Hongkong, Philippinen, Australien

Abenteuer Down Under

30Sept
2018

Neuer Job auf dem größten Weinbetrieb von Australiens und Stadtbesuch in Adelaide

Hey. Lange hab ich nichts von mir hören lassen…jetzt ist es mal wieder an der Zeit! Mir geht es vorab zu sagen gut bis sehr gut! Ich wohne in einem netten Hostel in Berri. Das Hostel besitzt ein tolles Außengelände mit Pool, Beach-, Volley- und Fußballplatz, sowie ein Tennisfeld und eine Sauna. Die Leute hier sind alle nett. Im Hostel selber leben größenteils Briten, Franzosen und Deutsche. Am Wochenende finden regelmäßig Partys statt und unter der Woche ist es eher ruhig, da alle bzw. der größte Teil arbeiten geht.

Jetzt zu meinem neuen Job. Seit 2,5 Wochen arbeite ich auf Australiens größtem organischem Weinbetrieb und ich bin recht zufrieden damit! Ich hatte mich bei einer Arbeitsagentur in der Stadt gemeldet und angegeben, dass ich einen Job suche, obwohl ich noch eine Anstellung auf der Mandelfarm (Vorbericht) hatte. Dort war ich mit der Arbeit unzufrieden…und so wollte ich in einen neuen Betrieb / auf eine neue Farm wechseln. Dies geschah dann auch, aber zuvor musste ich einen ausführlichen Sporttest absolvieren und dies zwei mal. Das erste Mal wurde ich eine halbe Stunde in der Arbeitsagentur getestet und das 2. Mal im eigentlichen Betrieb. Man musste ein schriftlichen Abschnitt ausfüllen und dabei ein Video anschauen und dann wurde man physisch getestet. So einen ausführlichen Einstellungstest habe ich noch nie durchlaufen…

Dann begann Mitte September die Arbeit auf meiner neuen  Farm. Die ersten Tage haben wir Bäume (Weinbäume) gepflanzt. Dies taten wir in einem 10- er Team. Eine Italienerin ist den Traktor gefahren, 2 Arbeiter haben mit einer Maschine Löscher gegraben, 2 Arbeiter haben die neuen / winzig kleinen Bäume in die Löscher gesetzt und der Rest (wo ich dazu zählte) haben die Löscher mit Erde gefüllt / den Boden rund um den jungen Baum festgetreten. Dies war ganz gute Arbeit, da man es in einem großem Team gemacht hat und die Arbeit an sich spaß machte.

Leider ist ein was auf der Farm, was mir nicht so gefällt und das sind die vielen französischen Mitarbeiter…die anderen 9 Arbeiter / Rucksacktouristen die mit mir zusammen arbeiten sprechen alle Französisch. Es sind auch 3 Italiener dabei, die aber auch französisch sprechen. Da ich kein Französisch kann und meistens französisch gesprochen wird, verstehe ich leider nix und kann kaum an Gesprächen teilnehmen, obwohl alle Englisch können. Naja das ist aber auch das einzige Problem auf der Farm.

Die anderen Tage haben wir Pflegearbeiten gemacht, wie Unkraut jäten, Bäume freilegen und Weinbäume beschneiden. Weinbäume beschneiden macht recht spaß. Man schneidet die Triebe ab, die an von der Hauptpflanze wachsen. Manchmal ist das ein einziges Wirrwarr von Ästen und Astgeflechten. Unkraut jäten…naja nicht die Beste Arbeit. Wir haben eine Harke und graben die ganze Erde rund um die Weinbäume um, da keine Chemie zum Vernichten des Unkrautes eingesetzt wird, muss man an alles per Hand machen.

Der Verdienst auf der Farm ist gut. Ich bekomme 24$ pro Stunde (bei einer 38 Std / Woche), sind 760$ pro Woche (470€)…sind knapp 1900€ pro Monat. Damit kann man schon bisschen was anfangen…zur Seite legen um bald wieder zu Reisen. Meine Ausgaben liegen zirka bei 900€ im Monat (Miete fürs Hostel, Spritkosten und Essen). Die Spritkosten sind etwas hoch, da ich jeden Tag um auf Arbeit zukommen 70km Fahrweg habe (hin – und zurück).

Letztes Wochenende (21.09. – 23.09) war ich mal mit Freunden in Südaustraliens größter Stadt  – Adelaide. In Adelaide leben 1,2 Millionen Menschen. Mit seinen vielen Vororten ist Adelaide fächenmäßig eine rießige Stadt. Wir verbrachten ein tolles Wochenende in der Metropole. Adelaide besitzt schöne Stadtstrände, einen tollen botanischen Garten, ein rießiges Museum welches sich über 5 Etagen streckt und einen großen Berg, wo man schön wandern gehen kann. Von dem Berg aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Unten könnt ihr die besten Bilder aus Adelaide anschauen.

Wie sieht die nächste Zeit  bei mir aus: Ich werde in Berri auf dem Weinbetrieb meine 88 Tage Farmarbeit absolvieren und Geld sparen für die nächste Reiseperiode. Die 88 Tage dienen mir dazu, dass ich 2 Jahre in Australien bleiben darf. Man kann mit Farmarbeit sein Visum verlängern…und das habe ich vor. Ich bleibe bestimmt bis Dezember auf dem Weinbetrieb. Wenn ihr eine Weile nix von mir lest, liegt es daran das jeder Tag hier ähnlich ist und es nix neues zu berichten gibt!

Berri Hostel Weinbäume Vorher mit Trieben Nachher beschnitten  Adelaide Strand Botanischer Garten Adelaide Botanischer Garten Museum Adelaide Museum Adelaide Pool im Hostel Beachvolleyball Hostel Baumhaus Hostel

02Sept
2018

Renmark / Berri: In Australien auf Farmen arbeiten

Am Freitag dem 17.08.2018 kamen wir in Renmark (Südaustralien – 260km von Adelaide entfernt) an. Vorher waren wir im Red Center (Zentralaustralien). Als wir Freitag gegen 16 Uhr in Renmark eintrafen, sind wir sofort zu einer Arbeitsagentur gefahren, die Farmarbeit vermittelt. Die gute Frau von der Agentur hat uns erstmal nicht viel Hoffnung, vor dem Wochenende einen Job zu finden,  gemacht, aber dann fand sie einen Kontakt für uns. Wir sollten uns auf einer nahgelegenen Farm melden, bei der wir 4 (3 Freunde und ich) eventuell anfangen könnten. Wir fuhren zu der Zitrusfrüchte Farm, nicht weit entfernt von Renmark. Dort hatten wir ein kurzes, aber positives Gespräch mit dem Manager Namens „Blue“.  Er meinte wir könnten morgen (Samstag) gleich mit den Früchte pflücken beginnen…wir sagten ihm zu und alles ging so schnell! Wir haben einen Nachmittag gebracht, ehe wir Arbeit fanden!

Er (Blue – der Manager) hätte auch eine Unterkunft für uns. Nicht weit gelegen von der Farm entfernt, wäre ein Gemeinschaftshaus in das wir für 110$ pro Woche ziehen könnten. Unsere Gruppe (4 Personen, 2 Franzosen, 1 Holländerin und ich) würden aber getrennt werden…Das französische Pärchen würde in einem anderen Haus schlafen. Wir sagten zu und waren erstmal glücklich das wir Arbeit hatten und eine Unterkunft.

Abends fuhr ich mit Amy (der Holländerin) in unser neues Zuhause und es traf uns fast der Blitz, als wir eintrafen…ein normales, eingeschossiges australisches Haus mit 20 Leuten / Bewohnern drin. Es war ein rießiges Chaos und Drecksloch in das wir „reingeworfen wurden“.  Hier sollten wir die nächsten Wochen / Monate wohnen…wir schauten uns an und schüttelten nur mit dem Kopf. Die Leute waren ja teilweise ganz in Ordnung, nur die Lebensumstände waren alles andere als in Ordnung.

Nächsten Morgen gingen wir den ersten Tag zur Arbeit auf die Zitrus Farm. Derzeit werden hier Mandarinen gepflückt. In der Regel pflückt man zu zweit oder zu dritt Früchte. Man bekommt anfangs vom Manager einen Lederkorb, den man sich umschnallen kann und eine Gartenschere. Außerdem erhält man 1 bis 2 Leitern, um an die oberen Früchte zu gelangen. Dann geht’s los ans pflücken. Man muss immer einen vollen Bin (große Kiste) füllen und erhält für diese 80$ / 50€...das teilt man durch zwei (die Pflücker Anzahl). In der Regel braucht man bisschen mehr als 2 Stunden für einen Bin zu zweit. Amy und ich brauchten am ersten Tag ganze 4 Stunden um eine Kiste zu füllen…das heißt wir verdienten jeder 25€ in 4 Stunden…das ist nix! Nachdem wir eine Kiste gefüllt hatten, sagte der Manager, dass wir für heute nach Hause gehen können und uns am Montag wieder sehen. Wir (Amy und ich) waren sehr frustriert, wie wenig Geld wir am ersten Tag verdienten…

Den Mädels (Natascha und Amy) gefiel das pflücken gar nicht und sie suchten akribisch nach einem neuen Job und fanden nächsten Tag (Sonntag) auch ein gutes Angebot. 25 Kilometer von Renmark entfernt, liegt die Kleinstadt Berri und ein Working Hostel (Arbeiter Hostel). Alle die hier wohnen, gehen auch arbeiten, anders als in einem normalen Hostel…die Mädels könnten nächsten Morgen in einer Gärtnerei anfangen und einen festen Stundenlohn von 23,66$ erhalten, Bedingung ist, das wir nach Berri in das Working Hostel ziehen! Wir überlegten eine Weile, da ich und Bassile (Franzose) keine Arbeit angeboten bekamen und wir weiter Früchte pflücken müssten und auch noch 50 km am Tag fahren würden…wir sagten dennoch zu, da uns das Working Hostel gefiel, wir unzufrieden mit der jetzigen Wohnsituation waren und wir fest überzeugt waren, bald neue Arbeit zu finden. So zogen wir Sonntag Nachmittag  von Renmark nach Berri.

Hier im Arbeiter Hostel werden regelmäßig freie Jobstellen ausgeschrieben und man hat ganz gute Chancen Arbeit zu finden. Die nächsten 4 Tage ging ich und Bassile Früchte pflücken und wir wurden sogar von Tag zu Tag schneller…nun schafften wir in bisschen mehr als 2 Stunden eine Kiste Mandarinen. Montag mussten wir noch ein spezielles Training in einer Jobagentur ablegen, um die Genehmigung zu bekommen, Früchte zu pflücken.

Unsere Mädels waren in ihrem neuen Job recht zufrieden und machten gutes Geld, hatten geregelte Arbeitszeiten und hatten entspannte Arbeit. Übrigens Geld: in Australien werden die Löhne wöchentlich bezahlt, genauso die Mieten…die Miete in unserem neuen Hostel liegt bei 160$ pro Woche.

Am Donnerstag erhielt ich einen Anruf von einer Firma Namens „Down to Earth“. Sie suchen zwei neue Mitarbeiter in ihrer Farm. Zwei Probleme gab es: die Arbeit geht nur 2 Wochen und es sind jeden Tag 100km Fahrt. Das Gute ist: feste Arbeitszeiten, geregeltes Gehalt (23,66$ pro Stunde) und relativ einfache Arbeit wurde uns gesagt. Wir sagten erstmal zu, da wir Freitag eh frei hatten von der Mandarinen Farm und wir gleich Freitag bei Down to Earth anfangen konnten.

Die neue Arbeit / der neue Job ist geistig überhaupt nicht anspruchsvoll, dafür körperlich…man rammt mit einer Metallhülse Holzstämme in den Boden. Diese dienen dazu, das kleine, neugepflanzte Bäume (Mandelbäume) einen Halt bekommen. Dies macht man den ganzen Tag…immer nur Holzstämme in den Boden reinrammen. Keine tolle Arbeit, dafür stimmt die Bezahlung (800$ pro Woche / 500€ pro Woche). Nach dem Feierabend sagten wir den Supervisor (Vorarbeiter) für nächste Woche zu und wir bleiben bei der Arbeit.

Am Wochenende änderte sich wieder einiges…Bassile fand einen neuen Job (der dritte innerhalb von 1 Woche). Diesmal in seinem tatsächlichen Beruf als Zimmermann. Das heißt vor allem, dass man mehr Geld erhält, wenn man mit einem Facharbeiterabschluss / Gesellenbrief in seinem Beruf arbeitet. Wenn man großes Glück hat und eine gute Firma findet sind 3.000€ pro Monat möglich, da die Gehälter hier höher sind als in Deutschland.

Ich blieb bei meinem neuen Job „Down to Earth“  - Holzstämme reinschlagen und sagte am Wochenende dem Manager von der Mandarinen Farm ab. Das witzige ist: der Manager von der Mandarinen Farm ist gleichzeitig auch Drogendealer, wenn man was braucht, kann man sich bei ihm melden. Beim Einstellungsgespräch waren wir schon etwas verwundert, da er uns fragte, ob wir Drogen nehmen…

Von Montag dem 27.08.2018 bis Donnerstag den 30.08. arbeitete ich bei „Down to Earth“. Ich teilte mir die Spritkosten (100km pro Tag) mit zwei Backpackern aus meinem Hostel. Freitag, Samstag, Sonntag und Montag waren frei, da das Wetter stürmte und es regnete. Frei heißt, es kommt kein Geld rein…was nicht so cool ist!

Jetzt ist ungefähr noch eine Woche Arbeit bei „Down to Earth“ vorhanden (bis 07.09.2018), dann brauch ich was Neues. Das ich wieder zurück auf die Zitrusfarm gehe und Früchte pflücke, glaube ich nicht…morgen hab ich einen Termin in einer Arbeitsagentur und eventuell haben die Arbeit in einem Weinbau Gebiet. Es bleibt also spannend… Mein Ziel ist hier 2 bis 3 Monate bleiben, Geld verdienen und dann die Ostküste bereisen! Mal schauen ob das so wird, aber ich bin recht zuversichtlich. 

  Mandarinen Farm Down to Earth Meine Arbeit Mindestlöhne Temperaturen Australien

17August
2018

Darwin - Red Center: Alice Springs - Uluru / Ayres Rock - Renmark. Einmal quer durch Australien durch!

Huhu.

Mit dem Konvoy kamen wir am 02.08.2018 in Darwin, unserem vorerst letzten Ziel der Westcostreise an und checkten direkt ins beliebteste Hostel der Stadt, mitten im Zentrum, ein. Darwin ist eine sehr lebendige Kleinstadt, mit vielen Ausgehmöglichkeiten (Bars, Clubs, Nachtmarkt) und hat sein ganz eigenen Charme. Wir waren alle überglücklich nach genau 7 Wochen an der Westküste (9.000 km) endlich am Ziel angekommen zu sein und nach so langer Zeit endlich mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen und nicht im Zelt oder Auto… Und wir sahen alte Freunde im Hostel wieder, die unseren Konvoy eher Richtung Darwin verließen.

Am ersten Abend sind wir alle natürlich ausgegangen. Vorher haben wir einiges im Hostel „vorgetankt“, denn dies kann man im YHA (Hostel) sehr gut, da gleich eine Bar mit Poolanlage anschließt. Für 10$ bekam man einen Liter Bier. Wir gingen nachher auf den beliebten und mit Menschen gefüllten Nachtmarkt. Dort findet man vor allem Essstände, bisschen Unterhaltung und Kunst. Die darauf folgende Tage (Freitag, Samstag, Sonntag) hieß es vor allem Feiern gehen und den Westcost Roadtrip ausklingen lassen. Zum Thema feiern in Australien: Ich hab noch nie so strenge Einlasskontrollen in Clubs erlebt, wie in Australien. Der Reisepass wird überprüft und kopiert, man muss einen Fingerabdruck abgeben und es wird ein Foto von einem erstellt am Eingang. Wahnsinn! Ansonsten befinden sich derzeit massig viele Backpacker in Darwin, die alle feiern gehen am Wochenende. Tagsüber haben wir geschlafen, im Pool relaxt oder waren in der Lagune in der Stadt. Die Lagune besitzt einen kleinen Strand, Liegewiesen und einen Fun Park, in dem man springen und klettern kann. Für 16$ für eine Stunde hatten wir Spaß im Fun Park.

Wie schon erwähnt, befinden sich derzeit massig viele Backpacker in Darwin und dort wo viele Rucksacktouristen sind, ist auch wenig Arbeit! Mein und auch der Plan von einigen meiner Freunden war es, in Darwin Arbeit zu finden! Nach dem Wochenende änderte sich mein Plan und ich schloss mich von meinem alten Konvoy einigen (5 Leute, 3 Mädchen, zwei Jungen, China, 2 Frankreich, Holland und Wales) an und reiste mit ihnen am Dienstag den 07.08.2018 Richtung Zentrum nach Alice Spings. Die Route führt von Darwin nach Adelaide quer durch Australien. Das Zentrum Australiens wird auch das rote Zentrum genannt. 1.500 Kilometer führen durch eine sehr einseitige, zum Teil bewaldeten, zum anderen Teil sehr kahlen Natur in die Mitte Australiens (Alice Springs). Wir fuhren 3 Tage für die 1.500 km nach Alice Springs. Die Fahrt war oft eintönig und wir wechselten uns mit dem Fahren ab.  Am Freitag den 10.08.2018 erreichten wir nachmittags die größte Stadt im Zentrum Australiens. Wir checkten wieder in einem Hostel ein, diesmal nicht das verrückteste Partyhostel, sondern etwas ruhiger und gelassener. Abends ging ich mit meinem Freund aus Wales und paar Niederländern in Pubs  Bier trinken.

Nächsten Morgen hieß es erst mal: Einkaufen gehen (Essen für die nächsten Tage besorgen), Wasser an der Tankstelle auffüllen (50 Liter) und Benzin ins Auto lassen. Diesen Prozess haben wir in jeder größeren Stadt und meistens spätestens nach 3 bis 4 Tagen. Gegen Nachmittag verließen wir Alice Springs und fuhren Richtung Uluru – Kata Tjuta Nationalpark.  Aber vorher machten wir über eine Gravelroad (Schotterpiste / 4 WD Track) einen Abstecher zum Kings Canyon. Der Kings Canyon gefiel mir besonders gut. Wir wanderten eine Strecke von 6,5 Kilometer. Ein toller Canyon und fantastische Natur bot sich unseren Blicken. Man kann den Canyon auch mit dem Helikopter überfliegen, dies kostet aber 100$ für eine halbe Stunde. Wir verbrachten einen ganzen Vormittag in der tollen Umgebung. Nächsten Tag ging es weiter Richtung Uluru, dem bekanntesten Felsen Australiens. Schon von weitem konnte man diesen massiven Felsen in der Landschaft sichten. Ein Gigant türmte sich auf, umso näher man an Uluru herankam. Das der Felsen so beeindruckend ist, hätte ich vorher nicht erwartet. Wir liefen den Wandertrack, der um Uluru führt, 10  Kilometer ist dieser. Am Abend schauten wir uns mit gefühlten 100 Touristen um uns herum den Sonnenuntergang am Uluru an. Uluru wird auch Ayres Rock genannt. Geschlafen haben wir außerhalb vom Park auf einem Freecamping Platz. Nachts fallen die Temperaturen teilweise auf 0° ab (tagsüber 16-20°). Der Nationalpark an sich kostet übrigens 25$ Eintritt / pro Person.

Nächsten Morgen hieß es bei Zeiten aufstehen (6.00 Uhr), da wir den Sonnenaufgang im Nationalpark verfolgen wollten. Wir fuhren Richtung der 2. Attraktion des Parkes, Kata Tjuta. Dies ist eine Felsgruppe, ziemlich massiv und hoch, welche aber nicht so bekannt ist, wie der Ayres Rock. Nach dem Sonnenaufgang absolvierten wir am Vormittag einen Wandertrack am Kata Tjuta. Dieser war 7,5 Kilometer lang und sehr abwechslungsreich und schön.

Dann sollte das Highlight von ganz zentral Australien folgen. Wir fuhren zurück zum Ayres Rock / Uluru, um ihn zu besteigen. Am Vortag war der Aufstieg geschlossen, da zu kräftiger Wind war. Der Ayres Rock ist 350 Meter hoch und 38 Menschen sind beim Versuch des Aufstieges gestorben! Der letzte Tode war ein Asiate vor ein paar Wochen. Am Anfang hatte ich mit mir selbst ein wenig gehadert, ob ich den Aufstieg wagen soll, da ich auch nicht mehr so mega fit bin und mit Höhen in den letzten Jahren etwas Probleme hatte.  Als aber alle meine Freunde den Aufstieg begonnen, zog ich mit. Die erste Hälfte des Tracks ist extrem schwierig. Es geht sehr steil nach oben. Man hat als Sicherheit eine Stahlkette, an der man sich hochziehen kann. Uhhh war das anstrengend! Der zweite Abschnitt, oben am Gipfel, war weniger schwer. Ich war sehr erschöpft am Gipfel angekommen. Wir verbrachten etwas Zeit auf dem Ayres Rock, ehe wir den Abstieg wagten. Runter zu war definitiv einfacher, als hoch, dennoch sehr gefährlich. Viele Asiaten bezwangen an diesem Tag den Ayres Rock. Am Ende war ich doch erleichtert und glücklich wieder unten anzukommen. Yes, den bekanntesten Felsen Australiens bestiegen. Uluru / der Ayres Rock hat für die Aborigines eine sehr große Bedeutung und ist ein heiliger Ort. Nächstes Jahr soll es untersagt sein, den Berg zu besteigen, aus Respekt vor den Aborigines.

Weiter ging die Reise Richtung Adelaide in den Süden. Das nächste Ziel hieß „Coober Pedy“. Coober Pedy ist bekannt für seinen Opal (Edelmineral), die wärmste Region Australiens und seinen unterirdischen Häusern / Kirchen. Zuvor mussten wir aber 650 km in den Süden fahren, ehe wir Coober Pedy erreicht haben. Wir fuhren einen ganzen Tag durch Buschland (außer Busch gibt’s hier nur paar Kühe und Kängurus). In Coober Pedy verbrachten wir einen ganzen Vormittag. Hier ist es im Sommer über Monate 50° plus heiß. Deshalb wurden einige Gebäude, darunter Hotels und Gebetshäuser unterirdisch errichtet. Wir schauten uns die Ortsansässige Kirche an, besuchten eine Känguru Fütterung und suchten selber nach Opal. Beim Suchen nach  Opal wurden meine Freunde sogar fündig. Sie fanden einige Stücke von dem Edelmineral…leider waren diese so klein, das ein Ortsansässiger Juwelier es dankend ablehnte. Wir wurden nicht reich!

Wir fuhren weiter Richtung Süden, um am Freitag den 17.August in Renmark (400 km von Adelaide entfernt) anzukommen. 2 Tage am Stück fuhren wir nur und machten dabei einige Kilometer. Unterwegs überquerten wir die Grenze zweier Bundesstaaten. Wir kamen von Northern Territory und fuhren in den Bundesstaat: South Australia. In South Australia änderte sich langsam die Gegend um uns / die Vegetation. Vom ewigen Buschland wechselte sich die Gegend in saftiges, hügliges Grün, teilweise braun und gelbe Felder. Die Landschaft ähnelte sehr Europa / Deutschland. Unterwegs splittete sich unser kleiner Konvoy von 2 Autos auf und wir mussten zu zwei Freunden tschüss sagen (eine Chinesin und einer von Wales). Dabei flossen bei einigen die Tränen, da man wie eine kleine Familie zusammen gewachsen ist nach so langer Zeit. Ling und Lewi fuhren weiter Richtung Adelaide und wir nach Renmark. In meinem Auto waren nun ich und 3 Freunde (Holland, 2.Frankreich). Ziel war es für uns 4 Arbeit in Renmark zu finden…

Ich verrate schon mal, wir haben Arbeit nach 1 Tag Suche gefunden und zwar auf einer Mandarinen Farm. Wie es dort ist und was ich erlebe, erfahrt ihr nächste Woche in meinem Blog!

Verschiedene Themen:

Bevölkerung: In Australien leben (Stand 2016) zirka 24 Millionen Menschen. Die Minderheit der Menschen bilden die Aborigines, die Ureinwohner Australiens. Die meisten Aborigines leben heute in Städten, in der Region ab Broome nach Darwin (nördlich) und im Zentrum Australiens (Alice Springs) ihrem Heiligen Land (Uluru). Aborigines sind nicht wirklich freundlich! Viele von ihnen haben keine Arbeit, sie betteln auf den Straßen und sind nicht selten kriminell. Mir wurde geraten eher Abstand und einen Bogen um Aborigines zu machen. Es gibt sicher auch freundliche Aborigines, nur hab ich in drei Monaten Australiens noch keinen kennengelernt. Der Rest der Bevölkerung Australiens (die Weißen) sind sehr freundlich. Australier sind nett, grüßen immer und sind eigentlich immer gut drauf.

Kraftstoff: In Australien liegt der Spritpreis für Benziner zwischen 1,40 $ pro Liter und 2,15 $. Es kommt ganz darauf an, wo man sich gerade in Australien befindet! Wenn man im Outback oder irgendwo im nirgendwo ist, ist der Spritpreis natürlich extrem hoch, da man keine Wahl hat und auf den Sprit angewiesen ist. In großen Städten sind die Spritpreise geringer (bis zu 1,40 $ pro Liter). Anderer Kraftstoff ist Bier. Die Bierpreise in Australien sind sehr hoch, im Gegensatz zu Deutschland. Eine Packung Dosenbier (24 Stück, kleine Dosen) kostet das aller billigste 25$ (zirka 18€), Die Priese klettern rauf bis zu 60$ (40€). Man erhält den Alkohol nicht in der Kaufhalle / Supermarkt, sondern in speziellen Alkohol Läden. Wenn man in einen Pub geht, liegen die Preise für einen halben Liter bei 10$ (6,50€). Schon sehr preisintensiv!

Tierwelt: Die Tierwelt in Australien ist natürlich sehr unterschiedlich im Gegensatz zu Europa. Hier gibt es die gefährlichsten Tiere der Welt! In den 10 Wochen die ich an der Westküste und Zentrum gereist bin, haben wir fast keine „gefährlichen“ Tiere gesehen. Auf der Gibb River Road wurden wir Augenzeuge, wie eine Schlange einen lebendigen Frosch verschluckte…das war einzigartig! (Fotos davon findet ihr im Blogeintrag zuvor). Ab und zu sieht man eine Spinne (keine wirklich großen), Dingos (Wildhunde) und paradiesische Vögel. Und natürlich massig viele Kängurus. Gerade in der Abenddämmerung muss man vorsichtig fahren, da die Kängurus wie Rotwild in Deutschland sind. Oft liegen am Straßenrand überfahrene Kängurus.

Kurioses am Straßenrand: Auf meiner Reise durch Australien (16.000km) habe ich bestimmt mindestens 25 kaputte Autos am Straßenrand gesehen. Die Australier oder vielleicht auch Rucksacktouristen lassen ihre Autos einfach in der Pampa am Straßenrand stehen, wenn sie schrottreif sind…Nummernschilder abgeschraubt und fort. Wahrscheinlich ist das Abschleppen für viele einfach zu teuer und anscheinend kann keiner die Fahrzeughalter ausfindig machen. Andere kuriose Dinge am Straßenrand sind Fahrradfahrer. Es ist so verrückt, wie man mit dem Fahrrad durch Australien reisen kann! Großer Respekt an diejenigen wenigen Fahrradfahrer, die wir begegnet sind. Die Entfernungen sind teilweise zum nächsten Roadhaus 300 Kilometer! Man muss schon etwas verrückt sein, um eine Fahrradreise in Australien zu starten. Was ich cool finde, als Motorradfahrer, sind Personen die Australien mit dem Motorrad bereisen. Meist besitzen die Fahrer BMW Reisemaschinen.

Roadtrains:  Roadtrains sind rießige Lastwagen die in ganz Australien unterwegs sind. Sie sind meist 55m lang und haben 4 Anhänger. Oft fahren sie nachts durchs Land, aber auch tagsüber trifft man viele auf den Straßen. Es ist teilweise sehr schwer Roadtrains zu überholen. Manchmal kommt einem ein Schwerlasttransport entgegen mit einem gesamten Haus als Ladung (siehe Bilder).

Gruppenbild in Darwin Meine Route:17.000km Kings Canyon Ayres Rock Gravelroad Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon Uluru Uluru Ayres Rock Aufstieg Ayres Rock Ayres Rock Ayres Rock Coober Pedy Darwin Giepfelfoto Ayres Rock Camping

 

05August
2018

Perth – Darwin: 7 Wochen Roadtrip an der Westküste Australiens

Hallo Leute.

7 aufregende, spannende und abenteuerliche Wochen liegen hinter mir. Es war einer meiner besten Reiseerfahrungen in meinem Leben. Ich bin nach insgesamt 10 Wochen und 13.000km von Australien sehr begeistert, dem Land, der Natur und den Menschen. Was mir an der Reise nach Darwin aber am besten gefallen hat, sind die zwischenmenschlichen Erfahrungen in einer großen Gruppe. So eine Erfahrung habe ich zuvor noch nicht gemacht und es war klasse.

Am 15. Juni war Start in Perth. Über Facebook wurde eine Gruppe gebildet die von Perth nach Darwin reist. Ich hatte mich mit einem Beitrag für den Konvoy quasi beworben und wurde in die Gruppe aufgenommen. Schon einige Tage vor Start haben wir in einem Gruppenchat miteinander geschrieben und über die Planung und Reise uns ausgetauscht.

Anfangs reisten wir mit 4 Autos, alles Geländewagen und 12 Leuten die Westküste hoch. Zwischenzeitich der Reise waren wir  22 Reisende aus aller Welt (Israel, China, Schweiz, Deutschland, Niederlande, Namibia, Frankreich und Wales). Es gab unterwegs immer wieder Veränderungen der Gruppe, neue Leute kamen dazu, andere verließen die Gruppe oder mussten sie verlassen, da ihre Autos unterwegs kaputt gegangen sind und die Reparatur zu lange gedauert hätte, sodass der Konvoy weiterzog.   Das Problem mit den kaputten Geländewagen ging quasi die Reihe rum im Konvoy, jeder hatte die 8.500 Kilometer Schwierigkeiten mit seinem Auto. Bei mir mussten die Radlager gewechselt werden, die Gummis an der Antriebswelle, ich brauchte neue Reifen (700€) und Kleinigkeiten kamen dazu, wie zum Beispiel das Nummernschild verloren beim Offroad Track. Zum Glück hatten wir zwei Mechaniker in unserem Team, die sich immer wieder die Hände schmutzig gemacht haben und uns sehr viel geholfen haben. Meine Reparaturen kamen 1500$, ohne Hilfe von Tom und Johannes (die Mechaniker) hätte ich sicherlich 1000$ mehr zahlen müssen. Leider konnte nicht alles repariert werden: Johannes, Dominik und zwei Franzosen hatten einen Motorschaden und mussten ihr Auto verkaufen soweit es noch ging. Sehr ärgerlich, da alle viel Geld verloren…

Sehenswerte Highlights der Reise waren zum Beispiel die vielen National Parks wie der Karijini National Park, Litchfield National Park, Kakadu National Park und der Purnululu National Park mit den Bungle Bungles (Felsformationen). Alle Parks waren sehr unterschiedlich, oft waren Wasserfälle und Schluchten die Höhepunkte nach einer Wanderung. 

Geschlafen haben wir größtenteils auf free Camping Plätzen, wo wir fast immer Lagerfeuer abends gemacht haben. Bis in die Morgenstunden saßen wir beisammen und haben uns gut unterhalten oder Spiele gespielt. Es war immer sehr lustig.

Mein persönlicher Höhepunkt der Reise, war ein Offroad  Track in einem sehr unwegsamen Gelände mit vielen Sanddünnen und Herausforderungen für Mensch und Maschine. Man musste zum Beispiel sehr hohe Hügel überwinden, was sehr viel Spaß gemacht hat.

Leider fällt es mir sehr schwer nach 7 Wochen meinen neuen Blogeintrag zuschreiben…da so viel passiert ist und ich nicht alles wiedergeben kann bzw. die Erinnerungen verschwimmen. Ich hoffe durch die Bilder der Westcost Reise habt ihr einen besseren Einblick und bekommt einen kleinen Eindruck wie toll es war.

Was passiert die nächste Zeit: Eigentlich wollte ich in Darwin Arbeit finden, nur ist dies sehr schwierig, da die Arbeitsmarkt Situation nicht gut ist. Alle Backpacker reisen derzeit nach Darwin oder Cairns hoch (ins Warme, da dort die Temperaturen viel wärmer sind als im kühlen Süden). Wo viele Backpacker sind, ist auch wenig Arbeit…

Mein Plan ist jetzt von Darwin (Nordwesten) nach Melbourne (Südosten) zu fahren, da dort die Arbeitssituation besser sein wird. Ich fahre mit Freunden von unserem Konvoy durch das heiße Zentrum Australiens runter nach Melbourne. Nach zirka 10 Tagen werde ich am Ziel ankommen. Ihr könnt jetzt wieder öfter in meinen Auslandsblog schauen, ich werde wieder regelmäßiger schreiben können.    

 

14Juni
2018

Rottnest Island und 10 Tages Trip unterhalb von Perth

Hey liebe Familie und Freunde, da bin ich wieder!

Ich bin derzeit voll am Reisen und zwar ging alles los am Samstag den 02.06.2018. Im letzten Eintrag hatte ich ja geschrieben, dass ich zwei deutsche in Perth über Facebook kennengelernt habe (Leonardo und Jasmin, beide 24 Jahre). Mit den beiden verbrachte ich das Wochenende. Wir trafen  uns Samstagmorgen bei ihnen Zuhause. Sie wohnen in einer sehr schicken Gegend von Perth und zwar in einer Villa. Über ihren Chef (beide arbeiten in Perth in der Medienbranche) haben sie Zimmer in einer sehr modernen Villa bekommen. Als ich das Haus sah war ich erstmal baff. Nobel, nobel! Sie zeigten mir gleich ihre Räumlichkeiten. 5 Schlafzimmer, 3 Bäder, 2 Terrassen, 1 Balkon und eine rießige offene Küche mit großzügigem Wohnzimmer und alles hoch modern. Ich  fragte wie viel sie bezahlen und Leonardo meinte 160$ pro Woche / Zimmer. Da bezahlt man in Perth genauso viel Geld für eine Woche im Hostel! Echt billig und die beiden sind allein in dem rießigen Haus. Der Besitzer ist irgendwo in China und freut sich, dass wenigstens bisschen Miete rein kommt und das Haus nicht leer steht zwecks einbrechen.

Nachdem ich alles gesehen hatte, konnten wir unseren Wochenendtrip auch starten. Wir fuhren aus Perth raus und steuerten Richtung Norden. Die erste Ausfahrt mit meinem neuen Auto! Er fährt echt super und hat auch beim Anlassen einen starken Sound. Mein neuer Kumpel J

Nach zirka zwei Stunden Fahrt, kamen wir an den ersten interessanten Spot. Rießige Sanddünnen türmten sich hinter einer Kleinstadt auf. Dort konnte man Sandboarding machen, eine Art Snowboardfahren auf Sand. Für 10$ liehen wir drei uns Boards aus und sausten die Dünnen runter. Erst im Sitzen und dann versuchten wir auch im Stehen herunter zufahren, was ziemlich schwer war. Leonardo hatte es am besten raus und konnte ein paar Mal im Stehen herunter fahren. Außerdem fuhren Jeeps und Kross Motorräder durch die Sanddünnen. Wir verbrachten ungefähr eine Stunde dort. Dann fuhren wir weiter in einen national Park. Hier in Australien gibt es echt viele. Beim Kauf meines  Autos war eine Plakette dabei, mit der ich in alle national Parks in Western Australia umsonst fahren darf. Dieser Park war ziemlich einzigartig! Überall standen Steine herum, welche Pinicals genannt werden. Die Landschaft sah aus wie ein rießen großer Friedhof. Man konnte mit dem Auto eine Erlebnisrunde fahren. So etwas hatte ich noch nie gesehen! Hunderte von teilweise spitzen Steinen, die wie Pilze aus dem Boden ragen. Echt toll!

Nachdem wir den national Park hinter uns gelassen haben gingen wir Mittagessen. Es gab den Klassiker aus Australien „Fisch und Chips“. Damit ist gemeint eine Art Fischstäbchen mit Pommes und Salatbeilage. Dann steuerten wir wieder Perth an und fuhren in den Süden. Über 400 km fuhren wir an dem Tag. Als ich mal müde war, habe ich auch mal Jasmin mit dem Holden fahren lassen. Abends im dunklen, hier geht die Sonne 17.30 Uhr unter, kamen wir bei Jasmin und Leonardo Zuhause an. Vorher besorgten wir uns noch eine Stiege Bier aus dem Bottle Shop. In Australien gibt es immer extra Geschäfte für Alkohol. Ich durfte bei den beiden in der Villa übernachten und bekam das größte Schlafzimmer mit Terrasse.

Nächsten Tag fuhren wir mit dem Schiff von Perth auf die Insel Rottnest Island. Die Insel ist für ihre putzigen Bewohner bekannt, gemeint sind Quakkas. Quakkas sind die kleinsten Kängeroos der Welt. Sie sind so groß wie ein Hase und echt zutraulich. Wir liefen bisschen abseits der Hauptwege und trafen unter einem Baum zirka 10 Quakkas. Wir verbrachten 1 Stunde an dem Baum und versuchten ein Bild mit den Quakkas zu schießen. Man konnte sie gut mit Blättern anlocken. Einige kamen so nahe, dass sie fast auf einen drauf gesprungen wären. Ich bekam paar sehr schöne Schnappschüsse hin (siehe unten). Dann wanderten wir weiter. Die Landschafft auf Rottnest Island ist wirklich schön. Hügelig und mit Seen in der Mitte. Wir wanderten zu einem Leuchtturm. Die meisten die auf Rottnest Island sind, leihen sich ein Fahrrad aus, aber darauf hatten wir keine Lust und erkundeten die Insel zu Fuß. Mit der letzten Fähre (18Uhr) schifften wir wieder nach Perth. Natürlich durfte ich wieder bei Leonardo und Jasmin übernachten.

Nächsten Morgen verabschiedete ich mich von den zweien und startete ein sehr großen Roadtrip. Im Süden von Perth traf ich Jonas und seine drei Mädels / Mitfahrerinnen. Jonas suchte auf Facebook, hier in Australien geht fast alles über Facebook, Mitfahrer für eine Rundreise unterhalb von Perth. Ich schrieb ihn paar Tage vorher an und fragte ob wir nicht mit zwei Autos fahren wollen und er stimmte zu. Leider hatte ich keine Mitfahrer für den Trip gefunden (geplant waren 10 – 14 Tage), sodass mein Auto leer war und Jonas hatte 3 Mitfahrerin. Das hieß ich muss die Spritkosten allein tragen, Jonas kann sie teilen. Was soll`s…wir gingen einkaufen und besorgten alles, was man für so einen langen Trip braucht. Bettzeug, Stirnlampen usw. In das Essen teilten wir uns kostenmäßig rein. Dann ging die Reise los!

Ich kann nicht mehr alles detailliert und genau wiedergeben, daher fasse ich mal die letzten 10 Tage zusammen und erwähne nur die Highlights, da doch einige Tage sehr ähnlich sind bzw.   Tagesablauf immer derselbe ist. Jonas ist von der Bande der älteste mit 22 und die Mädchen (Corina, Isabel und Katarina) sind zwischen 19-20 Jahre jung. Mhhh dachte ich mir, ich bin 28 Jahre und die fast 10 Jahre jünger als ich…ob das so gut ist und ich hatte so meine bedenken. Am Ende der Reise war ich etwas schlauer und muss sagen, so super gut war es nicht, dennoch war die Reise an sich mega cool. Wir machten uns aus, dass immer ein Mädchen bei mir mitfährt, damit es nicht so langweilig ist und zwei bei Jonas. Jonas ist super cool drauf und echt entspannt, intelligent und ein toller Organisator. Er leitet quasi die Reise und führt die Gruppe  an. Mit den Mädchen kam ich anfangs ganz gut klar, nur im Laufe der 10 Tage wusste ich einfach nicht mehr was ich mit einer 19 jährigen reden kann, die gerade frisch aus der Schule kommt. Die einzige die in der Hinsicht ging, ist Corina, die recht witzig und wortgewandt ist. 

Jetzt paar Reisedetails: Wir campen jeden Tag und zwar auf freien Campingplätzen wo man nichts bezahlt. Duschen gehen wir aller paar Tage in öffentlichen Duschen, die es hier in einigen Städten gibt. Ich schlaf immer in meinem Autodachzelt mit einem Mädchen, eine schläft in meinem Auto auf der Rücksitzbank und Jonas hat ein Bett in seinem Jeep, wo er auch mit einem Mädchen drin schläft. Wir rotieren immer, sodass nicht immer dieselbe auf meiner  Rücksitzbank schläft. Abends, kurz vor Sonnenuntergang kommen wir immer auf den Campingplätzen an, bauen unser Lager auf und fangen an zu kochen. Meistens gibt es Pasta oder Reisgerichte mit Gemüse. Fleisch gab es in den 10 Tagen nur einmal und zwar Kängeroo Fleisch / Burger, da es sonst sehr teuer ist. Wir kaufen immer nur das günstige ein und leider haben wir in den 10 Tagen kein Alkohol getrunken, da der auch so teuer ist und Jonas eh kein Alkohol trinkt. Mir fehlt bisschen mein abendliches Bierchen, aber ich muss auch sparen, genau wie die anderen. Ansonsten machen wir auch öfters Lagerfeuer abends. Das gemeinsame Kochen macht Spaß und verbindet die Gruppe, zumindest hat es manchmal den Anscheinen. Geschlafen haben wir unter anderem direkt am Strand mit den Autos, an Flüssen und an tollen Spots. Auf den Campingplätzen sind zu der Jahreszeit eigentlich keine anderen Personen. Das Wetter war die 10 Tage durchwachsen. Es hat öfters geregnet, gestürmt und es war kalt, besonders abends, aber es hat auch teilweise die Sonne den ganzen Tag geschienen, halt wie typisches April Wetter. Ins Bett sind wir immer relativ früh gegangen, manchmal schon 19Uhr, da es dunkel war und Arsch kalt. Früh bei Zeiten ging es dafür raus, manchmal um 7.00Uhr, aber meistens um 8.00Uhr. Gefahren sind wir immer um die 200 – 300km, je nach dem und haben an den tollsten Spots angehalten. Ich bin jetzt schon über 3.000km mit meinem Auto gefahren, obwohl ich es erst 2,5 Wochen habe! Die Straßen in Australien sind größtenteils geteert und sind fast immer nur gerade aus, Kurven gibt es selten. Es gibt aber auch ungeteerte Straßenabschnitte, die sogenannten Gravelroads / Holperpisten. Wir sind aber auch Offroad  Strecken mit unseren Jeeps gefahren. Am Anfang bedarf es etwas Mut durch den Wald zu heizen, oder durch unwegsames Gelände zu fahren und durch Schlammlöcher / rießigen Pfützen zufahren, aber nach einer Weile macht es mega Spaß. Wenn man nicht weiter kommt, hat man immer noch den Allradmodus (4 WD). Wir sind auch durch Sanddünen und an Stränden (über 20 km) gefahren. Einmal hat sich Jonas ordentlich fest gefahren in einer Sanddünne, aber nach einer halben Stunde hatten wir sein Auto wieder befreit.

Was haben wir alles erlebt und gesehen in den 10 Tagen: Wir haben uns vor allem in national Parks aufgehalten, waren wandern / Bergsteigen, haben Höhlen gesehen, tolle Strände, ein rießigen Baum (54 Meter hoch) auf den man hochklettern konnte, tolle Landschaften, Kängerroos, exotische Vögel, einen unglaublichen Sternenhimmel und den Wave Rock, ein großes Steinmassiv was wie eine sehr große Welle aussieht. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig in das Reiseleben in Australien einführen und die 10 Tage unterhalb von Perth euch näher bringen.

Wie sieht die nächste Zeit aus: Eigentlich wollte ich arbeiten nach diesem Roadtrip, bzw. mir Arbeit suchen in Perth, nur hat sich mein Plan geändert. Ich hab noch 4.000€ auf meinem Konto und möchte jetzt hoch in den Norden an der Westküste mit Backpackern reisen, quasi ins Warme, da in Darwin (das soll das Ziel sein) es schön warm ist. Ich habe eine Anzeige auf Facebook gestellt und es haben sich echt sehr sehr viele Leute drauf gemeldet. Nun sieht es so aus, dass wir am Freitag den 15.06.2018 in Perth starten, ich zwei Mädchen im Auto haben werde und wir mit 6 Autos die Westküste im Convoy hochreisen. Für die Reise sind 4 bis 6 Wochen geplant. Ich weiß noch nicht, wann ich das nächste Mal WLAN haben werde, um meinen Blog online zustellen. Also habt etwas Geduld und viel Spaß bei der Weltmeisterschaft schauen – ich verpasse leider das Szenario!

@Bastian Hebert: tiwo1989@googlemail.com

Die Villa Leonardo und Jasmin beim Sandboarding Leo und Jasmin Pinacle National Park Pinacle National Park Fisch & Chips Rottnest Island Quakkas Unsere 10 Tagestour Die Band national Park Wave Rock Am Strand fahren Baum zum besteigen (54m) Baum zum besteigen

31Mai
2018

Die erste Woche auf dem 5. Kontinent – Perth / Westaustralien

Von Manila aus flog ich am 25.05.2018 abends nach Singapur. Der Flug nach Singapur dauerte 3 Stunden. Dann kam der unangenehme Part – ich musste 10 Stunden im Transit Bereich des Flughafens warten, bis ich weiter nach Australien reisen konnte. Ich versuchte ein wenig zu schlafen, da es auch zeitlich nachts war. Leider geling mir das nicht so recht und so beschäftigte ich mich mit den sozialen Medien, Kaffee und lief ein bisschen auf dem rießigen Flughafen rum. Dann ging die Reise am 26.05. um 12.30 Uhr weiter…ich flog 5 Stunden von Singapur aus nach Perth.

In Perth endlich angekommen, musste ich erst mal durch die Sicherheitskontrolle, wo ich vorher große Bedenken hatte, schließlich musste ich meine Medikamente ins Land (Australien) einführen. Ich wurde von oben bis unten untersucht, da ich bei der Einreise ein Schreiben ausfüllen musste, was ich alles dabei habe. Der Sicherheitsmann war sehr freundlich, ich musste dennoch meine ganzen Sachen aus meinen beiden Rucksäcken packen und wurde stark kontrolliert. Am Ende ging alles gut, da ich ein Schreiben von meinem Arzt mithatte. Ich durfte alle Medikamente die ich dabei hatte mit ins Land nehmen, sodass ich jetzt ein Jahresvorrat habe.

In Perth aus dem Flughafen rausgekommen, merkte ich wie mir eine frische Brise um die Ohren pfiff. Na klar, es geht auf den Winter zu! Wenn in Deutschland Sommer wird, wird hier langsam Winter und es war wirklich kühl. Ich hab dummerweise fast nur kurze Kleidung eingepackt, die ich in Hongkong und Philippinen auch brauchte, nur jetzt brauch ich wärmere Kleidung. Irgendwann kam ich spät abends in meinem Hostel in Perth an. Ich habe 7 Tage im Billabong Hostel gebucht, für den Anfang um mich zu organisieren und mich an das australische Leben zu gewönnen.

Am ersten Tag hab ich nur kurz das Hostel verlassen, um was Kleines einzukaufen. Es  war 1 Cola, 1 Duschbad und 1 Fünf Minuten Terrine = 10€! Wahnsinn…in Deutschland hätte ich für die drei Sachen vielleicht 3€ bezahlt. Jetzt weiß ich auch, warum alle immer sagen, dass Australien teuer ist. Raucher haben es ganz schwer hier – da wird man arm, wenn man regelmäßig seine Filterzigaretten raucht - 35$ =23€ eine Zigarettenschachtel.

Die folgenden Tage hieß es „organisieren, organisieren, organisieren…“ – SIM Karte fürs Handy, damit ich Internet und eine australische Nummer habe, ein Bankkonto eröffnen, welches ich zum Teil schon in Deutschland gemacht habe und eine TAX File Number (Steuernummer) beantragen, welche ich nach 28 Tagen erhalte. Nebenbei schaute ich mich schon nach einem fahrbaren Untersatz um und wurde auf Facebook fündig. Ein französisches Pärchen verkaufte einen Holden, Baujahr 2003, mit 185.000 km runter, für 6100 $ = 4000 €. Das coole war, neben den wenigen Kilometern, andere Jeeps haben weit über 300.000km runter, dass das Auto ein Dachzelt besitzt und außerdem sehr viel Camping Equipment dabei ist (ausgestattet für 4 Leute). Ich war mir gleich sicher, dass Auto ist gut und hab gleich für den 3.Tag in Australien ein Termin mit dem Verkäufer ausgemacht. Wir trafen uns in einem Park in Perth und er zeigte mir alles genau. Ersatzrad, 4 Schlafsäcke, ein Tisch, viel Koch Zeug, eine Solardusche und und und…dann klappte er das Dachzelt auf, um es mir zu zeigen. Wow, echt toll! Später machte ich eine Probefahrt und sagte dem Käufer zu. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag zur Geldübergabe (hab ein Teil Bar, ein Teil überwiesen), Autoübergabe und Papierkram in einem Café. Nach einer Stunde war alles geklärt und ich war Besitzer eines Holden Jeeps. Toll wie easy alles war und wie schnell es ging. Top.

Ich schaue mich derzeit ein wenig nach Arbeit rund um Perth um. Ich hab zwar noch ein gutes finanzielles Polster, aber Australien ist halt teuer. Die anderen Tage schaute ich mir Perth genauer an und merkte, dass mir die Stadt sehr gut gefällt. Man hat fast überall WLAN (Internet), die Stadt ist gut kombiniert mit alten und neuen Gebäuden und die Menschen sind freundlich. Perth ist eine sehr moderne Metropole mit viel Wasser rund herum und gepflegten Parks. Ich hab mir am Anfang auch ein Pullover und feste Schuhe  gekauft, damit ich etwas winterlich gerüstet bin. Die Schuhe kamen überraschend 2€… Am 5. Tag schaute ich mir den Stadtstrand an und fuhr zum ersten Mal mit meinem neuen Auto durch die City. Die ersten paar Kilometer musste ich mich stark konzentrieren, Linksverkehr, neue Umgebung, fremde Stadt und alles anders…der Stadtstrand war schön, ich verbrachte 2 Stunden dort. Dann musste ich tanken. Jetzt weiß ich, das der Holden bei 60$ = 40€ halb voll ist.

Am Donnerstag den 31.05. fuhr ich nur zur Zulassungsstelle, da ich noch ein Betrag für den Holden zahlen musste. Ansonsten mache ich eigentlich nicht viel:  lange schlafen, relaxen  und am Handy / Computer hängen…

Am Freitag den 01.06.2018 bin ich mit meinem Holden nach Fermantle gefahren. Fermantle ist ein Vorort von Perth, der einen gewissen Scharm hat. Ein kleiner Vorstadtort mit netten Boutiquen, Bars und Restaurants. Ich war hier auf Sightseeing Tour, war im Museum und im ehemaligen Gefängnis von Fermantle. Im Gefängnis habe ich eine Führung mitgemacht. War sehr interessant! Abends traf ich Jasmin und Leonardo aus Deutschland in einem Pub. Wir haben uns bei Facebook kennengelernt und wollen übers Wochenende einen Ausflug machen. Wir wollen Richtung Norden fahren und Campen. In den Pub hab ich mein erstes Bier in Australien getrunken. Bei einem ist es natürlich nicht geblieben…27$ für 3 Bier = 6€ pro Bier. Echt heftig!

  

25Mai
2018

El Nido, Coron - Tauchschein, Manila

Hi. Da bin ich wieder nach zirka 2 Wochen Schreibpause. Der letzte Part der Reise in den Philippinen stand an – der Norden von Palawan. Ich reiste vor zirka 10 – 12 Tagen (hab bisschen die Zeit vergessen) von Port Barton  nach El Nido in den Norden.  Die Fahrt in  einem Minivan dauerte 4 Stunden. In El Nido checkte ich in ein 10 – Bett Zimmer ein. Hier oben im Norden ist das Internet sehr schlecht. Ich schaute mich abends bisschen in der Kleinstadt um. Es gibt einen sehr langen und belebten Strand mit vielen Restaurants und Bars und das war es auch schon. Ich pflanzte mich in eine sehr coole Bar am Strand und genoss den Sonnenuntergang.

Nächsten Tag lieh ich mir ein Moped aus und erkundete die anderen Strände in der Umgebung und der Gegend um El Nido. Ich fand zwei sehr schöne Strände, wo  zum Teil nicht wirklich viel los war – fast Menschenleere Strände. Auch die Strecke die ich gefahren bin, war ziemlich von Menschen ausgestorben und ich machte mir so meine Gedanken, wenn ich jetzt eine Reifenpanne habe bin ich ziemlich angeschmiert…und so länger ich drüber nachdachte, war es auch schon geschehen. Der Hinterreifen war platt, mitten im nirgendwo…ich schob zirka eine Stunde den Roller. Es kamen auch andere Einheimische mit Rollern / Autos vorbei, nur meistens hupten sie und fuhren weiter. Nach einer Stunde hielt endlich ein junger Filipino an und bot mir seine Hilfe an. Ich war sehr erleichtert. Er meinte der nächste Ort ist 10 km entfernt, ich solle langsam mit plattem Reifen fahren. Dies tat ich auch und wir näherten uns dem Ort mit einer Geschwindigkeit von 10km/h. Dort angekommen peilten wir den Ortsansässigen Mechaniker an, der mein Reifen fixieren sollte. Dies tat er auch, ich war so froh. Er hätte mir jeden Preis sagen können, ich hätte es wahrscheinlich bezahlt…der neue Schlauch kam 2€ und die Reparatur 0,80€. Unglaublich billig! Leider war jetzt die Sonne schon untergangen (sie geht immer 18.30Uhr unter) und ich hatte noch eine Strecke von 30 km vor mir. Die folgende Strecke erwies sich als sehr problematisch und knifflig, da es nur eine Schotterpiste  durch den Wald durchs Landesinnere zurück nach El Nido gab. Ich hoffte keine weitere, zweite Panne zu erleiden und zum Glück hielten die Reifen der Schotterpiste stand. Ich war so happy wieder in El Nido angekommen zu  sein!  

Am nächsten, den letzten Tag in El Nido machte ich wieder eine Insel Hopping Tour / Schnorchel Tour den ganzen Tag. Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein und 34 Grad Celsius  mit einer Gruppe von zirka 15 Leuten raus aufs Meer und hüpften von Insel zu Insel / von Schnorchel Spot zum nächsten. Die Tour und Gegend / Lagunen sind schon einzigartig und echt schön, leider waren nur viel zu viele Menschen unterwegs. Was cool war, das ich Lenz und David aus Deutschland kennengelernt habe und mit denen echt spaß hatte / trotz vieler Menschen. In zwei Lagunen konnte man sich ein Kajak ausleihen und damit die Lagune erkunden. Am besten war bei der Tour eigentlich das schön angerichtete Mittagessen mit vielen Früchten, einem Red Snapper (Fisch) und leckeren Häppchen. Abends ging ich mit Lenz und David feiern und lernten noch mehr Leute kennen, die wir am nächsten Ort wiedersehen sollten.

Nächsten Morgen ging es bei Zeiten raus auf die Fähre die mich in mehreren Stunden  nach Coron bringen sollte (nördlichster Punkt von Palawan). Ich suchte in Coron lange eine Unterkunft und fand dann ein nettes Hostel von einem Kanadier. Er lebt mit seiner philippinischen  Frau und seinem Baby hier in Coron und betreibt ein kleines Hostel mit familiärem Charakter. Sehr nett die Familie und der Hauskepper. Er zeigte mir alles genau auf Karten (die Gegend), gab Tipps wo man Essen gehen kann und was man alles in Coron erleben muss. Er legte mir eine gute Tauchschule (eine von 10 in Coron) ans Herz, bei der ich unbedingt tauchen gehen sollte. Also machte ich mich gleich am ersten Tag auf den Weg zum Seedive Center um mich fürs Tauchen anzumelden. Ich hatte mir schon lange vorgenommen den Tauchschein irgendwann mal zu machen und ich meldete mich für den Open Water Kurs die folgenden Tage an. Eigentlich geht der Open Water Kurs 3 Tage, da mein Englisch aber noch nicht so gut ist, hab ich mich mit meinem Tauchlehrer (der leider auch nur Englisch spricht) auf 4 Tage geeinigt. 2 Tage Theorie und 2 Tage Praxis. Ich lass mir 2 komplette Tage ein dickes Buch über das Tauchen durch und legte am 2.Tag eine kleine Prüfung ab. Tauchen ist an sich nicht schwer, nur das ganze Hintergrund Wissen und Verständnis wie alles funktioniert und abläuft macht es schwer. Tauchen ist ein sehr anspruchsvoller und komplexer Sport, der unter Umständen gefährlich  werden kann. Es ist aber auch vor allem ein Sport, der sehr viel Spaß machen kann.

Ich checkte übrigens 8 Tage in meinem Hostel in Coron ein. Dann kamen die 2 praktischen Tage mit insgesamt 5 Tauchgängen. Zum Glück waren in meinem Tauchkurs 4 deutsche Bayern und eine Engländerin. Wir teilten uns in 3er Gruppen auf mit jeweils einem Tauchlehrer. Mein Tauchlehrer war sehr kompetent und erfahren. Wir gingen an den 2 Tagen verschiedene Übungen und Szenarien auf und unter dem Wasser durch. Zum Beispiel die Maske komplett absetzen, 10 Meter tauchen und dann wieder aufsetzen und mit der Nase die Luft rausdrücken. Oder was mach ich, wenn mir die Luft unter Wasser ausgeht…Notaufstieg oder Tauchbuddy nach Luft fragen und so weiter…teilweise stellte ich mich etwas ungeschickt an, aber hey ich bin ja auch da um es zu lernen. Einen Tauchgang machten wir in einem See mit heißen Quellen. Es war so heiß dort unten… Nach dem 2. Tag Tauchen kam dann die schriftliche Abschlussprüfung  via 50 Fragen, die wir aber gemeinsam durchgehen konnten. Alle schafften natürlich den Open Water Kurs, aber ich glaube man kann auch gar nicht durchfallen. 300€ kostete mich der Kurs, was weltweit gesehen ziemlich billig ist. Die Bayern fuhren nach dem Kurs mit Fun Dives fort, was ich hätte auch machen können, oder hätte machen sollen…aber irgendwie brauchte ich nach dem 4 tätigen Kurs eine Pause. Übrigens darf ich ab jetzt mit dem Abschluss des Open Water Kurses statt 12m, 18m tief tauchen und ich bin für mein Equipment verantwortlich / hab mehr Verantwortung beim tauchen.  Abends lernte ich in eine Reggea Bar eine einheimische und einen netten Koreaner kennen und verbrachte mit ihnen die Nacht. Koreaner / innen sind echt cool und nett drauf, zumindest die ich bisher kennengelernt habe. Außerdem reisen extrem viele )Franzosen, Engländer und Deutsche in den Philippinen rum.

Nach der durchzechten Nacht nach dem Tauchkurs brauchte ich einen kompletten Tag ehe ich wieder heil Wegs funktionierte…ich musste mich den ganzen Tag übergeben und lag nur im Bett. Den sechsten Tag in Coron verbrachte ich an einer Poolanlage und abends in einem Spa. Ich und die Bayern von meinem Tauchkurs ließen uns ordentlich (1,5 Stunden) durchmassieren mit heißen Lawasteinen und gingen anschließend in die Sauna. War ein sehr relaxter Tag. Am Tag 7 in Coron lieh ich mir mit einem holländischen Pärchen Roller aus und erkundete die Insel, was nicht so berauschend war, da es nicht viel zu erkunden gab. Abends war ich wieder zum Feiern bereit J Am letzten Tag in Coron machte ich wieder eine Island Hopping Tour, welche nicht schlecht war. Wir klapperten wieder verschiedene Inseln und Spots ab zum Schnorcheln.

Dann hieß es nach 8 langen Tagen Abschied von Coron zu nehmen. Ich buchte für den 24.05. eine Fähre (Nachtfähre) von Coron nach Manila. Insgesamt fuhren wir von 17Uhr bis 8Uhr morgens (nächster Tag). Auf der Fähre, welche zirka 40€ kam, gab es auch bis weit in die Nacht eine kleine Party. Mein Bett war am Rand und ich hatte perfekten Blick aufs Meer. In Manila (Hauptstadt von den Philippinen)  angekommen schloss ich mich einer Gruppe von zwei deutschen Mädchen und einem Kanadier an und steuerte mit ihnen ein Hostel mit Poolanlage im 5.Stock an. Wir nutzten dass Hostel nur zur Überbrückung, da mein als auch der Flug der Mädchen Abends weiter ging. Ich flog nach Singapur und dann nach Australien, die Mädels nach Kula Lumpur.  

12Mai
2018

Palawan, Underground River, Puerto Princesa und Port Barton

Nach Bohol, Cebu und Panglao ging es weiter auf die Insel Palawan. Ich flog am 06. Mai mit dem Flugzeug von Cebu nach Palawan, welche eine langgezogene Insel im Westen von den Philippinen ist. Die Flugzeit dauerte 1 Stunde. Schon mein 3. Inlandsflug auf den Philippinen…aber dies ist halt die schnellste und beste Möglichkeit zum Reisen hier. Ich kam nachmittags in Palawans Hauptstadt Puerto Princesa an. Die Stadt soll nicht so schön sein, aber ich hab mir auch kein Bild von ihr innerhalb von 2 Tagen gemacht. Ich checkte ins Sheebang Hostel ein, welches ziemlich cool war. Das Hostel besaß eine Bar / Restaurant und man konnte sich direkt einen Roller mieten. Dies tat ich auch für den 7. Mai. Ich fuhr in den 75 Kilometer entfernten „Puerto Princesa Subterranen River National Park“ welcher an der Nordwestküste liegt. Hier kann man den längsten unterirdischen Fluss der Erde mit einem Boot erkunden. Der Underground River ist nur vom Meer aus zugänglich. Insgesamt ist das Höhlensystem 24 Kilometer lang, der unterirdische Fluss selbst 8 Kilometer. Die geheimnisvolle Höhlenwelt, durch die man mit einem Ruderboot gleitet, öffnet sich stellenweise zu gewaltigen Hallen mit imposanten Stalaktiten und Stalagmiten. Außerdem schwirren tausende von Fledermäusen über einem herum. Vorher wurde man mit einem Helm und einem Headset ausgerüstet, welches sogar in deutscher Sprache verfügbar war. Die Höhle war nicht so schlecht, obwohl ich schon in vielen Höhlen war. Den Nachmittag verbrachte ich am direkt anliegenden Strand in Sabang. Wie jeden Tag regnete es um die Mittagszeit / nachmittags wie aus Eimern, sodass schnell riesige Pfützen entstehen. Später konnte ich die 75 Kilometer gemütlich im trockenen zurück fahren.

Nächsten Tag verließ ich auch schon wieder Puerto Princesa (8. Mai) und fuhr an einem Ort, den ich als Geheimtipp bekommen habe, nach Port Barton. Seit Jahren zieht es Rucksacktouristen und Aussteiger an diesen magischen Ort an Palawans Westküste. Er liegt malerisch an der von schönen Inseln gesäumten Pagdanan - Bucht. Hier findet man tolle Strände und azurblaues Meer. 3 Tage checkte ich in einem Gasthaus ein, welches nicht der Hit war, aber ich merkte schnell, dass es mir hier so super gefällt, sodass ich noch eine Nacht länger hier blieb. Das war das Philippinen  was ich gesucht hatte und jetzt gefunden habe. Entspannte, nette und freundliche Menschen und ein toller Strandort mit Kokosnusspalmen. Abends ging ich immer direkt am Strand essen und der Tag wurde in einer immer vollen Reggea Bar ausgeklinkt. Hier lernte man sofort neue Menschen / Urlauber kennen.

Den ersten Tag machte ich das überall angebotene Inselhopping – von Insel / Schnorchel Spot zum nächsten. Das Wetter spielte an diesem Tag fast mit, nur am Ende unserer Tour regnete es. Mittagessen gab es auf der Exotic Insel (Fisch / Hühnchen und Reis). Für 10 Euro ist das gut angelegtes Geld, da man 7 Stunden unterwegs ist. Leider konnte ich an dem Tag nicht schnorcheln, da ich unter Wasser Probleme mit dem Atmen hatte, eine Art Panik bekam. Schildkröten hatte ich trotzdem gesehen. Die anderen Tage entspannte ich am Strand und zwar am White Sand Beach. Hier kam man nur mit einem Boot für 3€ hin. Es gab eine Bar und ansonsten unzählige Hängematten und einen nicht von Menschen überfüllten Strand. Eine Nacht wird mir besonders in Erinnerung bleiben. Nachdem die Reggea Bar schloss, ging ich mit einer Gruppe (ein deutscher, 3 Belgier / innen und einer aus Taiwan) an den Strand nachts und ein Belgier spielte Gitarre und sang dabei. Natürlich tranken wir auch ordentlich Cola / Rum dabei. Der Rum ist so billig, das sogar eine große Flasche Cola mehr kostet, als eine Flasche Rum. In den Morgenstunden gingen wir dann noch im Meer schwimmen. Das spezielle war, dass überall Plankton schwamm und glitzerte magisch wie aus dem Avatar Film. Wir saßen bis es hell wurde. Eine unvergessliche Nacht! Übrigens fällt hier mindestens einmal am Tag der Strom aus!

   

06Mai
2018

Philippinen: Bohol und Panglao

Weiter ging die Reise Richtung Süden. Am 30.04. flog ich von Legazpi nach Cebu City. Ich war, wie es sich gehört, zwei Stunden vor Abflug am winzigen Flughafen von Legazpi . Hätte ich gewusst, dass der Flieger 2h Verspätung hat, wäre ich nicht so zeitig da gewesen…so saß ich 4h sinnlos rum. Der Flug dauerte 1h und ich kam um 1uhr nachts in Cebu an. Leider hatte ich kein Hostel vorher gebucht, sodass ich in einem überteuerten Hotel  unter gekommen bin.

Der nächste Tag hatte es in sich, was das reisen angeht. Ich fuhr sehr zeitig mit einer Fähre nach Bohol. Bohol ist eine sehr große Insel in den Philippinen. Dort kann man die bekannten Choclat Hills anschauen. Dort hin fuhr ich mit einem Motorradtransport und kam um die Mittagszeit in Carmen an. Von hier aus hat man von einem Hügel den besten  Überblick über die Choclat Hills. Dies sind wie gesagt Hügel in der Landschaft (1000 Stück, 40 bis 120 Meter hoch). Ich fande die Choclat Hills etwas langweilig, obwohl alle von diesen erzählen und schwärmen. Außerdem schaute ich mir die Tarsier an, die kleinsten Primaten Asiens. Es sind faustgroße Affen mit riesigen Glubschaugen…jeder hat sie glaube mindestens schon einmal auf einem Foto gesehen. Und wir machten einen Halt in einem Wildgehege wo man eine Python, ein Krokodil und verschiedene Wildvögel anschauen konnte.     Weiter ging die Reise, welche wirklich lang war, Richtung Westen. Ich steuerte mit meinem gebuchten Motorradfahrer Panglao an. Der Transport war nicht so billig, da wir insgesamt 3,5 h Motorrad gefahren sind! In Panglao angekommen, hatte ich wieder keine Unterkunft gebucht…den Fehler mach ich nicht mehr. Wieder kam ich in einem teuren   Resort / Hotel unter. Die  Nacht kam mich 35€! In einem Hostel zahl ich hier 6-8€…

Ich ärgerte mich noch nächsten Tag über die hohen Reisekosten. Das war unnötig. Natürlich wechselte ich innerhalb von Panglao die Unterkunft für die nächsten Nächte. Panglao ist eine kleine, belebte Insel unterhalb von Bohol. Hier kann man auch ordentlich Party machen (am Ahloa Beach). Dies tat ich die nächsten Tage auch. Ich blieb insgesamt 6 Tage in Panglao. Geplant war das nicht, aber von hier aus konnte man perfekt Tagesausflüge tätigen. Ich lieh mir 3 Tage ein Roller aus und erkundete Bohol plus Panglao. Ich schaute mir eine Höhle an in der man schwimmen konnte, ich machte Island Hopping – von Insel zu Insel springen, ich war in einem Ortsansässigen Zoo, schaute mir Wasserfälle an und war viel aktiv. In dem Zoo konnte ich einen kleinen Löwen mit der Flasche füttern. Beim Insel Hopping konnte ich mit Schildkröten schnorcheln. Es war insgesamt  eine gute Zeit in Panglao. Ich hab viele Leute getroffen / kennengelernt, gute Gespräche geführt und neue Kontakte geschlossen. Ich hab einen deutschen kennengelernt (46 Jahre), der seit 6 Jahren in Panglao    lebt und seine junge Freundin schwanger ist. Er geht in der Hauptsaison 4 Monate in Österreich als Küchenchef arbeiten, macht seine 20.000€ und lebt die restlichen 8 Monate auf den Philippinen. Er baut außerdem  gerade ein Haus für seine Familie. Der Quadratmeter kostet in Panglao 20€… solche Begegnungen sind sehr interessant und aufschlussreich. 8 Monate im Paradies leben und 4 Monate die Arschbacken zusammen kneifen, klingt nicht so schlecht!   

30April
2018

Philippinen: Legazpi - Vulkan, Quadtour und mit Walhaien schnorcheln

Auf ging es abends dem 27.04. von Hongkong aus zu den Philippinen. Ich hatte ein Nachtflug gebucht, der mich erst nach Manila (Hauptstadt der Philippinen) brachte, ich dort aber nicht bleiben wollte und mit paar Stunden Verzögerung zu der Kleinstadt Legazpi  flog. In Manila auf dem Flughafen hatte ich zirka 4 Stunden Aufenthalt. Der Flughafen war so unorganisiert, so etwas hatte ich noch nicht erlebt. Man wurde von einem Gate zum anderen geschickt und niemand vom Personal wusste genau Bescheid.  Aber hey, ich bin im Urlaub, von daher lass ich mich nicht stressen.

Ich kam am 28.04. 5:30Uhr in Legazpi an. Ich wusste ich würde die Nacht durchmachen und das tat ich dann auch. Der Flughafen in Legazpi war der Hammer. Extrem klein (Platz für zwei Flugzeuge) und im Hintergrund der majestätisch herausragende Vulkan ,Mount Mayon`. Ein toller Anblick. Alle Leute sind aus dem Flugzeug gestürmt und haben halb auf dem Rollfeld Bilder vom Mount Mayon geschossen, ich natürlich auch.

Um 6 Uhr kam ich im Hostel Mayon Backpackers an. Die liebe Frau an der Rezeption sagte mir, dass ich erst 13 Uhr einchecken kann…“was“ dachte ich mir, erst in 7 Stunden. Wie sollte ich das bloß durchhalten!? Zum Glück lernte ich nach kurzer Wartezeit zwei deutsche und einen Kiwi (Neuseeländer) kennen. Wir gingen in der Stadt Frühstücken und unterhielten uns gut. So verging dann die Wartezeit auch schneller. Hier auf den Philippinen scheint fast den ganzen Tag die Sonne bei 35 Grad und nachts regnet es öfters, bei immerhin noch 25 Grad.  Man schwitzt hier vom nix tun und jede Bewegung wird zur Anstrengung, echt verrückt. Auf den ersten Blick scheinen die Philippinen viel Gemeinsamkeiten zu Thailand zu haben. Mopeds fahren kreuz und quer, es gibt kleine Tante Ema Läden und es ist ein großes Gewusel auf den Straßen. Die Filipinos gehen langsam, nehmen sich Zeit zum Essen und lassen sich von nichts aus der Ruhe bringen. Man sollte also, wenn man hier her reist, seine innere Uhr auf das landeseinheitliche Zeitmaß justieren.

Nachmittags hatte ich an der Rezeption gefragt, was man hier so alles machen kann in Legazpi. Mir wurde ein Quadtour zum Mount Mayon ans Herz gelegt. Dies tat ich dann auch. Es war nicht das günstigste Abenteuer (3 Stunden / 30 Euro), aber dafür ziemlich cool. Mein erstes Mal, dass ich auf einem Quad saß. Der Hammer war, ich hatte ein Guide für mich allein. Also musste ich mich in keiner großen Gruppe (bis 20 Personen) einreihen, sondern konnte voll Stoff geben. Es ging im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, durch Wasserlöscher und extrem unwegsamen Gelände. Was ich echt gut fand war, dass mir mein Guide nach paar Metern sein großes Quad gegeben hat, welches mehr Power hatte.  In der Hälfte der Zeit erreichten wir den Fuß vom Vulkan. Leider war dieser in Wolken gehüllt und man hatte keine freie Sicht auf den Mount Mayon. Die Gegend dort war voll mit Trümmerteilen von den letzten Ausbrüchen. Der Mount Mayon ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und derzeit ist auch die Sicherheitsstufe 2 ausgeschrieben.  Man kann ihn zurzeit nicht besteigen! Was dann noch auf dem Programm stand, hatte ich auch noch  nie gemacht. Mit einer Slip Line 300 Meter ins Tal stürzen. War eine gute Erfahrung, aber im Endeffekt nicht so spektakulär wie ich dachte. Dann ging es zurück ins Tal mit den Quads. Abends war ich dann ordentlich kaputt, da ich ja eine Nacht nicht geschlafen hatte. Nächsten Morgen sollte es wieder zeitig raus gehen, zum Walhai schnorcheln.

Ich fuhr Sonntag (29.04.) morgen nach Donsol, 1 Stunde von Legazpi entfernt, zum Walhai schnorcheln. Auf dieses Abenteuer hatte ich mich riesig gefreut. Schon  in Deutschland wusste ich „das  musst du definitiv auf den Philippinen machen“! Und so kam es auch. Für 20 Euro war ein 3 Stunden Trip gebucht. Bevor es los ging musste man sich ein Video anschauen, wie die Gegebenheiten sind, um welche Tiere es sich handelt und wie man sich zu verhalten hat. Walhaie können bis zu 18 Meter lang werden und 34 Tonnen schwer. Sie ernähren sich hauptsächlich von Plankton. Sie streifen kurz unter der Wasseroberfläche entlang, machen ihr weites Maul auf und filtern so den Plankton heraus. Dann ging es los. Mit eine Art Katamaran fuhren wir (4 Guides, 4 Koreaner Mädchen und ich) raus aufs Meer. Die Koreaner Mädchen meinten sie können nicht schwimmen und bekamen eine Sicherheitsweste an.  Ich brauchte keine tragen. Irgendwann kamen wir an einen Spot, wo schon einige Boote mit Touristen sich befanden. Dort mussten die Walhaie sein…und dann ging alles ganz schnell. Der Guide sagte kommt schnell an die Bootskante, wir springen gleich rein. Dann sprangen wir, alles war ein bisschen hektisch, aber man muss schnell sein, um die riesigen Tiere zu sehen. Dann sagte der Guide immer wieder „schaut runter, schaut runter“ und dann schwamm schon ein Walhai unter uns durch. Wow!!! Die sind so lang wie ein Bus. Unglaublich. Dann ging es wieder an Board. Und den Ablauf machten wir zirka 8-mal, reinspringen, gucken und dann wieder ans Boot und jedes Mal sahen wir ein Walhai. Später fuhren wir noch so  bisschen aufs Meer raus und unterhielten uns. Was für ein Erlebnis!

Nachmittags lernte ich auf meinem Zimmer Hugo kennen – ein Franzose. Wir gingen abends in ein Lokales Restaurant essen. Montag den 30.04. verbrachten wir auch noch bisschen Zeit zusammen, wir schauten uns eine alte Kirche an und eine Tempelanlage. Den Nachmittag relaxte ich und wartete darauf 18 Uhr zum Legazpi Flughafen zu fahren, um 20 Uhr nach Cebu City in den Süden zu fliegen. Das waren 3 aufregende Tage zu Beginn meiner Philippinen Reise! Vulkan gesehen, Quadtour gemacht und mit Walhaien geschnorchelt. Besser kann es doch nicht sein.

 

 

28April
2018

Hongkong - der Start in mein Work & Travel Jahr

Hallo.

Hier kommt mein erster Reisebericht seit langen wieder. Ich befinde mich, wie viele wissen in Hongkong. Wie ich hier her gekommen bin, schildere ich jetzt: angefangen hat alles in Dresden und zwar am 22.April. Gegen Mittag fuhr mich mein Bruder und meine Mutter von Dresden nach  Berlin Tegel. Die Fahrt war unspektakulär und relativ kurz. Wir waren 4 Stunden zu früh am Flughafen und versuchten uns die Zeit Tod zu schlagen. Irgendwann war es dann soweit und der Flieger ging pünktlich 17:45 Uhr Richtung Finnland, besser gesagt nach Helsinki. Warum ich über Helsinki geflogen bin, fragen sich sicher viele. Da ich bei Finnair gebucht habe, wurde die Flugroute über Finnland gekoppelt. Naja mir sollte es egal sein, ich hatte 2,5  Stunden Aufenthalt in der finnischen Hauptstadt / Flughafen. Dann hieß es nochmal 10 Stunden Flugzeit nach Hongkong. Da es ein Nachtflug war, verschlief ich bis auf die Speisen die ganze Zeit.

Angekommen in Hongkong, die Metropole die ein Sonderbezirk von China ist, musste ich mich erst mal auf dem riesigen Flughafen orientieren. Ich fuhr nach einer Weile des Suchens mit einem Doppelstockbus ins Zentrum von Hongkong, besser gesagt in den Stadtbezirk Mon Kok. Jetzt ging die Suche erst richtig los und zwar nach meinem Hostel. Mit schwer bepacktem Gepäck (insgesamt 27 Kilogramm) auf meinen Schultern ging die Suche los. Auf einer großen und bekannten Straße, die Argyle Street sollte das Hostel zu finden sein, dachte ich. Ich bin gefühlt 1,5 Stunden umhergeirrt ehe ich den richtigen Eingang gefunden hatte. Da merkte ich zum ersten Mal, dass die Hongkonger wenig Englisch sprechen und nix von einem wissen wollen, wenn man kein chinesisch kann. Ich bekam trotzdem immer wieder Tipps von Passanten, doch es stellte sich irgendwann heraus, dass der Hosteleingang versteckt in einer Straßenecke sich befand. Nur ein Fahrstuhl führte hinauf bis in den 14. Stock…wer soll das von der Straße aus wissen, dass sich das Hostel versteckt in einem Hochhaus befindet. Kein Schild deutete auf das Hostel hin. Naja irgendwann hatte ich es ja gefunden…abends war ich nur noch kaputt und ging nur eine kleine Runde im Bezirk spazieren.

Wow sind hier viele Menschen unterwegs! Genauer gesagt sind es 7,3 Millionen Menschen die in Hongkong leben. Es ist eine pulsierende Metropole die anscheinend nie schläft. Am Dienstag den 24. April machte ich mich auf, die Stadt zu erkunden und lief Richtung Stadtzentrum / dem Central in Hong Kong Island. Natürlich hatte ich vom bekannten Victoria Peak und seiner Bergbahn gehört und die versuchte ich zu finden. Dort soll man den spektakulärsten Blick über Hongkong haben. Aber erst einmal musste ich mit der Fähre nach Hong Kong Island überschiffen. Gut ausgeschildert fand ich auch schnell die Bergbahn. Der Berg ist mit 552m die höchste Erhebung in ganz Hongkong. Die Standseilbahn / die Peak Tram fährt seit 1888 Menschen auf den Berg. Sie schlängelt sich elegant nach oben und man kann schon während der Fahrt erahnen, wie unglaublich schön die Aussicht auf die Stadt ist. Oben befindet sich dann der Peak Tower / eine Aussichtsplattform sehr weit über dem Boden, von der man einen 360 Grad Blick hat. Ich war sehr überwältigt von der Aussicht und der dargebotenen Skyline. Ich blieb zirka 1,5 Stunden dort oben auf der Plattform. Es waren sehr viele Menschen an dem Tag dort und was sich dann abspielte, war wirklich nicht schön. Es gab auf einmal laute schreie und es broch kurz Panik aus. Es schauten alle Menschen die Reling hinunter und es war sofort klar: hier ist gerade jemand runter gesprungen. Die Selbstmordrate in Hongkong soll extrem hoch sein, aber dass sich gerade an diesem Tag dort jemand runterstürzte bereitete mir weiche Knie. Unten standen dann sehr viele Krankenwagen, Feuerwehren, Polizei Autos und Reporter. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt…ein eigentlich tolles Erlebnis mit Beigeschmack. Später fuhr ich wieder mit der Peak Tram herunter und ging in den Stadtpark spazieren. Übrigens war das Wetter, wie fast die gesamten 5 Tage in Hongkong bewölkt und regnerisch.

Am Mittwoch kaufte ich mir bei einem Busunternehmen ein Erlebnisticket, mit dem ich die Stadt erkunden konnte. Ich machte zwei große Stadtrundfahrten (einmal tagsüber, einmal nachts) und eine schöne Hafenrundfahrt. Die Anzahl an Hochhäusern / Wolkenkratzern soll zirka bei 800 liegen. Auf Platz 2 liegt New York mit knapp 400. 

Den Donnerstag verbrachte ich fast komplett in dem schönen und abgelegenen Stanley mit seinen Stränden. Stanley liegt am südlichsten Punkt von Hongkong. Hier hat es mir nach dem ganzen Stadttrubel sehr gut gefallen! Die Strände waren fast menschenlos und es gab eine tolle Strandpromenade in der ich in zwei Bars eingekehrt  bin. Der Bus der mich nach Stanley brachte, hielt unterwegs noch einmal und man konnte eine Bootsfahrt auf einem Fluss machen. Was außergewöhnlich war, dort leben Familien auf Hausbooten. Abends ging ich in meinem Stadtbezirk lecker essen – vietnamesisch.

Der letzte Tag in Hongkong, der Freitag, sollte noch einmal besonders werden. Ich hatte noch ein Ticket für das höchste Gebäude in Hongkong. In 1 Minute katapultiert ein Fahrstuhl die Insassen auf eine Höhe von 400 Meter zum Sky Tower. Wow war das eine Aussicht! Fast besser als auf dem Victoria Peak. Man konnte 360 Grad umherschauen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Eine Stunde blieb ich dort oben. Nachmittags ging ich nochmal in den Stadtpark und schaute mir Vögel an. Außerdem war ich in einer Kunstausstellung, die weniger gut war. Abends 19.00Uhr ging es mit dem Bus zum Flughafen, denn ich flog zu den Philippinen.

Mein Urteil zu Hongkong. Es waren 5 wirklich tolle Tage und ich hab die Zeit sehr genossen, freu mich aber jetzt auf mehr Strände, Sonnenschein und weniger Menschen. Die große Menschenanzahl kann manchmal ein wenig nervig sein. Was gut bei den Bewohnern von Hongkong ist, dass sie nicht aufdringlich sind. Im Vergleich mit anderen Großmetropolen in Asien (wie Singapur, Kula Lumpur oder Bangkok) ist Hongkong mit seinen ewigen Wolkenkratzern schon außergewöhnlich und spektakulär. Singapur gefällt mir von den 4 Städten doch noch bisschen besser, aber es ist vielleicht auch Geschmackssache.

 

04Dezember
2017

Flugroute 2018

Hier meine geplante Route für April 2018. Berlin - Hongkong (4 Tage Aufenthalt), Hongkong - Philippinen (4 Wochen Aufenthalt) und Philippinen - Australien / Perth (1 Jahr Aufenthalt). Am 22.April ist Start von Berlin aus.

16Oktober
2016

Bali: Amed, Candidasa, Kuta

Die letzte Woche ist angebrochen. 4 Monate sind um. Ich verbrachte die letzten Tage im Osten und Süden Bali's. Den Westen habe ich leider nicht geschafft.

In der Kleinstadt Amed verbrachte ich 3 Tage. Ein dunkler Strand prägt das Bild des Ortes. Ich lieh mir 3 Tage lang einen Roller aus und erkundete die Gegegend. Leider hab ich in einer Stadt ein kleinen Unfall verursacht...ich wollte rechts abbiegen,  aber man durfte an dieser Stelle nicht rechts abbiegen. Von hinten kam ein junger Balinese angebraust und stürzte wegen mir. Er fiel auf die Seite. Sofort war ein rießen Tumult an der Stelle. Eine Frau rief gleich die Polizei...dem jungen Mann war nichts passiert, zum Glück und als die Polizei da war, war alles sehr entspannt und locker. Sie nahmen unsere Daten auf und gaben uns die Hand für eine gute Weiterfahrt. Zum Glück war alles halb so wild. Der junge Mann, der gestürzt ist, war äußerst nett und ihm war außer einem Schock nichts passiert. 

Weiter ging die Reise Richtung Denpasar an der Ostküste runter nach Candidasa. In Candidasa ist ein kleiner, aber netter Küstenort. Hier findet man kleine Geschäfte,  Cafés und Restaurants. Den ersten Tag relaxte ich nur. Den zweiten lieh ich mir wieder ein Bike aus und fuhr zum "Weißen Sand Strand". Dieser ist sehr nett und paradiesisch. Tolle Ecke von Bali. Abends traff ich zwei Holländerin mit denen ich essen war.

Ich reiste nach zwei Tagen weiter Richtung Süden,  zur Padang Bai. Die Padang Bai ist bekannt für viele Tauchresorts und Tauchschulen. Leider fehlt mir am Ende meiner Reise das gewisse Kleingeld, um in die Tiefe zu steigen. Ich wäre sehr gerne nochmal tauchen gegangen. So verbrachte ich 1,5 Tage am wunderschönen Strand: Blue Lagoon. Dieser ist für mich der Top Strand in Bali, zumindest was ich gesehen hab. Wenig Touristen und ein kleiner traumhafter Strand.

Meine letzte Station sollte Kuta sein. In der Touristen Hochburg war ich Anfang meiner Reise schon. Hier ist viel Trubel und ordentlich was los. Hier kann man gut feiern gehen. 2,5 Tage sollte ich hier verbringen.  Ich checkte in einem tollen Hostel mit Pool ein.

Meine Rückreise  startet am 22. Oktober 2016. Von Denpasar fliege ich nach Malaysia / Kula Lumpur. Dort hab ich 10 Stunden Aufenthalt. Dann geht es nach Bangkok / Thailand. In Bangkok verbringe ich ein Tag, bis die Heimreise fortgeführt wird. Über Stockholm geht es nach Berlin und von Berlin mit Zug oder Trampen nach Dresden in die Heimat. 

Ich freu mich schon auf Zuhause. Familie und Freunde wieder treffen. Ich hab dann noch eine Woche Urlaub, dann ist am 02.11. Start in der Kita / Hort Ullersdorf. Meine erste Station als Erzieher. Ich werde noch ein Resümee über meine 4 monatige Reise schreiben, also schaut Ende Oktober nochmal rein.  Ich bedanke mich jetzt schon mal für eure zahlreichen Besuche und Kommentare auf meiner Web Site und ich hoffe euch hat mein Auslandsblog gefallen. Liebe Grüße Tino

12Oktober
2016

Indonesien - Bali: Ubod, Kintamani

Hey. 

Ich find mittlerweile Bali richtig gut und entspannend. Anfangs gefiel es mir nicht so richtig, aber jetzt nach 2 Wochen muss ich sagen: super! 

Meine Reisezeit von vier Monaten ist bald vorüber...Sri Lanka, Malaysia, Vietnam, Laos und Bali hab ich in dieser Zeit bereist. War ne tolle Erfahrung und eine schöne Zeit.

Angekommen im mittleren Land, in Ubod, verbrachte ich dort 2 Tage. Ubod ist wie fast alles in Bali sehr touristisch. Es gibt viele Geschäfte, Boutiquen, Cafés und Restaurants. Ubod ist trotzdem entspannt und sehr nett.

Ein Tag war ich im Monkey Forrest, einem Park mit unzähligen Affen. Man muss sehr auf seine Sachen achten, denn die Affen sind gierig und schnell. Den zweiten Tag in Ubod hab ich mir ein Roller ausgeliehen und bin planlos durch die Gegend gebrecht. 

Dann ging die Reise weiter in den Norden.

...nach Kintamani. Kintamani liegt mitten in einem Vulkangebiet. Umgeben von Vulkanen fand ich ein nettes Hostel in den Bergen. Den ersten Tag war ich in einem Hot Spring Bad. Das sind heiße Bäder,  wo man relaxen kann und Blick auf einen mächtigen Vulkan hat. Ich verbrachte dort schöne 5 Stunden.

Der zweite Tag startete mit der Erklimmung vom Großen Batu Vulkan. Um 3 Uhr klingelte der Wecker, um 4 Uhr war Start. Mit Stirnlampe bewaffnet ging es im dunklen mit einem Guid und 6 wanderfreudigen Touristen den Berg hinauf. 2 Stunden dauerte die Erklimmung auf einer Höhe von 1717 m. Oben gab es ein heißen Kaffee und Frühstück. Es dauerte nicht lange, da kamen die ersten Affen hervor. Der Berg ist übersät mit Affen. Wir genoßen mit zirka 150 Wanderern den Sonnenaufgang. Dann ging es langsam, einen anderen Weg, über den Vulkangrad, zurück. 2 Stunden dauerte der Abstieg. Um 9 war ich fröhlich nach der Tour wieder zurück im Hostel. Nach dem Frühstück hieß es erstmal ausruhen und noch eine Runde schlafen. Den Rest des Tages hab ich mir ein Roller ausgeliehen und bin in der schönen Vulkangegend rumgebraust. Das Bike war ne ziemliche Mühle. Keine Nummernschilder, kein Helm dazu, gut in Bali fahren die meisten ohne Helm und geklabbert hat auch alles. Die Tankanzeige funktionierte ebenfalls nicht. Das coole war aber, daß es ein halbautomatische Maschine war. Das hat gefetzt. Bei der Tour bin ich auch auf eine balinesische Zeremonie gestoßen, die ich mir eine Weile anschaute. Abends wurde mit Bierchen und den anderen Hostelbewohnern relaxt. 

 

 

 

 

09Oktober
2016

Bali, Gili Island

Hey ihr Lieben.

Ich hab lange nicht mehr berichtet...ich bin in Bali angekommen ??

Gleich vorweg: Bali ist teuer. Im Gegensatz zu Asien ist Bali teuer. 

Ich hab die letzten drei Tage auf den Gilis verbracht.  Viele beschreiben die Gili Islands als "das Paradies", eine Inselgruppe vor Bali, ich seh es nicht so. Es ist nett auf den Gilis, aber als Paradies sehe ich es nicht. 

Ansonsten ist Bali sehr touristisch. Surfen war ich auch mal.  Mehr fällt mir gerade nicht ein, sorry, bin gerade etwas unkreativ...aber mir geht es gut. Hier die Bilder...

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