugzeit betrug von Singapur nach Sydney 9 oder 10 Stunden. Ich verschlief viel, aber bisschen was vom Service bekam ich mit und das war definitiv besser  als zuvor.

Irgendwann Sonntagmorgen in Sydney…ich bin angekommen. Ich bin am 12.07. in Berlin Tegel gestartet und nun war schon der 14.07. – Wow! Ich kam als halbe Leiche, total übermüdet gegen Mittag im Hostel in Sydney an. Ich habe mal ausgerechnet wie viel Stunden ich am Endeffekt unterwegs war: haltet euch fest! Über 52 Stunden war mein Trip vom Aufstehen in Dresden  bis zum Hostelschlaf in Sydney! Wahnsinn.

Und nun war ich da, wo ich mein 1. Work & Travel Jahr beendet habe, in Sydney. Unter uns gesagt bin ich derzeit sehr blank, hab kaum Geld, von daher passierte auch nicht viel in Sydney. Ich habe auf geringstem Budget Level 5 Tage meine Zeit verbracht und größtenteils im Hostel rumgehangen. Mein Höhepunkt in 5 Tagen Sydney sollte das wiedertreffen mit meinem Dresdner Freund Flori sein! Das ist echt ein feiner Kerl! Flori wohnt seit 9 Jahren in Sydney und ich kenn den verrückten Kerl von meiner aktiven Fußballer Zeit bei der SG Schönfeld. Wir verbrachten einen tollen Abend mit Essen in einem japanischen Restaurant und sehr viel Bier! Danke für den guten Abend Flori. Ansonsten habe ich am Sydney Opera Haus noch eine tolle Lichtershow in den 5 Tagen bestaunen können. Ein Teil des Opernhauses wurde durch verschiedene Projektionen, welche immer wieder wechselten, angestrahlt. Da ich viel Zeit in den 5 Tagen in Sydney hatte, habe ich mir derweil den Plan für die nächste Zeit überlegt, wie es nun weiter gehen sollte. Wie gesagt Geld habe ich kaum. Ich überlegte mir erst mal in den nächsten 2 bis 3 Wochen zu einer Familie woofen zu gehen. Dort würde ich kein Geld ausgeben und könnte mir in Ruhe Arbeit suchen für danach, die ich unbedingt brauche. Ich schrieb 5 Familien in der Umgebung von Sydney an. Zwei Familien haben sich gar nicht gemeldet, 2 Absagen habe ich bekommen, da sie schon jemanden hatten und eine Zusage gab es und diese war ausgerechnet von allen fünf Familien mein Favorit. Selena Seifert, eine Künstlerin 2 Stunden von Sydney entfernt in den Blue Mountains. Die Blue Mountains ist einer der bekanntesten Nationalparks von Australien, wenn nicht der Bekannteste! Ländliche Gegend drum herum und die Berge vor der Haustür. Besser geht es nicht, da ich nicht wirklich weiter Lust hatte in Sydney zu verweilen und ich mich in ländlicher Gegend eh viel wohler fühle, als in so einer Großstadt.

Freitag den 19.07.19 konnte ich Sydney hinter mir lassen und mit dem Zug in die Blue Mountains umsiedeln. Der Zug brauchte 2 Stunden bis ich mein Ziel erreicht hatte. Selena holte mich vom Bahnhof ab und sie war mir vom ersten Moment sehr sympathisch. Wir fuhren auf ihr Grundstück, zu ihrem Haus, ihren beiden Kindern und ihrem Hund. Ihr Hund sprang mich sofort an, als er mich sah. Eine Art kleiner Hasky. Keine Ahnung wie die heißen, auf jeden Fall super cool. Irgendwann im Laufe des Abends begegnete ich auch ihre beiden Kinder: Lifey (ihr Sohn, 12) und Mone (Mädchen, 10). Sie begrüßten mich nur flüchtig, anscheinend kommen hier ständig Backpacker zum woofen, sodass es sie wenig interessierte wer da nun neues da ist. Außerdem war Selenas älterer Bruder Paul (50) da, der Handwerker ist und bei ihr einige Tage gearbeitet hat. Ich unterhielt mich bis spät in die Nacht mit Paul und trank mit ihm Bier. Nächsten Morgen ging es trotzdem früh raus und Arbeit stand an. Ich werde das jetzt bisschen abkürzen und nicht jeden Tag einzeln erzählen was ich gemacht habe, sondern fasse es bisschen zusammen. Ich war insgesamt 1,5 Wochen bei Selena im „Wild Vallay – Art Park“, was übersetzt „wildes Tal – Kunst Park“ heißt. Sie ist eine studierte Künstlerin, zwischen 40 und 45 Jahre alt und hat sich auf Mosaik Arbeiten spezialisiert. Des Weiteren malt sie, meist abstrakte Kunstwerke, vereinzelt auch Landschaften oder Personen. Außerdem gibt sie verschiedene Kunstkurse (Mosaikkurs und Malkurs für Erwachsene als auch Kinder), betreibt nebenbei eine Ferienwohnung, wobei in naher Zukunft noch 2 dazu kommen, vermietet ein Raum indem Yogakurse stattfinden und versucht aus allem möglichen Geld zu machen. Sie ist auch studierte Pädagogin, könnte im Lehramt an der Schule unterrichten und hat Businessmanagement studiert. Sehr kluge und interessante Frau. Die hat echt viel drauf!

Ihr Anwesen ist wie gewohnt bei den Australiern auf dem Lande rießig. Vor sechs Jahren hat sie es mit ihrem damaligen Ehemann gekauft. Seit 4 Jahren sind sie geschieden. Ihr Exmann lebt nicht weit entfernt und Selena und er führen mit den beiden Kindern ein sogenanntes „Pendelmodell“. Dieses Modell ist so ausgerichtet, das die Kinder 1 Woche bei Selena wohnen und die andere Woche bei ihrem Exmann. Dieses Modell ist nicht unumstritten, relativ anstrengend für die Kinder, Erziehung, Eltern und allen beteiligten. Das sich ihr Exmann und Selena überhaupt nicht mehr verstehen, erschwert das alles noch.

Der Wild Valley – Kunst Park, wie Selena ihr Gelände nennt, umfasst mehrere Häuser. Neben dem Haupthaus, gibt es eine große Galerie, wo ihre Kunstwerke ausgestellt sind, Werkstätten / Ateliers,  Schulungsräume, Yogaraum, Gärtnerei, welche sehr runter gekommen ist und ihre Ferienwohnung. Außerdem gibt es einen kleinen Teich, ein ans Grundstück angrenzender, verwilderter Steinbruch und viele Wege, welche auch zum Spazieren einladen. Der Clou am Grundstück ist, dass die gesamte Energie, welche verwendet wird, durch Solarkollektoren erzeugt wird. Diese befinden sich auf fast allen Dächern ihrer Gebäude und außerdem stehen hinter der Gärtnerei weitere Kollektoren. 

Was waren meine Arbeiten im Kunst Park: Wir haben in 1,5 Wochen extrem viel erreicht, oft habe ich mit Selena zusammen gearbeitet. Eigentlich muss man bei Selena nur 3 Stunden am Tag arbeiten, aber ich hab ihr gleich gesagt, dass sie mittlerweile meine 7 Woofing Familie ist (4 in Neuseeland und 3 in Australien) und ich die Stunden nicht zähle, hab ich noch nie gemacht und ich auch gerne länger und mehr arbeite. Mir bringt es nichts wenn ich nur drei Stunden am Tag arbeite, sonst nur rumgammeln würde, am Telefon hänge und im Internet surfe. Dazu ist auch so noch genügend Zeit. Außerdem lerne ich auch immer was bei verschiedenen Arbeiten dazu. Es standen viele Malerarbeiten an. Wir haben ihr Atelier komplett ausgeräumt und den Fußboden gestrichen. Dasselbe haben wir in ihrer baldigen 2. Ferienwohnung gemacht. Außerdem habe ich Fensterrahmen und Türrahmen gestrichen, Fensterahmen mit einer Schleifmaschine abgeschliffen, Gartenarbeit (Unkraut und Rinden Mulch verteilt), Dächer und Dachrinnen von Ablagerungen gesäubert, die Einfahrt mit Split ausgebessert, viele Gegenstände von A nach B getragen, Grundordnung in einzelnen Ecken des Grundstückes hergestellt, Kunstkurse vorbereitet, Samstag den 27.07. mit Selena einen vierstündigen Mosaikkurs für 22 Australier (Erwachsene und Kinder) durchgeführt und ich musste auch mal nicht so coole Arbeiten, wie Toiletten der Ferienwohnung säubern. Außerdem war abends meistens meine Aufgabe den Kamin im Haus zu beheizen. 

Der Mosaikkurs den wir für eine wohlhabende Familie aus Sydney gegeben haben, hat sehr viel Spaß gemacht. Der Anlass war ein 50. Geburtstag einer Frau. Es waren 22 Teilnehmer und der Kurs dauerte 4 Stunden. Wir haben die große Gruppe auf zwei Räume verteilt. Selena hatte 14 Leute und ich 8, wobei wir manchmal die Räume gewechselt haben, sodass ich auch mal bei den 14 Teilnehmer war. Ein Tag zuvor habe ich mein erstes Mosaik erstellt, damit ich die Arbeitsschritte erlerne und die Leute nächsten Tag anleiten konnte. Wir gaben jedem ein 12 mal 12 cm großes Quadrat aus starker Pappe. Darauf sollten die Teilnehmer ein Mosaik Bild oder Muster erstellen. Wenn man es zum ersten Mal macht, was glaube bei jedem der Fall war, sollte das Motiv sehr einfach gehalten werden. Zum Beispiel ein Apfel oder eine Hausnummer. Man bekommt sehr viel verschiedenfarbige Mosaik Stücken gestellt, welche winzige Quadrate sind und diese kann man mit einer speziellen Zange zerkleinern. Anschließend werden die Teilchen mit Mörtel auf die Pappfläche angebracht / geklebt. Es macht sehr viel Spaß und ist eine super Beschäftigung für jung und alt. Die Teilnehmer waren zwischen 8 und 84 und jeder hat ein tolles, individuelles Resultat hin bekommen. Selenas Idee war, das am Ende alle Mosaikquadrate zu einem großen Bild zusammengeführt werden, es eingerahmt wird und die Dame die ihren 50. Geburtstag feierte, es als Geschenk mit nach Hause bekommt. Richtig cool. Dann gab es noch ein kleines Buffet für alle in Selenas Galerie, die gehofft hatte, dass eventuell noch jemand ein Kunstwerk von ihr abkauft. Dies war nicht der Fall. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, aber auch mit viel Arbeit verbunden. Wir mussten alles Vorbereiten (die Räume, Arbeitsplätze, Essen) und später wieder alles wegräumen und sauber machen. Selena hat aber an dem Tag so viel eingenommen, wie sie sonst in einem Monat einnimmt, super. Und das tollste war, was sie mir zuvor schon vorgeschlagen hatte, mich für den Tag zu bezahlen! Das kommt mir so was von entgegen und das war in meiner ganzen „Woofing Kariere“ (7 Familien schon), das erste Mal das ich Geld erhalte. Ich hab mich rießig gefreut. Am Ende meiner Zeit bei Selena gab sie mir 250$, sind umgerechnet 150€. Es ist jetzt nicht mega viel, aber da ich in 1,5 Wochen null $ ausgeben habe und bisschen Zuschuss erhalten habe, hilft mir das auch bisschen weiter.

Desweitern muss ich sagen, das mir es bei Selena echt super toll gefallen hat. Hätte ich ein Ranking aller meiner bisherigen Familien, wäre sie ganz weit oben dabei. Wir hatten immer sehr tolle Gespräche, sie hat mich auch oft um meinen Rat gefragt, wie ich das sehe oder machen würde und wir haben zusammen als Team gut miteinander gearbeitet. Ich wurde immer sehr fair behandelt und das miteinander war auf Augenhöhe. Ich konnte in den 1,5 Wochen mein Englisch wieder auf ein neues Level setzen und es tat gut immer in Englisch zu sprechen. Ich hatte mein eigenen Bereich im Haupthaus, gemütliches Zimmer und eigenes Bad. Die Essensversorgung ließ nichts zu wünschen übrig und es schmeckte sehr lecker. Die Arbeit war nur manchmal hart, dafür sehr abwechslungsreich. Das ich so fleißig gearbeitet habe, brachte mir einige Vorteile, die nicht alle Helfer bei ihr erhalten. Ich konnte ihren Zweit PKW (Mitsubishi Geländewagen) schnappen und die Gegend erkunden, sie lud mich ins Kino ein, sie nahm mich mit zu einem privaten mini Konzert, welches bei einer Freundin im Haus stattfand, lud mich zum Essen mit einer Freundin ein, brachte mir einige Male Bier mit und versorgte mich abends manchmal mit Wein. Als ich am 30.07. gegangen bin, sagte sie mir noch, dass ich diese Dinge (Bier, Auto, Kino usw.) nicht auf ihrem Profil in die Beurteilung eintragen solle, falls ich vorhabe eine zu schreiben, da sonst alle Helfer dies dann erwarten zu bekommen.

Ein Tag habe ich mir auch mal die Zeit genommen und bin mit Selenas Auto zu einem Teil der Sehenswürdigkeiten in den Blue Mountains (Blaue Berge) gefahren. Große Teile der Blue Mountains stehen vor allem durch die Artenvielfalt der Eukalyptusbäume unter Weltnaturerbe.  Einen halben Tag war ich wandern. Den Abschnitt den ich mir angeguckt habe, erinnert mich teilweise stark an die Sächsische Schweiz / Elbsandsteingebirge bei Dresden. Es gibt zahlreiche Sandstein Plateaus und tiefe Täler, welche von Flüssen entstanden sind. Für Aborigines ist es ein heiliges Gebiet, indem sie schon vor tausenden Jahren lebten. Der Unterschied zwischen Sächsischer Schweiz und den Blue Mountains ist die Größe des Nationalparks. Der Australische Park ist rießig und das Elbsandsteingebirge im Vergleich klein. Ich schaute mir die Bergbahn Station an, bei der man für 44$ ein Tagespass kaufen kann und drei Fahrgeschäfte / Attraktionen nutzen darf. Das eine ist eine Gondel, die in luftiger Höhe eine große Schlucht überquert, das andere ist auch eine Gondel, die abwärts ins Tal führt und das dritte ist eine extrem steile Bergbahn, die ebenfalls ins Tal führt. Ich schaute mir die ganze Sache nur an und verzichtete auf ein Ticket Kauf. Dann lief ich immer oben am Fels Plateau entlang und genoss die Sicht in die ewige Weite der Blue Mountains. Irgendwann kam ich zur mit wohl bekanntesten Felsformationen in Australien: den Three Sisters (drei Schwestern). Waren nett anzuschauen und gutes Fotomotiv, aber so toll fand ich sie nicht. Von da aus ging ein sehr steiler Treppenweg ins Tal. Dort traf ich eine sehr nette 42 jährige Italienerin und wir wanderten über eine Stunde zusammen, bis sich unsere Wege trennten. Die halbtägige Wanderung war schön und ich konnte mir einen ersten Eindruck von der Bergregion machen.

Einen weiteren Vormittag bin ich mit Selenas Auto herum gefahren und habe die Steinmetzfirmen in der Region abgeklappert und nach Arbeit gefragt, leider ohne Erfolg. Es gibt nur sehr wenige in den Blue Mountains und diese suchen niemanden. Einer hat mir gesagt, dass die meiste Steinmetzarbeit im 2 Stunden entfernten Sydney wäre, aber dort möchte ich ungern leben. Das wird aber schon noch klappen mit der Jobsuche, da es in Australien zu wenig ausgebildete Steinmetzen gibt.

Eigentlich wäre ich gerne noch länger bei Selena im Valley Art Park geblieben, aber irgendwann haben wir uns glaube mal missverstanden. Sie meinte an einem Tag zu mir, es wäre nicht mehr viel Arbeit für die nächste Zeit da. Am gleichen Tag hat mich jemand auf meinem Profil, ebenfalls aus den Blue Mountains, angeschrieben und wollte mich unbedingt haben, da ich Steinmetz bin. Ich traf den Mann später und wir waren beide sehr überrascht. Alex (73 Jahre), deutscher und was so erstaunlich ist, er ist Dresdner, seine Frau ist Hamburgerin. Er braucht Hilfe in seinem kleinen, überschaubaren Grundstück und hätte einige Arbeit für mich. Ich würde eine kleine separate Wohnung und Essen bekommen.  Ich stimmte zu, sobald ich bei Selena fertig bin, würde ich zu ihnen kommen. Er würde mich auch bisschen bezahlen und er hat mir zuversichert, dass er Arbeit / einen richtigen Job mit regelmäßiger Bezahlung für mich finden würde, da ich ihm gesagt habe wie wichtig das wäre und Alex besitzt viele gute Kontakte in den Blue Mountains. Am Ende hätte mich Selena doch weiter beschäftigen können und hat noch eine Menge Arbeit, aber nun hatte ich Alex zugesagt und wollte ihm jetzt nicht versetzen. So hieß es am 30.07. Good Bye Selena und Alex holte mich gegen Abend bei ihr ab. Ich werde versuchen mit Selena im Kontakt zu bleiben und eventuell beende ich meine Reise in 11 Monaten in Sydney und kann noch einmal bei ihr wohnen / arbeiten. Sorry für den extrem langen Bericht, ich versuch in Zukunft das bisschen einzudämmen. Was ich beim Dresdner Alex alles erlebe und wie es weiter geht, lest ihr nächstes Mal, zirka in 2 Wochen. Bis dahin, dicker Gruß von Australien nach Deutschland.

SingapurSingapurSingapurBlue Mountains

29Mai
2019

Letzter Blogeintrag vom 1. Auslandsjahr: Tasmanien (Apfelernte, Woofing), Sydney und Dresden

Hallo.

Lange konntet ihr nichts von mir lesen…das lag zu einem daran das ich meinen Blog etwas vernachlässigt habe und zum andern gab es aus Australien nicht allzu viel neues zu berichten. Heute ist es aber mal wieder soweit! Das ist mein letzter Blogeintrag für das 1. Auslandsjahr.

Ich befinde mich vorab zu sagen, immer noch auf der südlich gelegenen Insel Tasmanien. Insgesamt verbrachte ich jetzt schon fast 4 Monate hier. Im Großen und Ganzen hatte ich eine recht gute Zeit hier,  obwohl ich auch anmerken muss, das es nicht die beste Zeit in meinem ganzen Auslandsjahr war. Australiens Westküste und mein Trip dort und die Zeit in Berri (Hostel in Südaustralien) waren schon bisschen besser. Nichtsdestotrotz ist Tasmanien auch schön gewesen! Was hier eventuell mein persönliches Problem war, dass ich kaum mehr Geld hatte und auf jeden Farmjob angewiesen war, den ich bekommen konnte. Diese beiden Jobs (Himbeeren pflücken und Äpfel pflücken) haben mir entsprechend finanziell wieder geholfen, auch mal was in Tasmanien unternehmen zu können.

Geldknappheit gehört einfach zum Backpacker Style. Jeder Rucksacktourist kommt in seiner Reise an einen Punkt, wo das Geld alle ist bzw. knapp wird…dann heißt es im geringsten Level zu leben (Pasta, Pizza oder Reisgerichte jeden Tag essen) und Arbeit zu finden. Es dauert dann wieder eine Weile, ehe man wieder bisschen flüssig ist und eventuell weiter reisen kann, aber das gehört dazu. So lernt man einen verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen.

Ich habe in meiner Zeit in Tasmanien (in 4 Monaten) 80% arbeiten müssen, da ich wirklich fast bei 0$ angekommen war und viele Flüge bezahlt werden mussten. Nach Tasmanien geht es nach Sydney mit dem Flieger und dann nach Dresden (über Shanghai und Frankfurt), später im Juli zurück nach Sydney von Berlin aus…das war schon eine Stange Geld, die ich bezahlt habe! Ich habe aber auch viele Freundschaften in Tasmanien schließen können. Tolle Menschen in Farmen, Hostels, Bars usw. getroffen, das war schon cool. Zuletzt habe ich auf einer Apfelfarm gearbeitet, bei der ich drei Dresdner Mädels kennenlernen durfte. Ich hatte in 13 Monaten nie Dresdner getroffen und jetzt gleich 3, am anderen Ende der Welt.

Kommen wir nochmal zu meinem letzten Job zurück, dass Äpfel pflücken. Insgesamt habe ich 7 Wochen Äpfel gepflückt! Die Sorten waren: Gala Classic, Jazz, Pink Lady und Enwie. Außerdem wurden die grünen Grannys gepickt, ich habe die aber nicht gehabt. Nach ein paar Tagen bin ich im Pflücken schneller geworden und habe jeden Tag meine drei Obstkisten gefüllt. Dafür habe ich 150$ (50$ per Bin) bekommen, wenn wir nach Farben (Color picking) gepflückt haben. Wenn wir alles gepflückt haben, war der Preis geringer (40$ / strip picking). Die Preise sind vor der Steuer, die dann noch abgezogen wird. Beim Farben pflücken musste man wie gesagt nach Farben pflücken, die Größe der Äpfel muss stimmen, zu klein ist schlecht, mit Stiel sollte der Apfel im ideal Fall gepflückt werden und die Äpfel dürfen keine Druckstellen bekommen! Das ist besonders wichtig! Wegen zuviel Druckstellen wurden 2 Arbeiter entlassen… Zum Ende der Saison (2 Wochen vor dem Ende) wurde die Hälfte der Pflücker entlassen! Ich war zum Glück in der Endrunde / bis zum Saisonende dabei. An guten Tagen habe ich auch mal 4 Obstkisten (200$) gepflückt, das war aber glaub ich nur 4-mal. Auf der Farm haben Asiaten (Japaner und Taiwanesen) gearbeitet, die an guten Tagen 10 Obstkisten pflückten…Wahnsinn. Ich war froh wenn ich mal 4 hatte. Zum Arbeitsklima muss ich sagen, dass es die Beste Farm war, in der ich bisher war (im 1. Jahr war ich in 5 Farmen). Die Pflücker waren alle nett und cool drauf und die Supervisor (Vorarbeiter) waren mega nett und super drauf. Alle Supervisor waren Australier. Die Australier sind echt verrückt und immer gut gelaunt. Am Ende der Saison gab es ein Grillfest bei einem australischen Traktorfahrer von der Farm. Alle waren super betrunken…ich inklusive.

 Nach der Apfelsaison hatte ich jetzt noch eine Woche Zeit, ehe ich nach Sydney fliege. Diese Woche wollte ich nochmal sinnvoll nutzen und entschied mich zum 2. Mal in meinem Auslandsjahr woofen zu gehen! Ich war schon mit meinem französischen Freund Damion in Tasmanien bei einer Familie woofen, diesmal sollte es allein sein. Ihr erinnert euch „woofen“ war bei einer Familie zu wohnen (umsonst) und Essen zu bekommen. Im Gegenzug muss man 4-6 Stunden am Tag für die Familie arbeiten. Das gute am Woofing ist, das man einen direkten Einblick in eine australische Familie erhält.

Ich schrieb also paar Tage zuvor eine Familie an, die mir vom Profil her zusagte und die nicht allzu weit weg von Launceston wohnten, da mein Flug nach Sydney aus Launceston geht. Die Frau (Jane) schrieb mir, ich könnte gerne für eine Woche zu ihnen kommen und auf ihrem Gehöft arbeiten. Am Sonntag den 12.05.2019 holte mich der Mann (David) von meinem Hostel in Launceston ab und wir fuhren zu ihnen nach Hause. Ich war noch sehr neben der Spur und hatte einen Kater, da wir am Abend zuvor unser Grillfest von der Apfelfarm hatten.

Meine Woche bei Jane und David war echt klasse. Jane ist Ende 50 und David ist 64 Jahre alt. Beide sind super nett. David war Anwalt, er arbeitet nur noch bisschen von Zuhause aus und Jane arbeitet für die Stadt Launceston, was genau weiß ich aber nicht. Jane hat 3 Kinder aus erster Ehe und David hat keine Kinder. Die beiden sind erst seit 15 Jahren zusammen. Ich lebte also nun bei einem älteren Pärchen auf dem Lande. Sie haben ein sehr komfortables Wohnhaus und ein rießiges, wirklich rießen großes Grundstück. Das Grundstück ist in mehrere Einheiten / Abschnitte eingeteilt. Zum Anwesen gehört auch ein eigener kleiner Berg und Waldstück. Außerdem haben die beiden 4 Pferde auf dem Grundstück weiden, welche aber nicht alle ihnen sind. Manch Leute aus der Stadt lassen ihr Pferd bei ihnen. Des Weiteren haben sie einen sehr coolen Hund (Scooby), eine Katze und paar Hühner.

Das Wohnhaus ist wie gesagt sehr modern. Mit Kaminzimmer und ein weiterer offener Kamin im Wohnzimmer. W-Lan, natürlich, große offene Küche, ich hab mein eigenes Zimmer im Haus mit beheizbaren Bett und ich hab mein eigenes Badezimmer. Man kann sich hier einfach nur wohl fühlen… Das Beste an der ganzen Woche war aber mit Abstand das Essen was David zubereitet hat. Ich habe die letzten 12 Reisemonate nie so gut gegessen wie hier. Außerdem fande ich das Vertrauen hier sehr beeindruckend und überwältigend. Sie haben mir an freien Tagen ihre Autos zur Verfügung gestellt, ich konnte einen tollen Ausflug zu einem Wasserfall machen und sie haben mir ihr Passwort für den Laptop gegeben, damit ich Filme schauen kann. In Deutschland würde das glaube niemand für eine fast Fremde Person machen. Auch lustig ist, das die beiden nie ihr Haus abschließen hier auf dem Land, außer wenn sie wirklich mal 3 oder 4 Tage zu ihrem Wochenendhaus an die Ostküste Tasmaniens fahren. Das Vertrauen auf dem Lande ist halt auch sehr hoch.

Kommen wir mal zur Arbeit. Ein bisschen arbeiten musste ich auch, obwohl es wirklich keine anstrengende / stressige Woche war. Morgens konnte ich ausschlafen, ehe David und ich gegen 10 Uhr uns in den Garten bewegt haben. Dort haben wir mit dem Traktor Bäume rausgezogen, Bäume gefällt und Feuer im Grundstück gemacht. Meistens haben wir die gefällten Bäume mit der Kettensäge klein geschnitten und auf einem großen Feuer gleich verbrannt, da das Holz kein besonderen Heizwert für den Kamin hätte und ziemlich viel Asche hinterlässt. Ich habe hier in der Woche gelernt, wie man Traktor fährt, die Kettensäge fachgerecht bedient und wie man durch eine bestimmte Möglichkeit Holzstumpfe von Bäumen plus Wurzeln entfernt…nämlich mit einer Tonne, die man um den Stumpf stellt und darin Feuer macht. So brennt man den Holzstumpf raus / ab und die Wurzeln kann man auch so entfernen. Insgesamt war die Woche einfach nur klasse und toll. Ich freu mich hier gewesen zu sein und habe mir vorgenommen im 2. Auslandsjahr in Australien mehr zu woofen. Morgen fährt mich David zum Flughafen und dann fliege ich für 4 Tage nach Sydney! Ich freu mich schon, genauso wie auf euch und Dresden! Nur noch paar Tage und dann bin ich da :) Insgesamt bleibe ich 7 Wochen in meiner Heimat.

Sydney: Am 20.05.2019 flog ich von Tasmanien nach Sydney. Der Flug dauerte 2 Stunden. Alles verlief reibungslos. In Sydney angekommen, fande ich mich gleich zurecht im Zug – und U-Bahn Netz. Ich fuhr mit der Tram in meinen Stadtteil „Kings Cross“, wo ich die nächsten 4 Tage wohnen sollte. Ich bin gegen Mittag im Hostel „Funkhaus“ angekommen und hab mich erst mal ausgeruht. Gegen Abend bin ich Richtung  Sydney Opera House gelaufen. Sydney ist eine sehr saubere und moderne Weltmetropole. Schon der erste Eindruck gefiel mir richtig gut. Eins gefällt mir an Sydney nicht so gut, das überall und fast an jeder Ecke Kameras von der Stadt sind.

Ich lief in den botanischen Garten, der gegenüber von dem Opera House ist. Von da hat man einen super Blick auf die Oper. An meinem ersten Abend war ein mega schöner Sonnenuntergang und ich konnte tolle Bilder schießen. Später lief ich direkt zur Oper. OK, das Gebäude sieht schon cool aus und die Architekten haben sich da schon was Besonderes einfallen lassen, aber das so ein Hype um   die Oper gemacht wird, ist bisschen überzogen. Als Fotomotiv aber gut geeignet, gerade weil der Hafen mit seiner Harbour Bridge und der Skyline der Stadt sehr gut harmonieren. Die Harbour Bridge leuchtet im Dunkeln in bunten Farben. Noch mal kurz zur Oper…also die Semperoper in Dresden kann es locker mit ihr aufnehmen, obwohl es schwer ist sie zu vergleichen, da die Semper Oper ein Sandsteingebäude ist und die Sydney Oper aus Metall. Wie auch immer, ich schlenderte den ersten Abend quer durch die Stadt und verschaffte mir einen ersten Einblick.

Nächsten Tag war als erster Tagespunkt Halbschuhe zu kaufen. Man bekommt im K-Markt alles was man bracht und das auch günstig. Später erkundete ich den bekanntesten Strand Australiens – der „Bondi Beach“. Was das einzigartige an diesem Strand ist, das ein Schwimmbecken mitten ins Meer hineinragt. Das kommt schon nicht schlecht! Für 8$ (5€) kann man dort baden gehen. Ich entschied mich dagegen und machte indes einen Wanderweg an der Küste, der von Strand zu anderen Stränden führt. Und da kommen dann wirklich schöne Strände am Coastel Walkway. Abends habe ich mich mit einem Kumpel aus Dresden verabredet: der Flori. Florian wohnt jetzt schon 9 Jahre in Sydney und ist mittlerweile mit seiner langjährigen Japanischen Freundin verheiratet. Ich kenne ihn vom Schönfelder Hochland bzw. der SG Schönfeld. Wir hatten einen guten Abend in einer Bar und genossen das ein oder andere Bier.

Nächsten Tag ging es mit der Fähre zum Geheimtipp von Flori, zur Watson Bay. Dort verbrachte ich einen halben Tag mit Küstenwanderungen, Gegend erkunden und am Strand relaxen. Mit dem Schiff, der Fähre ging es wieder zurück zum Stadtzentrum. Man fährt mit dem Boot direkt am Opera House vorbei. Abends bin ich mal über die Harbour Bridge auf die andere Stadtseite gelaufen. Am letzten Tag nahm ich mir Mainly und seinen Strand und Gegend vor. Wieder fuhr ich mit der Fähre aus und erreichte eine halbe Stunde später den Stadtteil Mainly, der mir sehr gut gefallen hat. Und dann waren auch schon 4 tolle und aufregende Tage in Sydney um. Freitag flog ich dann 10 Stunden nach China, Shanghai, hatte dort 5 Stunden Aufenthalt und flog gegen Mitternacht nach Frankfurt, wo ich morgens um 6 Uhr (Samstag 25.05.) ankam. Später gegen 12 Uhr mittags ging noch ein Kurzstreckenflug  nach Dresden.    

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23März
2019

2. Job in Tasmanien: Äpfel pflücken und Wandern im Cradle Mountain National Park

Nach einem Monat Schreibpause könnt ihr jetzt wieder von mir lesen! Die Zeit verging zuletzt sehr schnell und es ist gar nicht allzu viel passiert… Wie ihr sicherlich im Vorbericht gelesen habt, hatte ich im Norden von Tasmanien einen Job im Himbeeren pflücken und lebte in einem Haus mit 6 anderen Backpackern. Diese Zeit ist seit 2 Wochen vorbei, ich lebe wieder in der nächst größeren Stadt „Launceston“  in einem Hostel. Aber erst einmal der Reihe nach.

Mit dem Himbeeren pflücken war ich und alle meine Freunde bzw. alle Backpacker die dort gearbeitet haben sehr unglücklich und unzufrieden. Die Bezahlung war sehr schlecht, was die Stimmung negativ beeinflusst hat… manchmal hab ich 60$ in 8 Stunden verdient. Das sind 40€ pro Tag! Das ist sehr, sehr wenig! An manchen Tagen bin ich mit Damien gar nicht mehr hingegangen, weil es sich eh nicht gelohnt hat. Akribisch suchten wir nach Alternativen, anderen Jobs, aber dies ist derzeit in Tasmanien gar nicht so einfach.

In dem Haus wo wir wohnten war nun ein gehen und kommen von Leuten / Backpackern. Unsere erste Konsultation mit 6 Franzosen und mir hat sich nach einer Woche aufgelöst, da die Franzosen im Süden neue Arbeit gefunden haben. Später zog Lennart, ein deutscher Freund den ich aus meiner Berrie Zeit und dem Great Ocean Roadtrip kenne, bei uns ins Haus ein.  Damien entschied, da die Arbeitssituation nicht besser wurde, an die Westküste Australiens zu fliegen und dort einen „Neuanfang“ zu starten. Nach zirka 2,5 Monaten gemeinsamen Reisens sagte ich Au Revoir, bye bye und hoffentlich sehe ich den verrückten Kerl in meinem 2. Auslandsjahr nochmal. Ansonsten waren wir in Cressy, dem Ort wo wir wohnten, öfters mal in der Kneipe und bei Freunden Grillen / kleine Party feiern. Durch die Arbeit haben wir viele Leute aus Südamerika kennen gelernt – Uruguay, Chile, Argentinien und Kolumbien. Sehr interessante Menschen und immer für ein Bier / eine Party zu haben. 

Lennart und ich suchten weiter nach Jobs in Tasi. Und siehe da, Lennart wurde fündig. Mit 3 anderen Backbackern, deutsche und ein Ungar fanden wir eine Apfelplantage in der Nähe von Launceston. Es klang so, dass wir zeitnah dort anfangen können. Am Ende stellte sich raus, das die anderen vier anfangen können und ich 1,5 Wochen warten musste, bis ich Äpfel pflücken kann. Blöd war, das ich den Himbeeren Job gekündigt habe (damit ich auf der Apfelplantage starten kann) und dann ging nichts los und ich 1,5 Wochen in der „Luft“ hang.

Wir waren aus dem Haus in Cressy ausgezogen und lebten nun fort an in Lanceston, genauer gesagt im Lanceston Backpacker Hostel. Meine Freunde gingen jeden Tag arbeiten und ich hatte nichts zu tun. Den ersten Arbeitstag von meinen Freunden fuhr ich auch mit auf die Arbeit, da ich davon ausgegangen war, dass ich auch anfangen könnte…dies erwies sich als Missverständnis, der Vorarbeiter sagte ich würde in einer Warteschlange stehen und könnte nicht jetzt anfangen. Ich war etwas  deprimiert, da ich nun den ganzen Tag auf der Farm / im Auto auf meine Freunde warten musste, bis die mit der Arbeit (nach 8 Stunden) fertig waren.

Wie gesagt hatte ich dann 1,5 Wochen frei! Da ich kein Auto habe und in Lanceston (80.000 Einwohner) auch nicht allzu viel los ist, schlief ich immer bis Mittag und lebte in den Tag hinein. Einmal war ich in der Schlucht von Lanceston ein Stück wandern, aber dies war auch nichts neues, da ich den Wanderweg schon mit Damion abgelaufen bin. Am Donnerstag den 14.03.2019 lernte ich im Hostel eine Taiwanerin kennen, die nur paar Tage in der Stadt / Hostel ist. Wir unterhielten uns gut und verstanden uns auch. Da sie auch keine groben Pläne hatte, schmiedeten wir für den nächsten Tag einen Plan. Das Ziel war der 2,5 Stunden entfernte „Cradle Mountain Nationalpark“. Wir liehen uns für 100$ (65€) einen Mitsubishi Outlander aus (ein großen SUV), da die keine Kleinwagen hatten und fuhren Freitagmorgen den 15.03. nach Zentral Tasmanien zum National Park. Gegen Mittag kamen wir an. Man kann nicht direkt mit dem eigenen Auto in Park fahren, man muss einen Shuttle Bus nehmen. Dieser fährt 20 Minuten in den Cradle Mountain National Park hinein und dann kann man loswandern. Wir hatten 5,5 Stunden Zeit, ehe der letzte Shuttle Bus wieder zurück fuhr. Wir wählten einen langen Wandertrack der insgesamt 5 Stunden dauerte. Wir liefen mindestens an 8 mehr oder weniger großen Seen vorbei, überwindeten viele Höhenmeter (der Track wird auch „Alpiner Wanderweg“ bezeichnet) und kamen nach drei Stunden am Fuße des Gradle Mountain an. Der Gradle Mountain ist ein rießiger Berg (zirka 1800 Meter hoch), der bekannteste in dem National Park und er stellt ein sehr schönes Fotomotiv dar. Ihn mit Simi (der Taiwanerin) zu besteigen, dazu war leider zu wenig Zeit. Wir entschieden uns unterhalb des Berges entlang zu wandern, was sich sehr spannend herausstellte. Es bot sich ein abwechslungsreicher Wandertrack mit vielen kniffligen Passagen. Wir trafen auch Wanderer, die 6 Tage in dem National Park verbringen / wandern. Wow 6 Tage ist schon ziemlich lang. Man muss so eine Tour sehr gut planen. Wir erreichten indessen den größten See, den „Dove Lake“. Nach 5 Stunden erreichte ich mit Simi den Shuttle Bus, wir fuhren zurück zum Parkplatz und später schließlich mit unserem Mietwagen nach Lanceston. Was für ein toller Tag! Abends ging ich noch mit Lennart und Simi in eine Irische Kneipe und nächsten Morgen brachte ich den Mietwagen zurück.

Am Donnertag, den 21.03.2019 konnte ich endlich auf der Obstplantage / Apfelfarm beginnen. Wir fangen immer 7:30 Uhr an und haben 15:30 Uhr Feierabend. Äpfel pflücken macht auf jeden Fall mehr Spaß als Himbeeren, ist aber auch doppelt so anstrengend! Mein Rücken macht mir etwas Probleme beim Pflücke. Finanziell lohnt sich die Arbeit auch auf jeden Fall mehr als Himbeeren Pflücken. Man kann hier 150$ am Tag machen, wenn man sehr gut ist 200$. Im Gegensatz zu Himbeeren wo ich meistens 60-90$ pro Tag gemacht habe, ist das schon eine Steigerung. Außerdem Arbeiten wir 7 Tage die Woche – kein Wochenende. Die Ernte geht 8 Wochen und der Farmer hat uns auch gebeten die ganze Zeit zu bleiben, da wir dann eingearbeitet sind. Beim Äpfel pflücken hat man, wie beim Mandarinen einen großen Korb vor dem Bauch hängen und füllt diesen mit Äpfel. Anschließend  schüttet man die Äpfel in eine große Kiste / Obstkiste. Den ersten Tag habe ich allein gepflückt, die darauf folgende im Team, immer 4 Leute zusammen. Der Großteil bzw. fast alle Arbeiter / Pflücker kommen aus Asien. Wir pflücken derzeit „Gala Royal“, so heißt die Apfelsorte. Ein dunkelroter, sehr saftiger / süßer Apfel. Beim Pflücken muss man auch eine Leiter einsetzen, da die Bäume Zirka 3 bis 4 Meter hoch sind. Ich glaube ich bleibe die 8 Wochen in dem Betrieb, ehe ich nach Dresden komme, zuvor noch kurz nach Sydney, da ich von da aus meinen Rückflug habe.

24Februar
2019

1. Job in Tasmanien – Himbeeren pflücken

Hallo.

Am 11.02.2019 verließ ich mit Damien unsere liebgewonnene Familie im Norden von Tasmanien. Wir ließen unsere Woofing – Station, in der wir mit 3 Kindern und deren Eltern eine Woche lang leben durften und machten uns auf in das 30 Kilometer entfernte Longfort zu unserem neuen Job. Unsere Gasteltern fuhren uns an dem Montag nach ihrer Arbeit in das Zeltlager, in dem wir die nächsten Wochen leben sollten. Wir kamen 19.00 Uhr abends an und waren erst einmal baff, wie das Zeltlager, welches unser Arbeitgeber uns zur Verfügung stellt, aussah. Es hatte einen „Charme“ wie ein Flüchtlingslager…

80 Zelte waren auf einer großen Wiese verteilt. Hier sollten die nächsten Tage insgesamt 100 arbeitsfähige Backpacker „einziehen“… In der Mitte der Zelte waren zwei Küchen aufgebaut, die mit Gasflaschen zum Kochen ausgestattet waren. Alles war sehr simple und sporadisch aufgestellt und wirkte nicht wirklich zum Kochen einladend. Außerdem gab es 2 Toiletten und derzeit keine Dusche! Wir zogen wie gesagt am 11.02. ins Lager ein. Mit uns zogen gleichzeitig noch 50 andere Backpacker an dem Tag ein, die Tage sollten die anderen 50 folgen.

 

Von Montag bis Mittwoch hatte ich mit Damien (mein französischer Kumpel) frei, ehe wir am Donnerstag mit der Arbeit beginnen sollten. Es war sehr langweilig im Zeltlager, die ersten 2 Tage regnete es und wir hatten nicht wirklich was zu tun. Die Nächte in Tasmanien werden langsam echt kalt nachts! Bis zu 0° Celsius erreichten die Temperaturen. Mit 2  Schlafsäcken und einer Wolldecke ausgestattet überlebte ich aber wohlbehaltend die kühlen Nächte. Wir erkundeten ein wenig Longfort, waren am Fluss und in der Bibliothek, da auch keine Energie / Strom im Camping Ground zur Verfügung stand und wir luden unsere Smartphones in der Bibo auf. Ihr merkt sicherlich beim Lesen, das das „Flüchtlingscamp“, wie wir es scherzhaft nennen, ziemlich scheiße ist: kein Strom, keine Duschen, 2 Toiletten, Zelte zum Schlafen… und  das alles für 100$ (65€) pro Woche / pro Person! Die nächsten Tage, so versprach es die Chefin der Agentur, für die wir arbeiten, sollten Veränderungen im Zeltlager folgen…dies geschah auch. Es gab nach einer Woche statt 2 Toiletten jetzt 10, 4 Duschen wurden aufgebaut, 2 Kühlschränke kamen dazu und Strom wurde eingerichtet! Jetzt ließ es sich schon mehr hier aushalten.

 

Im Lager selbst leben nur Backpacker aus allen Ecken der Welt. Der Großteil  kommt sehr ungewöhnlich aus Südamerika, natürlich Frankreich, Asien und Italien. Deutsche sind nur vereinzelt auf dem Camping Platz zu finden. Ich habe in meinen 9 Monaten Australien Aufenthalt keine Südamerikaner kennen gelernt und hier in Tasmanien sind gleich 20 oder mehr… Sehr nette Leute!

 

Am Donnerstag, den 14.02.2019 war für mich und Damien der erste Arbeitstag. Wir haben eine Arbeitsstelle in einer Farm, die Himbeeren und Erdbeeren anpflanzt, gefunden. Dies läuft, wie so oft in Australien, über eine Arbeitsagentur. Der Arbeitstag startet um 6.30 Uhr und endet meistens 14.30 Uhr. Unser Arbeitsvertrag läuft zirka für 6 Wochen und wir haben für Himbeeren pflücken unterschrieben. Dies machen wir auch seit 10 Tagen…Himbeeren pflücken. Leider wird nicht nach Stundenlohn bezahlt, sondern nach Stückzahl! Am ersten Tag pflückte ich extrem wenig, da ich die Technik nicht kannte und ich so langsam war. Der Trick beim Himbeeren Pflücken ist, mit beiden Händen gleichzeitig zu picken und so viele Himbeeren wie möglich in den Handballen aufzunehmen. Für mich stellt sich das für eine ziemliche große Herausforderung raus, da ich einfach sehr langsam beim Pflücken bin! Ich arbeite in einem Team mit 60 Mitarbeitern / Pfückern! Darunter sind auch einige Arbeiter aus dem pazifischen Ocean – Tonga. Diese Arbeiter sind extrem schnell beim Pflücken und sie machen unglaubliche 22 große Behälter voll mit Beeren, mein Rekord in 10 Tagen war 9 Behälter in der gleichen Zeit. Wahnsinn. Die Tonga Arbeiter sind meist weiblich, sehr dick und schreien viel rum…aber ihre Leistung ist außergewöhnlich! Zu meiner Leistung kann man sagen, das andere Backpacker nicht viel mehr pflücken als ich, nur die Tonga Arbeiter, die fast jede Saison hier arbeiten, wirklich gutes Geld machen. Ich mach an manchen Tagen nur 10$ pro Stunde (6,50€), werde aber wie alle schneller und besser mit der Zeit. Jeder Mitarbeiter pflückt seine eigene Reihe, die voll mit Himbeeren sind. Das Ganze ist überdacht, sollte es einmal regnen, ist man geschützt! Unter den langen Tunnelzelten wird es tagsüber aber auch schön heiß, da derzeit die Temperaturen immerhin noch 25° in Tasmanien erreichen. Übrigens habe ich mit Damien jetzt 10 Tage am Stück durch gearbeitet…wir waren danach ziemlich kaputt und haben 2 Tage frei bekommen.

Soviel zur Arbeit erst einmal. Ich hoffe ich mach die nächsten Tage / Wochen etwas Geld, ansonsten verlasse ich eventuell die Arbeitsstelle und ziehe weiter. Einige Backpacker haben das nach den ersten Tagen auch gleich gemacht! Ich will aber nicht gleich aufgeben und guck was die nächsten 2 Wochen bringen.

 

Zu meiner Wohnsituation: Ich habe gestern (23.02.) das Zeltlager mit Damien und 5 weiteren Franzosen verlassen und wir sind in ein Haus gezogen. Hier haben wir ein Bad, Küche, 3 Räume, Fernseher, Internet, einen Garten, Einkaufsmöglichkeiten und alles was man braucht. Nach 2 Wochen Zelten tut es gut in einem Haus zu leben, welches voll ausgestattet ist. Außerdem bezahlen wir nun 70$ pro Woche / Person, statt 100$ im Zeltlager.

Zeltlager Tunnelzelte Arbeit

09Februar
2019

Tasmanien – Reisen mit einem Mietwagen an der Ostküste und Woofing in Launceton

Hi meine Lieben.

Hier lest ihr meinen Tasmanien Bericht. Ich habe mit Freunden eine Woche lang die Ostküste der Insel bereist. Wieder hatten wir einen Mietwagen gemietet und das wunderschöne Tasmanien bereist. Tasmanien wird auch der kleine Bruder von Neuseeland genannt.  Tasmanien ist eine Insel unterhalb von Melbourne (Australien) und ist zirka halb so groß wie Deutschland! Tasi (in Kurzform)  besitzt tolle Strände, Wasserfälle und Berge…ein Land zum Schwärmen und die Zeit vergessen zu lassen. Aber lest selbst was ich alles erleben durfte!

Los ging die Reise am 25.01.2019 von Melbourne aus. Mit 4 Freunden (3 Französische Backpacker und einer deutschen Backpackerin) nahmen wir am Morgen die Fähre nach Tasmanien. Die Fähre fuhr 10 Stunden von Melbourne nach Devenport (Norden von Tasi) und kam 130$ pro Person (80€). Glücklich und etwas erschöpft  von der langen Fahrt fuhren wir mit Sara (die deutsche Backpackerin) 2 Stunden von Devenport nach Launceton, der zweit größten Stadt in Tasi. Wir checkten für 2 Nächte ins „Arthouse“, einem Hostel in Launceton ein. Die Nacht verbrachten wir überraschend auf dem Sofa vom „Arthouse“, weil in unserem Zimmer ein kranker Asiate lag. Er trug einen Mundschutz, hatte sein Bett mit einer Aluminium Rettungsdecke ausgelegt und sah gar nicht gut aus. Er hatte, was wir vermuten,  die Krätze! Er war am ganzen Körper errötet und hatte Ausschlag…wir wollten nichts riskieren und schliefen im Wohnzimmer auf der Couch!

Der nächste Tag war etwas chaotisch, da meine Freunde mit denen ich die Ostküste Tasmaniens bereisen wollte, sich auf einmal nicht mehr sicher waren, ob sie sich einen Mietwagen ausleihen wollen oder trampen, mit dem Fahrrad oder gleich arbeiten sollten. Wir hatten einige Diskussionen diesbezüglich. Am Ende des Tages wurden Damien und Elvina (beide von Frankreich) konkreter und konnten sich endlich dazu entscheiden, mit mir einen Mietwagen für die nächsten 7 Tage zu mieten. Beide haben derzeit nicht unbedingt große finanzielle Mittel, sodass ich viel Überzeugungsarbeit leisten musste! Am Abend waren wir mit vielen Leuten aus dem Hostel in der Stadt unterwegs, da Australien Day war. Australien Day ist ein australischer Feiertag. An diesem Tag wird die Übernahme der weißen (Europäer) gefeiert, welche das Land von den Aborigines übernommen haben. Nicht gerade ein würdiger Grund zum Feiern, eher etwas traurig, wenn man bedenkt das die Aborigines an diesem Tag ihr Land verloren haben… Nichts desto trotz gingen wir mit 10 Leuten in einen Irish Pub und tranken bis in die Morgenstunden. Leider gaben wir (Damien und ich) wieder viel zu viel Geld aus, da wir Gin Tonic tranken (10$ ein Glas). Naja was soll es, man ist nur einmal jung…

Am Sonntag den 27.01. fuhren wir morgens zum Flughafen von Launceton und suchten einen Mietwagen Händler auf. Wir fanden Sam, ein Mitte vierzigjähriger Mann, sehr lustig und gut gelaunt, der paar Autos im Garten stehen hat. Er wollte Anfangs für einen Wagen (Marke hab ich vergessen) 69$ pro Tag haben. Am Ende verhandelten wir,  besonders Elvina mit dem Guten Kerl und er gab uns das Auto für 39$ pro Tag (30$ weniger!).  Wir waren natürlich damit mehr als zufrieden und freuten uns unseren Roadtrip zu dritt starten zu können. An dem Sonntag fuhren wir nachmittags noch 2 Stunden Richtung Ostküste und holten Freunde ein, die ihren Roadtrip schon starteten. Wir schliefen zu fünft auf einem Freien Campingplatz (ohne Gebühren) und hatten einen angenehmen Abend mit Bier und Bildervortrag von einem Freund.

Am nächsten Tag besuchten wir morgens die Columbia Wasserfälle, die gleich in der Nähe des Campingplatzes waren und fuhren zu einer privaten Käsefabrik, wo man Käse kaufen und probieren konnte. Sehr coole und freundliche Mietarbeiter der Fabrik präsentierten uns Käse, der vom aller feinsten war! Später ging es Richtung Ostküste, genauer gesagt zur Bay of Fire, einer für mich schönsten Plätze an der Ostküste Tasmaniens. Azurblaues Wasser, einsame Strände und rote Küstenfelsen warteten auf uns. Das Wasser war wie im Film, super hellblau, einfach Wahnsinn. Wir erkundeten viele Plätze an der Bay of Fire und fanden, wie in Neuseeland (war 2012 dort), einsame Strände wo einfach keine Menschenseele ist und der Strand einfach wunderschön ist. Allein am Strand, was für ein freies Gefühl…abends steuerten wir gut gelaunt, wieder einen Gebühr freien Campingplatz an und trafen noch mehr Freunde aus früherer Zeit. Jetzt waren wir 8 Leute (davon 5 Franzosen).

Die nächsten Tage reisten wir die Ostküste Tasmaniens hinunter. Wir sahen, wie überall an der Ostküste, tolle Strände mit schneeweißem Sand, gute Natur und einige Tiere. Ich gehe jetzt nicht auf jeden Abschnitt der Ostküste ein, nur noch auf 2 weitere Highlights der 7- tägigen Reise. Ein Highlight war der 12 Kilometer lange Wandertrack an der „Weinglas Bay“. Wir waren mittlerweile eine Gruppe von 10 Leuten (natürlich wie immer mit vielen Franzosen bestückt – insgesamt 9). Komm ich kurz auf meine Französischen Freunde zu sprechen…ich kann nur Gutes über sie sagen. Mein Freundeskreis in Australien besteht größtenteils von unserem Nachbarland Frankreich. Hier in Australien sind die meisten Backpacker aus Frankreich. In Neuseeland ist dies anders…da sind die meisten Leute aus Deutschland. Zurück zur „Weinglas Bay“ …wir wanderten 12 Kilometer an dem Tag. Der Wandertrack führte über Berge und tolle Küstenabschnitte. Höhepunkt der Wanderung war der Blick über die sehr bekannte „Weinglas Bay“. Unten seht ihr ein Bild davon. Der Strand der „Weinglas Bay“ zählt auf der Welt mit zu den 10 besten Stränden auf unserer Erde! Es war ein toller Wandertag mit vielen Höhepunkten. Abends im Camp waren alle sehr erschöpft und gingen zeitig schlafen. Reisen kann auch sehr anstrengend sein – so viel Eindrücke, lange Wanderungen usw.

Ein anderer Höhepunkt der 7-tägigen Ostküsten Reise, war die Insel Maria Island! Für 40$ fuhren wir in der Gruppe, mit der Fähre, zirka eine halbe Stunde, auf die Insel „Maria Island“. Nicht alle von unseren Freunden waren bereit 40$ für die Fähre zu bezahlen, sodass wir in einer dezimierten Gruppe unterwegs waren. Wir hatten 7 Stunden Zeit die Insel zu erkunden. Dabei kann man sich entscheiden, ob man zu Fuß oder ein Fahrrad für weitere 30$ ausleiht. Wir entschieden uns per Fuß ein Teil der Insel (eigentlich braucht man 2 Tage) zu erkunden. Im Nachhinein war das glaube ich die bessere Entscheidung, da wir gefühlte 100 Tiere in den 7 Stunden entdecken und beobachten konnten. Einfach genial das Wildleben auf der abgeschotteten Insel! Wir sahen Quakkas, Wallabys, Kängurus, Wombats, exotische Vögel und verschiedene weitere Tiere, bei denen ich nicht genau weiß wie sie heißen…aber seht selbst unten auf den Fotos. Wir liefen verschiedene Wandertracks auf Maria Island ab. Am Ende kamen wir an einen atemberaubenden Küstenabschnitt. Die Klippen dort waren hunderte von Metern tief! Wow! Wir verbrachten eine Stunde an den Klippen und genossen die Aussicht…abends fuhren wir ans Festland zurück. Der Tag war für mich sehr nahe an einen perfekten Reisetag. Von morgens bis abends erlebten wir tolle Sachen. Abends ließen wir unseren Reisetag in einer Kneipe ausklingen.

Die Fahrt ging weiter Richtung Süden an der Ostküste entlang. Unser Endziel war Hobart, die Hauptstadt Tasmaniens. Hier verbrachten wir 2 Nächte mit viel Partys, Drinks und Spaß. Hobart erinnert mich stark an Wellington (Stadt in Neuseeland) da der Hafen und die Lage der Stadt sehr ähnlich sind. Außerdem waren wir neben vielen Partys auf einem sehr hohen Berg, der im Hintergrund der Stadt hinaus ragt. Wir bestiegen aber nicht den Berg, sondern fuhren mit dem Auto hinauf! Und dann war unsere Reise an der Ostküste vorbei! Sonntag fuhren wir durchs  Inland zurück nach Launceton, da wir das Auto dort wieder bei Sam abgeben mussten. Wir waren zirka 4 Stunden vom Süden (Hobart) in den Norden (Launceton) unterwegs.

Auf der Fahrt in den Norden mussten wir uns Gedanken machen, wie es weiter gehen soll… Und zwar: Ich fand auf HelpX, eine Internetseite, eine Familie bei der wir in Launceton woofing machen können und Damion fand auf einer anderen Seite einen Job für uns, bei dem wir 1 oder 2 Wochen später anfangen können. Woofing ist das, was ich damals 2012 auch schon in Neuseeland gemacht habe… Man wohnt bei einer Familie 1 bis 2 Wochen, arbeitet für die und bekommt Essen und Unterkunft für frei gestellt! Man muss nur 4 bis 5 Stunden am Tag arbeiten, kann in eine australische Familie Einblick erhalten, lebt mit ihnen zusammen, man wird bekocht oder muss manchmal selber kochen und hat über den Tag verschiedene Arbeiten zu verrichten. DA wir kaum mehr Geld haben, ist dies perfekt zur Überbrückung. Ich habe noch zirka 800€ auf meinem australischen Konto und Damion 30€…Elvina, unsere Reisebegleiterin entschied sich nach der Ostküste Tasmaniens wieder zurück nach Melbourne zu gehen und dort eine Wohnung und Arbeit zu finden.

Ich und Damion wollten woofing probieren, bis wir in 2 Wochen dann unseren Job in Himbeeren pflücken starten können. Ich hatte zirka 6 Familien bei HelpX angeschrieben…2 Familien hatten Interesse uns zu nehmen! Wir entschieden uns für eine Familie in Launceton mit 3 Kindern (12,15  und 17 Jahre alt). Wir dachten da haben wir mehr Aktion um uns herum  und da ich, als auch Damion mit Kindern arbeiten, war uns klar, wir gehen zu dieser Famlie.

Wir wurden von der Familie sehr herzlich Willkommen und Damion und ich hatten gleich ein gutes Gefühl. Die Familie besitzt mehrere Häuser, wohnt aber derzeit am Rande der Stadt Launceton in einem netten Häuschen. Trotz dass sie so nahe der Stadt wohnen, kann man ihr Grundstück als Farm ansehen, da es so rießen groß ist. Hinter dem Haus hat die Familie ein großes Ackerland, wo ein Schaf grast. Damion und ich haben ein eigenes, kleines Garten Häuschen für uns allein. Die Familie ist sehr kirchlich (christlich) und für uns war es bisschen komisch, dass man sich vor dem Essen die Hand reicht und ein Gebet spricht. Rob und Miranda (die Erwachsenen) sind beide Lehrer an einer Schule, wo auch ihre 3 Kinder hingehen. Sie gehen derzeit jeden Tag nach der Schule, kommen gegen 17 Uhr nach Hause, in die Kirche, da derzeit eine spezielle Woche in der Kirche ist. Derzeit fastet die halbe Familie, da die Kirche das vorgibt…aber so richtig halten sie (die Familie) sich nicht daran, da wir sie des Öfteren beim Essen erwischt haben! Nichts desto trotz, dass sie so kirchlich sind, ist die Familie mega nett. Wie gesagt arbeiten wir 4 Stunden am Tag und bekommen hervorragendes Essen gestellt! Manchmal sollen wir zwar kochen, so hieß es am Anfang, nur arbeiten wir so gründlich und hart (Damion und ich) das sie uns lieben und jeden Tag danken, dass wir so hart arbeiten. Sie danken uns mit Essen und sogar ein bisschen Bier haben sie uns besorgt! Außerdem können wir das Auto der Frau benutzen, wenn wir es benötigen. Unsere Aufgaben haben sich die ersten Tage hauptsächlich im Garten abgespielt. Wir haben Unkraut beseitigtet, Beete umgegraben, Rasen gemäht, die Schuppen aufgeräumt und gereinigt, Hausarbeit absolviert und den Garten auf Vordermann gebracht. Es macht Spaß hier zu  arbeiten, da die Wertschätzung sehr hoch ist. Donnerstag, den 7.2.19 haben sie uns einen freien Tag gegeben für unsere gute Leistung. Kurz noch was zur Familie: ich glaube die meisten Australier sind so, und zwar etwas chaotisch bzw unordentlich. Im Haus ist es etwas dreckig, unrein und weniger gepflegt… Damion und ich sind uns einer Meinung, in Frankreich und Deutschland sind die Familien anders, haben mehr System und Ordnung in ihrem Haushalt. Es stört uns aber weniger, da wir (Damion und Ich) auch keine Engel in der Hinsicht sind. Freitag und Samstag haben wir auch für die Familie gearbeitet. Rob (der Mann) betreibt mit einem Freund einen kleinen Holz Handel. Sie sägen auf dem rießigen Grundstück Baumstämme zurecht und verkaufen sie an privat Leute. Freitag kam eine neue Holzlieferung…ich hab beim Abladen und Transport geholfen (Rob fuhr den Traktor, ich habe die Ketten um die Stämme gehängt) und Damien hat dem Freund beim Stämme auf Sägen geholfen. War ein guter Arbeitstag! Mit Rob, seinem Freund und Damien zusammen zu arbeiten macht sehr viel Spaß. Gerade mit meinem französischen Kumpel Damien bilde ich ein gutes Team und Rob sagt uns sehr oft, dass er noch nie so gute und fleißige Arbeiter hatte. Samstag hab ich mit Damien den Waschraum gemalert! Wir haben den sehr vermüllten Raum erst einmal leer geräumt und dann komplett geweißt.

Das war mein erster Blogeintrag über Tasmanien. Nach einer Woche woofing starten wir nächste Woche unseren ersten Job in Tasmanien. Was wir dort erleben und wie es uns gefällt, lest ihr demnächst! Tschüss

PS: Ich habe meine Rückflüge nach Deutschland gebucht. Ich lande am 25.05.2019 um 13 Uhr in Dresden. Dann bin ich für 1 Monat in meiner Heimatstadt!

  Wombat Woofing Woofing Woofing Wohnzimmer / Küche Woofing   Woofing Woofing Haus Woofing Damien Woofing Woofing

01Februar
2019

Roadtrip mit dem Mietwagen entlang der "Great Ocean Road"

Hallo Leser Gemeinde,

hier lest ihr mein nächstes Abenteuer von Down Under. Vorerst sage ich euch erst einmal dass es mir gut geht, auch wenn ich mein 4.000€ teuren Geländewagen verloren habe, bzw. durch einen Motorschaden verschrotten lassen musste. Was soll es, man muss im Leben oft zu Dingen / Gegenständen sich verabschieden und oft geht halt auch mal was kaputt! Meine Reise / Auslandsjahr geht destotrotz weiter…

Und zwar verabschiede ich mich von Berri Backpacker (ich war 5 Monate dort) und bin wieder auf der Straße unterwegs / reise endlich wieder. Am Dienstag den 15. Januar ging die Reise los. Im vornherein musste ich viel organisieren, da ich mein ganzes Auto voller Campingzeug hatte und das Rooftop Tent (Zelt auf dem Autodach) ich versuchte zu verkaufen. Das Rooftop Tent verkaufte ich am Ende an eine Freundin für 400$ (neu kostet es 600$ bis 700$) und Campingzeug konnte ich auch einiges loswerden, aber ich habe auch ein Teil für meinen nächsten Roadtrip behalten.

Am 15.01. stellte ich mich mit Lennart, einem deutschen Freund und einem Schild bewaffnet an den Straßenrand und versuchte 250 km nach Adelaide (nächst größere Stadt) zu trampen. Nach einer dreiviertel bis Stunde hielt endlich ein junger 21-jähriger Autofahrer an und nahm uns 100 Kilometer mit. Man muss dazu sagen, dass wir 45° an dem Tag im Schatten hatten! Es war also eine Qual eine halbe Stunde in der Sonne zu stehen. In Waikerie, dem Ort nach 100 km, schmiss uns der Autofahrer raus und wir warteten wieder über eine Stunde, dazwischen waren wir in einem Road Haus Mittag essen. Diesmal nahm uns ein älterer Herr mit nach Adelaide (die letzten 150 Kilometer) mit und fuhr uns freundlicher Weise direkt vor unser Hostel, welches wir für Adelaide gebucht haben.

Froh und happy erreichten wir unser Ziel mit Trampen nach zirka 5,5 Stunden. Eigentlich braucht man 3 Stunden von Berri nach Adelaide! War aber eine tolle Erfahrung in Australien zu trampen und unsere Fahrer waren besonders nett. Abends sind wir mit Freunden noch was trinken gewesen.

Nächsten Morgen fuhr ich mit Damien (Franzose) zum Adelaide Flughafen und wir holten unseren Mietwagen für die nächsten 7 Tage ab. Wir haben zu viert einen Mitsubishi ASX gemietet. Der Wagen (Bild unten) ist ein Mittelklasse Wagen. Zu viert (1 Französisches Mädchen 22, 1 Franzose 23 und ein anderer deutscher 23 Jahre alt – ich bin mit 29 Jahren der Daddy) ist der Mitsubishi ASX eigentlich zu klein, da jeder Gepäck hat und wir Camping Equipment im Auto mitführen. Irgendwie haben wir es geschafft alles rein zu quetschen. Der Mietwagen kam übrigens für 7 Tage 450$ (zirka 300€) und das durch 4. Dann kommen noch Spritkosten dazu, aber ich kann schon vorher verraten, dass das Mietauto wenig Sprit verbraucht hat.

Gegen 2 Uhr verließen wir Adelaide mit unserem neuen Fahrzeug und steuerten erst einmal einen nahe gelegenen Strand an. Abends checkten wir in einem Campingplatz (9$ pro Nacht) ein. Der Campingplatz lag nahegelegen am Strand und eine Höhle war auch gleich um die Ecke. Der erste Abend war etwas chaotisch, da wir noch nie miteinander gereist sind und es sich erst einmal alles einspielen muss und wir natürlich nur eine geringe Menge an Camping Zeug hatten…nicht mehr alles, aber alles halb so wild!

Nächsten Morgen steuerten wir in die Richtung „Grampians“ einem sehr bekannten National Park, in der Nähe der Great Ocean Road. Wir schauten uns einen großen Wasserfall an und die „Balconies“, eine bekannte Felsformation. Die Grampians erinnerten mich stark an die Sächsische Schweiz in der Nähe von Dresden. Abends steuerten wir einen freien Campingplatz an und machten ein Lagerfeuer. In unser Camp kam andauernd ein Wallaby (kleines Känguru) welches vom Essensgeruch angezogen wurde. Es war am Anfang toll und beeindruckend so nahe ein wildes Tier zu sehen, aber da es immer wieder ins Camp kam, war es ein bisschen nervig. Außerdem kam nachts noch ein anders Nagetier, welches vom Essensgeruch angezogen wurde.

Nächsten Morgen verließen wir die Grampians und steuerten Richtung der bekanntesten Straße Australiens, der „Great Ocean Road“. Die Great Ocean Road führt immer am Meer entlang und besitzt tolle Strände, Klippen und Küstenabschnitte. Leider besitzt bzw besuchen auch massig viele Touristen die Great Ocean Road, besonders viele Asiaten, sodass man teilweise das Gefühl hat in Asien bzw China zu sein. Bevor wir aber an der 250km langen Great Ocean Road ankamen entdeckten wir unterwegs noch einen traumhaften einsamen Strand mit atemberaubenden Felsen. Das tolle war wirklich, dass wir eine Stunde allein an dem Strand waren und ich hatte kurz das Gefühl in Neuseeland zu sein, da man dort auch solche Strände findet.

Dann ging es nachmittags weiter zur Great Ocean Road. Man kann ständig irgendwo unterwegs abbiegen und Aussichtspunkte / Strände besuchen. Das bekannteste in der Great Ocean Road sind die zwölf Apostel. Wir waren insgesamt 5 Tage in der Great Ocean Road! War eine gute Zeit. Wir haben tolle reisende getroffen, gute Gespräche geführt und Spieleabende veranstaltet. Außerdem waren wir ausnahmsweise in Restaurants essen und haben Kneipen aufgesucht. Meine Freunde haben sich auch in der Apollo Bay Surfboards ausgeliehen und versucht zu surfen…es ist beim Versuch geblieben. Wenn man Wellen reiten möchte, braucht man schon etwas länger Zeit als 1, 2 Tage. Ich hatte keine Lust zu surfen, da ich in Neuseeland vor 6 Jahren schon dieses Hobby betrieben habe und es echt schwer ist. Außerdem waren kaum Wellen in der Apollo Bay. Fazit von der Great Ocean Road: Es ist ein sehr schöner Abschnitt von Australien, leider aber mit zu vielen Touristen überfüllt. Mir haben die Klippen sehr gut gefallen, die Strände waren toll und mit meinen Freunden hatte ich eine gute Zeit!

Die Great Ocean Road endet kurz vor Melbourne, der 4,5 Millionen Metropole, unsere vorerst letzte Station, da wir in Melbourne unser Mietwagen abgeben müssen. Am 22.01.2019 kamen wir abends in Melbourne an. Die Fahrt zu unserem Hostel, welches im Stadtzentrum ist, war sehr anstrengend, da der Verkehr in Melbourne der Horror ist. Übrigens bin ich fast den gesamten Roadtrip mit unserem gemieteten Mitsubishi gefahren, da ich die meiste Fahrerfahrung habe und der Vati in der Gruppe bin. Das Hostel welches wir ausgesucht haben, war mit Abstand das billigste, aber dafür auch ziemlich scheiße! Es war halb im Bau und die Zimmer waren extrem klein für 8- Personen Raum. Nächsten Morgen haben wir unseren Mietwagen zum Flughafen gebracht. Zuvor haben wir ihn komplett reinigen lassen. Ohne Probleme gaben wir unseren Weggefährten ab. War ein sehr tolles Auto (Mitsubishi ASX).

Die nächsten zwei Tage hatten wir Zeit um Melbourne ein wenig zu erkunden. Wir waren im botanischen Garten, im Stadtzentrum und haben das Nachtleben erkundet. Ganz viele Leute von Berri waren zu der gleichen Zeit in der Stadt und wir waren teilweise eine Gruppe von 12 Leuten. Die meisten kommen aus Frankreich. Ich habe nicht alles von Melbourne gesehen, aber ein Zwischenfazit kann ich ziehen…viele sagen Melbourne ist mit Abstand die beste Stadt in Australien. Mir hat sie nicht so gefallen, da einfach viel zu viele Leute in der City unterwegs sind! Es ist stressig und anstrengend in der Stadt unterwegs zu sein. Vielleicht erkunde ich die Stadt erneut etwas später, aber jetzt geht es erst einmal für paar Wochen nach Tasmanien! Was ich in Tasmanien erlebe erfahrt ihr nächste Woche, in meinem neuen Auslandsbericht!

Mietwagen

14Januar
2019

5 Monate Berri Backpacker Hostel

Hallo liebe Freunde!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein gesundes Neues Jahr! Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr reingekommen und hattet ein unvergessliches Weihnachtsfest…weiter unten ist zu lesen, wie ich Weihnachten und Sylvester verbracht habe.

Mir geht es sehr gut in Australien. Ich habe 5 Monate in einem sehr tollen Hostel in Berri verbracht. Ich habe so viel Leute aus aller Welt hier getroffen, echt Wahnsinn! Australien gefällt mir sehr gut, ich fühle mich hier wohl und genieße gerade das was ich mache in vollen Zügen. Am Anfang hatte ich etwas Anfangsprobleme im Hostel, fühlte mich nicht so richtig wohl, aber nach einer Weile ist man zusammen gewachsen, wie eine Art Familie. Das Berri Backpacker Hostel beherbergt im Schnitt 40 bis 50 Bewohner / Backpacker aus aller Welt, aber der Großteil kommt aus Europa, noch genauer gesagt aus Frankreich und Deutschland. Zwischenzeitlich war das Hostel voller Franzosen, mittlerweile haben die Deutschen wieder die Überhand übernommen.

Von den fünf Monaten in Berri habe ich 4,5 Monate gearbeitet und mir 120 Farmtage zusammen gesammelt. Eigentlich benötige ich nur 88 Farmtage um das 2. Visum für Australien beantragen zu können…ich hab bisschen länger durchgezogen um Geld zu verdienen. Wie ihr im Vorbericht lesen konntet, habe ich auf dem größten Organischen Weinbetrieb Australiens gearbeitet. Die Zeit verging echt schnell, wenn du von Montag bis Freitag arbeiten gehst. Am Wochenende haben wir eigentlich immer Partys veranstaltet und das Backpacker Leben genossen. 3-mal haben wir eine „Buschparty“ gemacht. Viele von euch wissen sicherlich nicht was eine Buschparty ist…da organisiert man eine Party in einem National Park oder in einem Wald, oder an einem Fluss, je nach dem und macht eine große Party. Johan, ein cooler Schwede aus dem Hostel hat die Partys immer organisiert. Mit einer großen Musikanlage, einigen Zelten und einem Storm Generator bewaffnet geht es in die Natur für eine große Sause. Wir hatten jedes Mal viel Spaß.

In meinen 5 Monaten in Berri, war ich auch an einem Wochenende bei einem Musikfestival in der Nähe von Melbourne. Das war erst mein zweites Festival mit 29 Jahren…vorher war ich mal in Deutschland beim Skandalös Nähe der dänischen Grenze. War eine gute Erfahrung das Festival in Melbourne, nur hat mir die Musik nicht ganz so gut gefallen. Ich war mit 4 anderen Freunden aus dem Hostel auf einem „Side Trance“ Musikfestival. Side Trance ist relativ harte elektronische Musik, die ich mir 3 Stunden vielleicht anhören kann, aber kein ganzes Wochenende. Irgendwie musste es gehen, aber nächstes Mal muss ich mich etwas besser informieren, welche Musik gespielt wird. Das verrückte war, das wir 900 Kilometer für eine Strecke gefahren sind, um zum Festival zu besuchen…also insgesamt 1800 km für ein Wochenende. In Deutschland würde das sicher niemand tun! Außerdem war es lustig, das das Musikfestival in einem Skigebiet nähe Melbourne war…in Australien ein Skigebiet! Da wir Sommer derzeit haben und das Thermometer bis auf 45° plus hinauf klettert, lag natürlich kein Schnee! Die Temperaturen in Südaustralien sind echt teilweise sehr extrem! Wenn wir über 40° Grad plus haben können wir nicht mehr arbeiten aus Sicherheitsrechtlichen Gründen, sodass wir nur verkürzt arbeiten gehen.

Jetzt zu Weihnachten und Neujahr. Weihnachten habe ich mit fast allen Backpackern im Hostel verbracht und Silvester war ich in der nächst größeren Stadt Adelaide. Weihnachten wird in Australien, wie in England, am 25.12. gefeiert. Am 24.12. haben wir eine große Party im Hostel veranstaltet, der Hostelmanager hat Musik aufgelegt und alle haben bis in die Morgenstunden getanzt. Am nächsten Tag haben wir uns gegenseitig beschenkt, bzw. hat sich ein französisches Pärchen als Weihnachtsmann und Weihnachtsfrau verkleidet und die Geschenke übergeben. Ich hab Duschbad und Parfüm bekommen. Abends haben wir ein internationales Buffet zubereitet, jeder hat was gekocht oder dazu beigetragen. Es wurde gut geschlemmt an dem Abend! Weihnachten war sehr schön und ein gelungenes Fest, obwohl wir 42° plus hatten und größtenteils die Zeit am Pool waren. Es war sehr verschieden im Gegensatz zu dem herkömmlichen Weihnachtsritualen und Abläufen, aber mir hat es sehr gut gefallen. 

Silvester: Wie schon erwähnt habe ich Neujahr in Adelaide gefeiert. Wir waren bei einer Strandparty die ziemlich cool war. Leider war um 1 Uhr Nachts die Party schon zu Ende, obwohl tausende Menschen am Feiern waren. Zur späteren Stund wurden dann auch noch 2 französische Freunde von mir festgenommen, da sie zu betrunken waren. Sie kamen für 2 Stunden in „Untersuchungshaft“, konnten aber ohne eine Strafe die Polizeistation wieder verlassen. Ihr merkt beim Lesen sicher, dass es nie langweilig wird in Australien…Bei der Rückfahrt nach Berri ins Backpacker Hostel ist dann auch noch was Dummes passiert. Wir hatten uns ein Auto von einer Freundin ausgeliehen, da sie über Silvester in Sydney war und das Auto ging unterwegs kaputt! Die Reparatur hat insgesamt 600$ gekostet. Wir haben alle zusammengelegt, sodass es kein großes Problem war.

Wo wir gerade über kaputte Autos sprechen, mein Auto habe ich leider verloren. Wirtschaftlicher Totalschaden – Motorschaden. Ich müsste ein neuen Motor mir einbauen lassen…die Reparatur beginnt ab 4,500$ (3000€). Macht kein Sinn! Ich habe 6.000$ (4.000 €) für mein Geländewagen bezahlt…so ciao ciao Holden Jackeroo!

Am 15. Januar verlasse endlich mein Hostel und reise wieder. Ihr könnt ab sofort wieder wöchentlich von mir lesen! Also klickt rein, freu mich über jeden Besucher. Liebe Grüße

30Sept
2018

Neuer Job auf dem größten Weinbetrieb von Australiens und Stadtbesuch in Adelaide

Hey. Lange hab ich nichts von mir hören lassen…jetzt ist es mal wieder an der Zeit! Mir geht es vorab zu sagen gut bis sehr gut! Ich wohne in einem netten Hostel in Berri. Das Hostel besitzt ein tolles Außengelände mit Pool, Beach-, Volley- und Fußballplatz, sowie ein Tennisfeld und eine Sauna. Die Leute hier sind alle nett. Im Hostel selber leben größenteils Briten, Franzosen und Deutsche. Am Wochenende finden regelmäßig Partys statt und unter der Woche ist es eher ruhig, da alle bzw. der größte Teil arbeiten geht.

Jetzt zu meinem neuen Job. Seit 2,5 Wochen arbeite ich auf Australiens größtem organischem Weinbetrieb und ich bin recht zufrieden damit! Ich hatte mich bei einer Arbeitsagentur in der Stadt gemeldet und angegeben, dass ich einen Job suche, obwohl ich noch eine Anstellung auf der Mandelfarm (Vorbericht) hatte. Dort war ich mit der Arbeit unzufrieden…und so wollte ich in einen neuen Betrieb / auf eine neue Farm wechseln. Dies geschah dann auch, aber zuvor musste ich einen ausführlichen Sporttest absolvieren und dies zwei mal. Das erste Mal wurde ich eine halbe Stunde in der Arbeitsagentur getestet und das 2. Mal im eigentlichen Betrieb. Man musste ein schriftlichen Abschnitt ausfüllen und dabei ein Video anschauen und dann wurde man physisch getestet. So einen ausführlichen Einstellungstest habe ich noch nie durchlaufen…

Dann begann Mitte September die Arbeit auf meiner neuen  Farm. Die ersten Tage haben wir Bäume (Weinbäume) gepflanzt. Dies taten wir in einem 10- er Team. Eine Italienerin ist den Traktor gefahren, 2 Arbeiter haben mit einer Maschine Löscher gegraben, 2 Arbeiter haben die neuen / winzig kleinen Bäume in die Löscher gesetzt und der Rest (wo ich dazu zählte) haben die Löscher mit Erde gefüllt / den Boden rund um den jungen Baum festgetreten. Dies war ganz gute Arbeit, da man es in einem großem Team gemacht hat und die Arbeit an sich spaß machte.

Leider ist ein was auf der Farm, was mir nicht so gefällt und das sind die vielen französischen Mitarbeiter…die anderen 9 Arbeiter / Rucksacktouristen die mit mir zusammen arbeiten sprechen alle Französisch. Es sind auch 3 Italiener dabei, die aber auch französisch sprechen. Da ich kein Französisch kann und meistens französisch gesprochen wird, verstehe ich leider nix und kann kaum an Gesprächen teilnehmen, obwohl alle Englisch können. Naja das ist aber auch das einzige Problem auf der Farm.

Die anderen Tage haben wir Pflegearbeiten gemacht, wie Unkraut jäten, Bäume freilegen und Weinbäume beschneiden. Weinbäume beschneiden macht recht spaß. Man schneidet die Triebe ab, die an von der Hauptpflanze wachsen. Manchmal ist das ein einziges Wirrwarr von Ästen und Astgeflechten. Unkraut jäten…naja nicht die Beste Arbeit. Wir haben eine Harke und graben die ganze Erde rund um die Weinbäume um, da keine Chemie zum Vernichten des Unkrautes eingesetzt wird, muss man an alles per Hand machen.

Der Verdienst auf der Farm ist gut. Ich bekomme 24$ pro Stunde (bei einer 38 Std / Woche), sind 760$ pro Woche (470€)…sind knapp 1900€ pro Monat. Damit kann man schon bisschen was anfangen…zur Seite legen um bald wieder zu Reisen. Meine Ausgaben liegen zirka bei 900€ im Monat (Miete fürs Hostel, Spritkosten und Essen). Die Spritkosten sind etwas hoch, da ich jeden Tag um auf Arbeit zukommen 70km Fahrweg habe (hin – und zurück).

Letztes Wochenende (21.09. – 23.09) war ich mal mit Freunden in Südaustraliens größter Stadt  – Adelaide. In Adelaide leben 1,2 Millionen Menschen. Mit seinen vielen Vororten ist Adelaide fächenmäßig eine rießige Stadt. Wir verbrachten ein tolles Wochenende in der Metropole. Adelaide besitzt schöne Stadtstrände, einen tollen botanischen Garten, ein rießiges Museum welches sich über 5 Etagen streckt und einen großen Berg, wo man schön wandern gehen kann. Von dem Berg aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Unten könnt ihr die besten Bilder aus Adelaide anschauen.

Wie sieht die nächste Zeit  bei mir aus: Ich werde in Berri auf dem Weinbetrieb meine 88 Tage Farmarbeit absolvieren und Geld sparen für die nächste Reiseperiode. Die 88 Tage dienen mir dazu, dass ich 2 Jahre in Australien bleiben darf. Man kann mit Farmarbeit sein Visum verlängern…und das habe ich vor. Ich bleibe bestimmt bis Dezember auf dem Weinbetrieb. Wenn ihr eine Weile nix von mir lest, liegt es daran das jeder Tag hier ähnlich ist und es nix neues zu berichten gibt!

Berri Hostel Weinbäume Vorher mit Trieben Nachher beschnitten  Adelaide Strand Botanischer Garten Adelaide Botanischer Garten Museum Adelaide Museum Adelaide Pool im Hostel Beachvolleyball Hostel Baumhaus Hostel

02Sept
2018

Renmark / Berri: In Australien auf Farmen arbeiten

Am Freitag dem 17.08.2018 kamen wir in Renmark (Südaustralien – 260km von Adelaide entfernt) an. Vorher waren wir im Red Center (Zentralaustralien). Als wir Freitag gegen 16 Uhr in Renmark eintrafen, sind wir sofort zu einer Arbeitsagentur gefahren, die Farmarbeit vermittelt. Die gute Frau von der Agentur hat uns erstmal nicht viel Hoffnung, vor dem Wochenende einen Job zu finden,  gemacht, aber dann fand sie einen Kontakt für uns. Wir sollten uns auf einer nahgelegenen Farm melden, bei der wir 4 (3 Freunde und ich) eventuell anfangen könnten. Wir fuhren zu der Zitrusfrüchte Farm, nicht weit entfernt von Renmark. Dort hatten wir ein kurzes, aber positives Gespräch mit dem Manager Namens „Blue“.  Er meinte wir könnten morgen (Samstag) gleich mit den Früchte pflücken beginnen…wir sagten ihm zu und alles ging so schnell! Wir haben einen Nachmittag gebracht, ehe wir Arbeit fanden!

Er (Blue – der Manager) hätte auch eine Unterkunft für uns. Nicht weit gelegen von der Farm entfernt, wäre ein Gemeinschaftshaus in das wir für 110$ pro Woche ziehen könnten. Unsere Gruppe (4 Personen, 2 Franzosen, 1 Holländerin und ich) würden aber getrennt werden…Das französische Pärchen würde in einem anderen Haus schlafen. Wir sagten zu und waren erstmal glücklich das wir Arbeit hatten und eine Unterkunft.

Abends fuhr ich mit Amy (der Holländerin) in unser neues Zuhause und es traf uns fast der Blitz, als wir eintrafen…ein normales, eingeschossiges australisches Haus mit 20 Leuten / Bewohnern drin. Es war ein rießiges Chaos und Drecksloch in das wir „reingeworfen wurden“.  Hier sollten wir die nächsten Wochen / Monate wohnen…wir schauten uns an und schüttelten nur mit dem Kopf. Die Leute waren ja teilweise ganz in Ordnung, nur die Lebensumstände waren alles andere als in Ordnung.

Nächsten Morgen gingen wir den ersten Tag zur Arbeit auf die Zitrus Farm. Derzeit werden hier Mandarinen gepflückt. In der Regel pflückt man zu zweit oder zu dritt Früchte. Man bekommt anfangs vom Manager einen Lederkorb, den man sich umschnallen kann und eine Gartenschere. Außerdem erhält man 1 bis 2 Leitern, um an die oberen Früchte zu gelangen. Dann geht’s los ans pflücken. Man muss immer einen vollen Bin (große Kiste) füllen und erhält für diese 80$ / 50€...das teilt man durch zwei (die Pflücker Anzahl). In der Regel braucht man bisschen mehr als 2 Stunden für einen Bin zu zweit. Amy und ich brauchten am ersten Tag ganze 4 Stunden um eine Kiste zu füllen…das heißt wir verdienten jeder 25€ in 4 Stunden…das ist nix! Nachdem wir eine Kiste gefüllt hatten, sagte der Manager, dass wir für heute nach Hause gehen können und uns am Montag wieder sehen. Wir (Amy und ich) waren sehr frustriert, wie wenig Geld wir am ersten Tag verdienten…

Den Mädels (Natascha und Amy) gefiel das pflücken gar nicht und sie suchten akribisch nach einem neuen Job und fanden nächsten Tag (Sonntag) auch ein gutes Angebot. 25 Kilometer von Renmark entfernt, liegt die Kleinstadt Berri und ein Working Hostel (Arbeiter Hostel). Alle die hier wohnen, gehen auch arbeiten, anders als in einem normalen Hostel…die Mädels könnten nächsten Morgen in einer Gärtnerei anfangen und einen festen Stundenlohn von 23,66$ erhalten, Bedingung ist, das wir nach Berri in das Working Hostel ziehen! Wir überlegten eine Weile, da ich und Bassile (Franzose) keine Arbeit angeboten bekamen und wir weiter Früchte pflücken müssten und auch noch 50 km am Tag fahren würden…wir sagten dennoch zu, da uns das Working Hostel gefiel, wir unzufrieden mit der jetzigen Wohnsituation waren und wir fest überzeugt waren, bald neue Arbeit zu finden. So zogen wir Sonntag Nachmittag  von Renmark nach Berri.

Hier im Arbeiter Hostel werden regelmäßig freie Jobstellen ausgeschrieben und man hat ganz gute Chancen Arbeit zu finden. Die nächsten 4 Tage ging ich und Bassile Früchte pflücken und wir wurden sogar von Tag zu Tag schneller…nun schafften wir in bisschen mehr als 2 Stunden eine Kiste Mandarinen. Montag mussten wir noch ein spezielles Training in einer Jobagentur ablegen, um die Genehmigung zu bekommen, Früchte zu pflücken.

Unsere Mädels waren in ihrem neuen Job recht zufrieden und machten gutes Geld, hatten geregelte Arbeitszeiten und hatten entspannte Arbeit. Übrigens Geld: in Australien werden die Löhne wöchentlich bezahlt, genauso die Mieten…die Miete in unserem neuen Hostel liegt bei 160$ pro Woche.

Am Donnerstag erhielt ich einen Anruf von einer Firma Namens „Down to Earth“. Sie suchen zwei neue Mitarbeiter in ihrer Farm. Zwei Probleme gab es: die Arbeit geht nur 2 Wochen und es sind jeden Tag 100km Fahrt. Das Gute ist: feste Arbeitszeiten, geregeltes Gehalt (23,66$ pro Stunde) und relativ einfache Arbeit wurde uns gesagt. Wir sagten erstmal zu, da wir Freitag eh frei hatten von der Mandarinen Farm und wir gleich Freitag bei Down to Earth anfangen konnten.

Die neue Arbeit / der neue Job ist geistig überhaupt nicht anspruchsvoll, dafür körperlich…man rammt mit einer Metallhülse Holzstämme in den Boden. Diese dienen dazu, das kleine, neugepflanzte Bäume (Mandelbäume) einen Halt bekommen. Dies macht man den ganzen Tag…immer nur Holzstämme in den Boden reinrammen. Keine tolle Arbeit, dafür stimmt die Bezahlung (800$ pro Woche / 500€ pro Woche). Nach dem Feierabend sagten wir den Supervisor (Vorarbeiter) für nächste Woche zu und wir bleiben bei der Arbeit.

Am Wochenende änderte sich wieder einiges…Bassile fand einen neuen Job (der dritte innerhalb von 1 Woche). Diesmal in seinem tatsächlichen Beruf als Zimmermann. Das heißt vor allem, dass man mehr Geld erhält, wenn man mit einem Facharbeiterabschluss / Gesellenbrief in seinem Beruf arbeitet. Wenn man großes Glück hat und eine gute Firma findet sind 3.000€ pro Monat möglich, da die Gehälter hier höher sind als in Deutschland.

Ich blieb bei meinem neuen Job „Down to Earth“  - Holzstämme reinschlagen und sagte am Wochenende dem Manager von der Mandarinen Farm ab. Das witzige ist: der Manager von der Mandarinen Farm ist gleichzeitig auch Drogendealer, wenn man was braucht, kann man sich bei ihm melden. Beim Einstellungsgespräch waren wir schon etwas verwundert, da er uns fragte, ob wir Drogen nehmen…

Von Montag dem 27.08.2018 bis Donnerstag den 30.08. arbeitete ich bei „Down to Earth“. Ich teilte mir die Spritkosten (100km pro Tag) mit zwei Backpackern aus meinem Hostel. Freitag, Samstag, Sonntag und Montag waren frei, da das Wetter stürmte und es regnete. Frei heißt, es kommt kein Geld rein…was nicht so cool ist!

Jetzt ist ungefähr noch eine Woche Arbeit bei „Down to Earth“ vorhanden (bis 07.09.2018), dann brauch ich was Neues. Das ich wieder zurück auf die Zitrusfarm gehe und Früchte pflücke, glaube ich nicht…morgen hab ich einen Termin in einer Arbeitsagentur und eventuell haben die Arbeit in einem Weinbau Gebiet. Es bleibt also spannend… Mein Ziel ist hier 2 bis 3 Monate bleiben, Geld verdienen und dann die Ostküste bereisen! Mal schauen ob das so wird, aber ich bin recht zuversichtlich. 

  Mandarinen Farm Down to Earth Meine Arbeit Mindestlöhne Temperaturen Australien

17August
2018

Darwin - Red Center: Alice Springs - Uluru / Ayres Rock - Renmark. Einmal quer durch Australien durch!

Huhu.

Mit dem Konvoy kamen wir am 02.08.2018 in Darwin, unserem vorerst letzten Ziel der Westcostreise an und checkten direkt ins beliebteste Hostel der Stadt, mitten im Zentrum, ein. Darwin ist eine sehr lebendige Kleinstadt, mit vielen Ausgehmöglichkeiten (Bars, Clubs, Nachtmarkt) und hat sein ganz eigenen Charme. Wir waren alle überglücklich nach genau 7 Wochen an der Westküste (9.000 km) endlich am Ziel angekommen zu sein und nach so langer Zeit endlich mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen und nicht im Zelt oder Auto… Und wir sahen alte Freunde im Hostel wieder, die unseren Konvoy eher Richtung Darwin verließen.

Am ersten Abend sind wir alle natürlich ausgegangen. Vorher haben wir einiges im Hostel „vorgetankt“, denn dies kann man im YHA (Hostel) sehr gut, da gleich eine Bar mit Poolanlage anschließt. Für 10$ bekam man einen Liter Bier. Wir gingen nachher auf den beliebten und mit Menschen gefüllten Nachtmarkt. Dort findet man vor allem Essstände, bisschen Unterhaltung und Kunst. Die darauf folgende Tage (Freitag, Samstag, Sonntag) hieß es vor allem Feiern gehen und den Westcost Roadtrip ausklingen lassen. Zum Thema feiern in Australien: Ich hab noch nie so strenge Einlasskontrollen in Clubs erlebt, wie in Australien. Der Reisepass wird überprüft und kopiert, man muss einen Fingerabdruck abgeben und es wird ein Foto von einem erstellt am Eingang. Wahnsinn! Ansonsten befinden sich derzeit massig viele Backpacker in Darwin, die alle feiern gehen am Wochenende. Tagsüber haben wir geschlafen, im Pool relaxt oder waren in der Lagune in der Stadt. Die Lagune besitzt einen kleinen Strand, Liegewiesen und einen Fun Park, in dem man springen und klettern kann. Für 16$ für eine Stunde hatten wir Spaß im Fun Park.

Wie schon erwähnt, befinden sich derzeit massig viele Backpacker in Darwin und dort wo viele Rucksacktouristen sind, ist auch wenig Arbeit! Mein und auch der Plan von einigen meiner Freunden war es, in Darwin Arbeit zu finden! Nach dem Wochenende änderte sich mein Plan und ich schloss mich von meinem alten Konvoy einigen (5 Leute, 3 Mädchen, zwei Jungen, China, 2 Frankreich, Holland und Wales) an und reiste mit ihnen am Dienstag den 07.08.2018 Richtung Zentrum nach Alice Spings. Die Route führt von Darwin nach Adelaide quer durch Australien. Das Zentrum Australiens wird auch das rote Zentrum genannt. 1.500 Kilometer führen durch eine sehr einseitige, zum Teil bewaldeten, zum anderen Teil sehr kahlen Natur in die Mitte Australiens (Alice Springs). Wir fuhren 3 Tage für die 1.500 km nach Alice Springs. Die Fahrt war oft eintönig und wir wechselten uns mit dem Fahren ab.  Am Freitag den 10.08.2018 erreichten wir nachmittags die größte Stadt im Zentrum Australiens. Wir checkten wieder in einem Hostel ein, diesmal nicht das verrückteste Partyhostel, sondern etwas ruhiger und gelassener. Abends ging ich mit meinem Freund aus Wales und paar Niederländern in Pubs  Bier trinken.

Nächsten Morgen hieß es erst mal: Einkaufen gehen (Essen für die nächsten Tage besorgen), Wasser an der Tankstelle auffüllen (50 Liter) und Benzin ins Auto lassen. Diesen Prozess haben wir in jeder größeren Stadt und meistens spätestens nach 3 bis 4 Tagen. Gegen Nachmittag verließen wir Alice Springs und fuhren Richtung Uluru – Kata Tjuta Nationalpark.  Aber vorher machten wir über eine Gravelroad (Schotterpiste / 4 WD Track) einen Abstecher zum Kings Canyon. Der Kings Canyon gefiel mir besonders gut. Wir wanderten eine Strecke von 6,5 Kilometer. Ein toller Canyon und fantastische Natur bot sich unseren Blicken. Man kann den Canyon auch mit dem Helikopter überfliegen, dies kostet aber 100$ für eine halbe Stunde. Wir verbrachten einen ganzen Vormittag in der tollen Umgebung. Nächsten Tag ging es weiter Richtung Uluru, dem bekanntesten Felsen Australiens. Schon von weitem konnte man diesen massiven Felsen in der Landschaft sichten. Ein Gigant türmte sich auf, umso näher man an Uluru herankam. Das der Felsen so beeindruckend ist, hätte ich vorher nicht erwartet. Wir liefen den Wandertrack, der um Uluru führt, 10  Kilometer ist dieser. Am Abend schauten wir uns mit gefühlten 100 Touristen um uns herum den Sonnenuntergang am Uluru an. Uluru wird auch Ayres Rock genannt. Geschlafen haben wir außerhalb vom Park auf einem Freecamping Platz. Nachts fallen die Temperaturen teilweise auf 0° ab (tagsüber 16-20°). Der Nationalpark an sich kostet übrigens 25$ Eintritt / pro Person.

Nächsten Morgen hieß es bei Zeiten aufstehen (6.00 Uhr), da wir den Sonnenaufgang im Nationalpark verfolgen wollten. Wir fuhren Richtung der 2. Attraktion des Parkes, Kata Tjuta. Dies ist eine Felsgruppe, ziemlich massiv und hoch, welche aber nicht so bekannt ist, wie der Ayres Rock. Nach dem Sonnenaufgang absolvierten wir am Vormittag einen Wandertrack am Kata Tjuta. Dieser war 7,5 Kilometer lang und sehr abwechslungsreich und schön.

Dann sollte das Highlight von ganz zentral Australien folgen. Wir fuhren zurück zum Ayres Rock / Uluru, um ihn zu besteigen. Am Vortag war der Aufstieg geschlossen, da zu kräftiger Wind war. Der Ayres Rock ist 350 Meter hoch und 38 Menschen sind beim Versuch des Aufstieges gestorben! Der letzte Tode war ein Asiate vor ein paar Wochen. Am Anfang hatte ich mit mir selbst ein wenig gehadert, ob ich den Aufstieg wagen soll, da ich auch nicht mehr so mega fit bin und mit Höhen in den letzten Jahren etwas Probleme hatte.  Als aber alle meine Freunde den Aufstieg begonnen, zog ich mit. Die erste Hälfte des Tracks ist extrem schwierig. Es geht sehr steil nach oben. Man hat als Sicherheit eine Stahlkette, an der man sich hochziehen kann. Uhhh war das anstrengend! Der zweite Abschnitt, oben am Gipfel, war weniger schwer. Ich war sehr erschöpft am Gipfel angekommen. Wir verbrachten etwas Zeit auf dem Ayres Rock, ehe wir den Abstieg wagten. Runter zu war definitiv einfacher, als hoch, dennoch sehr gefährlich. Viele Asiaten bezwangen an diesem Tag den Ayres Rock. Am Ende war ich doch erleichtert und glücklich wieder unten anzukommen. Yes, den bekanntesten Felsen Australiens bestiegen. Uluru / der Ayres Rock hat für die Aborigines eine sehr große Bedeutung und ist ein heiliger Ort. Nächstes Jahr soll es untersagt sein, den Berg zu besteigen, aus Respekt vor den Aborigines.

Weiter ging die Reise Richtung Adelaide in den Süden. Das nächste Ziel hieß „Coober Pedy“. Coober Pedy ist bekannt für seinen Opal (Edelmineral), die wärmste Region Australiens und seinen unterirdischen Häusern / Kirchen. Zuvor mussten wir aber 650 km in den Süden fahren, ehe wir Coober Pedy erreicht haben. Wir fuhren einen ganzen Tag durch Buschland (außer Busch gibt’s hier nur paar Kühe und Kängurus). In Coober Pedy verbrachten wir einen ganzen Vormittag. Hier ist es im Sommer über Monate 50° plus heiß. Deshalb wurden einige Gebäude, darunter Hotels und Gebetshäuser unterirdisch errichtet. Wir schauten uns die Ortsansässige Kirche an, besuchten eine Känguru Fütterung und suchten selber nach Opal. Beim Suchen nach  Opal wurden meine Freunde sogar fündig. Sie fanden einige Stücke von dem Edelmineral…leider waren diese so klein, das ein Ortsansässiger Juwelier es dankend ablehnte. Wir wurden nicht reich!

Wir fuhren weiter Richtung Süden, um am Freitag den 17.August in Renmark (400 km von Adelaide entfernt) anzukommen. 2 Tage am Stück fuhren wir nur und machten dabei einige Kilometer. Unterwegs überquerten wir die Grenze zweier Bundesstaaten. Wir kamen von Northern Territory und fuhren in den Bundesstaat: South Australia. In South Australia änderte sich langsam die Gegend um uns / die Vegetation. Vom ewigen Buschland wechselte sich die Gegend in saftiges, hügliges Grün, teilweise braun und gelbe Felder. Die Landschaft ähnelte sehr Europa / Deutschland. Unterwegs splittete sich unser kleiner Konvoy von 2 Autos auf und wir mussten zu zwei Freunden tschüss sagen (eine Chinesin und einer von Wales). Dabei flossen bei einigen die Tränen, da man wie eine kleine Familie zusammen gewachsen ist nach so langer Zeit. Ling und Lewi fuhren weiter Richtung Adelaide und wir nach Renmark. In meinem Auto waren nun ich und 3 Freunde (Holland, 2.Frankreich). Ziel war es für uns 4 Arbeit in Renmark zu finden…

Ich verrate schon mal, wir haben Arbeit nach 1 Tag Suche gefunden und zwar auf einer Mandarinen Farm. Wie es dort ist und was ich erlebe, erfahrt ihr nächste Woche in meinem Blog!

Verschiedene Themen:

Bevölkerung: In Australien leben (Stand 2016) zirka 24 Millionen Menschen. Die Minderheit der Menschen bilden die Aborigines, die Ureinwohner Australiens. Die meisten Aborigines leben heute in Städten, in der Region ab Broome nach Darwin (nördlich) und im Zentrum Australiens (Alice Springs) ihrem Heiligen Land (Uluru). Aborigines sind nicht wirklich freundlich! Viele von ihnen haben keine Arbeit, sie betteln auf den Straßen und sind nicht selten kriminell. Mir wurde geraten eher Abstand und einen Bogen um Aborigines zu machen. Es gibt sicher auch freundliche Aborigines, nur hab ich in drei Monaten Australiens noch keinen kennengelernt. Der Rest der Bevölkerung Australiens (die Weißen) sind sehr freundlich. Australier sind nett, grüßen immer und sind eigentlich immer gut drauf.

Kraftstoff: In Australien liegt der Spritpreis für Benziner zwischen 1,40 $ pro Liter und 2,15 $. Es kommt ganz darauf an, wo man sich gerade in Australien befindet! Wenn man im Outback oder irgendwo im nirgendwo ist, ist der Spritpreis natürlich extrem hoch, da man keine Wahl hat und auf den Sprit angewiesen ist. In großen Städten sind die Spritpreise geringer (bis zu 1,40 $ pro Liter). Anderer Kraftstoff ist Bier. Die Bierpreise in Australien sind sehr hoch, im Gegensatz zu Deutschland. Eine Packung Dosenbier (24 Stück, kleine Dosen) kostet das aller billigste 25$ (zirka 18€), Die Priese klettern rauf bis zu 60$ (40€). Man erhält den Alkohol nicht in der Kaufhalle / Supermarkt, sondern in speziellen Alkohol Läden. Wenn man in einen Pub geht, liegen die Preise für einen halben Liter bei 10$ (6,50€). Schon sehr preisintensiv!

Tierwelt: Die Tierwelt in Australien ist natürlich sehr unterschiedlich im Gegensatz zu Europa. Hier gibt es die gefährlichsten Tiere der Welt! In den 10 Wochen die ich an der Westküste und Zentrum gereist bin, haben wir fast keine „gefährlichen“ Tiere gesehen. Auf der Gibb River Road wurden wir Augenzeuge, wie eine Schlange einen lebendigen Frosch verschluckte…das war einzigartig! (Fotos davon findet ihr im Blogeintrag zuvor). Ab und zu sieht man eine Spinne (keine wirklich großen), Dingos (Wildhunde) und paradiesische Vögel. Und natürlich massig viele Kängurus. Gerade in der Abenddämmerung muss man vorsichtig fahren, da die Kängurus wie Rotwild in Deutschland sind. Oft liegen am Straßenrand überfahrene Kängurus.

Kurioses am Straßenrand: Auf meiner Reise durch Australien (16.000km) habe ich bestimmt mindestens 25 kaputte Autos am Straßenrand gesehen. Die Australier oder vielleicht auch Rucksacktouristen lassen ihre Autos einfach in der Pampa am Straßenrand stehen, wenn sie schrottreif sind…Nummernschilder abgeschraubt und fort. Wahrscheinlich ist das Abschleppen für viele einfach zu teuer und anscheinend kann keiner die Fahrzeughalter ausfindig machen. Andere kuriose Dinge am Straßenrand sind Fahrradfahrer. Es ist so verrückt, wie man mit dem Fahrrad durch Australien reisen kann! Großer Respekt an diejenigen wenigen Fahrradfahrer, die wir begegnet sind. Die Entfernungen sind teilweise zum nächsten Roadhaus 300 Kilometer! Man muss schon etwas verrückt sein, um eine Fahrradreise in Australien zu starten. Was ich cool finde, als Motorradfahrer, sind Personen die Australien mit dem Motorrad bereisen. Meist besitzen die Fahrer BMW Reisemaschinen.

Roadtrains:  Roadtrains sind rießige Lastwagen die in ganz Australien unterwegs sind. Sie sind meist 55m lang und haben 4 Anhänger. Oft fahren sie nachts durchs Land, aber auch tagsüber trifft man viele auf den Straßen. Es ist teilweise sehr schwer Roadtrains zu überholen. Manchmal kommt einem ein Schwerlasttransport entgegen mit einem gesamten Haus als Ladung (siehe Bilder).

Gruppenbild in Darwin Meine Route:17.000km Kings Canyon Ayres Rock Gravelroad Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon Uluru Uluru Ayres Rock Aufstieg Ayres Rock Ayres Rock Ayres Rock Coober Pedy Darwin Giepfelfoto Ayres Rock Camping

 

05August
2018

Perth – Darwin: 7 Wochen Roadtrip an der Westküste Australiens

Hallo Leute.

7 aufregende, spannende und abenteuerliche Wochen liegen hinter mir. Es war einer meiner besten Reiseerfahrungen in meinem Leben. Ich bin nach insgesamt 10 Wochen und 13.000km von Australien sehr begeistert, dem Land, der Natur und den Menschen. Was mir an der Reise nach Darwin aber am besten gefallen hat, sind die zwischenmenschlichen Erfahrungen in einer großen Gruppe. So eine Erfahrung habe ich zuvor noch nicht gemacht und es war klasse.

Am 15. Juni war Start in Perth. Über Facebook wurde eine Gruppe gebildet die von Perth nach Darwin reist. Ich hatte mich mit einem Beitrag für den Konvoy quasi beworben und wurde in die Gruppe aufgenommen. Schon einige Tage vor Start haben wir in einem Gruppenchat miteinander geschrieben und über die Planung und Reise uns ausgetauscht.

Anfangs reisten wir mit 4 Autos, alles Geländewagen und 12 Leuten die Westküste hoch. Zwischenzeitich der Reise waren wir  22 Reisende aus aller Welt (Israel, China, Schweiz, Deutschland, Niederlande, Namibia, Frankreich und Wales). Es gab unterwegs immer wieder Veränderungen der Gruppe, neue Leute kamen dazu, andere verließen die Gruppe oder mussten sie verlassen, da ihre Autos unterwegs kaputt gegangen sind und die Reparatur zu lange gedauert hätte, sodass der Konvoy weiterzog.   Das Problem mit den kaputten Geländewagen ging quasi die Reihe rum im Konvoy, jeder hatte die 8.500 Kilometer Schwierigkeiten mit seinem Auto. Bei mir mussten die Radlager gewechselt werden, die Gummis an der Antriebswelle, ich brauchte neue Reifen (700€) und Kleinigkeiten kamen dazu, wie zum Beispiel das Nummernschild verloren beim Offroad Track. Zum Glück hatten wir zwei Mechaniker in unserem Team, die sich immer wieder die Hände schmutzig gemacht haben und uns sehr viel geholfen haben. Meine Reparaturen kamen 1500$, ohne Hilfe von Tom und Johannes (die Mechaniker) hätte ich sicherlich 1000$ mehr zahlen müssen. Leider konnte nicht alles repariert werden: Johannes, Dominik und zwei Franzosen hatten einen Motorschaden und mussten ihr Auto verkaufen soweit es noch ging. Sehr ärgerlich, da alle viel Geld verloren…

Sehenswerte Highlights der Reise waren zum Beispiel die vielen National Parks wie der Karijini National Park, Litchfield National Park, Kakadu National Park und der Purnululu National Park mit den Bungle Bungles (Felsformationen). Alle Parks waren sehr unterschiedlich, oft waren Wasserfälle und Schluchten die Höhepunkte nach einer Wanderung. 

Geschlafen haben wir größtenteils auf free Camping Plätzen, wo wir fast immer Lagerfeuer abends gemacht haben. Bis in die Morgenstunden saßen wir beisammen und haben uns gut unterhalten oder Spiele gespielt. Es war immer sehr lustig.

Mein persönlicher Höhepunkt der Reise, war ein Offroad  Track in einem sehr unwegsamen Gelände mit vielen Sanddünnen und Herausforderungen für Mensch und Maschine. Man musste zum Beispiel sehr hohe Hügel überwinden, was sehr viel Spaß gemacht hat.

Leider fällt es mir sehr schwer nach 7 Wochen meinen neuen Blogeintrag zuschreiben…da so viel passiert ist und ich nicht alles wiedergeben kann bzw. die Erinnerungen verschwimmen. Ich hoffe durch die Bilder der Westcost Reise habt ihr einen besseren Einblick und bekommt einen kleinen Eindruck wie toll es war.

Was passiert die nächste Zeit: Eigentlich wollte ich in Darwin Arbeit finden, nur ist dies sehr schwierig, da die Arbeitsmarkt Situation nicht gut ist. Alle Backpacker reisen derzeit nach Darwin oder Cairns hoch (ins Warme, da dort die Temperaturen viel wärmer sind als im kühlen Süden). Wo viele Backpacker sind, ist auch wenig Arbeit…

Mein Plan ist jetzt von Darwin (Nordwesten) nach Melbourne (Südosten) zu fahren, da dort die Arbeitssituation besser sein wird. Ich fahre mit Freunden von unserem Konvoy durch das heiße Zentrum Australiens runter nach Melbourne. Nach zirka 10 Tagen werde ich am Ziel ankommen. Ihr könnt jetzt wieder öfter in meinen Auslandsblog schauen, ich werde wieder regelmäßiger schreiben können.    

 

14Juni
2018

Rottnest Island und 10 Tages Trip unterhalb von Perth

Hey liebe Familie und Freunde, da bin ich wieder!

Ich bin derzeit voll am Reisen und zwar ging alles los am Samstag den 02.06.2018. Im letzten Eintrag hatte ich ja geschrieben, dass ich zwei deutsche in Perth über Facebook kennengelernt habe (Leonardo und Jasmin, beide 24 Jahre). Mit den beiden verbrachte ich das Wochenende. Wir trafen  uns Samstagmorgen bei ihnen Zuhause. Sie wohnen in einer sehr schicken Gegend von Perth und zwar in einer Villa. Über ihren Chef (beide arbeiten in Perth in der Medienbranche) haben sie Zimmer in einer sehr modernen Villa bekommen. Als ich das Haus sah war ich erstmal baff. Nobel, nobel! Sie zeigten mir gleich ihre Räumlichkeiten. 5 Schlafzimmer, 3 Bäder, 2 Terrassen, 1 Balkon und eine rießige offene Küche mit großzügigem Wohnzimmer und alles hoch modern. Ich  fragte wie viel sie bezahlen und Leonardo meinte 160$ pro Woche / Zimmer. Da bezahlt man in Perth genauso viel Geld für eine Woche im Hostel! Echt billig und die beiden sind allein in dem rießigen Haus. Der Besitzer ist irgendwo in China und freut sich, dass wenigstens bisschen Miete rein kommt und das Haus nicht leer steht zwecks einbrechen.

Nachdem ich alles gesehen hatte, konnten wir unseren Wochenendtrip auch starten. Wir fuhren aus Perth raus und steuerten Richtung Norden. Die erste Ausfahrt mit meinem neuen Auto! Er fährt echt super und hat auch beim Anlassen einen starken Sound. Mein neuer Kumpel J

Nach zirka zwei Stunden Fahrt, kamen wir an den ersten interessanten Spot. Rießige Sanddünnen türmten sich hinter einer Kleinstadt auf. Dort konnte man Sandboarding machen, eine Art Snowboardfahren auf Sand. Für 10$ liehen wir drei uns Boards aus und sausten die Dünnen runter. Erst im Sitzen und dann versuchten wir auch im Stehen herunter zufahren, was ziemlich schwer war. Leonardo hatte es am besten raus und konnte ein paar Mal im Stehen herunter fahren. Außerdem fuhren Jeeps und Kross Motorräder durch die Sanddünnen. Wir verbrachten ungefähr eine Stunde dort. Dann fuhren wir weiter in einen national Park. Hier in Australien gibt es echt viele. Beim Kauf meines  Autos war eine Plakette dabei, mit der ich in alle national Parks in Western Australia umsonst fahren darf. Dieser Park war ziemlich einzigartig! Überall standen Steine herum, welche Pinicals genannt werden. Die Landschaft sah aus wie ein rießen großer Friedhof. Man konnte mit dem Auto eine Erlebnisrunde fahren. So etwas hatte ich noch nie gesehen! Hunderte von teilweise spitzen Steinen, die wie Pilze aus dem Boden ragen. Echt toll!

Nachdem wir den national Park hinter uns gelassen haben gingen wir Mittagessen. Es gab den Klassiker aus Australien „Fisch und Chips“. Damit ist gemeint eine Art Fischstäbchen mit Pommes und Salatbeilage. Dann steuerten wir wieder Perth an und fuhren in den Süden. Über 400 km fuhren wir an dem Tag. Als ich mal müde war, habe ich auch mal Jasmin mit dem Holden fahren lassen. Abends im dunklen, hier geht die Sonne 17.30 Uhr unter, kamen wir bei Jasmin und Leonardo Zuhause an. Vorher besorgten wir uns noch eine Stiege Bier aus dem Bottle Shop. In Australien gibt es immer extra Geschäfte für Alkohol. Ich durfte bei den beiden in der Villa übernachten und bekam das größte Schlafzimmer mit Terrasse.

Nächsten Tag fuhren wir mit dem Schiff von Perth auf die Insel Rottnest Island. Die Insel ist für ihre putzigen Bewohner bekannt, gemeint sind Quakkas. Quakkas sind die kleinsten Kängeroos der Welt. Sie sind so groß wie ein Hase und echt zutraulich. Wir liefen bisschen abseits der Hauptwege und trafen unter einem Baum zirka 10 Quakkas. Wir verbrachten 1 Stunde an dem Baum und versuchten ein Bild mit den Quakkas zu schießen. Man konnte sie gut mit Blättern anlocken. Einige kamen so nahe, dass sie fast auf einen drauf gesprungen wären. Ich bekam paar sehr schöne Schnappschüsse hin (siehe unten). Dann wanderten wir weiter. Die Landschafft auf Rottnest Island ist wirklich schön. Hügelig und mit Seen in der Mitte. Wir wanderten zu einem Leuchtturm. Die meisten die auf Rottnest Island sind, leihen sich ein Fahrrad aus, aber darauf hatten wir keine Lust und erkundeten die Insel zu Fuß. Mit der letzten Fähre (18Uhr) schifften wir wieder nach Perth. Natürlich durfte ich wieder bei Leonardo und Jasmin übernachten.

Nächsten Morgen verabschiedete ich mich von den zweien und startete ein sehr großen Roadtrip. Im Süden von Perth traf ich Jonas und seine drei Mädels / Mitfahrerinnen. Jonas suchte auf Facebook, hier in Australien geht fast alles über Facebook, Mitfahrer für eine Rundreise unterhalb von Perth. Ich schrieb ihn paar Tage vorher an und fragte ob wir nicht mit zwei Autos fahren wollen und er stimmte zu. Leider hatte ich keine Mitfahrer für den Trip gefunden (geplant waren 10 – 14 Tage), sodass mein Auto leer war und Jonas hatte 3 Mitfahrerin. Das hieß ich muss die Spritkosten allein tragen, Jonas kann sie teilen. Was soll`s…wir gingen einkaufen und besorgten alles, was man für so einen langen Trip braucht. Bettzeug, Stirnlampen usw. In das Essen teilten wir uns kostenmäßig rein. Dann ging die Reise los!

Ich kann nicht mehr alles detailliert und genau wiedergeben, daher fasse ich mal die letzten 10 Tage zusammen und erwähne nur die Highlights, da doch einige Tage sehr ähnlich sind bzw.   Tagesablauf immer derselbe ist. Jonas ist von der Bande der älteste mit 22 und die Mädchen (Corina, Isabel und Katarina) sind zwischen 19-20 Jahre jung. Mhhh dachte ich mir, ich bin 28 Jahre und die fast 10 Jahre jünger als ich…ob das so gut ist und ich hatte so meine bedenken. Am Ende der Reise war ich etwas schlauer und muss sagen, so super gut war es nicht, dennoch war die Reise an sich mega cool. Wir machten uns aus, dass immer ein Mädchen bei mir mitfährt, damit es nicht so langweilig ist und zwei bei Jonas. Jonas ist super cool drauf und echt entspannt, intelligent und ein toller Organisator. Er leitet quasi die Reise und führt die Gruppe  an. Mit den Mädchen kam ich anfangs ganz gut klar, nur im Laufe der 10 Tage wusste ich einfach nicht mehr was ich mit einer 19 jährigen reden kann, die gerade frisch aus der Schule kommt. Die einzige die in der Hinsicht ging, ist Corina, die recht witzig und wortgewandt ist. 

Jetzt paar Reisedetails: Wir campen jeden Tag und zwar auf freien Campingplätzen wo man nichts bezahlt. Duschen gehen wir aller paar Tage in öffentlichen Duschen, die es hier in einigen Städten gibt. Ich schlaf immer in meinem Autodachzelt mit einem Mädchen, eine schläft in meinem Auto auf der Rücksitzbank und Jonas hat ein Bett in seinem Jeep, wo er auch mit einem Mädchen drin schläft. Wir rotieren immer, sodass nicht immer dieselbe auf meiner  Rücksitzbank schläft. Abends, kurz vor Sonnenuntergang kommen wir immer auf den Campingplätzen an, bauen unser Lager auf und fangen an zu kochen. Meistens gibt es Pasta oder Reisgerichte mit Gemüse. Fleisch gab es in den 10 Tagen nur einmal und zwar Kängeroo Fleisch / Burger, da es sonst sehr teuer ist. Wir kaufen immer nur das günstige ein und leider haben wir in den 10 Tagen kein Alkohol getrunken, da der auch so teuer ist und Jonas eh kein Alkohol trinkt. Mir fehlt bisschen mein abendliches Bierchen, aber ich muss auch sparen, genau wie die anderen. Ansonsten machen wir auch öfters Lagerfeuer abends. Das gemeinsame Kochen macht Spaß und verbindet die Gruppe, zumindest hat es manchmal den Anscheinen. Geschlafen haben wir unter anderem direkt am Strand mit den Autos, an Flüssen und an tollen Spots. Auf den Campingplätzen sind zu der Jahreszeit eigentlich keine anderen Personen. Das Wetter war die 10 Tage durchwachsen. Es hat öfters geregnet, gestürmt und es war kalt, besonders abends, aber es hat auch teilweise die Sonne den ganzen Tag geschienen, halt wie typisches April Wetter. Ins Bett sind wir immer relativ früh gegangen, manchmal schon 19Uhr, da es dunkel war und Arsch kalt. Früh bei Zeiten ging es dafür raus, manchmal um 7.00Uhr, aber meistens um 8.00Uhr. Gefahren sind wir immer um die 200 – 300km, je nach dem und haben an den tollsten Spots angehalten. Ich bin jetzt schon über 3.000km mit meinem Auto gefahren, obwohl ich es erst 2,5 Wochen habe! Die Straßen in Australien sind größtenteils geteert und sind fast immer nur gerade aus, Kurven gibt es selten. Es gibt aber auch ungeteerte Straßenabschnitte, die sogenannten Gravelroads / Holperpisten. Wir sind aber auch Offroad  Strecken mit unseren Jeeps gefahren. Am Anfang bedarf es etwas Mut durch den Wald zu heizen, oder durch unwegsames Gelände zu fahren und durch Schlammlöcher / rießigen Pfützen zufahren, aber nach einer Weile macht es mega Spaß. Wenn man nicht weiter kommt, hat man immer noch den Allradmodus (4 WD). Wir sind auch durch Sanddünen und an Stränden (über 20 km) gefahren. Einmal hat sich Jonas ordentlich fest gefahren in einer Sanddünne, aber nach einer halben Stunde hatten wir sein Auto wieder befreit.

Was haben wir alles erlebt und gesehen in den 10 Tagen: Wir haben uns vor allem in national Parks aufgehalten, waren wandern / Bergsteigen, haben Höhlen gesehen, tolle Strände, ein rießigen Baum (54 Meter hoch) auf den man hochklettern konnte, tolle Landschaften, Kängerroos, exotische Vögel, einen unglaublichen Sternenhimmel und den Wave Rock, ein großes Steinmassiv was wie eine sehr große Welle aussieht. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig in das Reiseleben in Australien einführen und die 10 Tage unterhalb von Perth euch näher bringen.

Wie sieht die nächste Zeit aus: Eigentlich wollte ich arbeiten nach diesem Roadtrip, bzw. mir Arbeit suchen in Perth, nur hat sich mein Plan geändert. Ich hab noch 4.000€ auf meinem Konto und möchte jetzt hoch in den Norden an der Westküste mit Backpackern reisen, quasi ins Warme, da in Darwin (das soll das Ziel sein) es schön warm ist. Ich habe eine Anzeige auf Facebook gestellt und es haben sich echt sehr sehr viele Leute drauf gemeldet. Nun sieht es so aus, dass wir am Freitag den 15.06.2018 in Perth starten, ich zwei Mädchen im Auto haben werde und wir mit 6 Autos die Westküste im Convoy hochreisen. Für die Reise sind 4 bis 6 Wochen geplant. Ich weiß noch nicht, wann ich das nächste Mal WLAN haben werde, um meinen Blog online zustellen. Also habt etwas Geduld und viel Spaß bei der Weltmeisterschaft schauen – ich verpasse leider das Szenario!

@Bastian Hebert: tiwo1989@googlemail.com

Die Villa Leonardo und Jasmin beim Sandboarding Leo und Jasmin Pinacle National Park Pinacle National Park Fisch & Chips Rottnest Island Quakkas Unsere 10 Tagestour Die Band national Park Wave Rock Am Strand fahren Baum zum besteigen (54m) Baum zum besteigen

31Mai
2018

Die erste Woche auf dem 5. Kontinent – Perth / Westaustralien

Von Manila aus flog ich am 25.05.2018 abends nach Singapur. Der Flug nach Singapur dauerte 3 Stunden. Dann kam der unangenehme Part – ich musste 10 Stunden im Transit Bereich des Flughafens warten, bis ich weiter nach Australien reisen konnte. Ich versuchte ein wenig zu schlafen, da es auch zeitlich nachts war. Leider geling mir das nicht so recht und so beschäftigte ich mich mit den sozialen Medien, Kaffee und lief ein bisschen auf dem rießigen Flughafen rum. Dann ging die Reise am 26.05. um 12.30 Uhr weiter…ich flog 5 Stunden von Singapur aus nach Perth.

In Perth endlich angekommen, musste ich erst mal durch die Sicherheitskontrolle, wo ich vorher große Bedenken hatte, schließlich musste ich meine Medikamente ins Land (Australien) einführen. Ich wurde von oben bis unten untersucht, da ich bei der Einreise ein Schreiben ausfüllen musste, was ich alles dabei habe. Der Sicherheitsmann war sehr freundlich, ich musste dennoch meine ganzen Sachen aus meinen beiden Rucksäcken packen und wurde stark kontrolliert. Am Ende ging alles gut, da ich ein Schreiben von meinem Arzt mithatte. Ich durfte alle Medikamente die ich dabei hatte mit ins Land nehmen, sodass ich jetzt ein Jahresvorrat habe.

In Perth aus dem Flughafen rausgekommen, merkte ich wie mir eine frische Brise um die Ohren pfiff. Na klar, es geht auf den Winter zu! Wenn in Deutschland Sommer wird, wird hier langsam Winter und es war wirklich kühl. Ich hab dummerweise fast nur kurze Kleidung eingepackt, die ich in Hongkong und Philippinen auch brauchte, nur jetzt brauch ich wärmere Kleidung. Irgendwann kam ich spät abends in meinem Hostel in Perth an. Ich habe 7 Tage im Billabong Hostel gebucht, für den Anfang um mich zu organisieren und mich an das australische Leben zu gewönnen.

Am ersten Tag hab ich nur kurz das Hostel verlassen, um was Kleines einzukaufen. Es  war 1 Cola, 1 Duschbad und 1 Fünf Minuten Terrine = 10€! Wahnsinn…in Deutschland hätte ich für die drei Sachen vielleicht 3€ bezahlt. Jetzt weiß ich auch, warum alle immer sagen, dass Australien teuer ist. Raucher haben es ganz schwer hier – da wird man arm, wenn man regelmäßig seine Filterzigaretten raucht - 35$ =23€ eine Zigarettenschachtel.

Die folgenden Tage hieß es „organisieren, organisieren, organisieren…“ – SIM Karte fürs Handy, damit ich Internet und eine australische Nummer habe, ein Bankkonto eröffnen, welches ich zum Teil schon in Deutschland gemacht habe und eine TAX File Number (Steuernummer) beantragen, welche ich nach 28 Tagen erhalte. Nebenbei schaute ich mich schon nach einem fahrbaren Untersatz um und wurde auf Facebook fündig. Ein französisches Pärchen verkaufte einen Holden, Baujahr 2003, mit 185.000 km runter, für 6100 $ = 4000 €. Das coole war, neben den wenigen Kilometern, andere Jeeps haben weit über 300.000km runter, dass das Auto ein Dachzelt besitzt und außerdem sehr viel Camping Equipment dabei ist (ausgestattet für 4 Leute). Ich war mir gleich sicher, dass Auto ist gut und hab gleich für den 3.Tag in Australien ein Termin mit dem Verkäufer ausgemacht. Wir trafen uns in einem Park in Perth und er zeigte mir alles genau. Ersatzrad, 4 Schlafsäcke, ein Tisch, viel Koch Zeug, eine Solardusche und und und…dann klappte er das Dachzelt auf, um es mir zu zeigen. Wow, echt toll! Später machte ich eine Probefahrt und sagte dem Käufer zu. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag zur Geldübergabe (hab ein Teil Bar, ein Teil überwiesen), Autoübergabe und Papierkram in einem Café. Nach einer Stunde war alles geklärt und ich war Besitzer eines Holden Jeeps. Toll wie easy alles war und wie schnell es ging. Top.

Ich schaue mich derzeit ein wenig nach Arbeit rund um Perth um. Ich hab zwar noch ein gutes finanzielles Polster, aber Australien ist halt teuer. Die anderen Tage schaute ich mir Perth genauer an und merkte, dass mir die Stadt sehr gut gefällt. Man hat fast überall WLAN (Internet), die Stadt ist gut kombiniert mit alten und neuen Gebäuden und die Menschen sind freundlich. Perth ist eine sehr moderne Metropole mit viel Wasser rund herum und gepflegten Parks. Ich hab mir am Anfang auch ein Pullover und feste Schuhe  gekauft, damit ich etwas winterlich gerüstet bin. Die Schuhe kamen überraschend 2€… Am 5. Tag schaute ich mir den Stadtstrand an und fuhr zum ersten Mal mit meinem neuen Auto durch die City. Die ersten paar Kilometer musste ich mich stark konzentrieren, Linksverkehr, neue Umgebung, fremde Stadt und alles anders…der Stadtstrand war schön, ich verbrachte 2 Stunden dort. Dann musste ich tanken. Jetzt weiß ich, das der Holden bei 60$ = 40€ halb voll ist.

Am Donnerstag den 31.05. fuhr ich nur zur Zulassungsstelle, da ich noch ein Betrag für den Holden zahlen musste. Ansonsten mache ich eigentlich nicht viel:  lange schlafen, relaxen  und am Handy / Computer hängen…

Am Freitag den 01.06.2018 bin ich mit meinem Holden nach Fermantle gefahren. Fermantle ist ein Vorort von Perth, der einen gewissen Scharm hat. Ein kleiner Vorstadtort mit netten Boutiquen, Bars und Restaurants. Ich war hier auf Sightseeing Tour, war im Museum und im ehemaligen Gefängnis von Fermantle. Im Gefängnis habe ich eine Führung mitgemacht. War sehr interessant! Abends traf ich Jasmin und Leonardo aus Deutschland in einem Pub. Wir haben uns bei Facebook kennengelernt und wollen übers Wochenende einen Ausflug machen. Wir wollen Richtung Norden fahren und Campen. In den Pub hab ich mein erstes Bier in Australien getrunken. Bei einem ist es natürlich nicht geblieben…27$ für 3 Bier = 6€ pro Bier. Echt heftig!

  

25Mai
2018

El Nido, Coron - Tauchschein, Manila

Hi. Da bin ich wieder nach zirka 2 Wochen Schreibpause. Der letzte Part der Reise in den Philippinen stand an – der Norden von Palawan. Ich reiste vor zirka 10 – 12 Tagen (hab bisschen die Zeit vergessen) von Port Barton  nach El Nido in den Norden.  Die Fahrt in  einem Minivan dauerte 4 Stunden. In El Nido checkte ich in ein 10 – Bett Zimmer ein. Hier oben im Norden ist das Internet sehr schlecht. Ich schaute mich abends bisschen in der Kleinstadt um. Es gibt einen sehr langen und belebten Strand mit vielen Restaurants und Bars und das war es auch schon. Ich pflanzte mich in eine sehr coole Bar am Strand und genoss den Sonnenuntergang.

Nächsten Tag lieh ich mir ein Moped aus und erkundete die anderen Strände in der Umgebung und der Gegend um El Nido. Ich fand zwei sehr schöne Strände, wo  zum Teil nicht wirklich viel los war – fast Menschenleere Strände. Auch die Strecke die ich gefahren bin, war ziemlich von Menschen ausgestorben und ich machte mir so meine Gedanken, wenn ich jetzt eine Reifenpanne habe bin ich ziemlich angeschmiert…und so länger ich drüber nachdachte, war es auch schon geschehen. Der Hinterreifen war platt, mitten im nirgendwo…ich schob zirka eine Stunde den Roller. Es kamen auch andere Einheimische mit Rollern / Autos vorbei, nur meistens hupten sie und fuhren weiter. Nach einer Stunde hielt endlich ein junger Filipino an und bot mir seine Hilfe an. Ich war sehr erleichtert. Er meinte der nächste Ort ist 10 km entfernt, ich solle langsam mit plattem Reifen fahren. Dies tat ich auch und wir näherten uns dem Ort mit einer Geschwindigkeit von 10km/h. Dort angekommen peilten wir den Ortsansässigen Mechaniker an, der mein Reifen fixieren sollte. Dies tat er auch, ich war so froh. Er hätte mir jeden Preis sagen können, ich hätte es wahrscheinlich bezahlt…der neue Schlauch kam 2€ und die Reparatur 0,80€. Unglaublich billig! Leider war jetzt die Sonne schon untergangen (sie geht immer 18.30Uhr unter) und ich hatte noch eine Strecke von 30 km vor mir. Die folgende Strecke erwies sich als sehr problematisch und knifflig, da es nur eine Schotterpiste  durch den Wald durchs Landesinnere zurück nach El Nido gab. Ich hoffte keine weitere, zweite Panne zu erleiden und zum Glück hielten die Reifen der Schotterpiste stand. Ich war so happy wieder in El Nido angekommen zu  sein!  

Am nächsten, den letzten Tag in El Nido machte ich wieder eine Insel Hopping Tour / Schnorchel Tour den ganzen Tag. Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein und 34 Grad Celsius  mit einer Gruppe von zirka 15 Leuten raus aufs Meer und hüpften von Insel zu Insel / von Schnorchel Spot zum nächsten. Die Tour und Gegend / Lagunen sind schon einzigartig und echt schön, leider waren nur viel zu viele Menschen unterwegs. Was cool war, das ich Lenz und David aus Deutschland kennengelernt habe und mit denen echt spaß hatte / trotz vieler Menschen. In zwei Lagunen konnte man sich ein Kajak ausleihen und damit die Lagune erkunden. Am besten war bei der Tour eigentlich das schön angerichtete Mittagessen mit vielen Früchten, einem Red Snapper (Fisch) und leckeren Häppchen. Abends ging ich mit Lenz und David feiern und lernten noch mehr Leute kennen, die wir am nächsten Ort wiedersehen sollten.

Nächsten Morgen ging es bei Zeiten raus auf die Fähre die mich in mehreren Stunden  nach Coron bringen sollte (nördlichster Punkt von Palawan). Ich suchte in Coron lange eine Unterkunft und fand dann ein nettes Hostel von einem Kanadier. Er lebt mit seiner philippinischen  Frau und seinem Baby hier in Coron und betreibt ein kleines Hostel mit familiärem Charakter. Sehr nett die Familie und der Hauskepper. Er zeigte mir alles genau auf Karten (die Gegend), gab Tipps wo man Essen gehen kann und was man alles in Coron erleben muss. Er legte mir eine gute Tauchschule (eine von 10 in Coron) ans Herz, bei der ich unbedingt tauchen gehen sollte. Also machte ich mich gleich am ersten Tag auf den Weg zum Seedive Center um mich fürs Tauchen anzumelden. Ich hatte mir schon lange vorgenommen den Tauchschein irgendwann mal zu machen und ich meldete mich für den Open Water Kurs die folgenden Tage an. Eigentlich geht der Open Water Kurs 3 Tage, da mein Englisch aber noch nicht so gut ist, hab ich mich mit meinem Tauchlehrer (der leider auch nur Englisch spricht) auf 4 Tage geeinigt. 2 Tage Theorie und 2 Tage Praxis. Ich lass mir 2 komplette Tage ein dickes Buch über das Tauchen durch und legte am 2.Tag eine kleine Prüfung ab. Tauchen ist an sich nicht schwer, nur das ganze Hintergrund Wissen und Verständnis wie alles funktioniert und abläuft macht es schwer. Tauchen ist ein sehr anspruchsvoller und komplexer Sport, der unter Umständen gefährlich  werden kann. Es ist aber auch vor allem ein Sport, der sehr viel Spaß machen kann.

Ich checkte übrigens 8 Tage in meinem Hostel in Coron ein. Dann kamen die 2 praktischen Tage mit insgesamt 5 Tauchgängen. Zum Glück waren in meinem Tauchkurs 4 deutsche Bayern und eine Engländerin. Wir teilten uns in 3er Gruppen auf mit jeweils einem Tauchlehrer. Mein Tauchlehrer war sehr kompetent und erfahren. Wir gingen an den 2 Tagen verschiedene Übungen und Szenarien auf und unter dem Wasser durch. Zum Beispiel die Maske komplett absetzen, 10 Meter tauchen und dann wieder aufsetzen und mit der Nase die Luft rausdrücken. Oder was mach ich, wenn mir die Luft unter Wasser ausgeht…Notaufstieg oder Tauchbuddy nach Luft fragen und so weiter…teilweise stellte ich mich etwas ungeschickt an, aber hey ich bin ja auch da um es zu lernen. Einen Tauchgang machten wir in einem See mit heißen Quellen. Es war so heiß dort unten… Nach dem 2. Tag Tauchen kam dann die schriftliche Abschlussprüfung  via 50 Fragen, die wir aber gemeinsam durchgehen konnten. Alle schafften natürlich den Open Water Kurs, aber ich glaube man kann auch gar nicht durchfallen. 300€ kostete mich der Kurs, was weltweit gesehen ziemlich billig ist. Die Bayern fuhren nach dem Kurs mit Fun Dives fort, was ich hätte auch machen können, oder hätte machen sollen…aber irgendwie brauchte ich nach dem 4 tätigen Kurs eine Pause. Übrigens darf ich ab jetzt mit dem Abschluss des Open Water Kurses statt 12m, 18m tief tauchen und ich bin für mein Equipment verantwortlich / hab mehr Verantwortung beim tauchen.  Abends lernte ich in eine Reggea Bar eine einheimische und einen netten Koreaner kennen und verbrachte mit ihnen die Nacht. Koreaner / innen sind echt cool und nett drauf, zumindest die ich bisher kennengelernt habe. Außerdem reisen extrem viele )Franzosen, Engländer und Deutsche in den Philippinen rum.

Nach der durchzechten Nacht nach dem Tauchkurs brauchte ich einen kompletten Tag ehe ich wieder heil Wegs funktionierte…ich musste mich den ganzen Tag übergeben und lag nur im Bett. Den sechsten Tag in Coron verbrachte ich an einer Poolanlage und abends in einem Spa. Ich und die Bayern von meinem Tauchkurs ließen uns ordentlich (1,5 Stunden) durchmassieren mit heißen Lawasteinen und gingen anschließend in die Sauna. War ein sehr relaxter Tag. Am Tag 7 in Coron lieh ich mir mit einem holländischen Pärchen Roller aus und erkundete die Insel, was nicht so berauschend war, da es nicht viel zu erkunden gab. Abends war ich wieder zum Feiern bereit J Am letzten Tag in Coron machte ich wieder eine Island Hopping Tour, welche nicht schlecht war. Wir klapperten wieder verschiedene Inseln und Spots ab zum Schnorcheln.

Dann hieß es nach 8 langen Tagen Abschied von Coron zu nehmen. Ich buchte für den 24.05. eine Fähre (Nachtfähre) von Coron nach Manila. Insgesamt fuhren wir von 17Uhr bis 8Uhr morgens (nächster Tag). Auf der Fähre, welche zirka 40€ kam, gab es auch bis weit in die Nacht eine kleine Party. Mein Bett war am Rand und ich hatte perfekten Blick aufs Meer. In Manila (Hauptstadt von den Philippinen)  angekommen schloss ich mich einer Gruppe von zwei deutschen Mädchen und einem Kanadier an und steuerte mit ihnen ein Hostel mit Poolanlage im 5.Stock an. Wir nutzten dass Hostel nur zur Überbrückung, da mein als auch der Flug der Mädchen Abends weiter ging. Ich flog nach Singapur und dann nach Australien, die Mädels nach Kula Lumpur.  

12Mai
2018

Palawan, Underground River, Puerto Princesa und Port Barton

Nach Bohol, Cebu und Panglao ging es weiter auf die Insel Palawan. Ich flog am 06. Mai mit dem Flugzeug von Cebu nach Palawan, welche eine langgezogene Insel im Westen von den Philippinen ist. Die Flugzeit dauerte 1 Stunde. Schon mein 3. Inlandsflug auf den Philippinen…aber dies ist halt die schnellste und beste Möglichkeit zum Reisen hier. Ich kam nachmittags in Palawans Hauptstadt Puerto Princesa an. Die Stadt soll nicht so schön sein, aber ich hab mir auch kein Bild von ihr innerhalb von 2 Tagen gemacht. Ich checkte ins Sheebang Hostel ein, welches ziemlich cool war. Das Hostel besaß eine Bar / Restaurant und man konnte sich direkt einen Roller mieten. Dies tat ich auch für den 7. Mai. Ich fuhr in den 75 Kilometer entfernten „Puerto Princesa Subterranen River National Park“ welcher an der Nordwestküste liegt. Hier kann man den längsten unterirdischen Fluss der Erde mit einem Boot erkunden. Der Underground River ist nur vom Meer aus zugänglich. Insgesamt ist das Höhlensystem 24 Kilometer lang, der unterirdische Fluss selbst 8 Kilometer. Die geheimnisvolle Höhlenwelt, durch die man mit einem Ruderboot gleitet, öffnet sich stellenweise zu gewaltigen Hallen mit imposanten Stalaktiten und Stalagmiten. Außerdem schwirren tausende von Fledermäusen über einem herum. Vorher wurde man mit einem Helm und einem Headset ausgerüstet, welches sogar in deutscher Sprache verfügbar war. Die Höhle war nicht so schlecht, obwohl ich schon in vielen Höhlen war. Den Nachmittag verbrachte ich am direkt anliegenden Strand in Sabang. Wie jeden Tag regnete es um die Mittagszeit / nachmittags wie aus Eimern, sodass schnell riesige Pfützen entstehen. Später konnte ich die 75 Kilometer gemütlich im trockenen zurück fahren.

Nächsten Tag verließ ich auch schon wieder Puerto Princesa (8. Mai) und fuhr an einem Ort, den ich als Geheimtipp bekommen habe, nach Port Barton. Seit Jahren zieht es Rucksacktouristen und Aussteiger an diesen magischen Ort an Palawans Westküste. Er liegt malerisch an der von schönen Inseln gesäumten Pagdanan - Bucht. Hier findet man tolle Strände und azurblaues Meer. 3 Tage checkte ich in einem Gasthaus ein, welches nicht der Hit war, aber ich merkte schnell, dass es mir hier so super gefällt, sodass ich noch eine Nacht länger hier blieb. Das war das Philippinen  was ich gesucht hatte und jetzt gefunden habe. Entspannte, nette und freundliche Menschen und ein toller Strandort mit Kokosnusspalmen. Abends ging ich immer direkt am Strand essen und der Tag wurde in einer immer vollen Reggea Bar ausgeklinkt. Hier lernte man sofort neue Menschen / Urlauber kennen.

Den ersten Tag machte ich das überall angebotene Inselhopping – von Insel / Schnorchel Spot zum nächsten. Das Wetter spielte an diesem Tag fast mit, nur am Ende unserer Tour regnete es. Mittagessen gab es auf der Exotic Insel (Fisch / Hühnchen und Reis). Für 10 Euro ist das gut angelegtes Geld, da man 7 Stunden unterwegs ist. Leider konnte ich an dem Tag nicht schnorcheln, da ich unter Wasser Probleme mit dem Atmen hatte, eine Art Panik bekam. Schildkröten hatte ich trotzdem gesehen. Die anderen Tage entspannte ich am Strand und zwar am White Sand Beach. Hier kam man nur mit einem Boot für 3€ hin. Es gab eine Bar und ansonsten unzählige Hängematten und einen nicht von Menschen überfüllten Strand. Eine Nacht wird mir besonders in Erinnerung bleiben. Nachdem die Reggea Bar schloss, ging ich mit einer Gruppe (ein deutscher, 3 Belgier / innen und einer aus Taiwan) an den Strand nachts und ein Belgier spielte Gitarre und sang dabei. Natürlich tranken wir auch ordentlich Cola / Rum dabei. Der Rum ist so billig, das sogar eine große Flasche Cola mehr kostet, als eine Flasche Rum. In den Morgenstunden gingen wir dann noch im Meer schwimmen. Das spezielle war, dass überall Plankton schwamm und glitzerte magisch wie aus dem Avatar Film. Wir saßen bis es hell wurde. Eine unvergessliche Nacht! Übrigens fällt hier mindestens einmal am Tag der Strom aus!

   

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